Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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1946
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»946 Trivisasio.

* Trivisano oder Trevlfank (Angelus).Nach Lanzi (Lci. ters.) III. 267. lebte derselbe,der Angabe des Lex. entgegen, noch 1753. Er-sterer nennt ihn gut in der Erfindung; wie z. B.alle Carita, und in verschiedenen Kirchen zu Ve-nedig. Noch trefflicher aber in seinen Bildnißen.Ueberhaupt bildete er sich selbst einen Styl, dener aus der Natur zog; nicht eben erhaben, aberwohl gewählt, und zum Theil den damals herr-schenden Schulen gemäß. Dabey war die Aus-führung von auserlesnem Fleiße, besonders imHelldunkel. Ein ähnliches Urtheil fallt Brando-lese von unserm Künstler: „Daß er nämlich sehrnach dem Leben studiert, und daher eine schöneund kräftige Darstellung erlangt habe; seine Figu-ren besäßen, bey seiner großen Kenntniß des Hell-dunkels, viel Relief und Rundung". — Seineigenhändig gemaltes Bild befindet sich zweymalunter den Malerbildnißen des Grafen Firmianauf dem Lustschloß Leopoldskron bey Salzburg.Er selbst soll eine H. Familie geetzt haben, woder H. Franz den Fuß des Jesuskindes hält.Nach ihm dann sollen gearbeitet haben: Joh.Audran und I. Masstmi den Cardinal Pet. Otto-boni*); I. Baron den Leichnam Jesu von zweyEngeln beweint; ein Ungenannter bey I. Chereauzu Paris (a. K. C. Dupuis), die Prinzeß!» Cle-mentina Sobieska (pmx. Uomse 1721); A. Fal-doni den Prokurator von St. Marcus Joh. Ems;Hier. Frezza sechs Blätter aus der LeidensgeschichteJesu; Kilian den H. Paul; P. Monaco die dreyEngel bey Abraham, und Bileam mit dem Esel;C. Orsolini den Maler Jac. Marieschi, und einanderes anonymes Malerbilbniß in einer Carton-che; endlich ein Ungenannter die H. Magdalena,ein kleines Blatt.

Triumfl (Camilla), eine geschickte Malerinzu Rom um l62v. Der berühmte Diego Velas-quez malte ihr Bildniß. (k^c.

Trlpns (F.). So (vielleicht fehlerhaft ge-schrieben) heißt ein Holländischer Künstler, vonwelchem sich sechs in Aquarell ausgemalte Fe-derzeichnungen von Flammändischen Dörfern (Ou-derkark, Hontewail -u. s. f.) noch «810. bey demErben des Kunstbilettanten Paignon-Dijonval zuParis befanden.

Trobsch (Johann Christian). So nennt Hay-mann S. 422. ganz ohne Weiteres, einen Säch-sischen Jagd-Zimmermeister, der bey vielen Ge-bäuden thätig war. Das Mehrere s. von ihmoben, unter dem Art. Aeisse.

* Trochon, s. Tronchon.

Tr 0 eber (Johann), ein Maler, der (vermuthlichUM 1590.) die Felder der Emporkirche der St.Moritzkirche zu Halle im Magdeburgischen, mitBiblischen Gemälden zierte. G- Dleari Ha>hgraphia Leipz. 1667. 4°. S. 3c>3.

— — (Paul), Kunstdrechsler zu Jena,um 1600.

— — (Christoph), ein Maler zu Leipzig.In der Oberhofgerichtsstube des Rathhauses be-findet sich sein Meisterstück, oder wohl sein Auf-nahmestück in die daselbst bestehnde Maler-Innung,ein Gemälde mit einer Vorstellung aus dem Le-ben Christi und der Jahrszahl 1671. Äe/a-rer-Inscript. I,ip8. p. 022.

Troeger (Carl Friedrich) , geb. zu Planitzin Sachsen, der Sohn eines Hufschmieds, er-lernte die Steinmetzkunst bey Joh. C. Kändlerseit 1706., wurde um 1711. Meister zu Dresden,und st. um 1720.

Trog er.

Tsoeger (Georg), ein Bildhauer, welcher um1640. den Taufstein der Kirche des BergfleckensSosa im Sächsischen Erzgebirge aus Stein ver-fertigte. Er stellt einen unbekleideten Engel dar,der über seinem Haupte eine große Schaale halt.L- H. Hecht Geschichte des Bergflecken»Sosa. Hof u. Leipz. 1778. 8°. S- 3 g.

Troesch (Johann), Kupferstecher zu Thun-stetten bey Langenthal im Schweißer - KantonBern, eines Landmanns Sohn. Da derselbe dasUnglück hatte, seinen rechten Arm zu verlieren,lernte er mit der Linken zeichnen, und brachte esohne Anweisung so weit, daß er verschiedene Aus-sichten seines Vaterlands in Kupfer brachte, diezum Theil von ihm selbst aufgenommen, und il-luminirt wurden. So z. B. das Bad bey Lan-genthal, das Bürgisweiler - Bad im K. Bern,das Kloster St. Urban im K. Luzern, Harrison'sStahlfabrike zu Bukgdorf (eines seiner beßtenBlätter); Copien nach Blättchen im Helvet. Al-manach von 1784., 86. u. 88. Um 1796. hießes von ihm: Er werde künftig noch Mehreresliefern. Meusel III. Dort wird er (180g.)noch unter die Lebenden gesetzt.

* Troeschel, s. im Lex. und unten Troschel.

Troespl (Johann), etzte mit einer feinenNadel das Bild des Rechtsgelehrten Ant. Othe-lius 40- iU Z'. 77 ro»EMr Llo^ia viror. ii"

luslrium. katavü. 1644. 4°-

Troesler, Troeßler, oder Troestler(Joseph), ein Tapezirer von Fürstenfeldbrück imBayerschen Jsar-Kraise, war um 1743. zugleichein guter Hautlice- Arbcirer , von dem mau zuMünchen prächtige Tapeten sah. In 1770. wirder als Mitglied dortiger Kunstakademie, und in1780. noch in dem Hofkaleyder, als in Kurfürst-lichen Diensten genannt. Liporvsky. M§c.

* Trog (Paul). Abkürzung des Namens p.Troger auf Blättern.

— — (Philipp). Ein solcher soll 1786. nach

Joh. Heinr. Fueßli ein geistreiches Blatt in qn.Fol. geetzt haben, welches einen Ritter darstellt,der gedankenvoll an einem Tische sitzt; vor ihm,auf der Erde liegend, die Leiche eines jungenMädchens. Wahrscheinlich bloße Kopie.

Troga ( ). So nennt Liporvsky ganz

ohne Weiteres, und (besonders unangenehm) oh-ne Datum (nach westenr jeder) einen —Oelmaler aus Bayern.

* Troger (Paul). Nach van Schuppen'sTode, und bis das eigentliche Direktorat derAkademie wieder (176g.) durch Meytens besetztwurde, war derselbe, nebst Andern, einer derJnterims-Rectoren dieser Anstalt. Dann aberzog er sich allmälig von derselben zurück, weiler vielleicht fühlte,) daß ihm die erste Stelle ge-bührt hätte, und er wenigstens für das Prakti-sche im historischen Fache der einzige Mann ge-wesen wäre. Ueber das Charakteristische der Vor-züge und hinwieder der Gebrechen dieses und et-licher anderer seiner Zeitgenossen, als Maler, s.oben den Art. Dan. Gran. Rost dann il. 63 .sagt von ihm (oberflächlich): „Er wußte das Er-habene in Gegenständen aus der H. Geschichtegut darzustellen, und seinen Figuren ebelnSchwung und richtige Zeichnung zu geben". Invielen Kirchen in Oesterreich findet man vondiesem geschickten Manne Arbeiten in Oel undin Fresko. Von deutschen Gallerten besitzt vonihm diejenige zu Wien: Christus am Qelberge

) LVLnkekmann, in einem Briefe an Berendl's von 1767. sägt: »Zch bewohne jetzt (bey dem Kard. Al. Äl-bani) die Zimmer, welche einst der Kard. Ottobonk, als Kanzler, dem berühmten Trivisani eingeräumthatte. Ich habe 5 Stuben? so viele Kammern und eine Küche" (wir setzen hinzu: »aber nichts im Topfe"):«und mein Wohnzimmer hat einen große» Balcon nach dem Platze vorne heraus". O der schönen Einfalt.'