Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
Seite
1884
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-L 84 Tiede.

Tiemann.

nicht unterlassen, eine Meng« Zeichnungen zu ma-chen, welche mehr und minder ausgeführt, einigedavon gestochen, andere zum Stich, die meistensien aber zum Geschenk für Freunde bestimmtwaren. Schon in Berlin zeichnete er eine schwe-bende Figur mit einer Leyer, als Vignette zuSchlegels Ion; eine Medusa als Vignette zuFr. Schlegels Alarkos; in Weimar vier kleineGegenstände, zur Zierde von Schlegels Taschen-buch : Blumensträuße; in Rom für Ebendenselbendrey Vignetten zu einem neuenMdrucke seiner Elegieüber Rom bestimmt. Die meisten der in Weimargemachten Zeichnungen besitzt der Regierungsrachvon Voigt. Die größten darunter find, eine Cä-cilia, und Paris und Helena; auch eine Magda-lena. In Genf zeichnete er eine Madonna mitdem Kinde, die Schlegel besitzt; für die Frauvon Stacl-Holsteinj Danae, im Sturm auf demMeer ausgesetzt; in München ein Paar Ge-genstände aus den Gedichten seines Bruders alsAngedenken der Wiebekingschen Familie, u. s. f.M-e. Seit 1813. lebte unser Künstler wieder inRom. Von seinen dortigen neuern Arbeiten istuns nichts bekannt. Gestochen nach ihm kennenwir einzig das Brustbild des H. Herzogs vonWeimar, von T. A. Krüger, an welchem manaber die Aehnlichkeit vermissen soll.

Tlede (Daniel Friedrich), lebte 1792. alsKönigl. Preußischer Dauinspektor zu Ohlau inSchlesien. Schlesische Jnstanrien-Aotiizauf 1792.

Tkelke (Johann Gottlieb), ein bekannter In-genieur und Schriftsteller, der als Hauptmannbey der Chursächsischen Artillerie 1787. zu Frey-berg starb. Er war der Sohn eines Amtmanns,wurde 1731. zu Tautenburg in Thüringen gebo-ren, trat 1751. in Kriegsdienste, und wohnte demsiebenjährigen Kriege bey.

Tielcker, s. den gleich ff. Art.

T i e l e k e r oder T i e l ck e r (Johann Friedrich),«in Miniaturmaler zn Berlin um 1799. Ta-schenbuch für Freymaurer auf 1799. CöthenS. 28. Derselbe hat auch Verschiedenes in Ku-pfer gebracht; so ein Bildniß von Buonapartenach Appiani, Pr. 16. Gr. (einst bey der chalko-graphischen Gesellschaft in Dessau); eine Ansichtdes Dorfes Dorn bey Tövlitz, Fol.; und: Rui-nen des SchlossesSchreckensteiu, Real. Fol., bey-des in Aquatinta; endlich heißt es noch irgendwo :Der Schauspieler Jffland und die Demois. Döb-belin in verschiedenen Rollen auf 4. color. Blät-tern von Tielcker und v. Thodowiecki. DieserTielcker ist derjenige, den auch Mensel III. (2.)S, äö7> als Miniaturmaler, geb. zu Braunscheig176.. anführt, der viele Bildnisse, besonders mitSilberstift geliefert, und um 1809. sich auf Rei-fen befunden habe. Eine Beurtheilung des drittenBandes von diesem neuen Meuselschen K.L. in demErgänzungsblatt der Hall. A. L. Z- r 8 i 5 . N°.

so. nennt unsern Künstler, der sich damals zuFrankfurt am Main aufhielt, einen glücklichenBildnißmaler und Kupferstecher in SchwarzerKunst; und wird von ihm eine ihm eigene Ma-nier Portrait« zu zeichnen gerühmt, die durchKienruß, und hineingearbeitet« Lichter bewerkstel-ligt werde, so daß sie der Schwarzkunst vollkom-men gleichen.

Tielekec oder Tielcker, geb. zu Braun-schweig, verfertigte i. I. l8o-j. ein Panorama von St.Petersburg, welches der Kaiser Alexander von ihmfür bovo. Rubel kaufte, und mit der Gesandtschaftdie i. I. i 8 o 5 - unter dem Grafen Goloffkin nachPecking ging, als Geschenk für den Kaiser inChina sandte, und demselben durch den Künstlerselbst überreichen ließ. Ebenderselbe gab später-hin (1808.) zu Mietau ein Panorama von Moskau.Er lebte noch zu St. Petersburg i 8 i 5 . und sollauch einige Blätter in Aquatinta geliefert haben.Mg. (Hall.) L. §. i 8 i 5 . Erg. Bl. N°. 23.,wo er von obigem Ioh-Fr. Tieleke, seinem Mit-bürger, genau unterschieden wird *).

Tielemans (Seger), ein holländischer Ku-pferstecher; lebte um 16/jo. Man kennt von ihm,neben einem Bildniß von Joh. Calvin, u. a. eingroßes Blatt, worauf die Religion der Refor-matoren, gegen der Katholischen abgewogen, dar-gestellt ist. Heinrich Buüinger erscheint als Wä-ger, in Beyseyn des Papstes und seiner Kleriftyauf der einen, und Luthers mit den übrigen Re-formatoren auf der andern Seite. R. van derHoye hatte dieses Dlatt im Verlage.

* Tleling (Ludwig). Eine Landschaft vonihm, mit Kühen und Schaafen, den Hirt in derNahe, besaß einst die Gallerie zu Salzthalum.

Tielt (Ludwig du), zeichnete mehrere Pro-spekte zu den beyden Theilen von Anr. San-der'« klanüria illustrata. Lolon. AZripp.

—ää- gr. Fol. Er ist doch wohl nicht mit demauch oben erwähnten Landschafter Ludwig Tie-ling Einer und Derselbe?

— — (Wilhelm du), ein sehr mittelmäßi-

ger Kupferstecher zu Jpern. In des Adr. vanSchleck Buche: Vso c'bogkm ftsr eersten Vol-

keu vsn Luropsn, insonüerkeztt äer hieffer-I.gu8ren. 1'Vpre Fol. ist ein Titclkupfeemit Jnnschrift: Origilium rerumq. Leftkicsrun,et bk-i^iourum, und dann in des Phil, deI'Espinoy: kechsrcke lies ^ntiquiteL et blob-Issss fte sslancires. ^ Oouai 16Z:. Fol. sindWappen von ihm.

Tiemann (Albrecht Wilhelm oder WilhelmAlbrecht). Er schreibt sich auf beyde Weisen.Derselbe ward geb. um 1780. bey Braunlage amHarze, auf einem Forsthause die Zorge genannt,wo sein Vater Förster war. Der Unsrige warebenfalls stets als Hüttenmeister (a. l>. Inspektor)

) Artikel Tielekec oder Tielcker, erhalten wir von einem unserer Kunst-

eüüaen wi^ Künstler betreffende Notizzen, welche wir mit den obigen unmöglich zu

einigen wissen. W>r geben sie daher lieber, wie wir solche erhalten haben. >

aber"au» r» Derselbe reiste anfangs als Silhouetteur herum, machte später

^Mlniakur. Er kam gerade zu der Zeit nach Darmstadt, als die Vermählung derbem retzigen Konrge von Preußen betrieben wurde. Da es nun dort aller-die^/in^ 7 in n!,8^i!»"lernbestellt war, so beauftragte man ihn — den Beßten unter den Geringen —überaus ^ l'h'len. Da die riachherige, jetzt verstorbene Königin Lvuise, als .eine

-dürittn ' ümdarauf zu sich nach Berlin einlud, so gieng er ungefähr zu gleicher Zeit niit die»

w der M?niaÄ " wä» -u schaffen, und er besserte sich auch in Kurzem, merklich,

andei er ^ Aufenthalte von etwa sechs oder siebe» Zähren, fertigte er, mit Beyhülfe

dann mit diefeu auf Reift», und kam so nach Rußland. Daselbst° ^ Zeichner beygegeben, die man »ach China sandte, dort aber bekanntlich

ibm ^bte noch -8-5. zu Petersburg, wo er sich niedergelassen hatte. Nach

»hm hat K. Bolt den letzigeu Komg von Preußen m Kupfer gebracht".

Blldnis?,^.. ist. der, jüngere Bruder des Malers, fertigte aber auch selbst

Nter diese Stadt' beftnd s/km" be-r m,t gedachtem seinem Bruder in Bert-n auf, verließ aherer vielleicht (.«ift!) noch lebt«. " ' ""d wandte sich von da nach Frankfurt am Main, wo

erhell«,,"daß der"-^ä'^frühern Notizzen mit den gegenwärtigen neuern Z»den oben Verschiedenes ^"F"e Bruder sey, einer - und anderseits, daß dcmsel-