Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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1927
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Touron.

Geliebten an die Wctnd zeichnet, wodurch er sichden bittern Spott von Jouvenct erworben, dersich über jenes Bild äußerte: Es sey somit nichtschwer, Geschichtsmaler zu werden, wenn manden Rang eines solchen durch ein Lichtstümpchenerlangen könne. (Neben dem hatte er übrigensgedachter Akademie das sehr schöne Bildniß desMalers M. Corneille vorgelegt). In Deutsch-land besaß von ihm, unsers Wissens, der ein-zige H. Hof - und Landgerichts-Avvokat Schmidt(1809.) zu Kiel: Den Bildhauer, der bey Lichtseine Arbeit mit Vergnügen betrachtet. »DieManier von Douw und Schalken sey" (heißt es)„in diesem Bilde vollkommen (!) vereinigt". Bild-uiße nach ihm nennt ein Verzeichniß meines sel.Vaters von Balechou, Basan, einem Anonymusin Boissevins Verlage; Chereau, I. Daullö,Desrochers, P. Drevet, E l'Epiciö, I. I.Haid, P. Jode jünger, P. Maloeuvre, I. Sar-rabat und J. du Vivier; darunter mehrere schöne,zumal von Chereau und Drevet. Hier nennenwir nur von bekannten Personen: Maupertuisvon Daulle; des Kanzlers d'Aguesseau von Ma-loeuvre ; sein des Malers eigenes und des Mous-quetairs P. de la Röche, beyde auf Einem (selte-nen) Blatt, von I. Sarrabat geschabt. Dannvon Geschichtlichem: Eine Flora (den Sommer)von Chateau, als Pendant zu einem Winter,nach Berge; einen Gegenstand aus dem befrey-ten Jerusalem, von L. Desplaces; und endlichdas Titelblatt zu irgend einem geschichtlichenWerke, von B. Audran.

Touron ( ), Schmelzmaler zu Genf, be-

sonders in Bildnißen, die er sehr wohl zeichnete.Sein Colorit ist glühend und glänzend; er gabauch seinen Figuren und Nebensachen allen mög-lichen Geschmack. So heißt es in Kunstnachrichstewaus derSchweitz von 1794—96. in den Men-sel scher» n. Misc. V. 565 . und schon weitfrüher irgendwo in den Errennes Helverienries.

* Tours (Fran?ois), Beyname von SimonFran^'ois.

* — — (Simon Fran^ois de); s. Fran-

ko is oben und im Lexikon.

— — (Madmois. le). So hieß eine Fran-

zösische Landschaftmalerin und Kupferetzerin um1797. Von ihr geetzt kennt man eine Landschaftmit Bauernhütten, nach Ruysdael, und vier an-dere Landschaften, nebst einer kleinen Marine,ohne weiten» Namen als den ihrigen.

Touse ( ). Ein solcher erscheint im -U-

nirmsck äe Lommercs 1811. unter den damalszu Paris lebenden Häuser- und Kutschenmalern,und zugleich als Glasermeister.

Toussaint (C. I. oder I. C-), Baumeisterund Professor seiner Kunst zu Paris, gab. »8o8.oder 9. den Anfang eines: drucke «je öeometriset Ü'^rclnteeture tlieorihus et pratigue 8im-xllüses, welches » 5 . (s. t». 18.) Hefte (jedes zu5 — 6 . Bl. und »2-20. S. Text) enthalten, unddas Heft 5 — 6 . Fr. kosten sollte. Die drey erstenfand man 1809. im Verlage des Verfassers.Dem ^lmanack «jeOommerce 1811. zufolge,lebte dieser Künstler auch damals noch fürdauerndzu Paris.

* — — s. im Lex. und hier sogleich Tsussyn.

* Toussyn, auch Toussaint und Tuf-fs n (I.), hieß Johann, und war ein Blumen-und Figurenmalcr, der wie's scheint im XVII.Jahrhunderte zu Cölln arbeitete. Folgende Blät-ter nach ihm erschienen in dem Verlage von Gerb.Altzenbach zu Cölln: Mehrere mit figurirten Dar-stellungen versehene Blumentöpfe Fol.; dann dieHH. Brigitta und Scholastica, und die Enthaup-

Wohl eines dieser Blätter heißt, in einer ander»Hildeshelm.

Townley. 1927

tung der H. Margarethe,; alle von N. von So-mer gestochen. Dann nachstehnde beyde aus dem-^selben Verlage sind von Loeffler dem jüngern ge-stochen : Maria mit dem Kinde und dem H. Jo-seph ; und der H. Franz nebst der H. Clara Fol.(neuere Abdrücke von diesem tragen die Verlags-adresse von E. Goffart Bürger zu Cölln s). Uebrr-gens vermuthen wir, daß noch ein zweyter Ma-ler dieses Namens gelebt haben mag; indem wir1806. bey der Wittwe des Malers Jac. S. Beckerzu Erfurkh^einc auf Leinwand in die Breite schönin niederländischem Geschmacke gemalte Land-schaft trafen, welche mit einer erbärmlich ver-zeichneten Flucht nach Egypten stafflet war, und»vorauf sich der Künstler selbst mit: A. TVr-LLr-rangeschrieben hatte- Fast hatten wir vergessen,daß auch ein solcher selbst in Kupfer geetzt habensoll, und zwar eine kleine Landschaft in die Breitemit einer Wassermühle, welches Blatt bezeichnetwäre: Aon» ?'«88M kecit et exc. Noch ist unsaus dem Verlage des Wilh. Altzenbach eine MariaMagdalena Fol. aufgestoßen, deren umdrucktemit großen Blumen verzierte Einfassung ihn alsZeichner und einen G. C. (oder C. C) Stich alsKupferstecher derselben benennt.

*Toutain, auch Toustain (Johann).Man kennt die Abtey St. Michael, die er nachder Zeichnung des Architekten F. G- de la Tremblayein Kupfer brachte; so wie dann auch nach Tou-eains Zeichnung G- Audran die Abkey St. Ouengestochen haben soll.

Touzö (I.), ein geschickter Maler und Zeich-ner von modernen Gattungs-Gegenständen, derum 1774—84. 8 » Paris blühte. Nach ihm hatA. F- Hcmery die Verkäuferin von Eiern unddie Verkäuferin von Nüssen gestochen; Doye; derältere: liibleau ws^igue, «je 2 omire et

-I-ior; Voyez der jüngere die gefährlichen Zeit-vertriebe; Peter kaurent ein Monument zu Ehrendes unglücklichen Königs Ludwig XVI. in sehrgr. qu. Fol. Eine Handzeichnung von ihm mitder Feder: Carrikatur von sieben tanzenden Barwmbesaß noch i8»o. der Erbe des KunstdilettantenPaignon-Dijonval zu Paris. S. auch den gleichff. Art.

Tou;et( ). Ein solcher (ob etwa mitobigem Touzs Eine Person?) erscheint im Hl-rnsnack Ü88 Lesux-Hrt8 180Z. unter den da-mals zu Paris lebenden Geschichtsmalern, undwird dort von ihm eine Himmelfahrt der H.Jungfrau angeführt. Der -Umsnack «je Evm-merce von »8n. gedenkt seiner nicht mehr. In-dessen ist er ohne Zweifel der nämliche, der inunsern Tagen vielfältig für das Museum Napo-leon , Heft 2. 3 . 26. 33 . 34. 49 - u> 56 . gezeich-net hat, als nämlich:

Terburg's Militair, der einer Dame Geld anbietet.

k, -zuäoin sc.

F. Nola's verwundeten Tancred. 8. 6. iVüxsr Lc.

Giorglone's Gesanglehre. ci-«6.»en8 so.

Netscher'« des Vaters Begleitung der Laute. k.

/juäom 8c.

van -er Lverf's Flucht nach Aegypten. ^vrll

8c.

Triller'« des Jüngern Raucher, vs I.SUN 2 / 8c.

Bega's gute Hauswirthschaft. Quttenberg 8c.

Torvn ( ). So heißt bey siorillo V.

872. ein Englischer Maler, Mitglied der in i/ 83 .zu Liverpool, nach dem Muster der Königlichen,gestifteten Malerakademie. Auf einer Ausstellungderselben von» I. i/ 85 . befanden sich auch vonseinen Arbeiten unter den vorzüglichern.

Townley (Carl), Zeichner, Miniaturmalerund Stecher in Schwarzkunst, und bisweilen mit

unserer Quelle», eme Thesis für das Gpmuasinm r»