Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
Seite
1929
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Tradate. .

So nennen wir hier *) nach erwähntem SchrWsteiler, von Julians Blattern St. Wilhelm/Herzog von Aquitanien, der das Mönchskleidannimmt/ vielleicht das stärkst colorirte BildGuercino's in St. Gregorio zu Bologna; Chri-stus / welcher der St. Catharina von Siena selbstdas Abendmahl reicht, nach Drizio (G. sagt,„so schön wie ein Correggioi") in L>t. Domenicoebendaselbst; die für Zeichnung, Ausdruck undColorit so berühmte letzte Communion des St.Hieronymus, nach A. Carracci in der Carthäu-ser-Kirche außer Bologna. Dann nach L. Car-racci sechse, nämlich: Christus, der den Mathäusvon der Zollbank zum Apostelamte beruft, in derMendicanken-Kirche zu Bologna; die Geiselungin der Certosa; die Dornenkrönung, Ebendaselbst;die Verklarung, Großaltarhlatt in der Nonnen-kirche; die kühn gedachte und lebhaft colorirteBekehrung Pauli, in St. Francesco; die niegenug zu preisende Darstellung St. Georgs, derden Drachen tödtet, und in den Lüften St. Mi-chael, der die rebellischen Engel aus dem Pa-radiese jagt, in St. Gregorio, Alles zu Bologna;St. Petron und St. Alo, die vor der H. Jung-frau in der Glorie knieen, nach Cavedone, inLitians Geschmack, in der Mendicanten-Kirchedaselbst; das meisterhafte als Fresco beym Ein-gänge vom Pallaste des Marchese Guadagni zuFlorenz: St. Martin, der seinen Mantel mit ei-nem Bettler theilt, nach Franceschini; St. Mar-garetha die Märtyrerin vor der H. Jungfraukniecnd, mit noch vier HH. umgeben, das vol-lendetste Bild des graziösen Parnieggianino, wel-ches die Carracci in Erstaunen setzte, in der Kirchedieser Heiligen zu Bologna; die Heiligsprechungder St. Catharina von Siena, in St. Francescoder Minoriten zu Siena, und der — vom H.Geiste beseelte Papst, der die Verehrung und denTribut der verschiedenen geistlichen Orden in derWelt empfängt (dieses nennt Rost IV. 185.),beyde nach Prete; der zart gemalte St. Hiob(rirpesso in trono, il gnals s ^ tutte

le yuslita 6l persons?), in der Mendicanten-Kirche zu Bologna, und eine Beschneidung inSt. Martin' der Augustiner zu Siena, beydenach Guido; Joseph bittet die Maria knieefällig,ihm seinen Verdacht zu verzechn (dieses nenntRost l- c.), und St. Domenicus erweckt einKind, in der Kirche dieses Heiligen zu Bologna,beyde nach Tiarini; endlich das trefliche ai Fresco:Clodwig der den Alaric besiegt, über der Kir-chenthüre der Lrinitäts-Bruderschast zu Siena,von Vanni. Hinwieder nennt ein Verzeichnismeines sel. Vaters nach Traballesi einen H.Johann von Salerno, von C. Faucci; das Bild-nisses Professors A. M. A. Salvini, und desPrälaten B. Menzini, von Ebendemselben, undDonatello's, von I. Allegrini.

T?abepobous (der zweyte Buchstabe eingriechischer). Diese Bezeichnung soll sich auf ei-nem Blatte finden, was den Cimon darstellt, denseine Tochter im Gefängniße säugt; halbe Figuren.

Trach (Matthias), ein Glockengießer zu Wienin 1791.

* Tradare (Jacob). Der Almanach a.Rom 1811. (19. Jul.) nennt noch von ihm, ne-ben der Statue Martin V. mehr Anderes imDome zu Mailand.

Traeger (Gustav Albrecht, gewöhnlich Al-brecht), der Sohn eines Kaufmanns, geb. zuNaumburg an der Saale 1792.; studirte seit 1808.unter dem Professor Matthäi zu Dresden, dieHistorienmalerei. Auf den dasigen Ausstellungen1811. u. i2. zeigte er sich mit Zeichnungen nachGyps und nach den Antiken. S. auch den baldnachfolgenden Traeger ohne Taufnamen.

— — oder Träger (Leopold), wurde

---') Um ei» Beyspiel von seiner Reichhaltigkeit r» gebt

Tramezzinus. 1929

i 5 gk. zum Fürstlich Basel'schen Münzwardein er-nannt. Hlrsch deutsches Münzcharch. VII. 3 Z 5 .

Traeger oder Träger ( ). Ein solcher,

nicht ganz unwahrscheinlich obiger Gustav Alb-recht, war ehemals Zeichenmeister bey dem Schul-instilute zu Bernberg. Meusel lll. Dort heißt esvon ihm: „Sein jetziger Aufenthalt (1809.) undseine Lebensumstande sind unbekannt". Nach derMusik. Monathschrift 1792. I. S. 2/,. soll erauch das Nagelklavier erfunden haben.

— — ( ), ein Böhmischer Bildhauer,

arbeitete um 1760. zu Wien.

Traeubler (Nicolaus). So (vermuthet einAufsatz in Meusel's Arch. II- (1.) 121. u. ff.)dürste ein alter deutscher Formschneider heiffen,von dem sich ein auf beyden Seiten geschnittenerStock in dem Kloster St. Ulrich und Afra zuAugsburg befindet, dessen eine Seite Christumam Kreutz, unten Johannes und die Marien, dieandere dann eine unfiathige Judenverspottungdarstellt. Auf der erster» findet sich des Künst-lers Name: Claus, und dabey ein Schild miteinem Träubchen (wenn.man gern will) bezeich-net. Daher die, seinen Namen betreffend, ge-wagte Vermuthung. Von der Arbeit dann ur-theilte Unger, daß sie weder für besser noch fürschlechter als diejenige auf dem berühmten Schnittevon 1421. sey. In neuern Lagen davon abge-zogene Drücke von den beyden Seiten (17 ^2"hoch, n" br.) fand man (wenigstens noch 1807.)für 2. Thlr. Sachs, bey dem Königl. privilegirtenIntelligenz- und Adreßcomptoir zu Augsburg.

Träger, s. oben Traeger.

* Traini (Franz). »Sein großes Bild inSt. Catharina zu Pisa stellt den H. Thomas vonAquino in seiner ganzen Wahrheit und Herrlich-keit dar; er steht in Mltte desselben, unter demErlöser, der auf ihn und auf die Evangelistenseine Stralen sendet, die sich weiter unten aufseine Hörer, Mönche, Bischöfe, Kardinäle undselbst ein Baar Papste ergießen; zu seinen Füßen,wie von seiner Lehre besiegt, Arius u. a. Neue-rer; neben ihm, etwas unschicklich« (Warum?)„Plato und Aristoteles mit ihren offenen Büchern.Kunst der Gruppirung findet sich keine darin;eben so wenig Relief; die Stellungen sind, dieeinen zu gezwungen, die andern zu frostig; aberdann eine Wahrheit in den Köpfen, ein Alter-thümliches in den Gewändern, und eine Art Neu-heit in der Zusammensetzung, die Vergnügenbringt". So heißt es bey Lanzi (Lä. terr.) I.44 - Der Almanach a. Rom 1811. (14. Nov.)nennt noch von ihm, doch nur im Allgemeinen,auch Arbeiten zu Florenz.

Traiteur ( ), ein Pettschaftstecher zu

Straßburg 1770. Dieser geschickte Mann hakteden dasigen Münster aus Silber ins Kleine nach-gekünstelt. Schrifttasche auf einer neuenReise Lh. I. Franks, u. Leipzig 1780. 8^. S. 72.

* Trallianus. S. Aphrodisius, der näm-lich aus Trallis gebürtig war.

* Tramblin, s. im Lep. u. unten Teemblin.

Tramezzinus (Michael), ein Kupferstich-verleger zu Rom noch um i 56 o. Aus seinemVerlage kennt man, neben Anderm, ein Opferder Jphigenia , nach F. Salviati (nicht nach Ban-dinclli oder Buonaroti, wie es anderwärts heißt)von Beatricett i 555 . Dann auch Landkarten;z. B. Griechenland von Pyrrh. Ligorius, Portugal!von F. Alvarus Seccus rc. Sollte der gleichzei-tige Kupferstecher Franz Tramazino des Lex.etwa zu dieser Familie gehören? Irgend einKatalog endlich sagt, wohl ohne genügsamen

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