Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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^72 Lang.

um 1788. zu Nürnberg lebte, und neben dieserKunst in Dietschen's Geschmack malte. Merisel II.

Lang (Franz Thaddäus). So nennt vonSrerren S- 256 ohne Weiteres einen geschicktenGoldschmied zu Augsburg.

— — (Georg Jacob), Maler und Direktorder Künstlerakademie zu Nürnberg, starb r//,o.Von ihm sieht man in einem Zimmer des dortigenRathhauses eine Pieta. Murr.

— — oder Lange, (Heinrich Gottlob oderHeinrich Jakob). Wir halten den erstem Namenfür den richtigen. Ein Stein - und Wappenschnei-der , geb. zu Dresden. Seine Kunst bestand haupt-sächlich darin, auf — Kieselsteine, die von ihm zuDosen, Stockknöpfen, Ringen, Ohrengehängen,u. a. dergl. Galanteriesachen zugeschnitten worden,Blumen, Insekten, Landschaften und Figuren vonandern gefärbten Steinen einzuschneiden und zubefestigen Mensel I. II. Er lebte zu Augsburgschon um 1778. und noch 1796. wo es von diesemTausendskünstler inMeujeIsMisc. 11 . 254 - 55 .hieß: » Derselbe hat uns ein Verzeichniß zugesandt.Unter dem Titel: Mineralogischer Ring von174. Ringfteinen und 195 (?) Arren; worauserhellet, daß er allerhand Edelsteine und Halbedel-steine ringförmig geschliffen, und den Freundender Mineralogie und Kunst zu billigen Preisen über-lassen will. Das Futteral hat die Form einesBuchs, mit der Aufschrift: H. G-Längs mine-ralogischer Ring. Ein Freund, der sie gesehen,meldet uns" (lustig genug): »Die Ansicht dieserRingsteine ist sehr auffallend und uimable. DerGebrauch derselben mit so leichter Application er-weckt Vergnügen, und macht solide gegen andernLuxus, weil der Verstand seine Nahrung dabeyfindet."

— — (Johann), ein Steinschneider zu Nürn-berg (st. 1682.), der uns einzig durch sein Bildnißbekannt ist.

— — (Johann Georg), ein Goldschmied zuAugsburg; verfertigte die drey großen Geschirre, diet 65 Z. bey Anlaß der Krönung des RömischenKönigs Ferdinand IV. ihm und seinem Vater demKaiser von der Stadt Augsburg geschenkt wurden,von Sterren S. 470.

— -- (Joseph). S. Fr. Laver de Meldein den gegenwärtigen Zusätzen.

— — (Leonhard). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Kupferstecher, der französische Blät-ter (wie z. T. Simeon im Tempel, nach M-Corneille) copirt habe.

— — (Moriz). Und so ein andrer, der um1670. ohne Namen des Malers Bildnisse zu Wiengestochen habe. So z. B. diejenigen der Aerzte:Demuth, Managetta und Zwelser.

— — (Thomas), von Schwatz in Tyrol, er-hielt in 1784. von der K. K. Akademie zu Wien denersten.Preiß in der Erzverschneider-Classe. Mrc.

— ,— ( )- So heißt irgendwo ein Maler,

der um 1760. zu Wien gearbeitet, und nach welchemI. E. Mansfeld Bildnisse von Schauspielern undSchauspielerinnen gestochen habe. So z. B die-jenigen der Demois. Huber, Jacquet, Rein (alsMistr. Sock), Weiß (als Lehne), dann C..G.Heydreichs, und C- G. Skephanie's.

— — ( ). Und eben so ein Kupferstecherzu Leipzig (vielleicht einer der Obigen), von demman, neben Andern,, das Bildniß des Rechts-gelehrten L. Seckendorfs kennt.

— — ( ). So endlich auch ein deutscheroder dänischer Landcharten - Zeichner um 1807.Geffenrl. zJachr.

— — S. «nch sofort: Lang».

Langenhöffel.

Lange, (C. F-), Architekt und Associrler derGesellschaft zur Beförderung der Künste, u. s. fzu Hamburg, erhielt in 1806. das eine Accesseüber die von dieser Gesellschaft ausgeschriebenePreißfrage: Ueber die lokalzweckmaßige Anlegungeines Aufbewahrungs-Gefanguisses für JnqujsieenOeffeml. zJachr.

— -- (Johann Georg). So heißt irgendwo,ohne Weiteres, ein Kupferstecher zu Hannover(vielleicht einer der obigen Lang), von dem mangegen End des XVII. Jahrh. Bildnisse, wie z. B.dasjenige des Arztes I. F. Kotzebue kannte.

— — (Johann Gottfried), Universitatsbau-meisier und Mitglied der ökonomischen Gesellschaftzu Leipzig, lebte dort um 1788. Von ihm kannteman damals, neben andern Kunstarbeiren undSchriften, eine Karte der vier Melttheile, nacheigener Erfindung, die den Handel der Europäermit den vorzüglichsten Natur - und Kunstproduktenderselben darstellt.

— — ( 4 , ein Maler von Faaburg

Finnland gebürtig. Im I. 1804. beschenkte ihnder Hof von Kopenhagen für eine seiner Arbeitenmit der güldenen Ehrenmedaille. Geffenrl. Nachr.

— — ( ), eben so heißt auch, dem

Almanach 6eZ8eaux-^rt5 von 180Z. zufolge, eindamals zu Paris lebender Bildhauer, von welchemdort eine Statäe der Philopoemens, und ein Bac-chus und Ariadne (letztres Grupp in der Galerievon le Sueur im jetzigen Pallast des Senat C011-servateur) angeführt wird.

Langenbucher, (Jakob), Vater und Sohn,Silberdrexler von und zu Augsburg. Beyde lebtendort um 1775. und verfertigten daselbst vortrefiichemechanische Werke. Der Sohn lebte noch 1788.(der Vater war schon mehrere Jahre todt). Erstrerhatte sich auch um die Elektricitätswissenschaft alsKünstler und Schriftsteller namhafte Verdienste —und zumal das große erworben, daß vornehmlichvon ihm, wie es scheint, die Blitzableiter in dorti-gen Gegenden eingeführt wurden. Meusel II.

Langendyk, (Dirk, d. i. Dietrich), geb.zu Rotterdam 1748. zeigte schon in seiner Jugendgroße Anlage und Neigung zur Malerey. SeineEltern gaben ihn daher zu dem Kunstmaler D. A.Bisschop in Rotterdam in die Lehre. Schlachtenwaren seine Lieblingsgegenstände, wodurch er sichbesonders an dem Major I. van Eck einen Gönnerverschaffte, dessen Familie mehrere von seinenZeichnungen besitzt. Andre seiner vorzüglichstenArbeiten finden sich in den Kabinetten der HH. vanBeeftingh, van der Pals, Baartz, van Lockhorst,u. a. meist mit ostindischer Dinke, oder in Wasser-farben gemalt. So z. B. der Einzug der Preussenin Rotterdam; die Bataille der Pyramiden; dieRumfordische Suppenansialt u. s. f. Die nichtglückliche Wahl einer Gattin legte für ihn denGrund zu manchen unangenehmen Vorfällen, wo-durch dieser sonst sehr beliebte Künstler zum Trunkverleitet wurde, und endlich r 8 o 5 . im Wasser ver-unglückte. Ob es der nämliche Langendyk sey,von dem es anderswo heißt, daß derselbe nachP. Barbiers ein BlattDie Bettler von Amsterdam,gestochen habe, ist uns unbekannt.

Langenhöffel, ( ), im gedruckten

Supplement zum Lexikon irrig Langenhöffer ge-nannt, Kurpfalzbayerscher Hofmaler zu Mann-heim seit 1782, geb. zu Düsseldorf; lernte dort dieersten Anfangsgründe im Zeichnen. Seiner, übrigenUnterricht ertheilte er sich selbst nach Antiken, Naturund Lektur. Von ihm kennt man verschiedenehistorische Bilder, wie z. B. den Sabiner-Raubund nachwerts erfolgten Frieden (jedes 22^ langund 9' hoch), welche er 1782. für den Erbstatthalterder Vereinigten Niederlande gearbeitet hatte; dann(1786. ' eine Medea für die Galerie zu Mannheim;eine Kalliope, ihr zur Seite den begeisterten Homer,und: Venus, die den Amor zum Bion in die Lehre