4§8 Godbois.
Lesux - Art8 von rZoz. ein damals in Alen<;onlebender Formschneider genannt.
Godbois, ( ) ein neuerer französischer
Künstler, der gemeinschaftlich mit Adolph Roehndie Schlacht von Marengo anf einem is^ hohenund ^ langen Bild vorstellte, wovon letztrer^dieFiguren, und Godbois die Landschaft malte.»Sie scheinen sich aber" (heißt es bey FiorilloIII. 5Zk.) „bey dieser Arbeit-übereilt zu haben."
Godde,( ). So Wird im Almanach 6e3Lsaux - Art8 von iZoz. ein damals in Parislebender Baumeister genannt.
Godeau, (Simeon), geb. zu Paris l6zs.kam 1694. als Kunstgärtner in Churfürst!. Dienstenach Berlin, wo er den Garten zu Charlottenburgnach des berühmten le Notre Riß anlegte. Eingleiches that er zu Ruhleben und Wusterhausen,jedoch nach fremden Riffen. Als ein unvertrag-samer Mann, und da er doch selbst nur geringeVerdienste hatte, bekam er i7n. seinen Abschied.Al'colai.
Godecharles, ( , ). So hieß ein um
1306. lebender neuer flamändischer Bildhauer.
* Godefroy, (Franz), Zeichner und Kupfer-siecher, geb. 1743. zu Rouen, der sich als einender beßten Schüler von le Bas ausgezeichnet hat.Unter seinen zahlreichen Werken, theils nach seinereignen Erfindung, theils nach Andern, befindensich vorzüglich schöne Landschaften nach Casanova,Gelee, de laHire, Lantara, Pillement, le Prince,Tenicrs, Vernet, u. s. f.; dann das angenehmeBlatt nach Gandat: An Dlanss äs f. f. Iiou8-8 san; Gattungsstücke, nach Fragonard, und end-sich mehrere Blatter auf die Begebenheiten desamerikanischen Kriegs von 1782. wovon auch Ponceeinen Theil gestochen, und die zusammen einensehr unterhaltenden Quartband ausmache». RostVIll. wo mehrere dieser und andrer seinerBlatter namentlich angeführt und gewürdigt wer-den. Eines derselben: la Loule snx 6uinee8,welches ebenfalls auf die Revolution von Nordame-rika Bezug hat, und sich schon von 1776. batikt,nach seiner eignen Erfindung gestochen, wird imGantkatalog von Brandes ein schönes Blatt ge-nannt- (Man bemerke, daß das Lex. offenbardem unten folgenden englischen Künstler R. B-Godfrey wohl einen guten Theil desjenigen zu-schreibt, was unserm Franz Godefroy gehört).
Godefroy, (F. oder John). So heißt einin Paris (1306.) lebender berühmter Kupferstecher(ob mit Hem Obigen noch derselbe, ist uns unbe-kannt) der im Almanach äs8 Lsanx - Arts180z. den Titel eines Kupferstechers des Museumstrug, und zugleich die Stelle eines Professors fürdie Ornamente an der sogenannten Lcoie Zratulte6s Vs 38 in bekleidete, in welcher letzter» Eigen-schaft er jüngsthin (1306.) die Besoldung von 1200.Livr. erhielt. Von ihm werden bereits in ermeld-tem Almanach von lgoz. angeführt: Das bekannteberühmte Blatt, Psyche und Amor, nach Gerard(iZor.); dann Daphnis und Chloe ohne Namendes Malers; in den Xouvsllea 6es Art8 (IV.IZ8-) aber der Tod des Hippolythus, nach einerschönen Zeichnung von Vernet dem Sohn, vonDarcis und unserm Godefroy gemeinschaftlich ge-stochen. Ebenfalls gemeinschaftlich mit Lingee gaber dann das vortrefliche Bildniß von Bonapartezu Malmaison. Ferner: Is Hanger 6s!a prsci-Marion, ein großes, sehr schönes in punktirterManier gearbeitetes, und theils schwarz, theilsin Farben abgedrucktes Gattungsblatt, nach Schall(i8c>l.). Von seiner Psyche und Amor sagt La n-don (Anna!. I. 290—91.): „Es war eine schwereArbeit, dieses schöne Werk in Kupfer gestochen sonachzubilden, daß nicht bey dem einfarbigen Tondie Mannigfaltigkeit der Tinten, diese Schatze desColoristen, und die vielen angenehmen Contraste, die
Godefroy.
dem Gemäld einen so großen Reiz geben, der feineAusdruck, die Anmuth und Harmonie des Ganzenverloren giengen. Aber noch mehr gewagt wardie Idee des Künstlers, alle Arten des Kupfer-stechens in Einem Blatt zu vereinigen, die ihm je-doch auf eine bewunderswürdige Weise gelungenist. Das Sanfte der punktirten Manier in demFleische der Figuren macht einen schönen Contrastmit der lebhaften und kräftigen Wirkung des Grab-stichels in der Landschaft; und das Ganze wird nochdurch den Zauber des Helldunkels der schwarzenKunst gehoben. Das Blatt thut eine ausserordent-liche Wirkung; man glaubt ein Gemälde zu sehen,nicht einen Kupferstich. Die Figuren sind 13. Zollhoch, eine Größe die bisher noch nie (?) ausge-führt wurde. Das Ganze hat 28- Zoll Höhe, undSo. Breite. Preis: 160. Livr. und zso. Avant Islettrs." Eben so gab er im I. 130g. ein zweytesbortrefliches Blatt: Ossian, der im Mondscheinam Bache die Harfe schlägt, und ringsumher dieErscheinungen, welche sich seiner Begeisterung dar-stellen, ebenfalls nach Gerard, in einer mit demGrabstichel und Ponzen gemischten wahrhaft zau-berischen Manier. Eine ausführliche Beschreibungdavon s. in Meu sels Arch. IV. 99. Bemer-kungen über eben dieses Blatt sowohl als überd>.n Tod des Hippolythus, wo von unserm Künst-ler dieselbe Manier (wohl am unrechten Ort) ange-bracht wurde, s. auch im Journ. für Litteraturu. Runst I. 73-77- Sein jüngstes Blatt dannist wohl: Der todte Christ auf dem Schvoße derH. Jungfrau, nach Haun. Carracci im XI.II. Heft
des HIU 3 SS fran^om.
Godefroy, (I.). In dem Almanach 6ez6egnx-Art8 von 180z. erscheint wieder zuver-läßig ein andrer Godefroy unter den Landschafts-stechern; wahrscheinlich derjenige, welcher für dasXXXIX. Heft des Nll8se kran>;oi8 eine Landschaftvon Orizonte, nach Marchais Zeichnung gelieferthat. S. auch den gleich folgenden Art.
— — ( ) Vater. So heißt in den Xou-
vslleg 668 Art3 IV. 152. ein Kupferstecher, derum 1304. in die XXX. Lieferung der lablesux,8tatus3, La8rel!sk8 st Osmes3 6s la 6alsrle 6sflorsnos etc. ein Blatt (einen mit einem Fuß-knecht fechtenden Reuter nach einem alten Stein)beendigte, welches eigentlich der gleich nachfol-gende Godefroy Saht, gestochen hat. Und zwei-feln wir nicht, daß unser Godefroy der Vaterkein Andrer als der gleich vorhergehnde im Alma-nach 6s8 Lsanx - Arts Landschaftsstecher ge-nannte Godefroy sey, da, nach diesem Almanach,dieser und Godefroy der Sohn in Einem Hauselebten.
-- — ( ) der Sohn, der, wie gesagt,
ebenfalls im Almanach 6s8 Lsanx-Arts von180Z. unter den damals in Paris lebenden Kupfer-stechern erscheint. Das Wenige indessen, waswir zuverläßig von ihm wissen, ist dasjenige, wasoben unter der Rubrik seines vermuthlichen Vatersenthalten ist. Von ihm sind vielleicht die Blatter:David mit Goliaths Haupt, nach Guido, gemein-schaftlich mit Coigny, und das Fest der Panathe-näen, nach einem alten Basrelief, gemeinschaft-lich mit Niquet, beyde für den Lonrs ülstorigusst elsmsntairs (XVIII. oder IX. Heft) und ei»Grab der Musen, nach einem alten Sarkophagfür das XX VII. Heft eben dieses Werks gestochen.
Welchem von obigen Allen dann das Blatt:?lsF6 tsnäu par l'Amonr, gemeinschaftlich mitPillement nach Collin gestochen — welchem l'Län-catlcm äs Larlln, nach Mad. Chaudet, sehr schönin punktirter Manier (1301.) — welchem vier my-thologische Medaillons nach N. Pousstn zugehören,die in einem LataloZus 6s8 Lstampes, gul com-posent Is kcmä äs sondert Iris st Obarl Laues1806. erscheinen; welcher endlich unter die Umrissein Landon's Vl68 st Oeuvrs8 6s3 peintres lesplus cölebres gearbeitet habe — Alles dieses istuns unbekannt.