Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Heusch.

urtheilt von ihm 10. theils bloß mit Ilsuscb,theils mit 6. äs Heusoü bezeichnete von ihm selbstgeatzte Landschaften. „ Man darf" (heißt es dort)

nur einen Blick darauf werfen, so erkennt manden Schüler und Nachahmer von Johann Both.Ungefehr dieselbe Gattung Landschaft, dieselbeOrdonnanz der Theile, die gleiche Art leichter undhochstammigter Baume, und eben so die gleicheBehandlung der Radirnadel, so daß man ohne denNamen sie niemand Anderm als Both zuschreibenkönnte; nur würde man sie etwa für seine erstenVersuche halten, da sie wirklich in jeder Rücksichtunter den seinigen sind. Das schönste dieser Blatterist der sogenannte große Ziegenhirt". Eine Land-schaft nach ihm hat Duttenhofcr, nach SwebachsZeichnung, für das XXVI. Heft des Nu5se krau-tig gestochen.

* Heusch, (Abraham de). S. Heus.

* Heuvelen, (Anton van). Der Winkler-sche Katalog führt nach ihm ein von G. dü Viviergestochenes Küchenstück an.

Heyd, ( ), zween Brüder, Bildhauer und

Mitglieder der Akademie zu Cassel um i? 85 , undbefanden sich noch dort um 1789. Gemeinschaftlichvon ihnen verfertigt kennt man: Apollo; die neunMusen; einen Herkules mit der Hydra. Mensel ll.

Heidelberg. S. Heidelberg.

' Heyden, (Jacob van der). Der winkler-sche Katalog setzt seine Blüchczeit (wohl irrig) erstum r 65 o. an. H. S- Hüsgen zählt ihn unter dieFrankfurter-Künstler; und Gandellini nennt ihneinen Straßburger. Er atzte ein Sprüchebuch inFolio, welches 1620. bey E. Kiefer gedruckt ist.Unter seinen geatzten Bildnissen, deren ein Ver-zeichnis meines sel. Vaters an die 80. anführt, dievon 1610— 3 o. datirt sind, und mehrere (wie z. B.einesGrafen von Salm, eines Herrn vonGerolds-eck, u. s. w.) ganz besonders rühmt, findet sicheines (des Arztes I- L. Havenreurer) nach einemuns sonst unbekannten Is. (der Katalog von Bran-des sagt freylich Johann?) ab Heiden. Nochkennt man von ihm: Schlösser mit Emblemen (G.Bl.); eine Abbildung des Dohms zu Straßburg ;eine andre des Schlosses Heydclberg, nach demLeben; die drey Marien nach Bellange; ein (?)Blatt nach-Titian; die fünf Sinnen, in der Gestaltvon fünf jungen Frauen, schön mit dem Grabstichel,ohne Namen des Malers. Dann: WahrhafteContrefactur des berühmten Claus Narren, u. s. f.L'ranci» und

— (Johann van der). Sein Lehrer warein wenig bekannter Glasmaler; aber seine natür-lichen Anlagen für eine ganz eigene, auf den erstenAnblick äusserst kleinliche Gattung, waren dafürdesto größer. Oft machte die Darstellung eineseinzelnen Häuschens ganz allein den Gegenstand unddas Interesse eines seiner Bilder aus; aber es sinddarauf die kleinsten Details, die Fugen der Mauer-steine, ihre perspektivische Abstufung u. s. f. beob-achtet. Diese sclavische Genauigkeit, überhauptin allem was Slaffirung hieß, schadete indessender Wirkung des Ganzen niemals; er besaß einegroße Kenntniß des Helldunkels, und seine Touschewar leicht und pastös. Auch Johann Lingelbachzierte bisweilen seine Gemälde mit Figuren. Nochm 1801. wurde auf einer Steigerung zu Paris eineAussicht des Kanals Wersterkerk von ihm mit gooo.Fr. bezahlt. Wenn er (wie von Einigen geglaubtwird) die Schlauchspritzen, nicht wirklich erfundenbat, so vervollkommnete er wenigstens dieselben,indem er ihre Kraft und Wirksamkeit vermehrte,bie Frictionen derselben verminderte, und sie be-quemer zum Fortbringen machte. Auch erhielt ervon dem Rath zu Amsterdam dafür ein Jahrgeld,mit dem Titel eines Directors dieser gemeinnützigenMaschinen. Andre Etzarbeiten, als die Blätter zukeiner Abhandlung über dieselben, finden wir nir-gends namentlich verzeichnet, obgleich Rost VI.

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212. von dergleichen imAllgemeinenErwähnung thut.Dagegen hat Johanna Peny nach ihm eine Land-schaft, I. von Vianen das Rathhaus zu Amster-dam , und ein Ungenannter in F. Basans Verlageeinen Kanal bey Delft (ehemals im Cabinet Dence)geätzt, worin die Figuren eben Lingelbachs Erfin-dung seyn sollen. Ob es dieselbe sey, welche seit-her auch N. Daudet, nach Swebacs Zeichnung,für das XXX. Heft des lVIusss kran<;ai8, unterder Rubrik: VillaZs 8irr Is borä , 1 'nri Lanai undBaugean im Kleinen für Landons kavss^ss stlableaux 6s Asnrs N. I. 4i. gestochen hat,ist uns unbekannt. und

> * Heiden, (Johann van der), ein andrerguter Bildnißmaler dieses Geschlechts und Namens,gebürtig von Brüssel. Derselbe arbeitete etlicheJahre zu London für Peter Lcly zu Bekleidungenund Copien. Nachher gieng er in die ProvinzNordhamptonshire, wo er vieles für den dortigenhohen Adel malte- Er starb um 1697. und liegt zuStaplefort in Leicestershire begraben. MenselMiscell. IV. i 5 . Dieser Künstler dürfte schwer-lich mit demjenigen Van der Heyden, ebenfallsvon Brüssel, Eine Person seyn, dessen auch das Lex.unter dem Art. des Johanns van der Heidenvon Gorkum kürzlich gedenkt.

— >— (Is. ab). S. oben den Art. Jacobvan der Heiden.

Heider, ( ), ein geschickter Hofgärtner

zu Sanssoucy, von dem man an dem dortigenPallast allerley Zierathen aus Perlenmutter, Drusen,Coravenzinken u.s. f. wohl — grotesk genug, grot-tiert findet. Derselbe scheint um 1768. noch gelebtzuhaben. Her necke Vlache. I. 8r.

Heymans, (I.), ein uns sonst unbekannterMaler, nach welchen, A. Zylvelt das Bildniß desGottesgelehrten Witsius gestochen hat.

Heymhorveck, (Remold oder Rombout).Nach Rubens kennt man von ihm: Eine Anbetungder Könige, (vielleicht die auf dem großen Altarder Kirche St. Michel zu Antwerpen), eine Aufer-stehung, die Kirchenväter (bey St. Domenik zuAntwerpen), eine Allegorie auf den Frieden, einenCambyses auf dem Richterstuhl, u. s. f. Dannnach Palma dem Aeltern einen todten Christ unterden Händen der Engel; nach dem jüngern Palmaeinen triumphirenden Christ.

Hepn, (Johann Christoph), ein deutscherMiniaturmaler, geb. aus Schwedisch-Pommern,starb zu Dresden 1800. im 46. Jahr seines Alters.Mensel Vl- Llkliscell. XII. 494. Mehreres vonihm s. vielleicht in Rlnbe'ns neuestem gel.Dresden.

Heine, ( ), ein neuerer^ deutscher Bau-

meister. Im Jdeenlnagazni für Gurseigen-thümer und Garrenl/ebhaber, XI.IV Heft(r 8 o 5 .) sieht man nach ihm Geländer, Brückenund Gezelte.

^ Heinitscheck, (Matthias). S. Heini-scheck.

* Heinmkrller, ( ), starb 1760.

* Heyß. S. Heiß.

Hialtalin, (Dorstein Jllia), ein Isländer,geb. 1771. das sechszehnte Kind seiner Eltern.Im I. 1789. verließ er sein Vaterland, und kamnach mancherley Abentheuern nach Braunschweig,wo ihn der dortige Lakirfabrikant Stobwaßer mit-leidig aufnahm, und ihn, da er besondre Talentezur Malerey bey ihm entdeckte, dem berühmtenWeitsch zu Salzthalen in Unterricht gab. Diesengenoß er mit so vortreflichem Erfolge, daß er schonnach dreyen Jahren für einen vorzüglichen Land-schaftsmaler geachtet wurde. Hierauf entschloß ersich aus Liebe zu seinem Wohlthäter, in Draun-schweig seinen beständigen Aufenthalt zu nehmen,Aaaa