Toda.
Maria Theresia. M'-rL/e--. Ein Ver-
zeichniß meines sei. Vaters führt im Ganzen un-gefähr 5 o. an.
Toda (Joseph Anton), Obermünzeisenschneuder bey der Kais. Münze zu Wien. Seinen Na-men findet man schon auf Gräfl. KönigseckischenGoldmünzen von 1786. u. 59. Von ihm führtder Gantkatalog der Münzen des ArchidiakonusLengnich (1796. Danzig 8". S. r8o.) eine schöneSchaumünze an, die den Kardinal Erzbischof vonWien, Christoph Migazzi, 1761. datirt, darstellt.Er lebte wenigstens noch 1764., wo man seinenNamen auf einem Thaler des Fürsten Bathyanifindet. Sraarskal. von 1762. Samml. ber.LNedaill. N°. 274. Er unterzeichnete sich baldbloß mit^. Anderemale mit 6. (Giuseppe) und wie-der Mit: (Joseph) loäa.
Tode (O. H. de). So hieß ein Kupferste-cher, der i/ 56 . zu Kopenhagen gestorben seynsoll, und von welchem ber schändliche Basan(Lä. sec.) ein Bildniß Friedrich m. nach C.van Mander anführt, welcher N. B- selbst i 5 c>.I. vor diesem Könige verstorben war.
Todenrvarrh,auchTodtenrvarth (CarlWolf von), ein Edelmann aus dem Weimarschen,der eine geraume Zeit in dortigen Civildiensten,und zuletzt als Kammerrath zu Eisenach lebte,dann aber vor einigen Jahren seinen Abschiednahm, und sich auf seine Güter im Hessischenzurückzog; ein Mann, mit vielen Talenten begabt,der sich auch zu seinem Vergnügen mit ber Kunstbeschäftigte. Einigen Nachrichten zufolge wäreer l8rö. zu Eisenach gestorben ; nach andern hin-gegen lebte er noch 1814. auf seinem Gute Toden.Nach seiner Zeichnung hat Conr. Horny zweyHefte (jedes von ,4. Bl.) mit Ansichten von derWartburg bey Eisenach, im Verlage des Indu-strie-Comptoirs zu Weimar, geetzt. Neuern Nach-richten zufolge war er aus Weimarischen Dienstensofort auf seine Güter zurückgegangen, und daselbst1816., ungefähr 5 o. I. alt, Todes vcrbliechen.
Todeschi (Peter). So nennt Gandellinieinen Künstler, der in 1678. verschiedene Per-spektive , und kleine Landschaften mit Architektur,Perspektive u. s. f. geliefert habe.
Todeschi no (Ballhasar). So heißt beyBoscha (Th. IV. S. i l2.), ohne Weiteres, einMaler zu Mailand; um welche Zeit ist uns un-bekannt.
Todi (Peter da), ein Einleger in Holz, berseit iZZi. in dem Chöre des Domes zu Orvietoarbeitete. 8toria äel Onorno äl Orvieto. Rom.1791. p. Z81.
— — s. auch unten Tori.
Todrenwarth,s. gleich oben Todenwarch.
*Toedrebeer (Christian Julius), der im Lex.unter seinem Vater Franz Julius erscheint. DieserBildhauer befand sich im Jahre 1648., dem Ge-brauche seiner Zeit nach, in der.Fremde und da-mals zwar zu Stockholm. Weiteres über ihn istuns ganz unbekannt.
Toelken (Bernhard), war 1788. Jungmek-ster (d. h. der nächste nach dem Altmeister) unterden Bild- und Steinhauern zu Bremen. Sechs,facher Bremischer Sraarskalender auf 1788.
8 °. S. 44.
Toensberg (Eskild), Unterschiffsbaumeisterin Diensten des Königs von Dänemark 1789. Dä-nischer Hof- u. Sraarskal. 1789. 4°.
Toepel (Carl), der Sohn des folgenden Joh.H. August, geb. zu Dresden 1795., erlernte seit1810. die Architektur bey dem Hofbaumeister Höl-zer in seiner Vaterstadt. In 1812. hatte er auf
Toeppel. rZrr
basiger Ausstellung Grundriß und die Hintere An-sicht eines Gartengebäudes mit dorischen Säulen.
Toepel (Johann Heinrich August), geb. zuStrehla in Sachsen 1788., Sohn eines dortigenMaurermeisters, der zugleich die Stelle einesBürgermeisters zu Strehla bekleidete. Der Uns-rige lernte selbst (als Architekt) das Mäurerhand-werk zu Dresden. Dann aber trat er 1778. alsUnteroffizier bey dem Chursachsischen Ingenieur-korps in Dienste, gab um 1800. bey der Inge-nieur-Akademie zu Dresden Unterricht in d?r Ar-chitektur, und stand seit 1810. und noch 181s.als Major in erstbemeldten Diensten. Um letzt-gedachte Zeit, und noch 1814. befand er sich zuTorgau, um den Bau dieser neuangelegten Fe-stung zu leiten, was er mit vielem Beyfalle voll-zieht. Sachkenner bemerken neben Anderm, daßdadurch, daß er sich immer des nur so eben ge-löschten Kalks als Bindemittel bey den daflgensteinernen Bauten bedient, er solche mit einerganz vorzüglichen Festigkeit herzustellen verstände.Ueberhaupt hat ihn die Natur mit einem seltenenpraktischen Talent begabt, vorfallende Schwierig-keiten und Dinge jeder Art, die einer besondernVorrichtung bedürfen, leicht und auf eine glück-liche Weise zu besiegen und zu lösen. Derselbehat auch Einiges geetzt, wie z. B. 1781. einenPlan von dem Lager bey Schönfeld, unweitLeipzig, Fol. nach eigener Zeichnung. Dann umgleiche Zeit die Blätter zu der deutschen Ueberse-tzung von Dupain de MonressonsLunst,alles in Grundriß zu bringen. Dresden u.Leipzig 1781. 8^.
Toepfer (Hans) der jüngere, goß 1879. ausZinn den Laufstein der Kirche St. Bartholomäuszu Zerbst, welcher mit allerhand Verzierungen,vergoldeten Blumen, Engeln rc. wohl ausstaffirtist. Auch derjenige, weicher sich in der Nicolai-Kirche gedachter Stadt befindet, wurde von ihmi 58 Z. gegossen. Auf beyden liest man seinenNamen und die Jahrszahl. Beckmann'sHistorie von Anhalt III. 208. 214.
— — (Johann Justus). Ein solcher gab(wann?): Unterweisung in der Schreibe-kunst, nebst einer Anleitung zur Reiß- undZeichenkunst in Vorschriften. Leipz. 2 Theile,mit vielen Kupfern.
— (Theophilactus). So wird, in denKirchenbüchern der Stadt Wittenberg in Sach-sen, ein dasiger Goldschmied genannt, dem 1868.ein — Kind geboren wurde.
— -» ( ) (nicht Toepfer, wie es
irgendwo heißt), Sohn eines deutschen Schnei-ders zu Genf, und Zögling der dortigen Zeichen-schule, der sich durch seine ausgezeichneten Ta,lenke gehoben hat. Seine Stärke bestand beson-ders in Karrikaturen. Landschaften malte er, nebenandern, auch zu Begleitung der vortreflichen Bild-niße und Conversationsstücke seines Freundes,Maßet. Lebte noch zu Genf im I. i8oZ. mitWeib und Kindern, damals ungefähr 00 I. alt.
Ohne Zweifel ist es derselbe, dessen, nachAnzeige eines unserer Freunde, in einer Reisedurch einen Theil von Teurschland, Helve-tien und Ober - Iralien I. i 4 Z. Erwähnunggeschieht.
Toeplitz (Gottlob Christian). Ein solcherwurde 1708. Königlicher Hof - Seidensticker zuDresden. Hofkal.
Toeppel oder Doppel (Bernard oder Leon-hard), bauete 1802. den achteckigen steinernenThurm der St. Annenkirche zu Annaberg. DenKalk, den man dazu nahm, hatte man, der Halt-barkeit wegen, mit Rindsblut und Milch einge-macht. Annab. Thron. I. Thl. S. 85 . Amuntern Theil gedachten Thurmes hatten Conrad