An den Leser.
Äuch die gegenwärtige Fortsetzung meiner Arbeit wurde, aus Gründen welchenicht für das Publikum gehören, namhaft verzögert. Ob der Leser bey diesem Auf-schubs gewonnen oder verloren habe, muß der Kenner achter Kunstgeschichte entscheiden;den Werth oder Unwerth zumal des an dieses neue Heft, bey seinen anderweiten viel-fachen Gebrechen, ganz besonders verwandten redlichen Fleißes wird derselbe schon zubeurtheilen wissen. Von selbst versteht es sich: Daß ich nicht für diejenigen schreibe,welche, gleich bey Erscheinung des Buchstabens A. vorzüglich nach L. Z. Z. gelüstethaben, d. h. das Werk mit — möglichster Unvollständigkeit nur einmal amZiel sehen möchten.
Neben den immer zuströmenden gedruckten neuen Hülfsquellen, wurden mir, seitErscheinung des letztem Heftes, mehrere handschriftliche zu Theil; wovon ich besondersdie eben so reichen, als , mit großer kritischen Genauheit abgefaßten, des Herrn Freyherr»von Berlepsch in Wittenberg, und des Königl. Bayerschen Herrn Hof-kammerraths Benno von Kratz (auf denn Schloß Ratzenhofen am Abens-Fluße) hier öffentlich verdanke; und eben so meinen Landsmännern',' den HH. Füßli,Hafeli, Meyern und Veith, die ihrigen.
Auch dem Herrn Beurtheiler der drey ersten Hefte dieser Zusätze, in den Ergänzungs-blattern der Hallischen A. L. Z. bin ich für die dort eingeschalteten Beyträge für einkünftiges Supplement nicht wenig verbunden.
Von andern litterarischen Stellen hingegen, wo ich dergleichen am sichersten erwartendurfte, wurde ich (wie es unter der Sonne öfters geschieht) in meiner angenehmenHofnung gänzlich getäuscht.
Die neue Ausgabe von H. Meusel's Deutschem Künstlerlexikon konnte ich erstvon Mitte des Buchstabs L. so wie die Englische Schule des H. Fiorillo erst vonMarchand an benutzen. Auch die Deutsche Schule des vortrefiichen kelnrre QraveurvonH. Bartsch gieng mir, leider! nur sehr späte zu.