Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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1948
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rg48 Troll;.

1 .1794. , UM sich, der kriegerischen Unruhenwegen, nach Hamburg zu begeben, kam aber imSommer des folgenden abermals zurück nachWinterkhur. Doch er weilte da wieder nichtlange, sondern reiscte zu Fuß, was er auf allenseinen Reisen that, in der Schweiß herum, umdaselbst die schöne und malerische Natur an ver-schiedenen Orten in Zeichnungen aufzunehmen,und zum Vortheil der Kunst zu studiren. Im Febr.1796. dann ging die Reise abermals nach Rom,diesmal in Gesellschaft seines Mitbürgers undKunstgcnosscn, Conrad Steiner's, um dort dasvielfach Schöne der Natur zum zweytenmal zustudiren und feine Ideen zu bereichern. Wanner zurückgekommen sey, ist uns unbekannt. Auchvon der Menge seiner Werke kann man kein Ver-zeichniß mittheilen. Nur nacherzählen kann man,daß er im Haag und zu Hamburg eine großeZahl Kupferplatten mit der Roulette bearbeitete;ferner, daß seine im I. 1795. in seinem Vater-lande nach der Natur aufgenommenen Zeichnun-gen ungemein fleißig mit Sepia und SinesischenTusch ausgearbeitet sind. Vorzüglich werden un-ter denselben gerühmt: Das Waldkirchli im Ap-penzellerland, und die Gegend des zum Theilverschütteten Dorfes Weggis im Kanton Lucern,am Rigiberg". Mensel lll- In EbendesselbenArchiv ll. (2.) 12. wird von ihm eine Aussichtauf Ariccia in Aquarell oder Bister genannt,welche Troll auf dem Zürcher-Salon von 1799.ausgestellt hatte, und heißt er dort Troll inParis*). In der Schrift: U)rnke!inann u. s.Jahrhundert dann (S. 343 .) werden seine Rö-mischen Arbeiten eben so reinlich, aber gering-haltiger an Geist und Charakter, als z. B- Gme-lins geschätzt, und dann von ihm weiter gesagt,daß er zwar auch in Kupfer gestochen und ge-etzt, wesentlich indessen sich mit Zeichnen be-schäftigt habe. Irgendwo, mit wie viel Grundist uns unbekannt, erscheint er auch als Mitgliedder Akademie zu Dresden. Von ihm, nach ei-gener Zeichnung geetzt, kennen wir das SchloßHohenstein (in Sachsen) mit einem Jäger; unddie Kirche zu Hohenstein mit einem Leichenzugestafflet, beyde in kl. Fok. und sehr schön; eineLandschaft mit einem alten Thurm und Wäsche-rinnen qu. 4°. Nach ihm hat Brauer (dessenkünftig gedacht werden wird) Gegenden von Dres-den in Kupfer gebracht.

Trolli (Dominicus), von Lugano, erhielt beydem Kunst-Koncurse zu Mailand 1807. den zwey-ten Preiß in der Perspektiv. Deffenkl. zJachr.

Trom sc. So kürzt sich der folgende Kupfer-stecher Tromlitz bisweilen ab.

Troinbara oder Trombaro (Jacob) ausParma, erster Kaiser!. Hofarchitekt zu St. Pe-tersburg, erscheint als solcher dort 1782. u. noch179). ,?wo er, nach Fiorillo (K. S. II. 71-),nebst vielen Andern zum Akademiker ernanntwurde. Er erbauete den neuen Jägerhof und denneuen Kaiserlichen Stallhof, die beyde 179». nochunvollendet waren. Georgi Beschreib, vonGt. Petersburg. Das. 1798. 8°. S. 339 . Eroder etwa ein Sohn desselben, wird selbst nochi 8 » 4 - >n öffentlichen Nachrichten als Mitglied derRuffisch-Kaiscrl. Akademie der Künste gemalt.

* Trombator (Johann). Nach einem sol-chen hat Magliar den Vater Vincent Avinatri ge-stochen. Ob er etwa mit dem Joseph Trom-barore des Lex. Eine Person seyn dürfte?

* Tromerra, s. Nid. da pesäro oben undim Lex.

Tromlitz (I. oder F.) I. soll sein richtige-rer Taufname seyn- Derselbe war der Sohn eines

Trooik

Leipziger berühmten Flötenspielers und Verferti-gers von solchen. Der Unsrige war nicht ganzohne Talent; allein seine lüderliche Lebensweisehinderte ihn etwas Tüchtiges zu liefern, undbrachte ihn in das tiefste Elend. Er starb, kaumeinige so. Jahr alt, zu Leipzig -799. In 1795.sah man von ihm ein Blakt zu Baumgärtner'sReise durch Spanien, das Titclknpfer zu Emmavon Ruin 1790.; drey Blatt zu Voigts Triumphdes deutschen Witzes, nach Roßmäßler und Berg-gold, ziemlich mittelmäßig. Ferner eine Land-schaft: Mykon. Dann etzte er zu C- G. Aßmann'sReise ins Riesengebirge. Leipzig 1798. 8°. dreyProspekte nach des Verfassers Zeichnung; auch einschlechtes Bild der Königin Christine von Schwe-den nach Bourdon. Endlich auch Einiges aussich selbst. Lauter geringe Arbeit.

Trommler (Christian Friedrich), ein BergsInspektor in dem Sächsischen Erzgebirge um 1707.nach welchem Werner bergmännische Grundrissegeetzt hat. Mrr.

*Tronchon, etwa auch Trochon (A.R.a. k. Anton). Nach N. N. Coypel etzte er, ne-ben Anderm : Die Jahrszetten in Kinderspiele» ;eine Blumenguirlande mit Kindern; die von ei-nem Satyr überraschte schlafende Venus; undeine Galathea; diese wenigstens gut.

* Trono (Alexander). Nach ihm hat C. Fauccrdas Bildnjß: Larle, OhevaliLr ^nAiois ge-stochen.

Tronquier ( ). So heißt im Hlma-

nsck cle Lommercs 181 r. ein damals zu Parislebender Häuser- und Kutschenmaler, auch zu-gleich Vergolder von Mobilien.

*Trosst (Cornelius). Maeslet giebt seinTodesjahr in 1758. (doch ebenfalls 53 . I. alt)an, und sagt von ihm: »Die Direktoren dermeisten Holländischen und Flandrischen Compag-nien wollten ihre Bildnisse von ihm haben, umihre Versammlungssääle damit zu^ zieren. Seinekleinen Conversationsstücke sind für Composition,anziehnden Ausdruck, freye Toccirung und gutesColorit sehr gesucht. Wohl aber kann man ih-nen etwas Sittenlosigkeik vorwerfen. EtlicheZeichnungen von ihm, neben andern: Donqui-xotte» wie er den Schöpsen ein Treffen liefert,fanden sich im Kabinette des in 1809. verstorbe-nen Französischen Künstlers I. A. de Silvestre.Don ihm selbst in Schwarzkunst geschabt, nenntRost VI. Zu. die Bildniße eines Bergamaskers,P. Locatelli, und des Niederländische» DichtersVlaming; dann Profil eines bärtigen Alten (1734.)und ein junges Mädchen, das bey der Lampezeichnet: Alles nach ihm selbst. Dann der Mink- ,lersche Katalog wieder einen Alten, der in einemBuche liest, und Saartje Jans, mit sechs hol-länd. Versen. Der Katalog von Brandes ebenso, der diese Blätter fast Alle schön und seltennennt. Gestochen und geschabt dann nach ihmhaben: B. Bernaerks, A. Delfos, S. Fokke,Greenwood, I. Houbracken, R. de Muys, Pel-letier, Pether, C. Ploos, Punt, A. Nadigues,A. Schouman, Lanjs und Wilson; die meistenHoubrakcn und Tanjs. Die beyden genanntenGantkataloge führen, zumal der von Brandes,an die 40. derselben an, von denen letzterer abermalsdie meisten mit schön bezeichnet. Unter den Büd-nißen nennen wir nur des Künstlers eigenes,von Houbracken. Eigentlich Geschichtliches fin-den wir nichts, da wir doch den Tod der Dido,a la Hollandoise travesiirt von Fokke, nicht da-hin zählen wollen. Dann aber eine Menge Gat-tungsbilder, theils aus dem gemeinen Leben über-haupt, theils aus dem Holländischen insbesonders

6) Ohne Zweifel ist daher unser Künstler der nämliche, der im Hlmanscli äs« kesux-^rts 1803- unter dendamals zu Paris lebenden Kupferstecher» (dagegen im -ztmanaoli äs commerce 1S11. dort nicht mehr)erscheint. .