Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
Seite
1950
JPEG-Download
 

»950 Troschel.

versammelt sieht. Etliche Bildniße, meist dun-keler Männer; aber nicht ein, wie Malpe sagt,sehr gesuchtes von Ludwig XlV., der fünf Jahrenach Troschel's Tode geboren ward.*); Bildervon Aposteln und Heiligen; auch 8- Blätter Land-schaften, und — was wir am liebsten zu kennenwünschten: Sechs Blätter mit dem Titel: Hrtü-klcium novum pin^enüi pro (suventute: kisnsIrosokel lnv. et k. in kl Quart, Kostüme- Fi-guren in ganzer Statur, in der Manier seinesMeisters Villamena.

Lr. Hkc. Sein Monogramm war ein an ein-ander gehängtes H. 1'.

* Troschel (P.). Ein Verzeichniß meinessei. VaterS führt ein Dutzend seiner Bildniße,meist dunkeler Männer (außer etwa des Rechts-gelehrten F. Hortleder's, und eines SächsischenFürsten mit Luthers) an. N. B. Dann aber giebtuns einer unserer Freunde die Kunde von einemperer Troschel (doch wahrscheinlich von keinemAndern als dem mistigen), und nennt von ihm,einem Gantkatalog zufolge, nach dem Leben ge-zeichnet und gestochen: Das Gastmal, das deraltere Johann Friedrich (?) von Sachsen meh-recn Fürsten und Herren in einer Weinlaube gab,und nennt es ein seltenes Blatt. Von p. Tra-sche! 1645. schlecht in kl. gestochen, kennenwir, u. a. den Pfarrhcrrn Christoph Welhammerzu Nürnberg , was sich nicht in dem Verzeichnißemeines sei. Vaters findet. Dann hat (wie we-nigstens unser Freund glaubt) noch ein, wahr-scheinlich jüngerer p. Troschel zu Nürnbergschlechte Blatter geetzt; z. B. zu G. S. Winterswohlberitrenem Cavalier. Nürnberg 16/8. Fol.;zu Wecke's Beschreib, von Dresden, und dannzu der, Gabr. Tzschimmers durchlauchtigster Zu-sammenkunft, beygefügten Erläuterung (diese bey-de erschienen Nürnb. 1680. Fol.). Dann 5 . zei-gen: dritter'- IMrnber§. Kurierst. I. 1Z0.140. r? 5 . von der Hand des ältern noch an:Die Ehrenpforte bey dem Kaiserlichen Einzüge zuNürnberg i 658 ., Paulus kürst exc. Jmper. Fol.;Las dort gehaltene Feuerwerk zum Friedensfeste1660., nach der Zeichnung von Mich. Herr fürDen Verlag des Jer. Dümler, auf zwey Median-Bogen; endlich: kalestra k§orlmber§ensis etc.Die Kunststücke eines Seiltänzers von i 65 i. nachJoh. A. Grass qu. Fol.

* — — — der jüngere. S. den vor-

hergehnden Art. Uns scheint es indessen eherwahrscheinlicher, daß die beyden p. und dannder ausdrückliche perer Troschel alle dreye Einund Dieselbe Person seyen.

Tr 0 schin (Peter). So heißt bey Fiorillo(K. S. 60.) ein Russischer Maler, der sich,unter der Regierung Catharinae II. durch trefflicheKopien soll ausgezeichnet haben.

Troßbeil ( ), ein Schwedischer Kupfer-

stecher. Von ihm kennt man z. B. das Bildnißdes Bischofes von Linköping, Samuel Enanders,ohne andern Namen als den seinigen.

Trost (Andreas). Statt seines Artikels im Lex.lese man: Ein Kupferstecher, der zu Wagenspergjn Kärnthen um 1686. arbeitete. Er hat zu Val-vasor's Beschreib, von Kärnthen, Nürnberg 1688.Fol. nach Valvasor's Zeichnungen, viele Prospektefthr mittelmäßig geetzt. Ein gleiches that er zu. hes B. A. A(K 50 a ^lonimeotum kl-

storico psneg^ricum krincipis sb üerberstoin,das zu Breslau 1680. Fol. erschien. Sein Mo-nogramm giebt Christ S. 108.

» — — (Gottlieb), welcher im Lex. unter

dem Art. seines unten folgenden Vaters Johann

") Wenn auch Troschel nicht -6§z. wie das Ler. sazgestorben wäre.

Trotti.

erscheint. Derselbe erbaute, nach dem Modelldieses letztem, die St. Egidii-Kirche zu Nürn-berg von 1711—1718. Er war Oberst der dor-tigen Stadtmilitz, und hatte das Zeughaus untersich, welches er ganz eingerichtet hat. Dort st.er (sagen die Einen) vor i/Zo., nach Andern erstum 176). Jene Kirche hat nach ihm I. A. Dcl-senbach (F. 6. /jsftiFe/ exc.) geetzt. Die innereperspektivische Ansicht derselben, ist eben auchvon Delsenbach, aber nach eigner Zeichnung, inKupfer gebracht. Trost ordnete auch das Feuer-werk an, was zu Nürnberg bey Anwesenheit desKaisers 1713. gegeben wurde; es Ist von L. G.Beckb, nach I. D. Preisler, auf einen Regal-bogen gestochen. XürnberAiscbe Xu-

pkersticbs 1 .48. i 55 . Sein Bildniß in Fol. hat,nach I. M. Schuster, G. A. Müller 1718. ge-stochen; man trifft davon Abdrücke, wo der Vor-name Theophtius, und andere wo er Gortlibtusgeschrieben ist- Ba-rLers Xürnb. kortr. 1. s45.

* Trost (Johann). Ein von ihm herrüh-render Riß, von I. G. Puschner in Landkarten-format gestochen, mit darunter gesetztem Prospektevon Alkdorf findet sich mit der Aufschrift: Lisüt

krais unct ^kilübabns-lVlapps Anno 1674. üurck Ao/ramr Trost, In-genieur, geomecrice gemessen, 1720. aberreviüirt unü erläutert von 6eorg TüorrraLcürmter hfot. Osss. kubl.; auch kennt man dievon ihm erbaute Kirche zu Jgensdorf (gehörigzu der Einweihungspredigt derselben 1687.) inKupfer. MMerr Xürnb. Xupsersticbe I. 9. gZ.

— — (Johann Christoph), ein Zeichenmei-ster, der 1798. zu Dresden genannt wird. Dresd.z. Lenmn. s. Häuf.

— — (Melchior) war Churfürstlich-Säch-sischer Bauvorsteher, Rathübaumeister und Brü-ckenherr. Er st. zu Dresden 1659. und liegt inder Frauenkirche. Michael Frauenk. S. 98.Des p. Leyser's Leichenpredigr aufTheod.Mäste! 1626. 40. nennt ihn gelegentlich, alsdes Churfürsten Moritz von Sachsen Baumeisteran der Festung Dresden, und des Raths daselbst.

* — — s. auch oben u. im Lex. Troost.

Trot (de). So nennt Benard's Katalog vonPaignon-Dijonval einen Künstler, von dem erzwey, in 1810. in diesem Kabinet noch vorhan-dene Federzeichnungen anführt, welche Marinenmit Fischern darstellen.

Trotte (Thomas). So nennt Basän (X6.sec.) einen Englischen Künstler, der in 1787. zuLondon den Spiegel der Venus, nach Angel.Kaufmann gestochen (a. b. in Farben schön punk-tirk in gr. Fol.) habe, und aber wohl kein An-derer, als der richtiger genannte

Trorrer (Thomas) ist, von dem man auchein Blatt nach C. Vanioo: Die schöne Büßerin,kennt.

* Trotti (Euclides), bisweilen auch Malossozugenannt, des nachfolgenden Johann Bapti-st« Neffe, dessen im Lex. unter dem Art. diesesletztem, ohne Taufnameü/, und als Sohns vonJoh. Bapr. Erwähnung geschieht. Von ihmkennt man in seiner Vaterstadt Cremona einzig,in der Kirche St. Siegmund, zwey Bilder mitGeschichten des Apostels Jacob, die noch dazuvon seinem Mitschüler Jul. Tastn scizzirt, unddann von dem Mistigen vollendet worden, woriner den Styl seines Oheims wirklich lobwürdignachgeahmt hat. Als ganz seine Arbeit dannschreibt man ihm die schon im Lex. angeführt«

, sondern nur, einer ander» Quelle zufolge, um - 6 z 5 .