Topschißky.
schuft rubricirt: Anchony Toppo, Gießervon Ach — begraben 1608.
Topschitzky (Heinrich Christian). So hieß-ein geschickter Lust- und Ziergärtner zu Bautzen1786.
* Toque, s. Tocque.
* Toquer. So findet sich etwa auf Kupfer-stichen der eben erwähnte Tocque bezeichnet.
Toradoschi (Joseph). Ein solcher soll nachGnercino ein Ecce Homo, mit der Aufschrift:
sum vermis, ziemlich gut(a.b. sehr schlecht)gestochen haben.
« Torb ido (Baptist, auch Johann Baptist),genannt d'Anqeli. Nach Einigen (Fiorillo II.i 35 .) übertraf derselbe seinen Lehrer und Schwie-gervater, Franz Torbido, noch in der Kunst.Dagegen hält Lanzi (Lä. ter?.) III. 163—64.ihn für geringer, als drey seiner Nebenbuhler(Domenico Ricci gen. Brusäsorci, Paul Fa-rinaro, und den damals noch jungen PaulLaliari, den vorzüglichsten von allen), die derKardinal Herkul Gonzaga nach Mantua berufenhatte, im Dome daselbst, jeder ein Bild zu ma-len. Von seinem Ananias in St. Euphemia zuVerona, von welchem das 'Lex. spricht, ur-theilt indessen auch Lanzi mit großem Ruhm,und erzählt, daß solches, in neuern Lagen, beyeiner vorgenommenen Aufführung einer frischenMauer in erwähnter Kirche, ausgesägt, und,zu dessen Erhaltung, über dem Portal derselbenwieder eingelassen wurde. Noch mehr, giebt erzu, daß er an Fleiß und saftigem Colorite Franzenerreicht, und an Pastositat der Zeichnung, undvielleicht auch an Grazie denselben noch über-treffen , wie z. D. in St. Stephans (zu Verona?)in einem wunderschönen Engel, der den HH. Un-schuldigen Kindern die Palme ertheilt. Auch zuVenedig sieht man von ihm etwas Schönes,das freylich Andere einem Andern, und Boschininamentlich Franz Alberri zuschreibt: Eine Ma-donna zwischen St. Johann und Marcus, voneinigen Personen in Herzoglichem Gewände ausder Familie Marcello angebetet, mit ihren kennt-lichen Bildnißen. Einigen Nachrichten zufolgeblühete Baptist noch 1676. Geetzt kennt man»ach ihm, und zum Theil von ihm selber: Ma-donna in einer Landschaft, auf dem Schvoße dasKind, welches Blumen aus einem Korbe nimmt,den ihm zween Engel reichen; zur Rechten haltElisabeth den kleinen St. Johann, der demKinde Datteln darbietet; gkoßes Blatt mit ziem-lich großen Figuren (bezeichnet: S. kecir üe/4voro). Hiernächst eine andere H. Familie ineiner Egyptischen Landschaft mit Bauten undRuinen; hinter der Madonne Joseph, der denEsel besorgt (bezeichnet: LaK. rietto stet Mors.Hpuä OaMocMM). Ferner: Den Ewigen Vaterin einer Glorie, unter ihm die Chiffer des Jesus-Namen, dann die Geistes-Taube, und zu unterstdie Apostel (bezeichnet: Z. äst Mors inveut.1276. O- eomell Iso.). Weiter den in einerLandschaft sitzenden Mars, welcher der Venusliebkost; neben ihm ein staunender Amor (ohneZeichen). ^ Endlich das Gerücht auf einer Welt-kugel, bläst die Trompete, und trägt in derRechten eine Lorbeerkrone, geistreich geetzt (bez.
LattiLt« coAnomluaw cki AFo-w). 8. v.
^or-o et D,»-br'sto. Noch nennt ein Verzeichnißmeines sel. Vaters nach ihm eine Geburt vonI. Morin; dann ausdrücklich von ihm nach An,Lern: Marter der Cäcilia nach B. Campi; Et-was (?) nach F. Mazzuoli; eine H. Familie nachRavhael, und Landschaften nach Titian; viel-leicht die 3 o., von welchen das Lex. spricht; undder Katalog von Brandes: Einen Hirten, voneinem Hund begleitet, den ein EnZel besucht;ein seltenes Blatt.
Torelli. 1917
* Tsrbids (Franz), seiner braunen Gesichts-farbe wegen genannt del Mors. In Giorgio-ne's Schule verweilte er weniger lange, als inLiberale's; dessen Zeichnung und Fleiß ahmte ereigentlich nach, und übertraf ihn noch in diesem letz-ter», da er an seinen eignenWerken immer etwas aus-zusetzen fand , und daher spät damit fertig ward.Altarblatter sieht man wenig von ihm; destomehr Staffeleibilder, meist religiösen Jnnhalts,oder dann Bildniße, an denen nichts, als viel-leicht etwas mehr Freyheit des Pinsels zu wün-schen übrig bleibt. Indessen ist unter seinen alFrcsco's im Dome zu Verona, welche Verschie-denes aus der Geschichte der H. Jungfrau dar-stellen, besonders ihre Himmelfahrt, freylich nacheinem Carton von Jul. Pipi, wunderschön; aberAusführung, Colorit und Helldunkel sind sein;und namentlich war er, wie vasari sagt, einso sorgfältiger Coloriste, wie Wenige seiner Zeit-genossen. LanM (Lä. ters.) III. Zi.
* — — (Julius) d'Angeli genannt, Bap-
tista's Bruder, blühete zu Verona und Venedigum 1678. Zanerri nennt ihn einen gelehrtenMaler. Von ihm sieht man in St. Apollinare znVenedig die vier gekrönten HH. in einer ange-nehmen, genauen und wohlgeordneten Manier.
(L6. ters.) III. 164. Gestochen nach ihmkennt man, ohne den Namen des Stechers, undlediglich mit dem Namen des Verlegers Louisabezeichnet, ein Blatt: Pabst Alexander III., derin St. Johann Lateran dem Doge die Standar-ten u. s. f. überreicht, nach seinem Gemälde imgroßen Rathssaale zu Venedig.
* — — (Marcus) d'Angeli genannt, Z^at-
rista's Sohn, Schüler und Gehülfe, blühete voni 56 c>—82. Von ihm nennt Lanzi I. v. in St.Barcholomeo zu Venedig ein Paradies, dem erungefähr denselben Charakter , wie der Arbeit vonJulius zuschreibt, »lach ihm gestochen kennt maneine Geburt und eine Anbetung der Könige, beydeschön componirt, jene von B. Stefani (1286.),diese im Geschmacke von C. Cort; dann eineMadonna unter einem Pavillon, mit dem Kindauf den Knieen, das von dem kleinen St. Jo-hann einen Apfel empfängt, neben diesem dieknieende Elisabeth, große Figuren; einen Christam Kreutze, unten Madonna in Ohnmacht, vonSt. Johann und Magdalena unterstützt, zur Rech-ten Joseph von Acimakhia und der Hauptmann;eine Himmelfahrt, unten die Apostel in Entzü-ckung; alle drey wieder von Stefani; endlicheinen segnenden Christ in der Glorie, unten diezwölf Apostel, dies von Caspar ab Ovibus.^Vlnlrler 8. v. Moro et Hinwieder
nennt ein Verzeichniß meines sel. Vaters dieMeister, nach welchen Marcus selber gestochenhat: Bernhard von Ccemona, F. Mazzuoli, Jul.Pipi, R. Sanzio, A. del Sarto, L. Valesio(die Samaritanerin), L. Vecelli; und, ohne Na-men des Malers, Grotesken, Moresken, u. s. f.
T 0 rdeur ( ), ein Baumeister. S. (Quirok
in künftigen Nachtragen.
Torelli (Caspar), ein Bildhauer; arbeiteteum 1780. zu Rom.
* - — (Cäsar). Lanzi (L6. terr:.) II.
spricht von ihm kurz, als von einem mittelmäßi-gen Künstler.
* — — (Felix). Einige setzen seine Geburt
in 1670., Alle aber sein Todesjahr in 1748.Derselbe behielt den Geschmack seines ersten Mei-sters, Santo Prunali, größtentheils bey, undward ein kräftiger Maler von schönem Helldunkel,kurz von nicht gemeinem Verdienst in Altarblät-tern, wie man davon Beyspiele zu Rom, Mai-land , Turin, u. s. f. sehen kann. Ein besonderschönes Bild von ihm, von größter Abwechse-lung für Köpfe, Stellungen und Drapperie: St.