Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Lomonossoff.

wenn er keine bessere Stecher gehabt hätte, alssommelin. Nur einige seiner Bildnisse nach van^yck sind nicht ganz ohne Verdienst, und wenig-stens kräftig gearbeitet." Für das Beßte wirddasjenige des Antwerper-Jesuiten I. B. von Bist-hoven gehalten. Das Historische ist unsers WissensAlles nach Rubens, ausgenommen: Der Heilandj,n Garten gefangen genommen, nach van Dyck,«nd Maria mit dem Kinde, das den vier Kirchen-lehrern die Krone reicht, nach Diepenbeck.

Lomonossoff (Michel), Russischer Staats-rath, ein Kunstliebhaber; verfertigte ohne Unter-weisung Muflvarbeit, wozu er die Pasten durchchymische Kenntnisse und Versuche herausgebracht,und eine Schrift darüber ans Licht stellte. Er starbum -770. zu Petersburg, wo er in der Kirche St.Alexander Nevsky begraben ist. Der Graf Wo-ronzow ließ ihm daselbst ein Denkmal setzen.Bernoulli IV. 129. u. V. 42.

Lon (V.). Diesen Namen findet man aufStadt-Cöllnischxn, Chur-Trierischen, Bischöfiich-Bambergischen und Würzburgischen, großen undkleinen Conventions-Münzsorten von 1727—1764.Sammlung berühmter Medailleurs bi". 211.

* Loinderseel (Ahasverus), Maler, Form-schneider und Stecher mit dem Grabstichel, dessenim Lex. unter dem Art. des nachfolgenden JohannL. gedacht wird. Er wird für einen Holländer,Loch für keinen Anverwandten des ebengenanntengehalten, und ward geb. zu Amsterdam 1648. (nicht1600. wie Einige gegen alle Zcitordnung sagen).Seine Holzschnitte verdienen durch ihre Kühnheit,schöne Ausführung und große Reinlichkeit alleAchtung der Kenne» Auch sein Gestochenes, ob-gleich minder schön, zeugt von einer feinen undleichten Hand. Papillon I. 252. macht aus diesemKünstler zwey, und nennt den einen Ahasverusde Landfeld; dann, noch unwissender, aus An-kers und Antwerpen, wo seine Blätter erschienenwaren, zwo Städte. Ein Verzeichnis' derselben istuns unbekannt. Einzig namentlich führt eben auchPapillon von ihm ein geschnittenes Abendmal mitp. II. undLonderseels Monogramm, und Malpöeine gestochene (seltene) Folge von Vögeln, Früchtenund Thieren, mit V. S. oder H. V. bezeichnetund von 1694. datirt an. Noch andre sollen seinenvollen Namen tragen.

— (Johann), Zeichner und Kupfer-stecher, geb. zu Brügge 1600. (Rost l>. um 1680.Malpe 1682.). Man kennt von ihm eine großeMenge Landschaften, im Geschmacke von N. deBruyn, für dessen Schüler er gehalten wird, d. h.mit peinlicher Sorgfalt hart und trocken gearbeitet;meistens mit biblisch-historischen oder allegorischenStaffagen, nach Coninxlo, Hondekoter, Savaryund Vinkenboom; eine nach diesem letztem (dieErgötzlichkeiten des Sommers) von 1608. datirt,und eine Ansicht vom Haag in Jansons Verlag1616. welche beyde das zwcytgenannte Geburtsjahrwohl am Richtigsten begründen. Bey LVmklerfindet sich von ihm: /lvinm VIVLS ima§ines (aller-ley Gattungen Vögel mit ihren lateinischen Namen,und Aussichten in der Ferne) i 5 . Bl. in kl. 4 ". ohneandern Namen, als den feurigen. Noch ist eineinnre Ansicht der Kirche St Johann von Lateranzu Rom, nach Hendrick Arrs deswegen zu be-merken, weil man letztem nur aus diesem Stichekennt. Rost V. 249—61. der von ihm 22 Blätteranführt, welche immerhin nicht ohne Verdienst,und von vielen Liebhabern geschätzt sind; unterdenselben: Glauben, Hoffnung und Liebe — ver-steht sich wieder in einer Landschaft. Sonst Malpö,der von ihm auch ein Bildniß Dirk Cornhacrts,nach Corn. Cornelis nennt.

Londrus ( , ), ein Schüler von Adrian

Ostade; malte nach dessen Manier sehr fein undMssig ausgeführte Bauernstückgen. tJorhuageld- - 616. u. 617.

Longhfi 72z

Lond v nio (Franz), geb. zu Mailand 1720.und gest. 1782. Zuerst studirte er die Geschichts-malerey, und arbeitete eine Zeitlang zu Parmanach keinem geringem, als dem großen Allegri;da er aber zu viele Schwierigkeiten fand, in der-selben Fortschritte zu machen, so wandte er sichauf die Thiergattung, in der es ihm völlig glückte.Lanzr II. 476. fertigt ihn fast ungebührlich kurzab, und nennt übrigens von ihm Hirtensiücke imHaus Greppi zu Mailand. Das Aetzen lernte ererst späthe von B- Boßi, mit dem er um 1768. Be-kanntschaft machte, und der nachwcrts selbst nachihm radirte. Rost IV. 162. sagt von ihm: „DieserKünstler machte sich, eben so sehr als durch seineKunst, durch seine moralischen Eigenschaften be-liebt; er war ungezwungen, höflich und von heitermGemüthe — was Alles auch der Derf. gegenwär-tiger Zusätze, nach persönlicher Bekanntschaft mitihm (zu Mailand 1762.) bezeugen kann. Seingeätztes Werk besteht aus 72. Platten in siebenFolgen, davon die eine, in die Höhe, dem Kar-dinal Pozzobonelli, die andern in die Breite, demLord Exeker, dem Grafen von Firmian, u. s. ftzugeeignet sind. Sonst er wo

sich einige seiner Blätter spezifizirt befinden.

Loneeh oder Boneeh (Andreas Niclaus),Kupferstecher, gebürtig von Ringberg (vielleichtRinkenberg im Bernischen Oberlande?) lebte um1640. Von ihm kennt man das Bildniß desBerner-Pastors, Stephan Fabritius.

* Long (Ludolph de), s. Iong«

— — ( le). So wird im /Umanaoh 6S8iZeaux-^rts von 1802. ohne Weiteres, ein damalszu Paris lebender Baumeister genannt.

Louga ra (Johann della). So heißt irgend-wo, ganz ohne Weiteres, ein Architektur- undPerspektiv-Maler.

Longe (Hubert öder Robert le), Flamingogenannt? So heißt Lanzi II. 882. (vielleicht irrig)einen uns sonst ganz unbekannten Maler vonBrüssel, gest. zu Piacenza 1709 Derselbe besuchtewahrscheinlich die Schule von Bonisoli, und nahmandremale wieder Massarotti zu seinem Vorbilde.Zu Piacenza erschien er überhaupt in mehr alsEinem Styl, immer aber weich, helle, harmonischund pastöse — Alles, als wenn er Flandern nieverlassen hätte; bald ein Nebenbuhler von Guido,wie in einigen Geschichten von St. Theresia beySt. Sigismund zu Cremona, bald Guercino sichannähernd, wie bey St. Anton dem Märtyrer zuPiacenza; wieder in der schönsten Mischung vonZartheit und Stärke, wie in seinem sterbenden, vonEngeln bedienter!, St. Laver im dortigen Dom»Noch verbessert bisweilen das Beywerk von Land-schaften seine Figuren, denen man oft genauereZeichnung, und diesen sowohl als jenen richtigereAbsiuffung von Licht und Schatten wünschenmöchte.

* Longbenä (Balthafar). A. Bosio hatnach seiner Zeichnung das Leichengerüsi, welchesdem Herzoge von Beaufort 1669. zu Venedig auf-gerichtet wurde, gestochen.

* Longhi (Alexander), Maler und Kupfer-ätzer. Bey Basan (Lä. ssc.) wird er Alepisgenannt, und sein Geburtsjahr in 1726. gesetzt;beydes irrig. Seine venetianischen Malerbildnisse/deren das Lex. gedenkt, sind denn doch ziemlichmalerisch geätzt; aber das Ganze gewinnt schondurch sein Riesenformat, guten Theils mit eitelnVerzierungen bekleckst, ein windigtcs Aussehn.Auch nach seinem Vater ätzte er Manches ganzhübsch.

— — oder Lansshr (Angelus), Malerund Schüler des Joseph Marchest, genannt San-sone. In St. Franziöcus zu Bologna, seinemVaterland, siehet man von ihm verschiedene Werkein Oel und in Fresco.

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