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Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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470 Goyrand.

früher - da man von ihm zuverlaßig Blatter von1645. nach einem unsrer Verzeichnisse gar vonselber kennt). Basan (Ocl. sso.) setzt dann(schrecklich zu melden^ sein Geburtsjahr vollends in— 1662 hinab. Dieses Künstlers Arbeiten bestan-den besonders in verschiedenen Landschaften, ineinem sehr guten Geschmacke, und ungefähr imStyl von Sylvestre gestochen, meist von Paris undRom bezeichnet, wo er sich eine Zeit lang aufge-halten zu haben scheint. Die vornehmsten dersel-ben sind: Dreyzehn Blätter nach de la Belle (achtedavon numerirt, und von 1645. dat); zwanzigenach Callot, mit dem Titel: Divers?sysa^ss,irus en lumiers par/rE/, üeclles ä Nonssi§neurstsOrenau; viere, ohne Namen des Malers (dar-unter die Ruinen des alten Schlosses Bisscstre-und die große Fontaine des Gartens zu Tivoli).Eben diese haben irgendwo das Dat. von i6zä- —Ein artiges Blatt findet man von ihm in den Hespe-riden des P. Ferrari, nach der Zeichnung vonPh. Gägliardi. Dann ein kleiner Kopf, miteiner verzierten Einfassung und der Unterschrift:01 . Ooyranä 6 aI 1 c» sc. komss.

* Goyrand, (Niclaus). Von ihm kenntman ein Blatt nach N. Poussin, ebenfalls in denHesperiden des P. Ferrari. 6aircke//»ri.

Aber von welchem von beyden ist wohl ein Em-blem auf den Kardinal von Richelieu (1627. dat)und ein Bildniß des Rechtsgelehrten Iac. deLaurens?

G 0 zzadin 0, ( ). So nennt Gandellim

einen sonst unbekannten Künstler, welcher Verzie-rungen, Grotesken, Moresken u- d. gl. gestochenhabe.

Gozzi, (Maria Magdalena), vermahlte Bal-dacci, geb zu Florenz 1718. lernte wenige Zeit beyJohanna Marmocchini, und nach dem Tode dersel-ben bey Joh. Dominicns Campiglia. Sie malteBildnisse" in Miniatur, Pastell- und Oelfarben.II. 2. 35.

* Gozzoli, (Benozzo). Derselbe-'sagtLanziI. 5 ä— 55 ) erhob sich über einen großen Theil sei-ner Zeitgenossen, und war ein Nachahmer des Ma-saccio. In Einigem übertraf er noch sein Muster;wie z. B in prächtigen. Gebäuden, anmuthigcrLandschaft und Bizarrerie schöner und fröhlicher,wahrhaft malerischer Ideen. Im Pallaste Riccardizu Florenz (der ehemaligen Residenz) sieht mannoch von ihm in einer alten Kapelle eine Glorie -eine Geburt Christi und eine Epiphania. Dortbrachte er an den Gewändern so viel Goldes an,wie man vielleicht in Freskogemälden kein Bey-spiel hat, und eine solche wahre Nachahmung derNatur, daß man das ganze Bild -eines Jahrhun-derts in Gesichtern, Kleidungen, Pferdgerüsien,und allen Kleinigkeiten darin» zu erkennen glaubt.Seine meiste Zeit brachte er in Pisa zu; dort mußman ihn sehen, wo er besser zeichnete, comppnirte,und mit seinem Gold sparsamer war. Sein St.Thomas d'Aquino im dortigen Dome ist mit Rechtberühmt; u. mit noch mehrerm sind es seine biblischenGeschichten, welche einen ganzen Arm des Camposanko ausmachen, und die vasari (in dem Bom-bast seines Kunstschiboleths) opera tsrribilissima,e lla msttsrs psurs a uria leAious 6i pittori nennt.Hier zeigt er eine Wahrheit, eine Mannigfaltigkeitin Gesichtsbildungen und Stellungen, ein so safti-ges, lebhaftes, oltramarinhelles Colorit, undeinen solchen Ausdruck der Affekten, um gleich »achMasaccio ihm wirklich den ersten Rang einzuräu-men Dorr hatte er neben Andern, die Trunken-heit des Roah vorgestellt. In diesem Bild ist eineweibliche Figur, die sich schämen will, denselbenin seiner Blöße anzusehen, aber doch durch dieZwilch enräume der Finger, die sie vor die Augenhält, verstohlen nach ihm Hinblicke, was denn demGemälde den Namen: 1a VsrAo§nosa Nsl Lampo8anto verschafft hat. S. Ltrstr. pittrico 81 °.XVII. und XVIIl. eine Abbildung davon undvon seinem Babel - Thurm, der sich nicht minder

G r a d 0.

vorzüglich auönimMt. Denn in andern Arbeitenan gleicher Stelle bemerkt man bisweilen ein Mecha-nisches und eine Trockenheit, besonders an Kin-derleibern, was man vielleicht Gehülfen, die er da-bey haben mochte, zuschreiben darf. Nahe beydiesem herrlichen Werke steht das Grabmal, wel-ches ihm das dankbare P:sa auf öffentliche Kostenerrichtet hat. Und — als ob die Zeit selbst daswahre Verdienst erkennt häkle — hat dieselbe dieserAbtheilung des Campo sanko ganz vorzüglich ge-schont. Dons. Fiorl'Uo I. 275-76.

*Graafr, eigentlich Lraafr, (Gottfried).Derselbe war aus Danzig gebürtig, und ein Schü-ler von Natter, der seiner in der Vorrede zu seinemNrsits cis 1s lUetMocls rmtigus cle Arsver enxlerros stues gedenkt. Le sslNg Rdllekt. I 256.

* Grast, (Bernhards Die Bildhauer-Werke

des Franz Boffiuk, in Elfenbein und gebrannterErde, welche M. Pool nach Graars Zeichnungengestochen hat, führen zum Titel: Lsll-isn^clorsKunst- Kablnet van Lonmt zroo BK gr 4.Amsterd 72-. Dann hat ebenfalls Pool nach ihmgestochen: Einen Christ am Kreuz, und mehreremythologische Gegenstände; auch das eigene Bildsniß von Graat; G- Valck Bathseba im Bade,ein schönes Schwarzkunstblatt; P Schenk Jupiterund Leda, und ein Ungenannter einen Sackpfeifer,der ein Mädchen in einer Landschaft beschläft, einsehr unzüchtiges Blatt (diese beyden letztem eben-falls in Schwarzkunst). und

* Graauw, S. Graurv.

Grace, (A.), ein sonst unbekannter englischerMaler, nach welchem I. Smith das Bildniß vonChristoph Ranlieson gestochen hat.

Grachs, (Ju.), mit diesem Namen findet manin Beschreibung des Firmianischen Kabinets S.29. einen alten Mannskopf mit der Jahrzahl 1645.angeführt. Man glaubt, der Künstler möchtewohl aus Rembrands Schule seyn.

Gracht, i Quintin van den). Von einem sonstunbekannten Künstler dieses Namens findet manin G. Br LUNS Städtebuch k. IV. 8°. 7. rmeAbbildung von Beihune.

Gradtlla, (Juan Martinez de), ein spani-scher Maler des X VII. Jahrh. Schüler von Fr.Zurbaron. Von ihm kennt man neben Anderineine Arbeit im Refectorium des Klosters de lciMerced calzada zu Sevilla, welche aber in neuernTagen so schlecht restaurjrt wurde, daß alle ur-sprüngliche Schönheiten desselben verschwundensind. Fiorillo IV. 296.

Gradltzl, (Franz), Maler, des nachfolgen-den perers Sohn und Schüler. Nach seinesVaters Abreise zu St Petersburg blieb er daselbst,erhielt bey der Akademie den Platz von Grimmel,und bey Hofe folgte er dem Valeriani in der Stelleeines Theatermalers. Meusel Misc. XI. 265.

^ — — (Peter). Derselbe arbeitete unterder Regierung der Kaiserin Elisabeth zu St Peters-burgs und malte einige Plafonds für die Kaiserl.Pallaste. Er componirte und zeichnete gut; abersein Colorit war etwas schwach. Nach dieserFürstin Absterben gieng er 1762. wieder nach Vene-dig, wo er um 1730. verstorben ist. Meusel l. c.

Gradner, (D ), ein sonst unbekannter engli-scher Maler, nach welchem I. Watson eine Heloisegestochen hat.

* Grado, (Philipp von), ein Kupferstecher,

dessen im Ley. unter dem Art. seines GroßvatersFranz kürzlich Erwähnung geschieht. Derselbe hat,neben Anderm, auch die Bildnisse zu I B. Bello-ri's Biographieen der neuern Maler (stom. 728)gestochen. Wenn er, wie dieser Schrift-

steller sagt, an dem 1757—62. erschienenen Nuseo