Jardin.
Ja rdi'n,(Nic!aus Heinrich), Baumeister, geb.'» St- Gcrmain des Noyers en Brie bey Lagny1720. Zehn Jahre lang bildete er sich in Rom. Als-dann kam er in 1755. ebenfalls als Königl. Däni-scher Baumeister nach Kopenhagen, und bekleidetesodann nach seines Bruders Tode desselben Stellein der Akademie und die Jntendenz der Königl. Ge-bäude. Nebendem war er Correspondirendes Mit-glied der Akademie der Baukunst zu Paris undEhrenmitglied der Akademien zu Bologna, Florenzund Marseille. Um 1771. gieng er in sein Vater-land zurück, blieb aber auch seit der Zeit äusser-erdenkliches Mitglied der Akademie zu Kopenhagen,wo man von seiner Arbeit eine Kirche siehet, dieihm vielen Ruhm erwarb. Auch kennt man vonihm einige, wahrend seinem Aufenthalte zu Romgestochene Verzierungsblätter. Dieser geschickteMann starb zu Paris 1799. MrZ-. Lucr/c/. /V V.A.o 10. und Aorrn ck /Äw VII. b!.o 161.
»Jardinier, (Claudius Donat). NachRost VIII. 209. geb. 1726. und gest. zu Paris 1774.Nach Ebendemselben und de Fonrenai hatte er,nachdem er die Anfangsgründe der Kunst bey N.Dupuis erlernt, sich unter die Leitung von leBas,und endlich unter diejenige von L. Cars begeben, undsey einer seiner beßten Schüler geworden, so daßer diesem letztem z. B. bey seinem berühmten Bild-nisse der Madm. Clairon nach Vanloo viel geholfen(oder vielmehr, unter dessen Aufsicht, kein andrerals Er, dasselbe gestochen) habe *). Seine Stichesind nich't sehr zahlreich, aber mit einem festen undzugleich angenehmen Grabstichel gearbeitet. »Mitseinen tiefen Kenntnissen in der Zeichnung " (sagtde Fonrenai) „ vereinte er das Talent, den Geistund Charakter seiner Urbilder beyzubehalten.Immer correct und zierlich zugleich, verband erdann in seinen Details Geschmack mit Reichthum-ei» markigtes Jmpasto und überhaupt die reizendsteVollendung. Alle seine mit dem Grabstichel aus-geführten Blätter setzten durch den abwechselndenStyl, die verständigen Gegensätze und die Harmoniedes Ganzen in Erstaunen. Mit seinen Talenten undseinem Fleisse vereinte er eine Bescheidenheit, undstatt Lernbegierde ohne Gleichen." Rost (l. c.)führt von ihm, neben den schon im Lex. bemerktenBlättern an: Das unterm Stricken einschlafendeMädchen (Is 8ilsrics), und die Mutter mit dendrey Kindern, von denen eines die zwey andernweckt, beyde nach Greuze, letztrcs von «Lars geatzt,und vonJardmrer beendigt; dann zwey Soldaten,die Karten spielen, nach Valentin, u. s. f. Auchbey Mßlk (I. 26Z.) finden sich von ihm die schonim kex, bemerkten: Maria, die ihr auf der Krippeschlafendes Kind mit Vergnügen betrachtet, nachC Maratti's Gemälde und Hurins Zeichnung, und(II. 157.) nach Torelli's seiner: Hann. Carracci'sGenius des Ruhms und der Ehre. Von ihm sindendlich einige Blätter in Sun's französischer Uebcr-setzung von Moiiro's Osteologie (Vari8 1759.)
Iarkoi, ( ), ein Schmelzmaler und Mit-
glied der Künstler-Akademie zu St. Petersburg um1775 . Von seiner Arbeit siehet man in dem erstenSaale gedachter Akademie. Bernoulli IV- 127.
Iarry , ( ). So wird im AIrnanaak ckes
Leaux-Hrt8 von i 8 c> 3 . ohne Weiteres, ein damalsin Paris lebender Baumeister genannt.
Iaruas. S. Iervas.
Iaud, (Sebastian), gebürtig aus demÄchen-tval, lernte um 178b. zu Ethakin Ober-Bayern dieMalerey bey M. Knollen Mensel M-scell.XXVIn. 249. Seither haben wir nichts weitervon ihm vernommen.
Jctinus.. §91
Fäussrer, ( ). So wird im -Vmnnnsli
<Is8 I)ssux-/Ürt8 von i 8 o 3 . ohne Weiteres, eindamals in Paris lebender Gemaldehandler genannt.
Jaugeon, ( ), ein Kupferstecher zu Paris,
der um 1770. für die Os 5 Lriptic>ri cie3 ^rl3 stlV1örier3 arbeitete.
Iau in es, ( ). So heißt irgendwo ein
Künstler zu Paris, der um i 8 c> 4 ; mit etlichen An-dern die Zeichnungen zu einem oictionnaire cle88 clenre 3 1 iatursIIe 3 gegeben hat.
Jauuez, ( ). So wird im Hlmanacch
<168 6eaux-Hrt3 von 1803. ohne Weiteres, eindamals in Paris lebender Baumeister genannt.
Iautz, s ). So heißt ein Kupferstecher,wahrscheinlich zu Wikn, der um i8oZ. einen jugend-lichen Johannes-Kopf nach Carl Dolce, aus demCabinet des dortigen H. Grafen von Fries für dasJndustriecomptoir daselbst (Pr. 3 .fl.) geschabt hat.
Iay,( ). So heißt irgendwo ein Künstler,nach welchem Cathelin das Bildniß des Neapoli-taners Ant. Sacchini gestochen habe.
Jays, ( ), Maler und Professor zu Gre-
noble um 1806 lebte eine Zeitlang in Italien, und'zeichnete recht gut Figur und Landschaften. Bruun-rJeergaarde im lVluZ.12. Lnc^clox. von 1806.
Iaza, (Joachim), ein wahrscheinlich (1807:)noch lebender spanischer Maler, von viel verheißen-dem Talente, dessm Arbeit an der Kuppel der Sa-kristei) der Kirche Madonna del Pilar zu Saragossasehr gerühmt wurde. Fiorillo IV. 434.
Jazamas. Diesen Namen finden einige aufeinem alten Steine, worauf man einen Centauren,und hinter ihm eine Bacchantin sieht, die ihm einenFußtritt giebt Allein andre lesen vielmehr paz-zalias, was dann auf einen neuern (uns zwarebenfalls >unbekannten) Steinschneider deutenwürde. ckVr-»--
Ibbelsoii, sJ. I.) So heißt ein neuererenglischer Künstler, nach welchem A. Smith die1. Sz. des IV. Aufz. von Shakespears bezähmtenWiderbellerin, (oder vielmehr einen dort nur flüch-tig berührten Vorgang mit dem stolpernden Pferde)gestochen hat.
Jerar, (Johann von), ein spanischer Malerdes XVII. Jahrh. Zeitgenosse von Cano, wirdvon Fiorillo (IV. 367—68.) kürzlich angeführt,und bemerkt, daß er sich durch eine in i 55 o. zuSaragossa gedruckte: OrtoZrspKiL prasricka, 0arte (je S3cr1blr, auch als Schriftsteller gezeigthabe.
Icmali'rrs, ein in eingelegter Arbeit vollElfenbein berühmter Künstler in Griechenland, wirdvon Homer (Odyssee XIX. V. 56 . st 57.) an-geführt.
Icri 11 us. Eine ausführliche Beschreibungdes von ihm und Eallicrares gemeinschaftlich er-bauten prachtvollen Tempels der Minerva zu Athen,der sich bis 1677. ganz unversehrt erhielt, bey derdamaligen Belagerung aber durch die Venetianer,von einem darin verwahrten und in die Lnft ge-flogenen Pulvermagazin gänzlich zerstört wurde,s. de Fontenat, und Milizia (Lll. ter^. 1.st8S99.) Von ihm selbst dann war das Schiff desberühmten Tempels der Ceres und Proserpina zuEleusts,welches 3 o,ooo.Menschen (St.Peter zu Romnur i 5 ,oov.) faßte Sein Tempel des hilfleistendenApollo endlich bey dem arkadischen Berge Cottiliusim Pelopones, wurde für einen der schönsten desAlterthums gehalten.
") Eine interessante Anekdote, dieses Blatt, oder vielmehr das Urbild desselben betreffend, erzählt deKontenai?Daß nämlich Madm. Ltairon, welche anfänglich in demselben mit dem ganzen Ausdruck und Charakter derRolle der Medea, in welcher sie vorgestellt ist, die Gefälligkeit der Künstler gegen sie mißbraucht, und vonwnen geködert habe, jenen energischen Ausdruck der Leidenschaft auf ihrem Gesichte zu schwächen, der auf derBuhne so hoch bewundert wurde.