Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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1922
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Törres.

Terpsichore und eine Eralo in zwey Avalen Blät-tern in Rochkreidenmanier geetzt.

Torres ( Grafvon). So nennt Fiorillo

IV. 040. einen Spanischen Dilettanten, der sichunter der Regierung Carl tl. selbst ausübend mitder Kunst beschäftigte.

— — (Marquis de la). Und so einen gro-ßen, ebenfalls Spanischen Beförderer der bilden-den Künste unter Philipp IV. l. c. S. 2 g.

Torrerri ( ) in Reichard's: Der

Passagier vierte Aufl. Berlin i8n. kl. 8. S.8od. heißt es, daß sich treffliche Reliefs von einemsolchen in der Kapelle des Hauses Torreani zuUdine befänden.

»— — oder TorriglL, auch Torre (An-

ton , oder Peter Anton). Nach Lanzi (L6. ter?.)

V. ivb. lebte er noch 1678. und bemerkt er bey Gele-genheit dieses Künstlers, wie sehr Guarienti durchseine vielerley Benennungen die Entia verviel-fältige, und nennt übrigens den Unüigcn einengute» Frcskanten, wie solches z. B- aus den Ar-chitekturen erhelle, womit er in St. Joseph zu Ve-nedig die historischen Bilder von Ricchi staffirthabe.

* Torrs (Joseph Anton), wahrscheinlich der-selbe mit dem Joseph des Lex. Nach den Ris-sen und der Erfindung dieses Architekten hat Bo-naveri drey Folioblätter rabirt, die den Pallastdes Senators Ranuzzi zu Bologna darstellen. Auchsoll A. F. Luciani (oder Lucini) eine Folge Grab-mähler nach ihm gestochen haben.

— — oder Turri, auch Torre (Ju-lius de la), ein von dem Baumeister des Lex.ganz verschiedener Künstler, aus Verona gebür-tig , Maler und einer der ersten Medailleursdes XV. Jahrhunderts, war Doktor und Leh-rer der Rechte zu Padua; gieng aber aus Liebezu den bildenden Künsten nach Verona zurück undbeschäftigte sich dort mit Kunstarbeiten zu seinemVergnügen. Sein Bruder, auf welchen auchJulius eine Medaille verfertigt hat, war der be-rühmte Anatom, Marcus Anron de la Torre,für welchen Leonh. da Vinci alle Theile des mensch-lichen Körpers, seiner anatomischen Vorlesungenwegen, genau abzeichnen mußte. MoehsenMedaillen 1 Thl. S. 102. u. 12g. s. v. Torre-E. auch unten Jul. Torrlani.

— -'s. auch Torre oben und im Lex.

Torrlani (Julius). So hieß, wie wir le-se», ein Rechtsgelehrter zu Padua Anfangs desX V. Jahrhunderts, der sich mit Gießen in Bron-ze abgab. Man'findet einige von ihm in dieserArt gegossene Medaillen; zwey derselben (die sei-nen Vater Hieronymus und seine Mutter Bea-trix darstellen) trifft man in Masse i's: Ve-rona illustrsta abgebildet. Wohl sicher mit obi-gen Iul. Torr, derselbe.

* — — s. auch oben und im Lex. Toriani.

Torricella (Anton), eigentlich Buonfantt,

ein Ferraresischer Maler, den man für einenSchüler des Guido halt. Von ihm sieht man zuSt. Francesco in Ferrara zwey große Evangeli-sche Geschichten; sonst kennt man dort Wenigesvon seiner Hand, und bat überhaupt keine wei-tere Kunde von ihm. Ob er vielleicht anderwertsseinen Aufenthalt genommen habe. Lcl.

ters. V. 268. s. v. Auou/auti. Ob er etwa garher anonyme Torricelli des Lex. sey» dürste?

— — (Christoph) ein Ctuccoarbeiter vomComer-See; kam um 1750. nach Augsburg, woer einen Verlag von GipsbilScrn anlegte. S. auchden gleich ff. Art.; und zweifeln wir nicht, daßdiese beyden Christoph eine und dieselbe Personseyn werden, da sich Gipsbi'lber - und Kupfer-stich-Verlag, wo nicht gern, doch zum öfter»vertragen müssen.

Torshell.

Torricella (M. Anna) verheirathete Mer-vielle. Nach einer von ihr gefertigten Büste,erschien in dem Verlage von Christoph Torricella,einem Kupferstichhandler zu Wien, ein Bildnißdes letzten Churfürsten von Cölln, von einem Un-genannten in Fol. gestochen. Beyde lebten so nachin der letzten Hälfte des vorigen Jahrhunderts.

— — s. auch die gleich ff. Art. Torricelliim Lex. u. hier.

* Torricelli (Joseph Anton). In Floren-tinischer Mosaik (lavoro üi commLsso) sah man,neben Andern,, von ihm eine sehr ähnliche Büöceder Großherzogin Viktoria del Rovere, GemahlinFerdinand II. aus einem Chaicedonier von Vol-ker« gefertigt. Von der Handschrift dieses Künst-lers über die Steine, deren man sich zu jenerKunstgattung bediente, s. man Targioni Tozrzetti's Reise durch Toskana, zweyte Ausg.(V. III. x. SlZ. et 8eqq.)

— — ( ). Nach der Zeichnung einessolchen (der aber leicht der Cajeran des Lex.,obigen Joseph Aneon's Sohn, seyn dürfte) hakChicsa Lcssara, in Gesellschaft von I. L. Gui-Lotti, 24 Dl. Pläne und Ansichten der Stadt Ge-nua gestochen.

-- — ( ) ein äußerst geschickter Thea-termaler, etwa von Venedig gebürtig. Nachdemer in Rom, M»dena> Mailand u. a. Orten Ita-liens sich vervollkommnet, gieng er nach St. Pe-tersburg. Er wetteiferte dort mit dem berühm-ten Gonzaga. Damals (um 1795.) stand eretwa in einem Alter von 07 Jahren. Späterverließ er gedachte Hauptstadt und wandte sichnach Lissabon, wo man ihn zum Hoftheatcrmaicrernannre, und er in unsern Tagen noch am Lebengewesen seyn soll.

— — s. auch oben Torricella.

Torriggi, s. unten Torrigi.

* Torriggi an, (Torriggiano oder Peter).

Nach England kam er mit Florentinischen Kauf-leuten. Von den zahlreichen Werken, die ihmdort zugeschrieben werden (und worunter, nebendemjenigen Heinrich VII. wovon das Lex. spricht,auch dasjenige, bewunderungswürdige, von dessenMutter, Margarekha Gräfin von Richmond ge-hört), hat LValpole ein vollständiges Verzeichnniß gegeben. Eh' er nach Spanien gieng, kamer nach Florenz zurück, wußte daselbst viele jungeKünstler für den König von England zu gewinnen,und bemühete sich, selbst den Denvenuko Cellini(seinen Bruder in Ebentheuern) in die Dienstedesselben zu bringen- Fiorillo V. 21Z — i 4 - —Vita <li L. p. 12. et ssqq. Die beyden

Grabmäler Heinrich VII. und seiner Mutter (bey-de in Wcstmünstcr) hat Ci. du Bosc, nach derZeichnung von Gravelot gestochen.

Torrigi (Joseph). Ein solcher soll dasBildniß des Kardinals M. A. Ricci, eines Rö-mers, gestochen haben.

Torr in (Janellus), s. oben Gianella dellaTorre.

* Torrsni (Angelo). Derselbe errichtete auch1689. zu Rom den Katafalk auf das Absterbendes Pabstes Jnnocenz Xl. Dann erscheint er,ohne Angabe des Stechers, auf einem (ungenann-ten) Folioblatt in dem Verlage von Joh. Jac.Nossi zu Rom.

Torshell (Gustav). In A. I. von He-nel's: Das Anno 1729. ftorirende Gchrve-den. Lübeck 4^- S. 55 . wird, bey der Fortlfika-rions-Brigade zu Stockholm, rubrizirt: Lieute-nant Gustav Torehell (Deseigneur-Lieutenant).