524 Heberlein.
Heberlekn. S. Haeberlem.
Hebert, (Wilhelm), ein englischer Kupfer-stecher. Von ihm kennt man eine Folge von 6 klei-nen Landschaften mit Gebäuden, von 1760. datirt.
— — ( ). So heißt irgendwo ein franzö-
sischer Maler des XVII. Jahrh, nach welchem E.Gantrel das Bildniß Ludw. von Melun, Prinzenvon Espinoy, gestochen hat.
Hec, (Martin). Und so, ohne Weiteres, ineiner unsrer Handschriften, ein französischer Kupfer-stecher, von dem man ein Blatt kenne: Phara-mond, der das Salische Gesetz kundmachen läßt.
* — — S- auch Heck.
Hechle, ( ) Churpfalzbaierischer Hofma-
ler, übersandte im I. 1802. dem deutschen Kaiserzwey Gemälde, deren eines dessen Krönung, dasandre die Krönungstafel auf dem Römer zu Frank-furt vorstellt, wofür er zum Kais. Hofmaler, miteinem Gehalt von 800 fl. ernannt wurde. Kennerhalten solche für Meisterstücke, die sich besondersdurch sprechende Kenntlichkeit auszeichnen. Men-sel M Misc. XIV. 714.
Hecht, (Gabriel), ein Bildniflmaler, nachwelchem I. Müller diejenigen der Papste ClemensVIII. und IX. und des Abt Leodagers von St.Gallen gestochen hat.
* Heck, Hecke oder Hecken, (Johannvan den). Nach dem winklerschen Katalog geb.160/,. und gest. zu Antwerpen um 1670. Dagegensetzen andre sein Geburtsjahr erst gegen 1620. an.Sein selbst gemaltes Bildniß hat C. Woumannsgestochen. Das im Lex. genannte Heft von 12.Blättern führt zum Titel: ^oograpkia, und istdem Doge Paul Jordan zugeeignet; es sind Kühe,Gchaafe, Ziegen, Pferde, Esel und Hunde. Dasbeßte aber, nicht in dieses Heft gehörige, sindseine Straßenräuber, und das schlechteste, abersehr seltene (vielleicht sein erstes) die sogenannteHeerde. Bartsch (I. ioZ-8.) der alle vierzehngenau beschreibt, lagt davon überhaupt: «Diedarin enthaltenen Thiere sind sehr angenehm grup-pirt, und meist auch gut gezeichnet. Besonderswußte er den wahren Charakter seiner verschiede-nen Hunde richtig auszudrücken; Schaafe undKühe hingegen gelangen ihm nicht, die Köpfe vonbeyden sind schlecht gezeichnet. Seine Nadel dannist verwirft und furchtsam. In den Thierfellenwollte er die Kreuzschrafirungen ausweichen, unddie Schatten durch verstärkte Striche in Schlan-genlinien mit dem Grabstichel ausdrücken; wasaber keine vortheilhafte Wirkung thut. Ein Blatt(fünf Kühe auf der Weide, drey liegend undzwey aufrecht) wird ihm irrig zugeschrieben, undist nach ihm von Th. van Kessel gestochen, der,andern Nachrichten zufolge, ein ganzes Heft von6. Bl. nach ihm geliefert hat. Noch führt derKatalog von winkler nach unserm Künstler ganzAnderes an: Vörderst etliche historirce Bildnisse:Kaiser Ferdinand des III. und des Erzherzog Leo-pold Wilhelms, von L. Dorstermann; und Ferdi-nands von Oestreich (Bruders Philipp IV. vonSpanien) von Marinus; dann mehrere H. Fami-lien, von Galle, Marinus, und besonders Eine,sehr schön von P. Pontius; ferner Christus, un-ter dem Kreuz erliegend, mit und ohne des Ma-lers Namen, von Alex. Voet, und endlich Jupiterund Merkur bey Philemon und Baucis, vonGalle gestochen.
— - (M.). S. Hec.
— — (Paul van). So nennt her Gantkata-log von van der Düften (1774.) , aber ohne ge-nügsamen Grund, einen andern holländischen Kup-ferstecher, von welchem man 10. Blätter, mit ?.V. II. bezeichnete Hunde kenne. Allein BarrschI. 110—18. zeigt sehr wahrscheinlich, woher der
Hecquet.
Irrthum oder vielmehr die Täuschung entstandensey, und schreibt diese Blätter vier verschiedenenMeistern: Perer van Laar oder van Harlem,Paul von Hlllegaerr, einem übrigens unbekann-ten Maler, I. Jonck-Heer, und endlich einemUngenannten zu. Alle scheinen indessen, nach demUrtheil des erwähnten Kunstrichters, nicht vonerster Bedeutung zu seyn.
* Hecke!, (Anton), des nachfolgenden Mi-chael H. Sohn. Nach ihm haben I. Mason(1794.) eine Aussicht von Pitts Hause zu Zwicken-ham, und C. Griguion (1760.) dergleichen vonRichmond und von der Hamptoncourt - Brüstegestochen.
— — (A.), ein Kupferstecher zu Koppenha-gen um 1780. Unter seinen Blättern findet mandie Rittersiatüe Friederich V. nach Saly Mo-delle geätzt. Er arbeitete auch an einem Kräu-terbuche von Holmskiold. M§c.
* — — (Catharina). Nach ihr haben, ihrMann H. Sperling, und F. Stenglcn Bildnissedunkeler Männer, I. Ph. Hayd aber die katholi-sche , ^ lutherische, calvinistische und griechischeTaufcäremonie gestochen.
* — — (Michael), Vater der Lachan'na,dessen das Lex. in dem Art. von ihr kürzlich ge-denkt, arbeitete, neben Andern!, mit Joh. Bar-termann an der berühmten Gachsen-Weissenfelst-schen Bestellung (s.Barrerman), und st. 1721. üirc.
* Heckenauer, (Leonhard), Silberarbeiter,dessen im Lex. unter dem Art. seiner nachfolgen-den Söhne gedacht wird, starb 1706.
* — — (Leonhard und Jakob Wilhelm). (6an-delll'ni, bey dem sich überhaupt eine gute Littera-tur über Leonhard findet, sagt, daß er das Aus-land , und zumal Italien besucht habe. Nach demWinklerschen Katalog starb derselbe zu Augsburg,und Johann zu Draunschweig um 1720. .EinVerzeichniß meines sei. Vaters führt von ihnen andie 100. Bildnisse berühmter Männer an. Dasfast lebensgroße des Churfürsten von Trier soll einMeisterstück seyn. Von Jakob Wilhelms, wel-cher mindre Talente besaß, schlechtem Machwerkeseines Düestrum artis in Vsl!s-8allua (Salj-dahlum) erschien nur ein erster Theil in 16-18.Blättern (kol. obl. Ouelpliorbiti 1710.). EinVerzeichniß derselben s. in Hei'necke's rJachr.II. 24. Früher (1700.) gab er, gemeinschaftlichmit P. Decker, in 6 Blättern das Berlinische Schloß,so wie solches nach A. Schlüters Gedanken hätteerbaut werden sollen. Von Leonhard finden sichim erwähnten Verzeichnisse: Das Opfer der Poli-xena, nach Cortona , und Joseph, der die Traumeauslegt, nach I. C. Loth. Dann hat einer vonihnen Statüe» u. a. für die Akademie von Sandrartgestochen.
Hecker, (Paul), ein Wachspoussirer vonNürnberg, geb. 1619. ist uns einzig durch seinBildniß bekannt.
— — ( ). So heißt auch irgendwo, ohne
Weiteres, ein glücklicher Bildnißmaler, Direktoran der Akademie zu Stuttgart um 1798.
— — S. auch Hekker und Hoeckner.
Heckerr, ( ). So heißt ein Maler, von
dem zwey schöne italienische Landschaften auf derBerliner-Kunstausstellung von 1804. ersichtlichwaren.
Heck!er, (Johann Georg), Werkmeister derStadt Straßburg; arbeitete an dem dasigen Mün-ster. Man hat auch von ihm eine noch in Hand-schriften vorhandene Beschreibung dieser Kirchevon 1666
* Hecquer, (Robert). Derselbe starb zuAbbeville 1776. kann also schwerlich 167A. gebo-ren seyn, wie (beydes) Basan Lll. sec. sagt.