Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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502 Joubert.

Joubert, ( ). So wird auch im LIman.

äe8 6eaux-Lrt8 von i 8 o 3 . ein damals in Parislebender Kupferstichhändler genannt. Um dieselbeZeit war derselbe auf die glückliche Idee gerathen,zwey durch den Revolutionsstrudel verloren gegan-gene Kandelabern, welche einst Benv. Cellini, nachZeichnungen von M. Angelo und Raphael für diePapste Julius II. und Leo X. verfertigt hatte, nacheinem in 1778. noch davon genommenen getreuenAbrisse in Kupfer stechen zu lassen, wovon diegewöhnlichen Abdrücke für 24. Fr. und lavirte fürden gedoppelten Preis verkauft wurden. Allg.L- Z. IV. 246. Uebrigens zweifeln wir kaum, daßunser Joubert mit obigem Fr. St. Joubert demKupferstecher nicht Eine Person seyn dürfte.

* I 0 ue, (Jacob de la). Nach ihm hat C. N.Cochin mehrere allegorische Blatter auf Künste undWissenschaften.' I'^rckitscturs, Ikt 8sulpturs»1'klistoirs etc. eben so Lardieu: la Vsinturs, undB. Winkler Cartouchen gestochen.

Jouenne, (Madame). So wird im ^lmn-nacb sog 6 sanx- 7 lrt 8 von 1802. ohne Weiteres,eine damals in Paris lebende Blumenmaleringenannt.

Jouette, ( ). So heißt irgendwo eine

Kupferstecher!», die um r/ 65 . gute Arbeit inCrayonmanier geliefert habe. S. auch den gleichfolgenden Artikel.

— — ( ), Zeichner und Maler in Pastell

und Oel, lebte zu Paris um i 8 o 5 . und gab sichdamals hauptsächlich mit Unterricht im Zeichnenab. Auch seine Gattin beschäftigte sich mit Colo-riren von Kupfern, und Retouchiren solcher Blätter.Ob diese letztre noch die vorbenannte ältere Künst-lerin dieses Geschlechtes sey, ist uns unbekannt.

*Iouffroy, ( ). Derselbe hieß P.

Nach ihm hat Beauvarlet 1728. das Bildniß desJesuiten Ph. Onufr. Desmarets gestochen.

^ Joullain, (Franz), Stecher mit der Nadelund dem Grabstichel, und Kupferstichhändler zuParis, dort geb. 1700. und in hohem Alter ver-storben zu End des XVIII. Jahrhunderts. NebenAnderm arbeitete er auch für die Galerie des Ca-binets von Brühl. AÄEös läse Zentrale p. 86.S. Mehreres im gleich folgenden Artikel.

— — ( ), des Obigen Sohn, wahr-

scheinlich derselbe, der im Mmanacü äe8 IZsaux-^rt8 von 180Z. Jolain heißt. Huber bey Rost(VHI. 101—2.) sagt: Er habe den Vater undden Sohn gekannt, fällt aber kein Urtheil über sie.Dagegen führt er vom Vater mehrere von ihm fürden zweyten Theil des Cabinet Crozat gestocheneBlätter an; nämlich ein Ecce Homo und eine Ver-kündigung nach Ch. Coypel; dann Merkur undHerse', und Apollo der den Marsyas schindet,nach P. Veronefe; ferner eine Schweins - und eineWolfsjagd nach Desportes; eben dieses Künstlershistorirtes geistreich geätztes Bildniß als Jäg>er,nach ihm; und endlich: kscrsarion ckainpeirsnach Laueret. An die 3 o. finden sich in einemVerzeichnisse meines sel. Vaters enthalten.

I 0 urdain, ( ). So wird im TUmanasIi

Ü68 6eaux-^rt8 von 1803. ohne Weiteres, eindamals in Paris lebender Bildnißmaler genannt.

I 0 urdan, (F.) ßo heißt bey Basan (Lä.seo.) ein Kupferstecher, von dem man Vignettenfür allerley Litteraturprodukte kenne.

— — ( )- So hieß eine französische Künst-

lerin, welche für die Vo^L^ pittoresyus äs 1a8ul88s die Ruinen des Schlosses äs la Nour Oba-tillou nach Barbier, dann öont ä'^u§8t undVUls äs ^rauenfelä nach Perignon (X." 36 . 106.und i 54 des Werks), und nach Boucher ein Hirten,stück gestochen hat. Ob sie dieselbe sey, welche,dem Allirsnacli äk8 6ssux-^rt8 von i 8 o 3 . zu-folge, damals noch zu Paris lebte, und dort als

I 0 u v e n e t.

Kupferstechern von Gegenständen aus der Natw"geschieht« angeführt wird, ist uns unbekannt.

Jourdheuil, ( von). So nennt Lastn(Lä. 8ss.) einen Kupferstecher, Schüler von Veawvarlck, geb. zu Poitiers 1769. und jung verstorbenzu Paris 1781. von welchem er I'OIaeao psrännach Aubry, Merkur und Herse' nach de la(etwa durch Verwechselung des kurz vorhin ange-führten Blattes von Joullain nach Coypel ?), und1 e Osvin äs villaZs nach Raoux anführt.

Isurneau, ( ). So wird im TVmanacl,

äe8 6saux-^rt8 von 1803. ein damals in Parislebender Kupferstichhändler genannt.

Ic>risse, (Mathurin), von la Fleche, schrieb:

Is 6äsls 8srrnrisr (1627.), wozu er selbst 52.Blätter atzte.

— — ( ). So nennt dann Jocher einen

Jesuit und Mathematiker, welcher Liecrew <iel'TlrclütsLtllrs geschrieben habe.

Iousselin,( ). So wird im HImanscliäss 6ssux-^rt8 von 1803. ohne Weiteres ein da-mals in Paris lebender Landschaftsmaler genannt.

* Jouvenee, (Franz), dessen im Lex. unterdem Art. Johanns kürzlich gedacht ist, wird voneinigen, (wie z. B. Ie viel! I. 210.) nicht für dessel-ben Neffen, sondern für seinen Bruder gehalten.Immerhin nennt ihn Fiorillo III. 270. einen vonJohanns vorzüglichen Schülern.

* — — (Johann). Sein Vater Lauren;,

von dem er den ersten Unterricht erhielt, war einsehr mittelmäßiger Maler. Da er schon als Knabeeine leidenschaftliche Liebe für die Kunst verrieth,wurde er in seinem Sicbenzehnten nach Paris ge-schickt, wo er so reißende Fortschritte machte, daßman ihm (1673.) ein Votivbild für Nütre-Damezu malen auftrug. Alsdann gab er die Heilungdes Besessenen in einer so großartigen Composition,daß ihn Lebrun unter seinen Schutz nahm, und erim I. 1676. einstimmig in die Akademie aufge-nommen wurde. Sein Aufnahmsgemäide war dieKönigin Esther und Ahasveros. Jtzt machteJouvenet die gründlichsten Studien nach der Natur,wie solches besonders aus seinem Fischzuge Petrierhellt, ein Bild, welches Ludwig XIV. so wohlgefiel, daß es auf seinen Befehl in eine Tapeteübergetragen wurde. Bald hernach erhielt er einePension von 1200. Livr. Nunmehr gieng er eineWeile nach Bretagne, wo er verschiedene treflicheArbeiten hinterließ. Als er in 1698. von dort zu-rückkam, wurde er unter die Zahl derjenigen Künst-ler erkiest, welche die Kirche aux Invalides mitihren Gemälden auszieren sollten; die seinigenwaren zwölf colossalische (12^ hohe) Apostel, undEngel mit den Marterfymbolen der erstem, in einemsehr großen Charakter. Auch die Franziskaner-Kirche zu Versailles versah er mit einem Altar-blatt; und für Anderes, das er in die dortigeHofkapelle malte, wurde ihm sein Gehalt auf 1700. >

Livr. erhöht. Als (Kunstanekdote, welche übrigenswenig beweist!) Peter der Große in 1717. (desKünstlers Todesjahr) die Fabrik der Gobelins be-suchte, gefiel ihm, unter der ihm angebotenenAuswahl keine der dortigen Tapeten besser, alsdiejenigen nach Jouveners Marter-Geschichte desSt. Martinus, deren Urbildern auch das LexikonErwähnung thut. Da er im I. 1712. am rechtenArm vom Schlag gerührt wurde, fo suchte er sich >anfänglich dadurch aufzuheitern, daß er seinen -Neffen und Schüler Reftoue bey dessen Arbeiten >

mit seinem. Rath unterstützte; und da dieß seiner >

Liebe für die Kunst noch kein Genügen that, fieng

er bekanntlich nunmehr mit der Linken selbst wiederzu malen an. Frorillo III. 268—70. Dort wirdsein Kunstcharakter also bestimmt: ,, Jouvenetbesaß eine große Leichtigkeit im Erfinden, und einengewissen (seltenen) Reichthum in der Anordnung.Seine Zeichnung ist zwar etwas manierirt, mißfalltaber nicht gänzlich, wegen ihres dreisten Schwunges