Mattioli.
«dorrelli's Zeichnung (deren die ganze Kirche ausser-jich 64. zählt). Für die größer» (riesenförmigen)bekam er 900. Thlr. und für die kleinern 5 oo.(Torrelli für jede Zeichnung — 8. Dukaten). Ander Treppe des sogenannten Vrühlschen Palais stehtferner von seiner Arbeit Flora und Meleager, undam Eingänge abermals zwey colossale Bilder: DieWachsamkeit und die.Wissenschaften. Im Brühlsche»Garten dann sind von ihm — noch übrig gebliebenHerkules und Omphale mit Kindern, und Bas-reliefs welche die Thaten des erster» vorstellen, aufHohen Postamenten, wie auch Mars und Venus,Jupiter und Pallas, die in einem meisterhaftenStyl gearbeitet seyn sollen. Diese etwas dispa-raten Urtheile über unsern Künstler finden sich insüßli's Annalen II. io. n.29. und in Hasche'«Dresden I. 654 - II- 13 Z. und S. imxex. den Art. Mader, der nun aber theils obendurch einen neuen Art. theils durch den gegenwärti-gen unnütz gemacht wird. Nach dem Sachs. Rur.Mb. i/ 48 . S. 192. und 1749. S. 14. starb er zuDresden 1748. 6v—66. Jahre alt.
* Mattioli (Hieronymus). Lanzi II. 2. 5 i.zahlt ihn, zum Theil dem Lex. entgegen, unter die-jenigen, welche den Carracci folgten, sobald dieseeinen gewissen Ruf erhielten, und setzt dann hinzu:Sein/ meisten Arbeiten, die er schon von i 577 - andatirt, befänden sich in Privatkabinetten, und be-sonders im Hause Zani zu Bologna.
— (Ludwig). Rost IV. 86. setzt seinTodesjahr wohl durch Druckfehler in ^1741. an.Sein Geburtsort war ein Flecken im FürstenthumMasserano. Ungeachtet er sich nicht auf das Malenlegte, sieht man doch von ihm eine Landschaft inDel auf der Mauer an der Stiege der Kirche Var-tholoms di Reno zu Bologna, sonst auch die Kircheder Waisen genannt, denen er 56 . I. als Zcichen-und Schreibmeister vorstand. Von ihm werdendort ein Duzend, in einem Verzeichnisse meinessei. Vaters aber au die 90. Blatter angeführt. DieMeister, nach denen er gestochen.hat, waren: I.F. Barbieri (14. Landschaften); F. Bosio ( 4 - Land-schaften); A. Carracci (eine Geburt in gedachterSt. Bartholomäi - Kirche), ein Blatt, welchesFüßli II. i 38 . leicht und geistreich geatzt nennt;
H. Carracci eine H. Familie, die Samaritanerin,und St. Franzisc; L. Carracci eine Verkündigung(selten), eine Befchneidung, St. Johann mit demLamme, und (wenn obige nicht schon darunter be-griffen sind) 5 . Blatter nach den Gemälden einerKapelle in mehrerwähnter Waisenkirche zu Bo-logna; nach P. F. Cittadini (eine Verkündigung);nach I. M. Crespi, mit dem er durch besondreFreundschaft verbunden war, über 20. Blätter (da-runter 2a. zu dem Gedichte Bertoldo u. s. f.); dannvon Einzelnem nach Crespi, neben Ändern eineMadonna mit 1743. datirt, wo er 81. zahlte);ferner Mannigfaltiges nach D. Creti, van Dyck(ein Ecce Homo), M. A. Franceschini (Tod desH- Joseph), D. Fretta , Gionima, I. Mazza(Statue von St. Johannes), I. Metelli (denGroßherr, der von seinem Esel fällt), I. Viani,
I. P. Zanotti. Noch kennt man von ihm, ohneNamen des Malers: Einen St. Hieronymus inder Wüste; dann: krirni LIemeoti ciells ftitturs,raccolti lls vsri ^utorl per uso <te krincipisnti1728. mit einem treflichen Titelblatt, das die Ma-lerey in einer schönen Landschaft allegorisch vor-stellt; ferner 12. Blätter zn einem Werke: les incssös Houis XI V. u. s. s. Die gründlichste Litteraturüber seine Arbeiten s. bey Gandellini, wo zugleichseine Jugendgeschichte recht gut erzählt, und nebenAndern, bemerkt wird: Daß er, ohne Anleitungeines Meisters weiter gekommen sey als so Manchemit dieser Beyhülfe; wohl habe er fleißig »achPerelle siudirt; hiernächst, daß er sich stets ver-vollkommnet habe, und überhaupt die Arbeitenseiner männlichen Jahre, und selbst seines hohenAlters, vor denjenigen seiner Jugend weit denVorzug verdienen. Heinecke (läse ^önörslsk-122.) endlich will wissen, daß Mehrere Blätter
Marweof. 8oi
von Jos. Mar. Crespi, den er Marthic>li"s Lehrernennt, unter dem Namen dieses letztern erschienenseyen.
* Marron ( ). Derselbe hieß T. und
wird für Gerard Douw's Schüler gehalten.
Marrue oder Matte us (Cor.), ein nie-derländischer Kupferstecher, der mit dem oben an-geführten Marrheus von Antwerpen wohl nichtzu verwechseln ist. Sonst kennt unsers Wissensder einzige Barrsch (V. 76—77.) drey einzelne sehrseltene Blätter mit einer äusserst leichten und geist-vollen Nadöl geätzt; alle drey Landschaften: Dieeine mit Ziegen und ihrem Hirten, die andre miteinem Thurm am End' einer steinernen Brücke, diedritte mit Maulkhieren und ihrem Treiber staffirt.
* Marurino, von Florenz. Mit seinemFreund Caldera verband er sich so genau, daß derEine z. B. ausmalte was der Andere angefangenhatte. Auf eine zierliche Zeichnung waren sie be-sonders beflissen; kein Ueberrest des Alterthumsentgieng ihrer Aufmerksamkeit. Damit bildeten siesich einen so vollkommenen Geschmack, daß mansie nach ihren gemalten Frisen, Basreliefs u. s. f.für Zeitgenossen der antiken Bildhauer hätte haltensollen, ohne daß deswegen ihre Arbeit jemals einerCopie glich. Da sie übrigens merkten, daß ihrColorit an Leben und Anmuth demjenigen ihrerKunstgenossen nicht gleich kam, so legten sie sichauf das Grau in Grau (namentlich auf die Weise,die man Sgrafitto nennt). Kleider, Vasen, Massenund Opfer der Alten waren ihre Liebüngsgegcn-flände. Marhurin starb an der Pest, die in 1627.dem bekannten Sacco di Rema folgte.
vrL. Auch Lanzi I. 424. nennt unsern Künstler,eben so wie seinen Freund Caldera, einen besondersstarken Zeichner und Maler von Frisen, die aber,leider! meistens zugrundgegangen; am Beßten ser>noch ihre Fabel der Niobe alla Maschera d'Orovon der Zeit und den Barbaren verschont geblieben,und eben ein großes Glück, daß Cherubin Albcrtkund Santi Bartoli noch so viele derselben durch ihreBlätter gerettet haben. Nach ihm insbesondershaben P. P. A. Robert und N. le Sueur sür dasbekannte Werk des Crozat das Opfer des Elias,Andream und N. Vicentino, beyde die Klelia,welche zu Pferd durch die Tiber schwimmt, undI. I. Prestel Jole, die Herkuls vergiftetes Hembdzerschneidet, Alles in schönen Zcichnungsmanierengeliefert. Nach Winkler sollen die beyden Hell-dunkel-Blätter, von Andreani und Vicentino inHolz geschnitten, sehr selten seyn.
Mattweff (Theodor), ein junger russischerLandschaftsmaler, welcher im J. 1802., und, wiewir glauben, wenigstens noch i8o6. in Rom lebte. DerVerfasser des Sitten - und KulrurgemaldesvonRom 12". Gotha i8vZ. (S. 229—60.) charakrerisirtdenselben also: »M. hat mehr Erfindung alsStudium. Er liebt das Starke, Wilde und Auf-fallende der Natur, im Charakter des SalvatorRosa, dem er sich auch in seinem etwas kruden, dis-harmonischen Colorite nähert, ohne jedoch ihn vor-schlich nachzuahmen; daher auch seine Manier mitder des.Salvators weiter keine Ähnlichkeit hat.Der Vortrag seines Pinsels stimmt mit dem Cha-rakter seiner Compositioncn überein, und ist mehrdreist und kraftvoll, als elegant." (Wörtlich co-pirt, ohne Angabe der Quelle, in einem Aufsätze:Charakteristik der vorzüglichsten Künstler diein 1804. in Rom lebten (in Meus. Arch. II.1. 124— 55 .)
Matweof, eigentlich Matwejef ( ),
ein russischer Maler, vornehmlich von Bildnissen(wohl von der nämlichen Familie mit Obigem,vielleicht Großvater desselben). Peter der Großehatte schon am Knaben seine Kunsitalente bemerkt,und sandte ihn 1719. nach Holland. Sein Lehrerist unbekannt. Erst in 1722. war er wieder nachRom zurückgekehrt. Seine bekanntesten Arbeitensind: Das Bildniß Peters des Großen, welches in
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