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erwähnt (man kann sich nichts Schöneres denken!)welche Opus Nallei unterzeichnet sind, bediente der-selbe sich eines kleinen Klöpfels, um seine Punze aufdem Kupfer wirken zu lassen. „ Die Platte" (sagtwareler) „durft' er dann nur mit Röthel- oderSchwarzkreidenstaub, in Oel abgerieben, abdruckenlassen, um den Crayon nachzuahmen. Luemakann daher als der wahre Erfinder dieser Manierangesehen werden, und die HH. Frangois undDesinarreau hatten sich somit in der Folge ver-gebens um die Ehre solcher Erfindung gestritten.Nur die Art und Weise des Druckes war ihneneigen; und allerdings kein Geringes." Nebenjenen Hauptblättcrn führt der Wr'nklersche Katalognoch vom Sohn an: Den Chor der Hauptkirchevon Amsterdam, nach seines Vaters Zeichnunggeatzt; dann das sehr große Blatt des großenObelisken zu Rom, mit einer Menge Figuren,von ihm selbst gezeichnet, und sehr geschmackvoll,mit einer Mischung von Radirnadel und SchwarzerKunst gearbeitet; und eben so die große Fontaine,mit der Trojanischen Säule (diese nach seiner eigne»Erfindung).
Lutscher« (Dominicus), aus Mähren ge-bürtig, studirte die Architektur in d-r Academie zuWien, wo er 1784. einen Preis erhielt. Neuereshaben wir nichts von ihm vernommen.
Lutten ( ), ein Braunschweiger und
Russisch-Kaiserlicher Hofmaler unter Peter II. ar-beitete in niederländischer Manier. Die Fluchtnach Egypten, ein schönes Nachtstück von ihm,wird in der akademischen Kunstkammer zu Peters-burg aufbewahrt. Er starb daselbst 1739. MeuselMiscell- II. 262.
* Lutterell (Heinrich). Nach ihm haben:
Cooper das Bildniß der Duchcsse de la Balliere,van Gunst dasjenige Gilb. Burnets, I. Smithund N. Williams, beyde, des Herzogs Wilh. vonVedford, und ein Ungenannter des Grafen Arthursvon Essex, wahrscheinlich alles in Schwarzkunstgeschabt. Einen namhaft von dem im Ley. nachprlkmgton enthaltenen Artikel über diesen Künst-ler giebt Rost IX. 83 8/,. welcher also lautet:Henry Lurrerell, Zeichner und Schwarzkunst-stecher, geb. zu Dublin 1600. und blühend zu Londonum 1680. Derselbe widmete sich zuerst der Juris-prudenz; da er aber Neigung zur Zeichenkunst insich spürte, vertauschte er das Studium der Gesetzemit dem der Künste. Seine neue Laufbahn trat erdamit an, daß er Zeichnungen in Crayon machte.Als er den Fortgang sahe, den die Schwarzkunsthatte, die damals in England noch Geheimnißwar, setzte er sich in den Kopf, sie ebenfalls durcheigene Versuche zu entdecken. Einiges in dieserGattung gerieth ihm ziemlich; unter anderm: Einealte Frau die ein Licht anblast; das wahre Ver-fahren aber blieb ihm unbekannt. Endlich machteer Bekanntschaft mit van Somer, von dem erdas ganze Geheimniß erlernte. Eben so stifteteer Freundschaft mit Becket, und beyde arbeitetenzusammen, und halfen sich Wechselsweise. Er hateine beträchtliche Menge Bildnisse gestochen, da-runter man das mit der Unterschrift: tüe
--ai-rte-- für das beßte hält. Noch etliche andresind: Den Hamet und Dr. Robert Cony, beydeohne Namen des Malers; dann die Herzogin vonCleveland, und der schon oben angeführte GrafArthur von Essex, beyde nach Lely; der Graf vonShaftesbury, nach F. Greenhill, u. s. f.
Luttichuys (Simon). So heißt ein unssonst unbekannter Künstler, nach welchem C. vanDalen der jüngere die Bildnisse Jacob, Herzogsvon Aork, und Heinrichs, Herzogs von Glocestergestochen hat.
*Lutz,s. Lu?.
* Luycken (Caspar), den das Lex. unter demArt. seines nachfolgenden Vaters anführt, geb. zuAmsterdam um 1660. (a. k. 1670.) stand aber inAllem (im Lebe», wie in der Kunst) demseloen weit
Luz.
nach; dessen ungeachtet werden die Bücher, woreiner für holländische Verleger die Menge Blatter mitdem Grabstichel gestochen hak, sehr gesucht. Messrcre davon: Seine zwölf Monate und vier Jahrs-zeiren, das Wunder mit den fünf Brodten, eineKreuzigung, St. Xaver der dem Kaiser von Japandas Evangelium predigt, die Jesuiten-Missionäredie bey dem Kaiser von China Audienz erhalte,,und Kaiser Josephs I. Ehrfurcht vor dem H. Sa-kramente, dann allerley Klcidungsiücke, u. s, fmeistens nach seiner eignen Erfindung, werden beyRost VI. 168—69. und anderwerts angeführt.
* Luycken (Johann), Zeichner und Kupfer-ätzer. Er starb zu Amsterdam. Dieser Künstlerhat immer nach seiner eignen Zeichnung gearbeitet'ist aber (wie warelee wohl richtig sagt) mehr durchden Reichthum seiner Composttionen als durch dieBehandlung seiner Nadel merkwürdig, welche je-doch ebenfalls nicht ohne Verdienst ist. Man würdeeinen bessern Genuß davon haben, wenn er mehrVerschiedenheit der Töne und zugleich bessere Har-monie hineingebracht hatte: Somit ist es über-trieben , wenn Einige ihn den holländischen Callvl,la Bella und le Clerc nennen. Immerhin aberfindet man in seiner bekannten großen Bibel vvr-trcfliche Figuren, bisweilen einen Adel und eineLeichtigkeit des Ausdrucks, die man nicht genugbewundern kann, und überall eine beherzte Aus-führung Rost VI. 267—58. wo von ihm ange-führt sind: Die zehn Gebote (10. Bl.); die Ge-schichte von Läpp - und Finnland (17. Bl.); die17. Bl. zu Thevenoes Reisen (1682.); 1.7. andrezur Geschichte Wilhelm III. von England; 28. zurRepublik der Hebräer; Schauplatz der Märtyrer(106. Bl) kl. qu. 40. eine höchst interessante Folge.Dann von einzelnen Blattern: Jonas predigt denNiuiviten; Ermordung Heinrich IV.; Flucht derProtestanten bey Widerrufung des Edikts vonNantes, und das Blutbad der Barkholomäus-Nacht, in 2. Bl. (sein Capitalblatt). Weit mehrerenoch enthält ein Verzcichniß meines sei. Vaters;wie z. B. ein Leben Christi (24. Bl.); das Leben derersten Christen (92. Bl.), und äs ou^suriliZsXVerslä ( 5 i. Bl ', u. s. f. was Alles Denkmälerseines eignen religiösen Feuereifers seyn mochte».Malpö rühmt auch seine Landschaften, wegenihrer leichten und angenehmen Ausführung. SeineBlatter sind gewöhnlich mit I. X. oder I. L L.auch I. Imyck. ke. bezeichnet. Ccmf. den Katalogvon Brandes, der noch überdies nach ihm (wahr-scheinlicher als nach seinem Sohn) anführt: DasGleichniß vom ungetreuen Haushalter, nach einerZeichnung. in Zeichnungsmanier von Ploos vanAmstel (ein seltenes Blatt); Jesus ruft die Kinderzu sich, in gleicher Manier von H. Spilmann, und:Zwey Frauen, die vor einem Hause spielen, inTuschmanier von G- de Sain (schön und selten).
Luynes (die Herzogin von) ätzte um 176g.kleine Landschaften zu ihrem Vergnügen: ^veeI'arcls äs son tsinturier, arnsi gns le plus^ranä nombrs äes Amateurs, sagt Bast"(Lä. sec.) recht lustig!
Luyp (Albert). So heißt ein uns sonst unbe-kannter Künstler, von dem sich ein Bild in derBrambeckschen Galerie von Söder befinden soll,welches Mamsell Prestcl in ein in Oel illuminirkesBlatt gebracht hat.
Lutz (Franz Anton). So hieß ein deutscherOelmaler, von dem uns aber während seines 68.Jahre langen Aufenthalts hienieden durchaus nichtsAnderes bekannt worden, als daß er am io. März1806. zu Nürnberg gestorben (wohl auch dort ge-boren) sey. Meus. AXch. II. 2. 186.
* — — ( ), der deutsche Maler, der
zu Florenz arbeitete, hieß Johann. Nach ihm hatI.. Mogalli eine Aufopferung Jsaaks gestochen.S-M-ieL. Höchst wahrscheinlich aber ist dieser L»;mit dem unten folgenden Joh. Lps Einer undderselbe.