Genoesini.
* Genseslni oder Genovssini, (Barstholomaus und Marcus). Lanzi II. ^67. undII. 3?si macht aus diesen beyden Künstlern desLexikons Einen, nur von Verschiedenen verschiedent-lich genannten, setzt seine Blüthezeit in 1628- undnennt ihn einen Schüler der Cerani (Crespi) dessenArbeiten etwas Grandioses haben. Unter demNamen Marcus kennt er dann von ihm in derAugustinerkirche zu Mailand einen Stammbaumdieses Ordens, und Geschichten zur Seite, mitwohl colorirten und schön abwechselnden Figuren-dafür aber schlecht geordnet und in gemeinen Stel-lungen. Am Ende bittet Lau;, wieder, diesenMarcus nicht mit einem — Joseph Caicia zu ver-wechseln , welcher ebenfalls den Namen Genove-sini getragen, so daß am End seine Notizzen überalle Künstler dieses Geschlechts eher zu neuer Ver-wirrung führen.
— — — — (Ludwig). S. Mr'radori.
/Genokni oder Genovini, (Carl). Voneinem Kupferstecher dieses Namens kennt man von1756. ein Feuerwerk, welches die Kammerdienerdes Prinzen von Conds zur Feyer der glücklichenEntbindung seiner Gemahlin abgespielt hatten.
^Genova, (Angelus Maria), des Minori-ten-Ordens- gebürtig von Genua. Von ihm siehtman ein schönes Gemald in der dortigen KircheSt. Anton di Parigiano. Ldpra-ro bl. lö. 11 . 2g.
— (Lucchetto da). S. Lucas Larnb/äsi.
* Genovese, (il Prcte oder il Cappuccino).S. Bern. Grroz;,'.
Gensoul,( ). Ein solcher wird im Vlman.öes Lsaux - Arts von 7303. unter der Rubrik derdamals in Paris lebenden Geschichts- und Bild-nißmaler genannt.
— — (Madame), wahrscheinlich des ObigenGattin (wenigstens wohnten sie in Einem Hause)erscheint Ebendas. unter gleicher Rubrik.
Gent, (Johann von), Münzeisenschneider zuBerlin um 1633. lebte noch 1693. Nicolai.
* — — (Justus und Martin). Der erstreward auch Joris genannt - und unter die Schülervon Franz Floris gezahlt. Er malte zu BrüsselHistorien; dann siehet man auch von ihm überausfleißige Landschaften, wobey er meistens den Theileines niederländischen Dorfes anbrachte, in wel-chem sich Leute mit ländlichen Vergnügungen belu-stigen. Das Aeussere der Häuser arbeitete er bisanfalle Kleinigkeiten, so wie seine Baume undartige Figuren sehr mühsam aus.
* Gentil, (Franzi, Von den Lebensumstän-den dieses Bildhauers weißt man nichts, und der-selbe ist einzig durch seine Werke bekannt, il^e.
^Gentlleschr, (Artemisia), deren im Lex.unter dem Namen ihres nachfolgenden VatersHorazen gedacht wird, geb. 1590. und gest.1642. Dieselbe begleitete ihn zwar nach Eng-land; aber ihre schönsten Jahre brachte sie inItalien zu, und wurde daselbst eben so sehr wegenihrer Talente geschätzt, als ihrer Reize und ange-nehmen Manieren wegen von den Dichtern besun-gen. In Neapel lebte sie lange als Gattin vonPeter Anton Sciattesi, genoß dort der Anleitungvon Guido, und studirte eben so fleiffig die Werkedes Zampieri und andrer berühmter Maler. Daherwar auch ihr eigener Styl in den wenigen von ihrübrig gebliebenen historischen Arbeiten sehr ver-schieden. Dergleichen sah man zu Neapel undFlorenz; hier eines in der Galerie, die Versu-chung der Susanna und ein anderes bey H. Ave-rard de^ Medici, Judith und Holofernes; diesessehr kräftig gefärbt, und überhaupt mit einerStarke gemalt, welche ordentlich Schrecken ein-stößt; jenes hingegen mit einer großen Anmuthder Hauptfigur sowohl als in der Verumständung.Für Bildnisse dann war sie durch ganz Europa be-
Gentilla stre. 427
rühmt, und übertraf darinsi noch ihren Vater.Auch Früchte malte sie mit solcher Kunst, daß Joh:Franz Romanelli sie ersuchte eine solche Arbeit zuverfertigen, wozu er dann der Künstlerin Bildnißmalte, nnd es unter seinen schönsten Seltenheitenaufbehielt. Baglioni S. sää- Passem S. 105:im Leben, des Tafsi und Walpole Vnecstotas c >5?aintw§ II. 7 »3. sprechen Vieles von ihr sowohlals von dem Vater. Nach ihr hat P ,Iode derjüngere das Bildniß des Todes, mit der artigenUnterschrift:
ÄpPi'ener, v Mörtels >
<)ue cer enksot, Hui clort,
Moiikre, 1 »« oous sommes celsLr Irercs cle 1s Norr.
Dann I. David das Bildniß des IngenieursA. de Dille und H. David ihr eigenes gestochen.War das artige Weib wohl zu bescheiden, diesesletztrein der Galerie zu Floren;aufstellen? In derSchrift: winkelmann u. sein Jahrh. (S. zc>2.)wird übrigens unsre Artemisia, neben etlichenandern ihres Geschlechts, zum Beweise gegen dieBeschuldigung durchgängiger Schwäche, Mangelsan Ausdruck und Tiefe weiblicher Kunstarbeitenangeführt, und, ohne Zweifel mit Hindeutung aufihre Judith und Holofernes, bemerkt: Daß sogarDarstellungen von ihr bekannt seyen, welche einemweichen Gefühl wehe thun könnten.
* Gentl'Ieschr, (Hvraz), eigentlich vomGeschlechte Lomi; den Beynamen GemileschLnahm er von einem mütterlichen Oheim an So-mit war sein Lehrer A Lomi sein leiblicher Bruder.Mehrcrn Unterricht aber erhielt er in Rom durchdas Studium guter Muster und die Freundschaftvon Aug. Taffi, dessen Landschaften und Verzie-rungen in der Loggia Rospigliofl, im großen Saaldes Qujrinals u. s. f. er mit Figuren staffirte.Ucberhaupt aber waren dies entweder seine Jugend-arbeiten, oder er muß sonst seinen Styl, haupt-sächlich in Absicht auf das ihm späterhin eigneherrliche Colorit und schönes Licht- und Schatten-'spiel, in der Lombardie merklich verbessert haben.Diejenigen, welche ihm (wie das Lex. glaubt, irrig)ein hohes Alter geben,' setzen seine Geburt in156z. und seinen Tod in i6ä6. Seine beßten Ar-beiten sieht man im Königl. Pallaste zu Turinund in Genua. Hier z. B. im Haus Cambiasteinen David der über dem todten Goliath steht,mit einem Relief, und so lebhaften Tinten undContraposten gemalt, daß solches gleichsam einenganz neuen, vorher nie gesehenen Styl verräth,vandyck schätzte diesen Künstler so hoch, daß ersein Bildniß malte, und in die bekannte Reihe sei-ner hundert berühmten Männer setzte. Loth mitseinen Töchtern, nach ihm von L. Vorstermann ge-stochen, ist ein großes trefliches Blatt. Eben soseine H. Familie und seine H. Magdalena, beydeaus der Wiener - Galerie, um iZoä- von Wrenkgeschabt, obgleich das Urbild der letzter» selberin Meusels Archiv 11 . 709. wohl nicht ohneGrund, eine häßliche Dirne genannt wird. EineVerkündigung Maria von ihm, ehemals zu Turin,jetzt im Museum zu Paris, findet man bey LandenVI. 3Z. beschrieben und abgebildet.
*Gentill's daFabriano. S Fabrianoim Lex. und in den Zusätzen, und von!', was auchFiorillo 1 . 76. s. v. Genrilis noch von diesemmerkwürdigen alten Künstler sagt
* — — (Ludwig von Brüssel), S. Ludwigprimo.
— — (Bartholome). So heißt bey LanzrI. 357. ein Künstler von Urbino, von welchem erbey den Augustinern zu Pesaro eine Madonna, mitziemlich guter Architektur, von iss97- und zu MonteCicardo eine andre Tafel, von 7503. dätirt, beydemit der Unterschrift: ösrrkolomLous NsZistritr'ÄL (sc. 111.) gesehen hak.
Genrillastre, ( ). Nach einem Künst-
Jii-r