Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Gross.

als Lehrmeister von Eduard du Bois bekannt.

Mensel Miscell. iv. 6.

* Gross, Grosse! oder Gruft, ( ).

Derselbe hieß Wilhelm. Er arbeitete an deinChmfürstlichen Hofe zu München. Von seiner Ar-beit steht man, neben Anderm, in dem Garten zu

Nymphenburg. Mw.

— — ( ). Des Obigen Sohn, arbeitete

in gleicher Kunst, und verfertigte, neben Anderm,vier Brustbilder, welche die Welttheile vorstellen,für den Churfürstlichen Pallast. Rirrershausen.

Grohmann, (Johann Gottfried), außeror-dentlicher Professor der Philosophie auf der Akade-mie zu Leipzig, geb. zu Gußwitz bey Görlitz 1763.ein Kunstdilettante (ob selbst ausübender Künstler,ist uns unbekannt), theils Verfasser, theils Her-ausgeber einer (fast allzugroßen) Menge Werkeüber die schönen Künste. So. z. B- schon 1794-95.von einem Handwörterbuch über dieselben, wodie Art. über die bildende Künste und die schöne Gar-tenkunst seine eigene Arbeit sind; wovon aber nur2. Theile A — J. erschienen waren: Dann haupt-sächlich eines Größern und Kleinern Jdeenmaga-züis für Liebhaber von Garten, u. s. f. Daserstre wirklich — so groß, daß von demselben seit1796. bis 1804. bereits über 40. Hefte erschienenwaren, wovon die 32. ersten, neben Anderm, inden deutschen Lunftblartern n. B. I-H. 95.wie es uns scheint sehr unparthcyisch beurtheiltwerden. Ferner gab er: Bruchstücke der gothi-schen Baukunst 799—801. und wieder der Aegyp-rischeir 799. — Verhältnisse der schönsten Sta-tuen (dem französ. Werke von F. A David nach-gebildet) rZoo. — GrundlinienderZeichenkunst1800.—Regeln z. <Larricatur-Zeichnung(Uebers.des englischen Fr. Grose) iZcw- und endlich:Gebrauche und Rleidungen der Chinesen,dargestellt in bunten Gemälden von dem MalerPu-Ekua in Canton, welche abermals von 1800—3.zu i2. Heften gediehen waren.

Grolock, (Bartholomäusi, ein Baumeister,und Georg R 0 sner Maurermeister; bauten von1571. bis 1575. das Universttats - Collegium zuAltorf bey Nürnberg, ein ansehnliches Gebäude,dergleichen viele größere Oerrer nicht haben. A i-colai Reisen XI. 328.

Geondone, (Joh. Baptist), ein Maler,lernte bey Joh. Maria delle Plane zu Genua undstudiere zu Rom Er starb in seinem Vaterland um1700. im 20. Jahre seines Alters. Mrc.

Gron rekle, (L.). So nennt Basan (L6.ssc.) einen damals jungen Künstler, der Vignet-ten nach Marillier füt verschiedene Schriften ge-stochen habe.

Gross, (Abraham). So nennt Gandellini,ohne Weiteres, einen Künstler, welcher Städte undLandschaften gestochen habe.

— — (Gerhard de). Und so heißt irgendwoein Niederländer, von dem man gestochene Bild-nisse kenne.

* — — (Johann de). S. Ccoos.

— — (I.). So heißt ein Künstler, wel-cher in Nivard Burians Ursprung desZisterzienser - Ordens nach I. G. HeinrichsZeichnungen (1679) die Blätter gestochen hat.rl/rc.

* Grooth, (Georg Christoph), des nachfol-genden Job. Christophs ältester Sohn, dessen imLex. unter dem Art seines Vaters Erwähnung ge-schieht, wurde in 1741. nach St. Petersburg beru-fen. Von ihm sieht man dort eine Menge Bildnisserussischer Großen, welche wegen ihrer Kraft, Hal-tung und Farbengebung gefallen; besonders aberdas lebensgroße der Kais. Elisabeth in der Garde-uniform zu Pferde. Er starb. 1749. Fio rille»A Schr. II. 43.

Gros. 4^

* G r 0 0 th, (Joh. Christoph). Nach ihm hat- 5 - -I- Hayd die Bildnisse der Aerzte I. Alb. Geßnetund L. Fr. Dreyer , und I. Stenglen dasjenigedes Arztes I. Ad. Kulmus gestochen. 4 Lr.

— — (Joh- Friedrich), des obigtn zweyterSohn, dessen im Lex. unter dem Art. seines Vatersgedacht wird. Derselbe^ward akademischer Rath.Er brachte es in seiner Kunst ungemein weit, in-dem seine Gemälde mit dem größten Fleiß ausge-arbeitet sind, und im höchsten Grade die Naturnachahmen. Seine Arbeit ward so hoch geachtet,daß allemal wenn er ein Stück bald fertig hatte,großes Aufsehn darüber entstand, und er öfters denganzen Hof bey sich sah. » Er hatte" ( sagt Wa-reler) »eine schöne Farbe, viel Bewegung, einerichtige und geistreiche Touche." Sein berühmterSaal zu Sarskoe - Selo war die Arbeit von zehnvollen Jahren (1750—60.). Unter der Regierungder Kais Catharina wurde er bey der im I. 1764.neu eröffneten Akademie der Schönen Künste zumMitglied und akademischen Rath ernannt. Einigeseiner schönsten Werke, welche Vogel darstellen,befinden sich unter den Schätzen der Akademie. Erlebte noch zu Gt. Petersburg 1780. In Deutsch-land sind seine Arbeiten äusserst feiten. Fio rille»Bl- Schr. II. 43. und Mrc. C M Roth hatnach ihm den auf einen Kanapö gelagerten — Hundder Kaiserin Aller Neusten gestochen.

^ — (Joh. Niklaus), Joh. Christophs

dritter Sohn, dessen im Lex. ebenfalls unter seinesVaters Namen Erwähnung geschieht. Derselbehatte sich aus Largilliere, Rigaud und Vandyckeine eigne Manier gebildet, die an Stärke undKraft Alles leistete, was der Kenner nur wün-schen konnte. Portraits und alte Köpfe warendie Gegenstände seines Pinsels, und in seinen jün-ger» Jahren malte er auch vortrefliche Miniatur-stücke. Hicrnächst besaß er die Kenntniß, alte,schadhafte Gemälde aus jeder Schule wieder her-zustellen, und bis zum Täuschen auszubessern.Seine letzten Lebensjahre waren kummervoll; nurvon wenigen Freunden unterstützt, mußte er fürseinen Unterhalt äusserst besorgt seyn. Er starb1797. in Memmingen, wo er sich seit 1785. bestän-dig aufgehalten hatte. Baue.

Gr 0 pius, ( ) ein deutscher Zeichner aus

Braunschwcig gebürtig. Nachdem derselbe sicheinige Zeit in Paris aufgehalten, begleitete er de»ältern H. von Humboldt auf dessen Reisen durchBiekaya und das nördliche Spanien; seither dendeutschen Reisenden Barrholdy und den schotti-schen Lord Aberdeen auf ihren Reisen nach Grie-chenland , und arbeitete, besonders für die letzter«,Zeichnungen von merkwürdigen Ansichten vonAthen u. s. f. wo er sich noch im I. 1804. auftenthielt.

Gros, (Anton Johann), ein neuerer französi-scher Künstler, Schüler von David. Unsers Wis-sens trat derselbe zuerst im X. Jahre der Republikmit einer Sappho auf, die sich vorn LeucadischenFelsen stürzt, und seither in Besitz des GeneralsDessollcs kam. »Das Ganze" (sagt LandonAnnal. I. 139) »ist eine schöne Komposition ; derAusdruck der Leidenschaft ist sehr gut, und überAlles weht ein Gefühl von Schwcrmuth, durchwelches das Gemälde sehr interessant wird." Dannheißt es freylich an einer andern Stelle (>. c. III.57.) wo man auch eine Abbildung im Umrisse fin-det: »Die grünliche Tinte ist nicht wohl gerathen;so malte Vernet den Mondschein nicht." Und:»Die Stellung der Sappho ist gut, voll Ausdruck;in dem Gesicht liegt Angst und Verzweiflung. Derobere Körper ist fein gezeichnek; aber der rechteFuß ist verdreht und lahm, und macht die Bewe-gung der Figur unmöglich. Das Gemäld ist vierSchuhe hoch." Späterhin sah man von ihm, 3ELänge und 25/ Höhe: Die Schlacht von Naza-reth, wofür er eine Prämie von 12,000. Livr. ent-hielt, die ihm (wie aus Landon Ann. I. 196.zu erhellen scheint) neben Caraffe nicht gebührte.