Trestat.
Trestar ( ). So heißt im äss
Leaux-.^rts i 8 o 3 . ohne Weiteres, ein damalszu Paris lebender Kupferstecher. Im Hlmanacli«1e Lämmer«:« 1811. erscheint er nicht mehr; ermußte denn (was bey der Ungenauheit der Fran-zösischen Notizzen gar wohl möglich ist) mit demoben angeführten Tresk» Einer und derselbe seyn.
Tretsch (Albrecht), Hofbaumeister des Her-zogs Christoph von Wirtemberg; lebte i 556 . zuStnttgard. Er wird ohne Weiteres angeführt inMeiner'« und Spieler'« treuem Got-tingisch. histor. Magazin I. 689.
Treescher (Johann Christian Philipp), ge-bürtig von Hof (wenn wir nicht irren der Sohneines dasigen Aktuarius), studirte um dieMalerei auf der ehmals zu Baireuth bestandnenKunstakademie, und war gesonnen, nachgehendssich in Dresden weiter auszubilden. Von Bai-reuth aus schickte er das selbst gemalte Bildnißseines Landesherr» nach Hof, wo es in demobern Hörsaale des dasigen Gymnasiums aufge-stellt wurde. Longe! ius Einladung zurfeierlichen Begebung der 220. Einweihungdes Höfischen Gymnasiums 1766. Hof 4°.
Treu (Agnes), jüngste Tochter des unten ff.Marquard« T., vermalte Hammerlein, Malerinzu Bamberg, geb. daselbst 1742. Sie lebte noch180g. Sie malte Thiere und Stilleben. Meusel III.
Treu. 1957
versitat nach Paris geschickt, wo er drey Jahrelang bey Carl Vanlod und Pierre lernte. Inkam er als Hofmaler nach Würzburg. Seiteinigen Jahren ist er auf Reisen. Von ihmkennt man historische Bilder, z. B. ein Altarblattin der Marienkirche auf dem Nicolausberge vorWürzburg, das den H. Nicolaus in kirchlichenVerrichtungen vorstellet. Zwey Galleriesiücke fürden Hof, nämlich die Geschichte der Judith vordem Holofernes, und die Zurückgabe der Sarahan Abraham bey Pharaos Hofe. Das hohe Al-tarblatt in der Dominikanerkirche zu Würzburg.Zwey Altarblätter zu Solothurn. Bey Meusel(1789.) erscheint er nicht mehr. Nach Mcslai I.167. wäre er von der Universität Bamberg zuerstnach Rom, und dann nach Paris gesandt wor-den; und, heißt es dort: »Er soll ein sehr leb-haftes Colorit haben, und seine Manier in derCompositivn mehr Parisisch als Römisch seyn."Nach ihm hat F. R. Goez das Bildniß des Kar-dinals Franz Christophs von Speyr gestochen.S. über diesen Künstler auch Einiges in derLitteratur des Larholischen Deutschlands I.(4.) S. 104—6.
Treu (Mariane), jüngere Tochter vonMarq. T- , geb. zu Bamberg 1745. , malteFrüchte, und lebte noch zu Bamberg um 1789.Meusel II. Ebendas. 111 . (1809.) erscheint sienicht mehr. Oonk. Mcolai Reisen 1 . S. 166.nach der dritten Ausgabe.
— — (Catharine), zweyte Tochter des un-
ten ff. Marquards T., geb. zu Bamberg 1741.(nicht 4 ». wie Meusel I. auch nicht 47 - wieMeusel II. und das Lex. hat), war Kurpfälzi-sche Kabinetsmalerin zu Mannheim seit 17(15.und nachher als Professorin bey der Kunstakade-mie zu Düsseldorf angestellt. (In i 8 » 5 . befandsie sich wieder zu Mannheim). Meusel III.setzt sie noch unter die Lebenden, und sagt vonihr: »Sie weiß das Helldunkle vorzüglich gutdarzustellen. Ihr Colorit ist schon, aber nichtbunt" (desto besser!) »Ihr Pinselzug ist mehrder kraftvolle eines Mannes, als der schüchterneeines Weibes. Ihre meisten Arbeiten befandensich in Englischen Kabinetten. In der Mann-heimer (jetztMünchner-) Gallerie befinden sich vonihr zwey große Bilder, die das Kenneraug' invollem Maaß« befriedigen; (Männlich nennt nurEines: Früchte, Blumen und eine Uhr, auf Holz1* 10" hoch, 1/ 5 " 6 ^" br.). Auch das Hut-tensche Kabinct zu Wurzburg, und dann dasRussisch-Kaiser!, zu St. Petersburg, besitzenschöne Arbeiten von ihr". Zwey Stücke von ihrsind in Mechel's Düsseldorfec-Gallerie geetzt.
^ , — (Christoph, 2. k. Joseph Chri-
stoph), geb. zu Bamberg 1788 , jüngerer Sohndes unten ff. Marquard T-, malte Landschaftenin Dietrichs Manier, kräftig und gefällig. Erwar (1789. schon seit einigen Jahren) Dircc-tor. der Pommersfeldischen Gallerie, hatte dasPradicat eines Kurköllnischen Hofmalers, undst. zu Bamberg 1799. Mcolar I. 127. MeuselI. Ebendess. N Misc. XI. 374. Seiner wirdauch im Lex. ohne Taufnamen, im Art. seinerSchwester Carharina gedacht.
* — (Joh- Joseph Christoph) ist mit obi-
gem Christoph derselbe.
— auch Trep (Johann Niclaus,gewöhnlich Niclaus), älterer Sohn von Marq.T., Bischöflich Würzburgischer Hofmaler und —Kammerdiener, geb. zu Bamberg 1754. (a. ü.1706.). Im Lex. erscheint derselbe kurz, im Art.seiner Schwester Cacharina. »Derselbe" (hetßtes bey Meusel 1.1778.) „widmete sich anfangsden Wissenschaften, lernte aber nach absolvirterRhetoric die Malerei bey seinem Vater fünf^zahre lang. Ward hernach auf Kosten der Uni-
— — (Marquard), ein getaufter Jude,der sich zur Katholischen Religion gewandt, geb.1728., lernte erst im Acht und Zwanzigsten dieKunst, und malte Prospekte, Still-Leben, undnoch mehr Kirchenstücke. Er war der Vater obi-ger zwey Söhne, und dreyer Töchter, vielleichtauch der unten ff. Rosalia T. So bey Meusel I.(I.) um 1778. Dann bey Ebendems. I I. also um1789. wird er als gestorben angeführt. Dann abernennt Liporvsky eben diesen Marquard einenBildhauer zu Bamberg, und führt von ihm,nach von Murr, die Figuren am Kreuzaltare,Maria und Joseph, in der ehemaligen Kollegiats»Stiftskirche zu Bamberg an.
* — — (Martin). Malps nennt ihn
Zeichner und Stecher mit dem Grabstichel, geb.in Deutschland zu Anfang des XVI. Jahrh.Man weißt wenig von ihm. Seine Blätter dartiren sich von i 53 o—40., und sein Monogrammbesieht in einem in l' verschlungenen N, oder ineinem dem KI angebogenen l', wie z. B. ein«Folge von Christus und den zwölf Aposteln, nachTreu'« eigener Erfindung. Dann aber lesen wirin Notizzen von einem unserer Freunde: »DieserName ist von Marolles erfunden (?). Wiekennen mit der ihm beygelegten Chiffre, die ei-nem alten deutschen Goldschmied zuzugehörenscheint, bezeichnet: Einen Mönch, in waldigerGegend, mit einer Bauersfrau sehr unzüchtig lie-gend ; der herbey kommende Bauer kratzt sich hin-ter den Ohren (i 5 ',o,); eine nummerirte Folgemit der Geschichte des verlorenen Sohnes voni 54 i. (diese ist oben aus irgend einem Irrthumeeinem nie gewesenen Kupferstecher M- Freu zu-geschrieben); ein Narr, in der Hand eine Eule,neben ihm eine Frau, von 1542. Alles dieseskleine gut gestochene Blätter. Noch führt mananderwärts einen Tanz von Bauern und Bäu-rinnnen 12°. von ihm an. Warum nun unserbesagte Freund diesen Treu einen «erfundenenNamen" nennt, ist uns zur Zeit noch unbekannt.
— — (Niclaus), ist mit obigem JohannM'claus derselbe.
— — (Rosalia), geb. zu Bamberg 1740.,vielleicht ebenfalls Tochter von Marq. T. , undalsdann die älteste von vier Schwestern, Bild-nißmalerin. »In jünger» Jahren" (heißt es bey
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