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geltend zu machen, daß ihn das Capitel der Ca-chedrale zum Architekt ernannte. Nachdem er seinKunstwerk vollendet hatte, wollte das Capitelder Kathedrale von Leon ebenfalls ein Productdieses Ehrenmannes ausweisen, und ersuchte dasCapitel zu Toledo, ihm seinen Narciso auf einekurze Zeit zu schicken. Dies geschah-; und nunzerstörte man mit Bewilligung des Erjbischofsund Cardinals Jnsanten den Hauptaltar, undwarf die kostbaren alten Malereien zu Boden,auf deren Trümmer im I. 1728. ein ähnlichesTransparent emporstieg, das von einem Anver-wandten des Tome, Namens Simon TomsGalivan, vollendet wurde. Sie sind sich ziem-lich gleich, und beyde Produkte eines verschro-benen Kopfes".
Tome (Simon Galivan), Spanischer Ar-chitekt und Bildhauer, folgte, wie wir so ebengesehen, den Fußstapfen des Aarciso, und ließsich, wie er, zahllose Sünden wider den gutenGeschmack zu Schulden kommen. Fiorillo IV. 383 .
Tomeau ( ), ein Französischer Architekt,
aber ganz sicher mit dem an seinem Ort ange-führten Tbomon derselbe, lebte in Rußland imI. 18. . Von ihm wurde das Innere des 1784.erbauten großen steinernen Theaters zu St. Pe-tersburg ganz verändert und schön dekorirt. Daßdie ebenfalls von ihm erbaute Börse nachwärtseinstürzte, wirft keinen geringen Schatten, nichtauf seine theoretischen, wohl aber auf seine prak-tischen Kenntniße. Er st. zu St. Petersburg inoder um 18 iZ. etwa 5 o. I. alt. Mrc.
Tomi'k, Hofmaler des Herzogs (s. b. desKöniges) Sobieslavs von Böhmen, welcher 112g.die Wischchrader Kirche St. Peter zu Prag aus-malte. feuere Abband!. der Böhmisch. Ge-sellsch. d. Wissenfch. B- III. Prag -798. S.112. Im Hussitenkriege gingen diese Malereienzugrunde. Redel's sehensrvürdiges Pragnennt ihn Toznick.
Tomkins oder Tompkins (B.). Ein sol-cher hat gemeinschaftlich mit F. Jucke'« 1784.eine Folge von vier Landschaften mit Bauern-hütten , schön in Aqualinta, in Kl. Fol. gelie-fert. Rost IX. 378. Hinwieder theilt der Ka-talog von Brandes diese vier Blätter dem nach-folgenden C- Tomkins (den er ausdrücklich Tar!nennt) als Maler, und F. Jukes ausschliesscndals Stecher zu.
— — (Carl), ein beliebter Englischer Land-schaftsmaler neuerer Zeit. Von ihm kennt man,neben Andern,, viele Bilder, welche die schönstenGegenden der Insel Whigt darstellen, die er,wie es scheint, selbst in Aquatinta in einemWerke geetzt hat, das zum Titel führt: l'ourts Isis ok VVigbt, illustruteä wirb Lo. Views«lrawn anä en^raveä in TLqua tinta Oüs---tes ToMLws, 2. Vol. 796. Dann rührenauch die Zeichnungen zu einem Bande von So-netten: Petrarca, 2 collsction ok Sonetts. 8".8 c> 5 . von ihm her, die der Herzogin von De-vonshire gewiedmet sind. Fiorillo V. 833 . Undist er ohne Zweifel Einer und derselbe mit dem-jenigen
— — (C), von welchem in obigem Art.B- Tomkins die Rede ist. Noch nennt RostIX. Z78. ein Aquatinta-Blatt, das dieser C.Tomkins (dies nun ausdrücklich) gemeinschaft-lich mit F. Jukes geliefert habe, welches dieApprochen der schwimmenden Batterie vor Gib-raltar (1782.) nach einem Gemälde von I. Cli-vely darstellt.
Eben so ist mit allen obigen Dreyen EinePerson derjenige Carl Tomkins, welchen Be-nard's Katalog vonPaignon-Dijonval einen Land-
2 ) Diese Ware» die einzigen, welche unsern Tomkit
Tommaso. 1915
schafts-Zekchner um 1786. nennt, und von ihmeine von W. Ellis gestochene große Ansicht vonLondon anführt.
* Tomkins (P. Wilhelm, auch bloß Wilhelm),Zeichner und Stecher in Punklirmanier, geb. inEngland um 1750., und blühend zu London1780—91., einer der beßten Schüler von Borlo-lozzi, und überhaupt einer der vorzüglichste»Künstler in der von ihm gewählten Manier. Vonihm führt Rost IX. 351—52. ein 20. Blätternach C- Ansell, R. Bigg, Bretherton, H. W.Bunsbury, S. Härtung, A. Kaufmann, W.Lawranson und I. S. Saunders an, welchemeist von 1783—87. datirt sind, und allerleytheils Geschichtliches, theils Romantisches nachShakespearn u. s. f. darstellen. Diesen fügt einVerzeichniß meines sel. Vaters noch andere, nachBarkolozzi (Zuneigung und Unschuld), Miß Drax(Celia im Sonnentempel), H. Füßli (die Shake-spearschen Hexen), W. Hamilton (Rosalinde,Oliver und Celia), H. Ramberg (havinia anckMotker), H. Romanelll (die Dichtkunst), I.Rußel (Mutterliebe), I. Kendal und Stothard(uns Unbekanntes) bey. Noch neuere Notizzenein Blatt nach R. Smirke aus Shakespeare's:Wie es Euch gefallt. Als zwey schöne Blättervon ihm nennt der W.rnklersche Katalog diePendants von Conversationen zweyer Engländer,und hinwieder zweyer Franzosen, jene mit zweyEnglischen, diese mit zwey Französischen Damen;und Fiorillo V. 822—23. ein anmuthiges Spielder Phantasie und des Witzes, unter dem Titel:Ike blrtk und trinmpb ok Lupid, welches un-ser Tomkins in 24. Bl- nach den Zeichnungender Königl. Prinzessin Elisabeth gestochen habe.Hinwieder nennt eine andere unserer Quellen alsnach ihm sechs Ansichten von Windsor-Park vonMorris*), und allerhand schlechte Blätter (viel-leicht nur Kopien nach den (einigen) von Venzo.S. auch den gleich ff. Art.
— — (Thomas), ein Schreibemeister zuLondon. Man kennt von ihm ein Werk wasAchtung verdient, und alle Schönheiten derSchreibekunst seiner Zeit vor Augen legt. Es istbetitelt: Ichs Usauties ok WririnA. Lxempll-üe<1 in a varisk^ ok plain and ornamentalpenmanskip etc. Hondon 1777. und enthält^».Bl. in qu. Fol. von P. Ellis meisterhaft gestochen.Breitkopfs Gesch. der Schreibet, her-ausgegeb. v. Roch. S. 49.
— — ( ). Ein solcher (wohl aber keinAnderer, als der vorhergehnde p. Wilhelm)erhielt, unter dem Titel eines Königl. HistorischenKupferstechers in 1795. den Befehl, die Trauungs-Ceremonie des H. Prinzen von Wales mit derPrinzessin von Braunschweig zu ^stechen. )lk-c.
— — ( ). Welcher endlich von allendiesen Tomkins (wohl ebenfalls der p. Wil-helm ?) es sey, der, nebst mehrern Andern, um1802. oder 1803. die sieben Menschenalter vonShakespeare, nach Smirke gestochen habe, istuns unbekannt.
* Tommasi oder Tommassi (Joseph).Nach ihm hat Barch, de Petris den H. AndreasCacciola in Kl. Folio schlecht geetzt.
— — (Tommaso) di pierra Santa, einMaler der Florenkinischen Schule, würdiger Schü-ler der Gebrüder Melani von Pisa, den Lanzi(Ld. sec.) I. 19Z. ei» äußerst fruchtbares Genienennt, von welchem man die Sfondi (?) in derSt. Johanns-Kirche zu Livorno nicht genug be-wundern könne.
Tommaso (Grisello), s. oben den zJi'cl. daCagli.
s, dem Lex. zufolge, zum Perspektivmaler eignen.
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