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Hat man nur Einiges von ihm gesehn, so erkenntman bald alles Uebrige. An Genie fehlte es ihmqcwiß nicht, das in einigen seiner Werke hell genughervorleuchtet. Lew-st 11 . 176—77-. der sich irrt,da er das Todesjahr dieses Künstlers, mit dem-jenigen seiner drey Söhne in 1620. setzt- Er über-lebte sie Alle, und mit ihnen noch einen guten Theilseiner Enkel, zehn volle Jahre, und schloß dann(wie hingegen eben dieser Schriftsteller mit seinemgewohnten Geiste sich ausdrückt) die schöne Schule,welche zwey erlauchte Veroneser zu Vicenza gestiftethatten.
- Maganza (Hieronymus), Alexandersrweytaltester Sohn, war ihm in seinen Arbeitenbehelfen, starb bekanntlich 16Z0. an der Pest, undhinterließ ihm seine Stube voll Kinder, /ü. 177.
* — — (Johann Baptist), derAelrere, ge-nannt Magagno, Alexanders Vater, ein vor-treflicher Bildnißmaler. Selbst Erfundenes kenntman Weniges von ihm; aber was man (in Vicenza)davon besitzt, tragt das Gepräge eines leichtenGenius, der auch in seinen Gedichten vorherrschendist, die er in dem Paduanischen Bauerndialektschrieb, und welche selbst den Beyfall eines Lassound Trissino hatten, /b. 96-96. Nach ihm hatsein Bildniß in der Galerie zu Florenz Gregorigestochen.
— der Jüngere, des obi»gen Alexanders ältester Sohn, seine Stütze inder Arbeit, eiferte ihm in der Geschicklichkeit nach,und übertraf ihn bereits an fleißiger Ausführung,wie aus seiner Geschichte St^ Benedikts bey St.Justin« zu Padua erhellet, als ihn ebenfalls dergroße Tod von 1620. dahin raffte, und auch Erseinem 74- jährigen Vater einzig die Last einer zahl-reichen Haushaltung hinterließ. LawLr II. 177.
* — — (Marc Anton), Alexanders dritterSohn, der ebenfalls seinem Vater beholfen war,und aber mit seinen beyden Brüdern in gleichemTodesjahr noch sehr jung verstarb, /ü.
Magarr - ( ), ein wenig bekannter MalervonAncona, im XVIII. Jahrh. Von ihm siehtman dort die Galerie des Marchese Triomphi, undniedreres in dasigen Kirchen, das, besonders einBild in Suffragio, zu dem Gedachtesten gehört, wassich in Ancona findet, /b. I- 669.
* Magatti (Peter Anton). Lanzi II. 4 /i.nennt ihn einen nicht unfeinen Künstler für seineZeit, von dem man in etlichen Kirchen einige Nach-ahmungen nach Piazetta und Tiepolo sehe; denndamals hätten junge Anfänger mehr nach denLebenden gefragt, welche wirklich Gewinn machten,und sich dafür wenig um die edlern Todten be-kümmert.
Magdeborg (Heinrich de), goß iM. dasmessingne Taufgefaß in der Petrikirche zu Berlin.Es zeigt in erhobner Arbeit die zwölf Apostel nebstJoseph und Maria, und einen Deckel, der an einerKette am Gewölbe hängt.
Mager (Moriz), ein Glasmaler von Parisgebürtig, trat 1681. als Laybruder in den Recollets-Orden. Er starb zu Revers 1709. im 49 - Jahreseines Alters. Er und sein Ordensbruder AntonGabler schrieben über ihre Kunst. ie N. I. c. 12.
* Magges oder Mages (Joseph). Er-sterer ist der richtigere Name. Anstatt dieses Art.im Lex. setze: Geb. 1728. zu Jmst im TyrolischenObcr-Jnnthal, eines Nagelschmieds Sohn, dermehrere Geschwister hatte, und darum von seinemVater kaum für den Lohn seiner Lehrzeit von 3 — 4 -Jahren unterstützt werden konnte. Nach derselbenreiste er mit andern seiner Landsleute noch schwachin der Kunst, gen Wien, und hielt sich dort wiedereinige Jahre auf, wo er die Akademie zwar fleissig,aber mit so geringem Nutzen besuchte, daß er vonseinen Lehrern weggewiesen wurde. Voll Umnnthsgieng er hierauf nach Augsburg, und kam in das
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Haus des Malers Rothpletz, wo sich seine Talentein kurzer Zeit — vielleicht an dem Sonnenscheinder Liebe für die Tochter seines Meisters entwickelte,die er bald darauf heirathete. Von seinen Arbeitensieht man zu Augsburg vieles in Fresco und Oel,theils in Kirchen, wie z. D. bey St. Salvatoceine Maria Aegyptiaca, und in der Domkirche dasH. Grab; theils in mehrern Privakhäusern; weitBesseres aber noch in seinem Geburtsort, vornehm-lich eine Marter des St Laurentius, womit er diedortige Kirche dieses Heiligen beschenkte; dann inder Pfarrkirche ebendaselbst einen St. Jacob, alsSiegerin Verkündigung der christlichen Religion,und-an gleichem Ort einen Kelch, auf welchem erin Email, das er ebenfalls verstand, das Abendmalund mehrere Auftritte aus dem Passion vorstellte;ferner in der Benediktinerkirche Ottobayern zweyAltarblätter St. Denedikt und St Scholastik«, undirgendwo (in Ottobayern oder in der Jesuiterkircyezu Augsburg) eine sehr schöne Maria oder Magda-lena, wie sie das Abendmal empfängt. Dieserwenig bekannte, aber wirklich bemerkenswerrheKünstler starb in seinen beßten Jahren an einer epi-demischen Krankheit 1769. und hinterließ nichts destominder ein hübsches Vermögen, das er sich durchseinen ungemeinen Fleiß erworben hatte, und mitwelchem er seine dürftige Eltern bis an ihr Ende,so wie nachwerts seine Geschwister fürdauernd un-terstützte, und diesen Segen, so wie seine stetenFortschritte inderKunst, nach seinem frommcuSinn— wem anders, als dem Geber aller guten Gabenzuschrieb. ^Bey Männlich heißt es von ihm:»Seine Färbung ist hell, seine Behandlung keckund leicht, und sein Geschmack der neuere venelia-nische, in welchem kaum noch einige Spuren vondem alten Ernst und der Wahrheit zu finden sind,welche wir in den Stiftern dieser Schule bewundern ".In der Galerie zu München befindet sich von ihmeine Himmelfahrt Maria, der Entwurf zu einemDeckenstück. Nach von Sterken soll er auch mitglücklicher Erfindung für Kupferstecher und Kunst-verleger gezeichnet haben. So z. B« hat Rugendasnach ihm einen St. Hieronymus gestochen. Meu-sels L 4 .Mrsc. 1.84. II. 222—54. vonSrerrenS- 029. und Mrc.
* — — (Theresia), desObiaeneinzigeTochter,übte ihres Vaters Kunst mit glücklichem Erfolge,starb aber in der Blüthe ihrer Lage, gleich ein Jahrnach ihm. Meusel i. c. 2Z2. und
Maggi (Carl) , ein Venctianer, reiste in denJahren 1670—78. durch die Levante, Syrien undEgypten, und machte zu seiner handschriftlichenReisebeschreibung (die im I. 1784. aus der Biblio-thek des Herzogs de la valiere um 2000. L. manweiß nicht wohin, verkauft worden selbst oie Zeich-nungen, welche er nachwerts durch die berühmtestenKünstler seiner Zeit in Miniatur malen ließ. MoreÄÖlsssrtariione intorno sä aleuni ViagAiatori Ve-nsLianl. 4J Vens 2 . 802.
— — (Hieronymus) und Marmor- (Jo-hann), zwey italienische Baumeister und Inge-nieurs, wurden, nebst Andern, vom Senate zuVenedig, wegen eintretenden Türkenkriegs um 1670.nach der Stadt Famagusia in Cypern gesandt.Maggi war eigentlich ein Rechksgelehrter, undvon Änghieri im Loskanischcn gebürtig; er studirkeanfangs zu Bologna Beredtsamkeit, Geschichte,Mathematik und Philosophie, nebst den Rcchccn,ward Doktor zu Pisa, und i 558 . Richter zu Ama-tricani. Zu erwähntem Famagusta dann erfand erverschiedene neue Feuermaschinen, die aber — bloßzum Beweise dienten, daß Theorie ohne praktischeKenntniß unnütz sey. Als die Türken in 1671.diesen Platz eroberten, wurde er nach Konstantinopelin die härteste Sklaverey gebracht, und 1672 garstrangulirt. Nebst verschiedenem Anderm hat erauch über Fortifikation geschrieben. H. A. Lteu-m - ier' s v 011RamßIe Reise d. welschl. u.Hispan. 4 - Leip;. 722. und Iöcher.