Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Gilaediiii.

Refectorium von St. Victor in Mailand siehet,einem Werk das ihm wirklich Ehre macht. ZuVarese vollendete er die dortige Himmelfahrts-Kapelle, bey Legnanino's Tod, nach den Kartonsdesselben; so wie hingegen der Cavalier I. B.Sassl, »ach Gilardi's Tod einige seiner Arbeite«zum Ziel brachte. II. 470-^71.

* Gilardinl oder Gerardini, (Mel-chior). Als Maler stand er in Diensten des Cardin.Ant. Barberini. Lanzi II. 466. nennt seinen Stylleicht, fröhlich, harmoniös, doch in der meister-haften Führung des Pinsels immer unter seinemMeister und Schwiegervater Crespi, den er übri-gens recht gut nachzuahnren wußte. So z. B.in seiner Catharina von Siena in Maria di St.Celso zu Mailand. G. Bassanus hat nach ihm eistallegorisches Titelblatt zu einer Mailänder-Chronikgestochen. Von seinen eignen, in Callots Ge-schmacke geatzten Arbeiten, führt der Gantkatalogvon Brandes 50. Duodez - Blatter unter demTitel an: Lapricci cki vsris 6§ure cki Nelcü.LeE-ir-ri (?), all' Illustr. etc. Larck. keck. ilLorromeo.

Gilbank, ( ). So heißt ein neuerer eng-

lischer Kupferstecher, von dem man in 1806. ei«Bildniß des verstorbenen Staatsministers Fox inöffentlichen Blättern vorzüglich rühmte.

* Gilberg oder Gillberg, ( ). Letz-

tres ist sein wahrer Geschlechts - und Jacob (nichtJohann, wie das erste Supplement zum Lex. sagt)sei» Taufname. Dieser Maler, Kupferstecher undAetzer in der Zeichnungs - und Röthel - Manier -geb. !? 24 - in der Provinz Würmtand (nicht 1740.wie Rost sagt) studirte zuerst auf dem Carlsstädt-schen Gymnasium, und hernach in den 1 .1746-43.zu Upsal. Im. I. 1749. fieng er an, sich unterAnleitung des Hdfintendanten Rehn auf das Zeich-nen zu legen. Um sich darinn Und in dem Grab-stichel zu vervollkommne«, reiste irr ick I. 1753.ins Ausland, und hauptsächlich um i-6o. nachParis, und setzte bey der damaligen Maler - u«dBildhauer - Akadeckie seine Studien fort. Erstnach acht Jahren kam er nach Stockholm zurück.Zm 1 .1767. (wahrscheinlich, nicht 57. wie Baursagt) wurde er zum Dessinateur - Lieutenant bey derKönigl. Fortifikation und 177z. zum Professor beyder Maler- und Bildhauer - Akademie ernannt.Er starb 15. Okt. 179z. Seine vorzüglichsten Ar-beiten sind in Lüdeke's: Ällgem. Gchrved.Gelehrsamkeit« - Archiv verzeichnet. Rost II.297 ^ 98 . und besonders ein Verzeichniß meines sel.Vaters führen von ihm eine ziemliche AnzahlBildnisse, wo nicht berühmter, doch angesehenerSchweden an, die er nach Arenius, Kraft, Lundrberg, Pasch, Scheffel, Schröder, Sergel, auchohne Namen des Malers gestochen hat (zwey der-selben mit 1770. und 7s. datirt); Rost dann nochüberdieß seine Pariserarbeit in Röthelmanier: Einengroßen Kopf nach Raphael; einen Kopf.(deskeuschen?) Josephs nach de Troy, und einen an-dern der Opernsängerin la Chantrie, nach Pierre;sechs Blätter Weiber- und Männertrachten (diesenach seiner eignen Erfindung); und endlich zweyschöne Landschaften nach Boucher, die er mitDe-marteau gemeinschaftlich ausgeführt hatte.

ie»- u. a.

Gilbert, ( ). Mit diesem Nacken (als

des Malers) ist das Bildniß des Predigers FranzDgier, von N.Habert gestochen, bezeichnet. Obnicht darunter Gilbert de Seve verstanden seynMöchte?

— — ( ). So heißt auch ick Almanach

stes ksaux - Hrts von »803. ein dackals in Parislebender Baumeister.

Giliberr, ( ) ein Künstler zu Grenoble.

Unter seinem Namen findet man das Bildniß vonJoh. Guido Basset, Advokaten dieser Stadt.

* Glller, ( ). Der Namen dieses Bild-

Gillow. 44 Z

hinaus von Antwerpen, ist in Gilles zu verändern.

Gillet, (Felicitas und Sophie). Zwey Künst-lerinnen, wurden in 1774 unter die Zahl der so-genannten Agreirren in der Königl Akademie derKünste zu Paris aufgenommen, und waren nichtunwahrscheinlich Schwestern des nachfolgenden

— — (Niclaus Franz), ein Bildhauer undMitglied der Königl. Akademie zu Paris; arbeitetedort um »757. Alsdann gieng er nach Petersburg,wo er -767. Professor der Akademie war. Mansiehet von ihm in dem ersten Saale derselben:Dido auf dem Scheiterhaufen, und den sterbendenHerkules, zwo Marmorne Gruppen. Um 1776.kehrte er wieder in Frankreich zurück. BernouiUkIV. 126.

— — (Simon). Nach einem Künstler diesesNamens hat Langlois (170g.) eine Thesis mit demBildnisse I. B. Ledo's de la Riviere, ersten Präsi-denten der Rechnungskammec von Rouen gesto-chen. Mrc.

Gillig oder Gilling,,(M.), ein nieder-ländischer Maler und Kupferstecher. Nach ihmhaben J.Gole (1635.) und A. von Zylvelt, letztrerdas Bildniß Hermanns Witsius gestochen, er selbstaber dasjenige von Gerard de Bries, nach seinemeignen Gemälde:

Gilli 0 me, ( ) ein wahrscheinlich sehr ge-

schickter ZimmerMeister in Paris, dessen von ihmselbst (1796 ) erbautes Haus im X Heft vonDrasft's und Ransonette's ?ians, Louxss etLlevationg enthalten ist.

Gillis, (Armand). So cheißt irgendwo einMaler zu Wien, nach welchem I Lardieu ein Bild-niß gestochen habe:

* Gillor, (Claudius). Neben den schobick Lex. von ihm angeführten Gattungen malte erauch Verzierungen in einer unseligen Zwitterart deralten Arabesken, der neuern Grotesken, und end-lich derjenigen in chinesischem Geschmacke. Danngenoß dieser Künstler die zweydeulige Ehre, denberühmten Watteau gebildet zu haben; aber nachVerlauf einiger Zeit trennte er sich von ihm; es ver-droß ihn nämlich so sehr- sich von diesem seinemSchüler übertreffen zu sehen, daß er auf immerdie Malerey verließ, und sich dem Radirm wid-mete. Auch sind seine Gemälde gänzlich vergessen;hingegen sucht man noch seine Zeichnungen und seinegeätzten Blätter, in denen man viel (flüchtigen) Geistund Leichtigkeit findet. »In dieser Absicht" rsagtVateler) »ist er einer von den Künstlern, welcheden meisten Verstand in der Nadel, die größteFeinheit in der Tusche, das meiste Pikante in derWirkung hatten, ohne weder zu einer namhaftenStärke des Tones, noch zu den großen Mitteln desHelldunkels seine Zuflucht genommen zu haben."In seinen Köpfen von Sylphen (nicht Sylvanen ,wie das Lex. sagt) u. d. gl. bemerkt man das Be-sondre, daß sie alle eine schielende Miene haben.Rost VIII. n?—18, der Gantkatalog von Bran-des und ein Verzeichniß meines sel. Vaters führen(doch nur wenige» der (nach Rost iZo- nach demLex. gar zZo.) theils von, theils nach ihm geätztenund gestochenen Blätter an; wobey noch zn bemer-ken ist, daß seine Vorstellungen eine Zeit lang soberühmt waren, daß solche von französischen unddeutschen Künstlern nachgestochen wurden. Soz. B. kennt man seine Fesie von Diana, Bacchus,Faun und Pan von ihm selbst, und wieder vonRochefork geätzt; seine Leidenschaften des Reich-thums, der Liebe, des Kriegs und des Spiels —gar von Vieren: Von Audran, Degmayr, Lobeckund Sedlesky; seinen Hexen-Sabbat von CayluSund Lobeck, u. s. f. u. f.

G iII0 rv, ( ) ein geschickter englischer Archi-tekt, arbeitete um 1750. zu Lancaster, wo er einschönes Zollhaus baute, Pennanr S. »63.

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