Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
Seite
719
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L o g g a n.

Locraan (Wilhelm), s. den Schluß des Art.von Wilhelm Lodge.

Logredoux (H.). So heißt ein französischerKupferstecher, von welchem man das Dildniß desCanonicus I. Gardeau, ohne Namen des Malerskennt.

Lohe (H. M.). Und so ein deutscher Maler,nach welchem E. C. Heiß Bildnisse in Schwarzkunstgeschabt hat.

Lohr'er ( ). So wird im Almanach stes

gs-mx-Arts von i 8 o 3 . ohne Weiteres ein damalszu Paris lebender Baumeister genannt.

Lohmann (Johann). S. im Lex.,den Art.Renar Dähüron. Um 1710. wurde derselbe inKönigl. Preussische Dienste aufgenommen.

Lohrmann (F. A. A.). So heißt ein Malerzu Berlin, der eine ganze Folge von Ansichten derStadt Danzig ans Licht zu stellen gedachte, vonwelchem aber, unsers Wissens nur zwey, von I.F. Schuster ebenfalls in Berlin gestochen, (1770.)wirklich erschienen waren. Neueres haben wirvon Lohrmann nichts vernommen.

— — ( ). So heißt dann auch bey

Musel II. (1789.) ein, wahrscheinlich von Obi-gem Verschiedener, Bildnißmaler zu Warschau, derindessen doch bey >e Sueur und Vanloo ebenfallsin Berlin studlrt hatte, und von dem wir gleichfallsseither nichts weiter vernommen haben.

Lohse (JohannGottfried), Architekt und seit17/8. Festungsmauermeister zu Dresden, geb. zuRuppendorf bey Dippoldiswalde 1740. studirte inder Akademie der Baukunst zu Dresden. Durchdie Vorlesungen des Landbaumeistcrs Krubsaciusbildete er sich vorzüglich im Theoretischen, von17/0. an aber, bey dem Nathsbaumeister Schmidtj,n praktischen Fache der Baukunst. Bey den aka-demischen Ausstellungen zeichnete er sich immeraus, und erhielt-eine Prämie. Von ihm kenntman verschiedene größere und kleinere bürgerlicheBauten in Dresden, u. s. f. Roller. Seit 1788.haben wir nichts mehr von ihm vernommen. InMeusels Lst.D-R-L. (1808.) erscheint er nichtmehr.

Loiber (Stephan). So hieß ein Miniatur-maler, der um 1732. zu Regensburg gearbeitet hatte.

* Lotr (Alexis), der jüngere Bruder des unkenfolgenden bsslclaus Loir.^ wareler nennt seinenStich fett (larZe), gefällig und ausdrucksvoll.Bon seinen Aetzarbeiten sagt er: „Diese warenzu viereckig, und die Nadel zu ernsthaft." Theilsbort, theils in einem Verzeichniß meines sei. Vaterssind ungefehr 30. historische Blätter von ihm, nachst Brun, Jouvenct, N-Loir, Mignard, Poussin,Rubens und L. da Vinci angeführt; wovon der Fallder Engel und der Kindermord, beyde nach le Brun,eine Abnxhmung vom Kreuze nach Jouvenet undeine betende Magdalena nach seinem Bruder N.Loir zu den Hauptblättern gezählt werden. In derbekannten Galerie von Luxemburg sind von ihm:Läncation <Is la lleino; 1a keine prencl le parti«ielapalx, und: le Dems lleeouvre Is Verite,und gehören freylich nicht zu dem Schönsten diesesvortreflichen Werks. Diese drey beschreibt MßliIV. 114. 127. und 129. und eine Magdalena vonden Engeln zum Himmel getragen I. c. I. 341.Noch kennt man von ihm etliche Bildnisse nachBenoit, Halle', Rigaud, Vivien u. s. f. Dannles llilkersntes nations cle I'Lnrops, wieder nachle Brnn, und allerley Ornamente, nach N. Loir.Auch nach ihm (vielleicht eine Copie) hat C.Francois das Bildniß des Tonkünstlers le Clairvon Lyon gestochen. Rost Vll. 221.

-- — (M.)> So heißt ein sonst wenig be-kannter französischer Künstler, nach welchem N. del Armeßin, S. Carmona (1760.), P. van Schuppenund Tardieu Bildnisse gestochen haben; letztrerdasjenige von Mad. du Boccage.

Loir. 719

^ Ed lk'(Mademoiselle), welche eine Handschriftmeines sel. Vaters von vorstehndem M- unterschei-det, s. das Lexikon.

, * — — (Niclaus). Derselbe war der Sohneines Goldschmieds, und kam schon in seinem Dreyund Zwanzigsten nach Rom. Hier studirte er alleWerke großer Meister, ohne solche zu copieren, deneinzigen Poussin ausgenommen; wohl aber verfer-tigte er von allen, welche ihn besonders gerührthatten, so oft er von ihrer Betrachtung nach Hauskam, Entwürfe, worin nichts vernachläßigt war,was die Composition, die allgemeine Wirkung unddie Farbe betraf; ein vortrefliches Mittet (sagtLDateler) nicht zwar um eine Manier irgend einesberühmten Vorbildes sich eigen zu machen, wohlaber ihre Weise, die Maschinerie eines Ganzen insich aufzunehmen, dem Geist einzuprägen. Denübrigen Theil seiner Zeit widmete er dem Studiumder Landschaft und Ruinen um Rom. Seinemerwähnten Benehmen verdankt er ohne Zweifel dieLeichtigkeit, seine Zusammensetzungen nach Gutbe-finden zu verändern, und eine gegebene Anzahl vonFiguren auf vielfach verschiedene Weise anzubrin-gen- Seine Färbung war gut, sein Pinsel fett,leicht und pastcllartig, die Zeichnung correkt; seineFrauenköpfe angenehm; den Kinderfiguren wirstman einige Plumpheit vor. Durch seine Madonnenhatte er sich einen besondern Ruhm erworben. Land-schaft, Architektur und Verzierungen malte er eben-falls sehr schön. Einige indessen beschuldigen ihn,wohl nicht ohne Grund. er habe seine große Leich-tigkeit (er machte einst die Wette, 12 H. Familienin Einem Tag zu malen) gemißbraucht, und seineCompositionen mehr hübsch gefügt, als überdacht,so daß er oft mitten im Gespräch mit seinen Freun-den seinen Gegenstand entworfen und ausgeführthabe. Auch bemerke man (glaubt de Piles, beyihm weder Feinheit des Gedankens, noch eineneigenthümlichen Charakter von einiger Erhebung.Dagegen rühmen Andre an ihm namentlich auchseinen Ausdruck. Immerhin scheint es, daß Loirkeinen Rang unter den großen Meistern verdiene,wohl aber eine Stelle unter den guten behauptendürfe Nach seiner Rückkehr ins Vaterland (ivdZ.)ward er bey der Königl. Akademie aufgenommen.Sein Receptionsbild bestand in einer sinnreichenAllegorie über den Fortschritt der Künste unterLudwig XIV. Jetzt wurde er mit Arbeiten über-häuft, und sah man von ihm in den Tuillerien undzu Versailles einen Plafond nach dem andern. Zuseinem Vorzüglichsten gehört: Seine allegorischeGeschichte Ludwig XIV. in dem Dorsaal der Königl.Zimmer zu Versailles; besonders der Plafond,welcher ganz geöffnet scheint, und dies mit so vielerKunst, daß man wirklich das Licht durchbrechen zusehen wähnt, u. die Sonne, als die Quelle desselben,auf ihrem Wagen erblickt, wie sie sich eben überden Horizont erhebt, und ihre Strahlen auf alleSeiten verspreiret. Diese Arbeit war es, die ihmdas Jahrgeld von echoo. Fr. erwarb. Nach ihmhaben eine Menge französischer und niederländischerKünstler an die 90 Bl gestochen. Bildnisse z. B»A. Billette, E> Ganrrel, H. Jans und R- Lochon;Geschichtliches dann: I. Boulanger: Veronika mitdem H. Schweißtuch, und einen Salvator Mundi;M. Boulanger eine Madonna; sein Bruder A!«Loir: Nebst der schon unter seinem Art. berührrenMagdalena, eine H. Jungfrau mit dem schlafendenKinde, und zwey andre H. Familien; G. Baueteine Auferstehung, u s. f. Als Kupferstecher dannkennt man von ihm selber über i 5 o. Bl. in einemfreyen und malerischen Geschmacke gearbeitet.Darunter mehrere H. Familien und Madonnen;dann Paris Urtheil, Daphne von Apoll verfolgt,Cleobis und Bitons kindliche Liebe, nach einemseiner beßten Gemälde; ferner zwey große Land-schaften, Metamorphosen, Kindergruppeu, u. s. f.Alles nach seiner eignen Erfindung. Rost VI 1 <220—21. AVa/üeLte und

— - ( ). Noch einen Bildnißmaler dieses

Namens zu Paris, und Mitglied der Königlichen