Hickel.
Zeichnung correct. Er malte mit einer äusserstleichten Hand; fast nie verfehlte er in seinen Bild-nissen eine sprechende Aehnlichkeit und den eigen-thümlichen Charakter seiner Personen. Baur, undfrevmlichiqe i 8 o 3 . S. 680. Nach ihm hat,neben Andern, H. Sinzenich eine Cassandra inrother Kreidellmanier (Brandes sagt: schön) ge-stochen.
Hickel, (Joseph), Antons älterer Bruder,ebenfalls ein vortrefflicher Bildnißmaler, geb. zuBöhmisch-Eipa 1704. von dessen Lebensumständenuns indessen wenig bekannt ist, da nämlich eineBiographie von ihm, die sich in dem verkändigervon 1807. X.° 82. findet, uns bisher nicht zuGesicht gekommen war. Wie es scheint, kam erschon in dem sechsten Dezennium des XVIII. Jahr-hunderts nach Wien, und gelangte in kurzer Zeitzu der Stelle eines Kais. Kön. Hof- und Kammer-malers, in welcher er zum östern die Bildnisse derKaiser!. Familie, der Minister und Generale malte.In 1786. dann erhielt er von dem Kaiser den Auf-trag, auch diejenigen der vorzüglichsten Schau-spieler und Schauspielerinnen des Wiener-National-Theaters in ihren Hauptrollen für ein eigenes dazubestimmtes Kabinet zu verfertigen, wobey ihm auchsein Bruder behelfen war; in ermeldtem Jahr-waren die desH. Prehausers, derCatherineJacquetund der Mad. Sacco (dieses von Anton) bereitsvollendet. Mensel Mrscell. xxix. Z16. —Ebendas. XXI. 184. wird von ihm (wir wollenhoffen aus seinerJugendgeschichte) erzählt: „EinesTags nahm er ein Bild des Correggio, entdeckteFehler, verbesserte (?) sie; und, kühn wie dasGenie- setzte er" (dies wäre nun das Aergste)„ am Rande des Bildes die Worte hin: Cor-r-eZ-Z-ioxinxit. /(rrL/. correxit. Seine Kunst-
charakteristik betreffend, heißt es bey M'colai IV.5i6. „ Er wählte, vermuthlich den Liebhabern zugefallen, eine helle, angenehme Manier, die aber dochnatürlich und nicht ohne Kraft ist. Die Zeichnung-seiner Figuren ist correkt uyd mannigfaltig (?)."Dieser Künstler starb zu Wien 1807. und trug beyseinem Tode, nebst dem schon genannten Titel einesKönigl. Hof- und Kammermalers denjenigen einesMitglieds der Akademien zu Wien und Florenz.Seine letzten Arbeiten waren die Bildnisse des jetzi-gen Kaisers Erbprinzen in Uniform, und des Erz-herzog Rudolfs, Koadjutors von Ollmütz. Ineinem Nekrolog von ihm heißt es: „Er war ein»»gemein biederer, offener, jovialischer und wohl-thätiger Mann." Gestochen nach ihm kennt manz. B. die Bildnisse Kaiser Josephs II. (der ihm —fünfmal gesessen haben soll) und seines BrudersErzherzog Maximilians, von W. F. Gmelin, unddes Fürsten Jos.Wenz. vonLichienstein, von I. Ph.Man.
Hickep, (Thomas). Nach einem sonst unbe-kannten Maler dieses Namens kennt der Katalogvon Brandes ein sehr schönes Schwarzkunstbildnißdes Oberkassiers der Bank von England, DanielRace's.
*Hlghmore, (I.) Für den Findlings-Epital zu London malte er die Geschichte Jsmaelsund Hagars auf eine große Tafel. B. Truchyhat nach ihm 12. Blätter für den Roman der Pa-wels gestochen. Msc. Ardell dann das Bildnißvon Mr. Hamlin, und R. Houston dasjenige desMarquis von Rockingham E- W. Wenthworths,zivey Schwarzkunstblätter, die. der Gantkatalog vonBrandes theils schön, theils besonders das letztreäusserst selten in den Abdrücken nennt, wo es ohneden Hosenband-Orden erscheint.
Hlgienontes. S- Hygiaenon.
Hiis, (Peter). So nennt Gandellini einenKupferstecher, von dem man einige Devotions-stücke kenne, die er mit IV X. bezeichnet habe. Eineunsrer Handschriften frägt, ob etwa darunter pererHupsseus oder Hyssens zu verstehen seyn dürste?
Hilft §47
Hilaire- (JaumesSaint-), MitarbeiterbesH. de Jussieux für das Oictionnairs ÜS 8 86 isncesnaturelle, gab im I. i 8 o 5 . klantss äs ls krancsüecrltes et peintss ä'aprss naturs. Die von ihmselbst gezeichneten und geätzten Blätter sind mitFarben gedruckt, und mit dem Pinsel ausgemalt.
— — (I-B.) Sv heißt irgendwo ein Künst-ler, nach welchem J.Matthieu zwey Blätter: l'^n-tropopkaAs und: l'Lsclave benrsux (vielleichtist es Eines) gestochen hat.
— — le Den. S. le Dru. Hier holenwir noch von ihm nach. Auf der Kunstausstellungzu Paris vom I. XIII. sah man neulich von ihmeinen schönen Pendant zu seinen penibles ^llisux,welches Armuth und Ehre, in der Person einesMädchens darstellt, das die verführerischen Aner-bietungen eines Bedienten im Namen seines Herrnausschlägt. „Auch in diesem neuen Produkte"(heißt es in den Xouv. lles /zn« IV. n 5 .) „ist allescombinirt um die Hauptidee ins Licht zu setzen.Ohne Zweifel könnte man einige Unrichtigkeiten andem Bilde auffinden, und an etlichen Stellen einefestere Ausführung wünschen. Aber" (so artigtadeln die französischen Kunstlichter) „ was vonPraktik abhängt, läßt sich nur durch die Zeit er-halten."
* Hklar ton , (Frch), ein Beyname vonDkacinth Boschl.
Hildebrand, (C>), ein deutscher Kupfer-stecher, arbeitete nach M. de Dos, u. a. In I.Tangena's Verlage fand sich nach ihm ein Bildnißvon R. Descartes, ohne Namen des Malers.Christ S. 141. ». 42. führt sein Zeichen an.
— — (Johann Lucas), Baumeister, geb.zuGenua 1666. Derselbe gieng mit dem GeneralPreiner nach Wien, wo er in Kaiser Carls.VI.Dienste trat, der ihn in den Adelstand erhob.Daselbst baute er den ehmaligen Pallast des PrinzenEugen von Savoyen in der Himmelportsgasse, undden Pallast des Fürsten Wenzel Kaunitz auf detFreyung. Er starb 1720. Xoxra-rr X. X. II. ig5.S. unten auch Hillebrand.
— — ( ). Ein Andrer dieses Namens
war Königl. Preussischer Baudirektor, und bauteum 1754. und später Verschiedenes in Potsdam.Um 176h. gieng er von dort weg. M'colai.
— — ( ), ein junger Bildhauer, vielleicht
.des Vorstehenden Baumeisters Sohn, Schüler derAkademie zu Berlin. Auf der dortigen Kunstaus-stellung vom I. 1804. sah man von ihm schöneBasreliefs zu Superporten eines Hauses des Bild-hauer Schadow's bestimmt, und von Hirt ange-geben.
— — ( ), ein Maler, von dem wir nichts
anders wissen, als daß Bernigeroth nach ihm dasBildniß I. Franc. Born's, und I. G. Goebel das-jenige des Arztes J.PH.Eybel gestochen hat; und daßer der Lehrmeister I. G. H. T. Leichners war.
* H - lduard-. Die im Lex. von diesem Mön-chen angeführte Baute zu Chartres wird sehr ge-schätzt. iVorru. x/r'V' I. 48.
Hilken, (Heinrich Friedrich), Medailleur,wird in der Samml. berühmter MedailleursXV 186. angeführt.
* — — (Johann Friedrich). Derselbe warspäterhin Herzogl. Meklenburgischer Medailleur.Seinen Namen findet man von 1702—10. auf ver-schiedenen Schaumünzen.
Hill, (Anton Samt-), geb. zu Baris 1731.hat (Bafan Xü. sse. zufolge) nach Berghem IsLaiu äs In Herbere mit einem Pendant gestochen.
' * — — (S.) Nach Vernet hat derselbe Ispecbeur encouraZe gestochen. Er dürfte mitobigem Einer seyn.
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