Trümmer.
noch in der Arbeit war, und seither, heißt esirgendwo (uns ist es unbewußt) wirklich zu Standekam; dann Clemens zu London den Tod desGeneral Montgommery. Kopien von beyden ge-dachte W. Ketterlinus zu liefern; er ließ aberbeyde Platten, wie wir nicht anders wissen, un-vollendet, da ihn der Tod zu früh der Kunstentriß. Weiter schabte Val. Green (schön) dasBildniß des General Washington nach ihm,und eben dasselbe stach le Roy. Ferner gab wie-der Green den gedachten Unsterblichen am Mee-res-Ufer; hinter ihm einen Mohr, der sein Pferdhält. Auch Cheesmann Ebendenselben (vortref-lich pnnktirt) stehend, im Hintergrund eineSchlacht (ob mit dem gleich Vorgenannten dasnämliche?); endlich D. Berger für einen Alma-nach das Kostnm eines Schottischen Soldaten.Mensel A. Mus. 118—19. In einem
öffentlichen Blatte wird noch. 1813. eines MalersTrumbul zu London gedacht, der wohl kaumein Anderer, als der Unsrige ist. Warum FiorM'-seiner nicht erwähnt, ist uns unbekannt.
Trümmer (Johann Philipp), Kupferstechervon Nürnberg, der sich 1715. zu Augsburg ver-heirathete, und hier 1721. alt Z 3 . Jahr, starb.Joh. Seifert Stammtafeln gelehrt. Leute!il. Die der Familie Lamim'r Witter, h.. Lsn,VII. I§ro. 2.
— — f. auch oben Trümmer-,
Trusch (Johann Adolph), Bürger undMaler zu Dresden, wo er um 1762. mit demTitel eines Kön. Polnisch-Churfürstlich - Sächsi-schen Jagdmalers erscheint. Arttc. der Frie-dens-und Jubel-Begrab»,ß-Societät (zuDresden) 4 °.
* Truschy, s. Truchy oben und im Lex.
Truslew oder Trueslew (Niels, d. i.Niclaus), ein Dänischer Kupferstecher, geb. 1762.in Jütland. In ,8io. hieß es, er werde einigeder wichtigsten Gefechte zwischen den Norwegi-schen und Schwedischen Truppen i. I. 1808. dar-stellen. Die Anzahl der Blatter beruhe auf derZweckmäßigkeit der Gegenden (?), wovon ihm Zeich-nungen aus Norwegen zugesandt werden. An-dere Nachrichten sprechen von dessen Abbildungender Scharmützel zwischen den Dänischen und Eng-lischen Schiffen, Xunsthistoris i paumarlr nkVfeinrvicb S. sZg-
Trussotte. So findet man den oben in die-sen Zusätzen erwähnten Frussore bisweilen ge-nannt.
Truxillo (Fr. Frate? Christobal de). Sowird bey Fiorillo IV. 90. ein Spanischer Mi-niaturmaler des XVI. Jahrh., doch bloß alsLehrer eines sehr gelobten andern Künstlers die-ser Gattung (des Hieronymiken Fra Andres deLeon) genannt,
Truzi'nss ),ein Kupferstecher zu Romum 1660. gab, gemeinschaftlich mit D. Barriera,F. Chateau und I. B. Gallas, nach §. Bene-hetti's Erfindung, und I. F. Grimaldi's Zeich-,Nung , in 7. Bl. kuuedrs celedrss aux
ohzeguss llu Larö. NaLarln.
Trypho oder Tvlfon. Als sich der Vene-tianische Gesandte, A. Contarini, in zu
Moskau aufhielt, fand er bort viele ausländischeKünstler; neben Andern einen Goldschmied ausCattaro Cl'rikon), welcher zahlreiche schöne Va-sen für den dasigen Fürsten fertigte. FisrilloR> S. II- 17-
Trpphon. Der Stein, von welchem dasLex. spricht, befand sich in dem Kabinet des Che-valier Johann Germain zu London. Man er-blickte auf demselben die Köpfe von Cupido und
Tscherning. 1955
Psyche durch einen Flor von wunderbarer Durch-sichtigkeit. üis AA/--»-.
Tschedrin ( ), ein geschickter Künstler
in St. Petersburg. Das merkwürdigste Jahrmeines Lebens, von Lotzebuei I. 2Z9. be-nennt von ihm (der hier Thedrin geschrieben ist)acht große Ansichten der Lustschlösser PawlowSky,Gatschina und Pcterhoff in Oel, die sich ehedemin dem Antikensaale des Michailowschen Schlos-ses in Petersburg befanden. Aus Reimer'«Beschreib, von Sr. Petersburg entnehmenwir weiter, daß er auch Zeichnungen von dem Kai-serlichen LustschlossePawlowsky gefertigt, die (wieman i 8 o 3 . meinte) mit aller Pracht zu Paris ge-stochen werden würden. Tschedrin starb um i8o5.zu St. Petersburg. Eben dort bemerkt man, daßsich in dem Gräflich Besborodkoischen Garten beySt. Petersburg, auf einem Fußgestclle von Gra-nit, eine schöne bronzene Büste des.Feldmarrschalls Grafen Rumänzow von einem Tschedrinbefinde; welcher letztere, unsern Gedanken nach,doch wohl von obigem Maler zu unterscheidenseyn möchte. 1 . c. 11. 118. 392. 414.
Tscheleb, (Lewni), Oberhofmaler (Musäw-Wir) des Großsultans um 1700. Von ihm sinddie 22. Bildniße der Türkischen Kaiser, die manin dem Büchersaale derselben zu Constantinopelantrift, die einzigen Bildniße, die (religiöser Be-griffe wegen) bey den Türken gefunden werden.Liese Gallerie fangt mit Osman, dem Stifterder Monarchie, an, und endet mit Mustapha ll.Kopien davon wußte sich der Fürst DemetriusKantemic zu verschaffen, und ließ sie zu seinerOsmanischen Geschichte in Kupfer bringen. A?sc.
Tschemesoff oder Tschemesow (Jew-graffa. ü. E.), Russischer Akademischer Kupferste-cher für Bildniße im Anfange dieiex Akademie,hatte viele gute Arbeiten geliefert. Vorzüglichbewundert man die Bildniße Peter I. und derKaiserin Elisabeth, die er mit der höchsten Kunstund Reinheit mit der Feder für den Grabstichelgezeichnet hat. Hal l. A. L- Z. i 8 o 5 . Inr.Bl- NJ 44 Uebrigens ist dieser Künstler ohneZweifel Derselbe, der bereits oben, und schonim Lex s- v. Tchenresory, und hinwieder nntenals Tschernischeff erscheint. Noch nennt Florrillo (K. S. II. 98. u. 99.) neben den Bildnißen,welche bereits, theils in gegenwärtigem Art. theilsoben unter Tchemesow, und unten unter Tscher-nischefif erscheinen, diejenigen: Des Grafen Greg.Orlow nach I. Dewally (treflich); Ebendesselben,nach Rotari, mit einer (erbärmlichen) Allegorieauf die Unruhen von 1762.; des Grafen Carlvon Sievers, nach Rotari; Iwan Echuwaloffs,nach Ebendemselben (klein aber schön); dann nachihm: Peters des Großen im Profil, von Paningestochen, wahrscheinlich dasselbe, dessen oben alsZeichnung erwähnt wird.
Tscherning (Andreas), ein Maler, der um168t!. zu Brieg in Schlesien, späterhin auch zuBerlin blühte; Sohn des folgenden David.Sein Bruder Johann stach nach ihm die Bild-niße einiacr Schlesischer Gottesgelehrten; nämlich(1677.) den Gottesgelehrten und Astrologen Chri-stoph Neubart 4°. (1678.) Anton Brusenius, znBrieg, ein gutes Blatt; I. C. Leksch (1668.),und Christ, Pauli.
— — (David),Vater des obigen Andreas,
ein Kupferstecher und Kupferstichverleger zu Brieg,wo er noch 1886. lebte. Man kennt von ihm ge-stochen Titelblätter, schon mit der Jahrszahl 1645.Die vier Welttheile mittelst Figuren dargestellt,4. Blatt 4 °. (schlechte Kopien in Holland bey C.I. Bischer erschienener Blatter); ein schlechtes Fo-lioblatt mit kleinen Bildnissen zu J. C.Hallmann'sSchlefifchen Adlersflügeln , Brieg 1672. EinenStammbaum der Nachkommen desKönigesWast,Rrrrrrrrrrrs