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neben Anderm, ein größeres Tivoli mit der Villades Macen, und seinen Wasserfallen; und einKleineres: Den See bey Nemi. Das erstere fandman etwas kalt, aber alles Einzelne mit unbe-schreiblicher Liebe dargestellt. Tkb. Morg. Bl.1807. S. 422. Auch der Salon von 1807. wieszwey schöne Bilder von ihm auf. Mensel«Arch. II. 3 . 9 — io. wo das eine derselben»ebenfalls ein Tivoli) »frey, jedoch kräftig indes Künstlers eigner Manier", genannt wird.
»Babel, auch Labet, (Adrian van der).Da ihn van Goyen bisweilen (z. B. II. 235 .u. 554 .) Arry nennt, so hat dieses das Lex.zum Irthum verleitet, ^ als wenn es auch einenHeinrich van Kabel gäbe» Wenn man etwasvon ihm haben wollte, mußte man ihn in Wein-schenken suchen. Und eben so waren Borydonund Geestigkeit beydes die Bentnamen vonAdrian, cie Llbl. I. 135 . Seinen Kunst-charackter geben waeeler und Leveque, wiefolgt, an: »Seine Manier hatte nichts von derHolländischen Schule; man würde ihn eher füreinen Zögling der Italienischen halten. In sei-nen Landschaften findet man nämlich Nach-ahmung der Carracci, Castigüone, Mola ^undE. Rosa. Bisweilen malte er sehr nachlässig,und gerade dann lobte er seine Arbeit am mei-sten; von seinen sorgfältiger ausgearbeiteten Bil-dern sprach er hingegen nie. Seine Manier wargroß und schön; seine Figuren sind correct; seineThiere zumal mit Geist und Wahrheit behandelt.'Man wirft ihm bisweilen eine traurige bräun-lichte Färbung vor. Immerhin gehört er zu denguten Landschaftsmale n. In Frankreich wurdealles von ihm s hr gesucht und geschätzt. »Seinevon ihm selbst geetzten Blatter dann" (heißtes bey Barrsch IV. 224.) sind mit einer festenHand und leichten Nadel groß gearbeitet, ohneVermischung mit der kalten Nadel oder demGrabstichel Eine glänzende Wirkung von Hell-dunkel findet man daher nicht bey ihm; dafüraber den einsahen Entwurf schöner Ideen, voneinem einsichtsvollen Zeichner geordnet". Manzählt derf lben bis auf 56 . Der uncrmüdeteBarrsch hat ihrer bis auf 55 . ausfindig gemacht,welche er ci. c. 227 -- 64.), nach verschiedenenFolgen, meist von 6. Blättern, aufs sorgfältigstebeschreibt und würdigt. Die meisten sind mitseinem Namen bezeichnet. Von zweyen derselben(dem St. Bruno und St. Hieronymus in derWüste) heißt es bey Rost (VI. 200.), daß solcheselten, und von dem erster», daß es in MelansGeschmacke geetzt sey". Gestochen dann nachihm haben I Coelmanns, D. Colbandon undla Veau Landschaften; dann (zwey Seltenheiten)I. Bouchet van Kabel's eigenes, und A. Bouisdas Bildniß des Parfüm - Händlers Johann Cha-berk. u„d endlich findet sich irgendwo, unterseiner Firma: ?lan cin Eampsmsnt lle Lüeva-Ilerz cie Xeukviile ünns 1e ?sre cle I' Xrcks-vsgue äs I^ou pour ls prix ro^al cis 1'^.r-guebnss 1680.
Babello, ( ), ein, wie es scheint, ge-
gen End des XVIII. Jahrhunderts noch leben-der Künstler, von Würgen, an den Gränzendes italienischen Tyrols gebürtig, von dem esin Mensel« M Miscell (II. 243.) heißt:Daß er viele seiner schönen und lieblichen Hand-zeichnungen an die Kupferstecher zu Augsburgverkauft habe.
Baborek, (Johann), und dessen SohnJoseph, Bildhauer zu Prag, lebten daselbst, 1802.Deffeml. Nachr.
Lachlach, ( ). So nennt Basan (L6.
ssc. ), der Himmel weißt aus welcher Quellegeichopft, einen — Malabarischen Künstler,der um 1720. eine Menge großer und kleinerPagoden, mit vielen Köpfen und Aermen, inlemem Land in Holz geschnitten habe, die dann
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(doch nicht anders, als mit sehr lebhaften Saft-farben illuminirt) nach Europa gesandt wurden.
Rae »innerer, (E), ein Maler von Ru-dolstadt, wurde in 1794. bey dem dortigen fürstl.Gymnasium als Zeichen,neister angestellt. Vonihm finden sich eine Menge artistischer »nd kunst-geschichtlicher Aufsätze in Mensel« M Mu-seum sowohl als in dessen Neuen Miscell.(somit bis 180Z.) wovon das Verzeichniß imRegister der letztgenannten Zettschnft enthaltenist, und von denen mehrere alle Aufmerksamkeitverdienen. In dem späthern Mensel scheuArchive erscheint er nicht mehr
» Baendlec, (David), s. Bande!. Undfallt damit der Art. David Laendler, imLex. völlig weg.
* — — s. auch Laentlee.
Baenler, (Adelbert). So heißt irgendwoein vorzüglicher Oehl - und Fresco - Mahler znPrag; lebte dort 1802.
Baeseweiß, ( ). So heißt (nach Crac-
ker S. 56 .) ohne Weiteres, ein Mahler vonGotha, der zu Erfurth gearbeitet habe.
Baentler, (Johann Friedrich), geb. 1734^zu Neukirch in Voigtland, lernte bey dem 1772.verstorbenen Kammercommissär Kaenkler seinemVetter, (der im Lex. Ioh. Joach. Raenrlevheißt) in der Meißner-Porcellainfabrik Sie Mosdellirkunst. Von da kam er in 1779. ebenfallsunter dem Titel Kommissarius, in Fürstl An-spachische Dienste, wo er bald darauf dieFabrik in Bruckberg errichten half. Lebte noch1787. Meusel« Mus I. 63 . Späteres ha-ben wir nichts von ihm vernommen.
Baeßmann, (Franz), Bildhauer vonWin-disch-Feistritz in Nieder-Stcyermark; erlangtein 1784. einen Preis in der Academie zu Wien.Meusel« Misc. XXX. 36 s.
Baestner, (Karl August). So heißt in den(elenden) deutschen Bunstblattern >40, Dresden799-) S. i 4 - ein aus Raschem bey Annaberggebürtiger sehr geschätzter Miniaturmaler, der in1798. von der Churfürst!. Akademie der bilden-den Künste, in Dresden mit Gehalt angestelltwurde. In dem dortigen Salon von 1800 u. 1801.sah man von ihm Bildnisse, an welchen in den(etwas bessern) Deutsch. Bunsib!. I. 2. 46. undII. 1. 47. die Kenntlichkeit, wie es schien aufUnkosten ihrer übrigen Kunst sehr gerühmt wurde.
*Rager, (Matthias). Die Kirchen undKurfürstlichen Palläste zu München beweisen seineFähigkeiten als Maler. Da er seine Freyheitliebte, so verließ er den Hof, und gieng nachAugsburg, wo er das Bürgerrecht erhielt. Inder Fresco-und Oeimalerey war er gleich stark.Nach ihm kannte man, neben einigen Bildnissen:Salomon in seiner Sinnlichkeit (ein trefliches sel-tenes Blatt) von F. Coiignon, ein ^anctuarlumLkn8tianorum (17. Bl.) von L. Kilian, Reiche'sStatüe des Erzengels Michaels vor dem Zeug-.Hausportal zu Augsburg, nach Kagers Zeichnung,und Christus erscheint dem — Jesuite Jac. Les-demus, von Ebendemselben; St. Jakob schlägtdie Mohren, und der Erzherz. Maximilian alsAnführer in der Schlacht bey Prag, (dieses einschönes Blatt), beyde von W. Kilian; die zwölfMonate von Ebendemselben; eine St. ElisabethAndecensis und St. KunigUndis, von R. Sude-ler- Dann von Ebendemselben nach B- Zeichnung,nach einem Gemälde des Rem. Bozulo, einenSt. Francisc und seine Ordensbruder, denenChristus und Maria erscheinen. Dann, nachseiner eignen Erfindung, von ibm selbst geätzt,und mit dem Grabstichel beendigt: Eine H. Fa-milie (r 6 o 5 ); eine Taufe im Jordan, und (viel-leicht) ein mit MB bezeichnetes Blatt: Dasdurch's Nadelöhr wandelnde Kameej.
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