Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
Seite
909
JPEG-Download
 

Moreau.

* Moreau (Ludwig), geb, zu Paris um 1/12.

Man kennt von ihm nur wenige Blatter mit seinemNamen, da er lange Zeit sich nur mit Thesen desschäftigte. Späterhin dann ein Paar Bildnissedes Königl. Componisten I. B. Nebels nach Watn,teau, und des Jesuiten da Ponte, ohne Namendes Malers; hauptsächlich aber den schönen Stichder Auserweckung von Jairus Tochter, nach laFosse. Rost VIII. i 55 — 56 . Weit Mehreres vonihm führt ein Verzeichniß meines sel Vaters an;meistens Bildnisse. Dann eine Geburt und H.Familie, ohne (uns bekannten) weitem Namen.Ferners: Ansichten von Gegenden um Paris (18.Dl.) von Elise Saugrain unter seiner Aufsicht ge-stachen; die Stadt und Hafen Syra im Ärchipe,lagus, u. s. f. Zwey I. c. unter Ludwigs Na-men rubrizirte Bildnisse des Jesuiten I. Nouet(1679.) und des Baarfüßer - Mönchen C- Freßen(1699.) können unmöglich von dem unsrigen, nocheher allenfalls von dem oben angeführten EdmusMoreau seyn. Dank. den Catalog von Brandes,der übrigens irrig den Stecher des obenerwähntenBildnisses von I. B. Nebel: /). ou Mo-

zart nennt.

— — (L. G.), heißt bey Gault de St.Germain, S. 206. der ältere Bruder des berühm-ten Zeichners dieses Namens (ohne Zweifel desobigen Johann Michels), der 1806. verstorbensey, und Landschaft in Gouache mit vielem Ge-schmack malte. So sah man z. B. von ihm nochim Salon vom I. XII. Ansichten des Parcs vonSt. Cloud, des Indischen Hauses von Petit-Bourg, der Stadt Paris vom Eingänge zu denElisäischen Feldern her, und der Ruinen des Klo-sters zu Montmartre. Wohl derselbe, der auchjm Zftmsnscü des kesux-^rts von r 8 o 3 . ohneWeiteres, unter den damals zu Paris lebendenLandschaftern genannt wird.

— — '( ). So heißt auch irgendwo

ein französischer Kunstgärtner, der um 1760. inPommern gearbeitet hatte.

— — ( ). So heißt im / 4 Imsnscü des

Leaux-^rts von 180Z. ohne Weiteres ein damalszu Paris lebender Baumeister, der dort ausdrück-lich von dem oben angeführten Carl Moreauunterscheiden wird.

— — ( )- Eben so ein wahrscheinlich

gegenwärtig noch lebender Baumeister des HerrnFürsten Esterhazy in Wien, welcher in dem Hausedesselben, um 1808. die sogenannten l'sblsauxmouvans (historische Pantomimen) angegebenhatte, von welchen die öffentlichen Blätter nichtgenug zu erzählen wußten. Ob es einer der beyde»schon obgenannten Baumeister dieses Namens sey,die im Hirnsn-icü des Lcsux-^rtsvon 1803. u. s. f.erscheinen, und den der erwähnte KunstliebendeFürst vielleicht mit sich von Paris nach Wien geführthatte, ist uns unbekannt.

— — Valville ( ). Und so ein neuerer

französischer Künstler, nach dessen Zeichnungen vonscheußlicher Wahrheit Lresca die Tafeln zu I. L.Allbert's Description lies lilslsdics de pesu8r. kol. Paris 806—9. 0602 ksrrois i'srns vor-treflich gestochen hat, wovon ein Heft 5 o. Fr. kostete.

* Moreels (Bartholome), s. Morelli.

* — — Marrel, Murel, auch Mo-relli aus Venedig genannt (Jacob). H. S-Hüsgen (N. A.S. 189. u. ss.) beweist, aus seinenselbst geätzten Bildnisse sowohl als aus einem 1661.von ihm gegebenen Zeichenbüchlein, daß seinwahrer Name Marrel war, und schließt seineLebenszeit, die er meist in Frankfurt zubrachte, woer das Bürgerrecht besaß, zwischen 1614. und 1685.ein. Seine bessern Werke find sehr selten; wenigerseine vielen flüchtigern, in welchen er der Natureben nicht immer treu blieb; doch nimmt man inallen eine gute Composition und warmes Coloritwahr. Er selbst hat das Bildniß des Kaisers

Morfi.

Leopold mit den sieben Kurfürsten, und I. Ä. Grafdarunter eine perspektivische Vorstellung der StadtFrankfurt gestochen.

Moreels (I.), der jüngere, wahrscheinlichdes Obigen Sohn. Mit diesem Namen, und demDatum: ffrsncokurti 1661. bezeichnet, sah Hus-gen (N. A. S. igi ), in der Sammlung eines Dr.Kisners daselbst, ein historisches Bild, nach wel-chem aber der Sohn, in seinem Fache, unter derKunst des Vaters geblieben wäre.

* Moreelze oder Msreelsen (Paul),Maler, Baumeister und Formschneider (in Des-cainps Reisen D Ueb. S. 117. wahrscheinlich ausVersehen Maurus genannt). Im Bildnißmalenkam er seinem treflichen Lehrer, M.Mirevelt, gleich.Einö seiner Bauten, das St. Catharinen-Thor zuUtrecht, ist schön componirt. Seine Blätter inHelldunkel dann sind eben so vorzüglich als höchstselten. Rost V. 243. und andre führen deren zweyan: Cupido, welcher zwey junge weibliche Figurenin antikem Geschmack, tanzend an der Hand führt,und Lucretia, welche im Angesicht einer erschrockenenAlten todt zu Boden fällt, beyde mit 1612. datirt.Von den hinwieder nach ihm gestochenen Blätternfindet sich die uns bekannte beßte Litteratur in denKatalogen von Winkler und Brandes, und solchewerden theils dort, theils in einem Verzeichuißmeines sei. Vaters, (nebst einigen Bildnissen vonW- I. A. Delft, I. Matham, S. Passäus undW- Gwaneburg) mehrere historische, wie z. B-Esau, der Jakob seine Erstgeburt abtrittst, undeine Auferstehung, beyde ebenfallsvon Swaneburg— ein weinender Petrus von Blooteling geschabt —Cephalus und Procris von de Pas — Diana, welchedie Schwangerschaft der Callisto entdeckt, von I.Saenredam — Diana von Actäon entdeckt, undMars und Venus, beyde von Matham — rüsensmourä Voult, von I. Watson geschabt, undeben dasselbe von C- Whtte in punktirter Manier,fast Alles als schöne Blätter angeführt.

Moreen ( ), ein schwedischer Bildhauer,

kam um 1740. gen Rom, wo er sich haushablichniederließ, aber in der Kunst keinen großen Ruhmerlangte. Er lebte noch um 1770. Mäc.

Morel (Fr.). So nennt Basan (Lid. sec.1789.), ohne Weiteres, einen Künstler, der zuRom verschiedene Bildsäulen aus dem MuseumClemcntinum gestochen habe.

— — (I. B.). Und so einen andern, vondem man ein zu Paris 1769. gestochenes Blakt: Isps^ssn mscontent kannte.

* — — oder Marell ( ), der Maler

von Antwerpen, hieß (nach Männlich) I.

— — ( ), ein wahrscheinlich, von Fr.

und I. B> (wenigstens von dem letzter«) verschie-dener, neuerer Kupferstecher zu Paris, der sich zu-erst durch feine schönen Blätter des: vstcobulumkelis-rrio und der Horatier und Curiatier nachDavidbekannt machte; dann weiter um 1801. alsGtechereiner H. Familie nach Jul. Nomano für's XXill.Heft der^sblesux etc. de is Osieriedsplorence,und von 1802. an bis 1808. immerfort als einer dervorzüglichsten Künstler für das Prachtwerk desMusee Fran<;ais erscheint. Für dasselbe gab ernämlich:

Heft IV. ein Conzert vvu Zampieri, »ach der Zeichnungvon Labadie.

n V. gemeinschaftlich mit la Vallee , eine Müsik-Lehr-stmide von Terburg, nach Marchais Zeichnung.

Don da an immer antike Skatüen-'

Heft ix. Die Muse Calliope, nach Ingre's Zeichnung

„ XI. Juno, „ Carellis ,,

„ XXV. Eine Bacchantin, „ Ingre's »

„ XXXII. Ceres von Eleusis, ,, Granger's »

„ XXXVI. Griechisch.Philosvph „ Ebendeff. »

„ Xllll. Bacchus-Sardanapal» Ebendeff. »

„ I.V. Minerva » Deseine's ,,

Dann, neben diesen, (i8oZ.)Niobs und ihre jüngsteTochter, wieder für die Dableaux er 8tstues ä«