Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
Seite
511
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Halber.

Auch ist es ein eigenthümliches Gebrechen dieserManier, baß die nähern, dunklem Gegenständedes Vordergrundes zu sehr auf einander kleben,m wenig aus einander treten, und dem nur etwasentfernter sich stellenden Beobachter als großeschwarze Kleckse erscheinen. Diesem Uebelstandehat der Künstler durch tieferes Aetzen der Schat-tenparthien abhelfen wollen, so daß die Druck-farbe fühlbare und sogar sichtbare Erhöhungenbildet, aber damit die Sache doch nicht ins Reinebringen können. Dieser beynahe unvermeidlichenMangel ungeachtet, ist und bleibt dieses ein sehrschönes, vorzügliches Kunstwerk." Eine dortigeantiquarische Bemerkung über die angemessensteGestaltung eines Sylvantempels folgt unten imArt. weple. In 1807. war er in Carlsruhe miteinem Denkmal äuf Schillern beschäftigt.

Halber, ( ). Maler, vielleicht kein ge-

borner Hamburger, lebte aber daselbst zu Endedes XVII. Jahrhunderts, und siudirte dort unterD. Daalens, mit dem er nach Holland gicng,wo er sich hauptsächlich nach den Werken vonJoh. van Huysum bildete. Nach seiner Zurück-kunst malte er in dessen und seines MeistersDaalen Manier artige Landschaften und Garten-prospekte mit Pallästen u. s. f. mit einem sehrfreyen Pinsel und warmen Kolorite. HamburgK. N. S. 56 .

* Haken, (Aarent d. i. Arnold van). Vonihm kennt man die Bildnisse des Maler Sommersnach A> van Blomen, Johanns van Huysumnach P> A. Bonen, und Jeremias Dekkers, nachRembrandt. Letztres ist eines seiner Blätter mitHqnüa bezeichnet, deren auch das Lex. gedenkt,

(Lcl. sec.)

* Haler, (I. C.). S. Aler.

*Hall, (John). Ein Verzeichniß meinessei. Vaters führt von ihm ein Dutzend Blätternach Carter, Dance, Edwards, Maratti, Mor-timer, Poggi und West, fast alle historischen Jnn-halts an, unter welchen der Catalog von Bran-des den Tod des Capitains Coock, welches ergemeinschaftlich mit I. Lhomswaite und S.Smith nach Carter gestochen, dann eine Allegorieauf die Seegesellschaft nach Edwards, vorzüglichaber die Schlacht de la Boyne, und WilliamPenn, der mit den Indianern unterhandelt, beydenach West, vorzüglich schöne Arbeit nennt. Eben-falls »ach West kennt man entweder von ihm,oder dann von dem unten folgenden w. Hall,noch ein anderes schönes Blatt: Oliver Lroru-vel äigsolviliA tüs lonA parliarusnt, welcherum 1796. theils bey Frauenholz, theils zu Parisvon Delaunay dem jungem nachgestochen wurde.

— — (Richard), ein englischer Künstler,Nach welchem W. Hollar 1676. Vus Interieurs«in 6stctiou8 ä We8trnir>8ter, dann das Mo-nument von John Chaworth und andre Grabmä-ler gestochen hat. Mrc.

-(W-), ein neuerer englischer Kupferste-cher, von welchem man ein wahrscheinlich großesBlatt (Pr. 11. fl.) nach Westall kennt: DerEber, welcher den Adonis tödtet, wird zur Venusgebracht. Eine Beurtheilung (aber mehr desschönen Urbildes als des Stiches), siehe in derAllg. Lunstz. ( r 8 oZ.) S. 204-5.

* -( ). Der Schwedische Miniatur-

maler, war Einverleibter der Königl. Akademiezu Stockholm, und wurde 1769. als Maler derKönig!. Französ. Prinzen angenommen. Mrc.

Hallaert,( ). Aus einem Kunstverlagemeses Namens kennt man das Bildniß von God-hard de Reede, Herrn von Nederhorst.

/ Halle, (A. de la). Nach einem Künstlerdieses Namens soll W. Hollar gestochen haben.Wir vermuthen daß hier von dem alten Abra-ham Halle die Rede sey, dessen, eben so wie:

Halle. zu

* Halle, (Claudius), des altern, das Lex.kürzlich unter dem Art. ponchöron Erwähnungthut.

*— — (Claudius Guido), der jüngere.In die Akademie wurde er 1682. aufgenommen.Sein Aufnahmsstück stellte die Wiederherstellungder katholischen Religion zu Straßburg vor. Wa-relet sagt von ihm: »Er hatte mehr Verstandals Warme, und vereinigte die verschiedene»Theile seiner Kunst in einem mittlern Grade (nichtin einem hohen, wie Heydenretch — um dieHälfte verkehrt übersetzt). Sein Colorit war an-genehm, aber nicht lebhaft; die Zeichnung correkt,ohne ganz von Manierirung frey — dafür aberdie Composition reich, ohne überhäuft zu seyn.Seine große Kenntniß verschaffte ihm oft pikanteEffekte. Für Notre Dame hatte er die aus demTempel vertriebenen Käufer, und die Verkündi-gung (letztres eine sogenannte Votiv-Tafel 1686.)gemalt; ein Werk von so angenehmer Manier,daß es A)andre Bardon der Schule von Guidowürdig erklärt. Seine Arbeiten schilderten seinenCharakter, und hatten mehr Anmuth als Erha-benheit. Er war mit le Brun verbunden, ohneaus diesem Verhältniß Vortheil zu ziehn, undward von den Ministern nicht angestellt, weil erihnen den Hof zu machen versäumte." Nachseinen Cartons wurden in der Königlichen Manu-faktur mehrere Tapeten gewirkt; so z. B. die in1681. durch den Doge und vier Senatoren vonGenua bezeugte Unterthänigkeit gegen LudwigXIV. Nach ihm haben, neben Andern,, I.Audran Rebekka und Elieser, Düflos die Dar-stellung im Tempel, Edelink drey Friesen (Mi-nerva, Apollo und Amphion) welche der Katalogvon Brandes selten nennt, Jeaurat die Ans-giessung des Geistes, und Simonneau den St.Athanasius in Studien (Betrachtung) vertieft;andre dann Bildnisse u. s. f. gestochen.

— — (Daniel), des obigen Claudius desjünger» Vater. Nach Warelee wurde derselbezu seiner Zeit unter die beßten Maler der französ.Schule gezählt. Edelink hat nach ihm das Je-suskind, welches de, Schlange den Kopf zertriklet(ein schönes Blatt) und ein Ungenannter St.Veronica mit dem Schweißtuche gestochen.

* — — (Natalis), Claudius des jängernSohn, geb. zu Paris 1711. und dort gestorben1781. Noch im I. -771. stellte er eine Anbetungder Hirten und — einen Eilen mit der NympheEgle öffentlich aus, welche durch correcte Zeich-nung und kräftige Farbengebung einen starkenEffekt machten. Fiorillo III. 402. waeelernennt ihn Schüler und Nachahmer seines Vaters,und (ungefähr wie diesen) einen von denjenigenKünstlern, welche sehr wenig Fehler gehabt, denenaber die Natur jenes Feuer versagte, das denWerken der Kunst erst ihr Leben giebt. Er wurdemit dem St- Michaels-Orden beehrt. Für einesseiner beßten Werke wird das Altarblatt in derSt. Ludwigskirche zu Versailles gehalten. Nachihm haben, neben Anderm, S. Ch Miger dieverwandelte Jo, I. C. Vasseur den Antiochusder seinen letzten Willen dicrirt (ein gutes Blatt),I. V. Dupin Sohn die Savoyarden - Mutter,P. C- Jngouf ein Paar Bildnisse, A. «.gestochen.Unter seine selbsigeatzten Blätter dürfte eine (wohlobige) Anbetung der Hirten gehören, welche frey-lich von Andern (aber glaublich irrig) dem nach-folgenden p. Halls zugeschrieben wird.

* — — (P.), dessen das Lex. unter demArt. des Aatalis Erwähnung thut, und ihn fürdessen Sohn hält. Derselbe war um 1779. Ein-verleibter (L^ree) der Königl. Akademie. EinVerzeichniß meines sel. Vaters führt nach ihmmehrere Gattungsstücke von Beauvarlet, Cousin,Düclos, Patour u s. f. dann auch ein PaarBildnisse, eine Allegorie auf die Geburt einesInfamen, u. s. f. an. Wahrscheinlich ist es