6Zo Laurent.
* Laurent (Andreas), geb. zu London 1720.lernte zu Paris bey le Bas, und st. daselbst 1740.So bey Basan (Ld. sec.) wohl sehr fehlerhaft,da es zugleich heißt, er habe mehrere Jahre inParis zugebracht. Der Abt de Foncenai setzt denTod dieses Künstlers wohl richtiger um i/ 5 o. an,und sagt freylich auch, daß er, ein Opfer seinesungemeincn Fleisses, in Mitte seiner rühmlichenLaufbahn verstorben sey. Seine Gattung (heißt esdann dort weiters- waren besonders Etzarbeiten,die er sehr geschmackvoll mit dem Grabstichel vollen-dete. In seinen Blättern bemerkt man eine feine,leichte, aber zugleich kühne und geistreiche Nadel;überdieß eine gelehrte Zeichnung, und vielen Aus-druck. Auch die Malerey übte er mit Erfolg, undwidmete sich neben dem der Mathematik und andernmit der Kunst verwandten Wissenschaften. Zu seinenbeßten Blättern gehören: Saul der die Pythoniffinbefragt, nach S. Rosa, eine Conversation nachTeniers, und los ^dlsux und 1 s Noisson nachWonwermanns, von welchen ein ächter Kenner(Meusels Arch. 1 . 3 . 62 - 63 .) das erste ein schö-nes, fleiffig gestochenes Blatt, das zweyte dagegenunbedeutend nennt. Heinecke Idee^enersle nenntdiesen Laurent wohl irrig unter den Stechern der(erst i2. Jahre nach seinem Tod erschienenen) 6s-lerls de Versailles. Noch Will Basan 1 . 0. vonihm schöne Etzarbeiten nach verschiedenen Meisternfür seinen Lehrer le Bas kennen. S. auch untenA- Lawrence.
— — — — — So heißt auch irgendwo,ohne Weiteres, ein französischer Maler, .nach wehchem P. Düpin das Bildniß von I. Claude undN. Hadert dasjenige von A. Charpin, Bischöfenvon Limoges, gestochen habe.
— — (Heinrich). Nicht unwahrscheinlich desunten folgenden Peters Sohn, ein neuerer franzö-sischer Zeichner, Kupferstecher und Etzer, der seit180g. in allen obigen Eigenschaften für das Nusesfrsn^ois gebraucht wurde; nämlich, im
XXIV. Heft/ als Zeichner und Stecher einer antikenStatüe: Is Lscriücscsor.
XXVIII. als Etzer des Blatts: w ksccs§e , nachpotter, von Swebach gezeichnet/ und von p.Laurent vollendet.,
XXXII. „ als Stecher einer: Halte (le IZnbelniens ,nach Bourdon / nach Marchais gezeichnet.
XI.. „ als Zeichner und Stecher einer von Paccatiergänzten antiken Statüe eines griechischenPhilosophen / irrig Phocion genannt.
Endlich auch, als Zeichner von Carl Chatillons Vild-niß des Kaiser Napoleons von Andornen, (wohl P.Audoin) Düplessis -Bertaux u. Bovinet gestochen, u.ausführlich beurtheilt in Meu s. Arch. II. 3 .101-2.
— -- (I. A-), vielleicht des Obigen Sohn;ein junger französischer Künstler. Nach ihm gabenim 1 .1804. Roger und Mecou zwey artige colorirteBlätter: s 1 s kesMe et s ls Volupts. Amor,,der aus dem Schooß einer Rose entschlüpft, undAmor der in einem Weinglase schwelgerisch schlum-mert, wovon indessen das erstre das zweyte anReiz weit übertrift, welches letztre gemalt imPariser-Salon von 1804. aufgestellt stand. Ob ein,dem Almsrisclr des 6ssux-ärts von l 8 c> 3 . zufolge,damals zu Paris lebender Miniaturmaler diesesGeschlechts mit dem unsrigen Eine Person sey, istuns unbekannt. Zuverläßig hingegen ist er derselbe,welcher irgendwo einer der vorzüglichsten (1807.)lebenden Dildnißmaler zu Paris genannt wird,nach welchem P. Audoin dasjenige der KaiserinJosephine (unten die Kaiserkrönung in Basrelief)von ihm nach der Natur äusserst kenntlich gemalt,vortreflich gestochen hat
* — — (Johann). Unter diesem Namen willprange irgendwo den I. Laurenz Berninigefunden haben.
7- — (L.). So heißt ein neuerer französischerZeichner und Kupferstecher, der (wie wir glauben)
-s) Ein kurzes aber sehr richtiges, und durch Erfahr»dieses Prachrwerks giebt die Allg- Runstzeitung 8.
Laurent.
mit keinem der übrigen Künstler dieses Geschlechtszu verwechseln ist, es müßte denn mit dem vor-stehenden Heinrich seyn, (vielleicht ein Sohnperers), der erst seit 1807. für's 1.1 V. Heft desMusee /rancois die Bildsäule einer Römische»Jungfrau, und für's I.V. Heft St. Petersvon Titian, beyde nach BouillonsZeichnung, »ndletztres so wacker gestochen hat, daß sich Vielesvon diesem jungen Künstler erwarten ließ.
Laurent (Peter), Stecher mit der Nadelund dem Grabstichel, geb. zu Marseille um 17G.und zu Paris wohnhaft, wo er besonders Land-schaften und Seeprospekte mit Erfolg lieferte. Der-gleichen führt Rost VIII. 3 oi. und ein Verzeichn^meines sel. Vaters eine ziemliche Anzahl „achBerghem, Deshais, Dietrich, van der Does,Loutherbourg, Machy, Roos und Vernet an;dann Gattungsstücke nach Boucher, Grenze (dasBenedicite') du Jardin — ferner Ernsthafteres, wiez. B- den Tod des Chevalier d'Assas nach Fr. Casa-nova, und dessen Pendant: 1s Vslsur recom-pensee nach de Marne — IchVüilsntrople 0»1'Hmour de 1s ?srris, nach Metay, von Cochi»gezeichnet, und endlich auch ein Bildniß des ArztesA. Petit nach Pujos an.
In neuern Tagen dann kannte man von ihm:Für das Prachtwerk des Nüsse krsnhols:
VIII. Heft. w Nsnexs, nach wourvermann, vo»Swebach gezeichnet und von Malbesievorläufig geätzt.
X. » eine Muse, nach le Sueur, von Duchem'ngezeichnet.
XII. ,, eine zweyte Muse, nach Ebendems. vo»Demselben gezeichnet.
(Diese beyden gemeinschaftlich mit p. Anbei»gestochen.
XVIiI. „ - Loup lle Zoloil, nach Ruz-vbael, vonSwe-bach gezeichnet.
XIX. » eine dritte Muse, nach le Sueur, vonGallier gezeichnet.
(Diese wieder gemeinschaftlich mit p. Anbei»
gestochen.)
XXV. » eineAussichtvonFlandern,nachvanGoM,von Swebach gezeichnet.
(Diee von Beaujean geätzt, und von unsermLaurent vollendet.)
XXVIII. » le ksccsge, nach potter, von Swebachgezeichnet.
(Dieß von H Laurent geätzt, und vondkinunsrigen vollendet.)
XI.IV. » die Ruinen des ColVeums, nach Berghem,von Marchais gezeichnet.
XI.VI. » les Uneuss pres 3 'uns Lkaumiere, nachpotter, von Swebach gezeichnet.
lll. „ la Vie cliAmp^toe, nach Heti, von Mar-chais gezeichnet-
(Dieses letztre noch im 1 .1807,)
— — ( ), ein Bruder des Obigen, soll
demselben bey mehrern von dessen Arbeiten geholfen,dann aber für sich englische Blätter copirt haben.
ILd. sso.
— — ( ). So heißt auch ein Bildhauer
von Mecheln, Schüler von G. Gibbons.
— — ( ), aus der Pikardie. Und so ende
lich nach Fiori'llo 111 .106. ein französischer Künstlerdes XVI. Jahrhunderts, den er , nebst vielen an-dern, unter die Schüler, oder vielmehr unter diesklavischen Nachahmer von Rosso nnd Primaticciozählt.
— — ( ). Wer sind nun aber, nach alleDiesem, der Laurent Vater und Sohn^ die der^lmsnscli des kesux- 4 rts von i 8 o 3 . unterden damals zu Paris lebenden Kupferstechern:Jenen als Herausgeber des Nüsse kruntzois )und Stecher der Sündfluth nach Pouffm,und diesen als Aetzer kennt? Wohl unstreitig,daß erstrer mit obigem perer, und letztrer muHeinrich oder L- Einer und derselbe sey; odervielmehr wird der Stecher nach Poussin ausdrück-lich p. Laurent, und dieß in 1801. (s 24 Ü-- er-
,g vollkommen bewährtes Urtheil über das Unternehmen
L<rr. S. 243 — 45 .