Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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1963
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Turra.

darstellt, die, durch die — Türken (?) aus denLändern, wo sie geblühet, verjagt, nach demOlymp sich erheben, wozu ihnen der Ruhm denWeg bahnt. Von dem Original bloß durch dieVeränderung des Kaiser!. Adlers (auf dem Schildedes Engels) in dets Wappen des Marcello VestriBarbiani verschieden, dem dieses schöne (24" 4 ^"hohe, und 18" br.) Blatt zugeeignet ist.

* Turra, s. Tura.

Turre (Peter de), ein Buchdrucker zu Rom.Von ihm kannte man einen neuen Abdruck desschon früherhin (1478.) dort bey Arnold Buckinck,Nachfolger von Conrad Sweynheim (zweyer Deut-scher) erschienenen Ptolomäus, mit 27. auf Me-tall gestochenen Karten. In wie fern er etwaselbst an diesen letzter» Antheil nehmen mochte,Ist unbekannt. läss k>. 145.

— —Tremata (Johann de), Kardinal.Meditationen desselben erschienen 1467. und wie-der 1472. zu Rom bey Ulrich Han (einem Deut-schen) mit 24. nicht übel gezeichneten und ge-schnittenen historischen Holzstöcken: äspicts cieipslus (Larstmalis) manüsto, in ecalesie sm-bitu 8. Maris Miuerve.

* — —, s. auch oben und im Lex. Torre.

* Turresr's (Franz), f. im Lex. nnd obenTuressio.

Turre ein (Jacob). Das Alton. Adreß-buch von i 8 o 5 ., führt einen solchen als einendasigen Zeichner (DesiZnateur) vielleicht für Fab-riken auf. Wahrscheinlich Derselbe mit dem ff.

— — (Johann Jacob) lernte auf der Kunst-akademie zu Kopenhagen, und trüg hier r 8 o 5 .eine Preißmedaille in der Zeichnung davon, Xuusk-Historls i Oanmarlr ak Memwrcü. Wie es scheintwar er französischer Abkunft, wahrscheinlich einGenfer.

* Turrira (Jacob), st. um 128g. Ein schonim Lex. erwähntes noch vorhandenes Mustvwerkin St. Maria Maggiore zu Rom, welches seinenNamen, und dabey das Datum von 1496. trägt,muß somit eine Restauration des seinigen seyn.Man weiß nicht, ob derselbe seine Kunst vondenjenigen erlernt habe, welche zu Rom im XI.u. Xll. Jahrhundert, oder von den Griechen,welche in dem nämlichen Zeitalter in St. Marcozu Venedig in der nämlichen Gattung gearbeitethatten; aber immerhin übertraf er dieselben weit.Seine Zeichnung war minder roh, der Ausdruckminder übertrieben, die Composition geregelter,als jener ihre. Sollte man nach der seinigen ur-theilen, so müßte er in weit neuerer Zeit gelebt haben,was aber allen Nachrichten von ihm widerspricht.Also muß er wohl eher die eigentlichen Altenzum Vorbild genommen haben. Schon in 122h.,wo er in St- Giorgio zu Florenz, damals frey-lich noch schwach , arbeitete, wird er: Ancoümin tsli prss cunctis arte probatus genannt; einEpithet, das er späterhin, und, wie es scheint,bis in ein hohes Alter, zu Rom noch weit mehrverdiente, vasari macht zu wenig aus ihm, ob-schon er jene Verse auf ihn, und so manche Auf-träge, die er erhielt, selbst anführt. Dann nennter ihn, obwohl irrig, im Leben von A. Tast,auch einen Maler; was auch Andere thun , undihn, als solchen, zum Güidö von Siena Machen,und eben so unrichtig ist es, daß Turrira seineeigene Kunst in- Lafi's Schule geschöpft habe,da er ein bedeutendes älter als dieser seyn mochte.

Lä. tsrr. I. 6. 27. Z09. Auch nach derSchrift: winkelmann u. s. Jahrh. S. 261.wären die Arbeiten unsers Turrira schon längstnicht mehr in ihrer eigentlich ursprünglichen Ge-stalt vorhanden, sondern durch. Restauriren —wohl eher verdorben als gebessert worden.

Tu scher. r'h6z

Turschka (Martin) ein Maler, der ini 6 b 5 . die Kanzel der Domkirche zu Dardewick imLüneburgischen verzierte, und dafür 180 Thalererhielt. C. Schlöpken Lhronicon von Bar-dewick. Lübeck 1704. 4°. S. 402.

Tusch (Johann), ein Bildnißmaler zu Wien,wo er, seit ungefähr der Mitte des vorigen Jahr-hunderts (1770. und 75. zuverläßig), in gutemAnsehen stand. Nach ihm geliefert hat: Pichler,den Landschaftsmaler Wutky (nach des Unsrige«Zeichnung geschabt); I. E. Mansfeld den Hof-chirurgus Kaiser Joseph II. I. A. Drambilla 8°.;Zucchi zu Dresden, den General Graf I. S. v.Maguire Fol.; Clem. Kohl die berühmte Schau-spielerin Johanna Sacco kl. Fol. Anderwärtsheißt es auch noch: N. Rhein 1791. den Marsschall Graf Pellegrini Fol. (geschabt); und Phi-lipp Rizzi den Herzog.Albert von Sachsen-Le-schen. Ohne Zweifel ist er der nämliche JohannTusch, den Meusel II. (1789.) und Berruch(I. i 3 v.) noch -8v6. als Geschichts- und Dild-nißmaler zu Wien, auch ersten Kustos der K. K.Bildergallerie im Belvedere (ohne sonst das Ge-ringste, weder von seinen Lebensumständen, nochvon seinen Arbeiten, anzuführen) und wieder Meu-sel III. (1809.) noch unter den Lebenden nennt.

— — (I. D.), Maler zu Hamburg 1806.

Hamburger-Adreßbuch, was ihn im Jahr1804. noch nicht benennt.

Tuscher auch Tufcherus und Tuschs(Marc). Derselbe wurde als ein unehliches Kind170h. zu Nürnberg gebühren, (nicht 1710. imElsaß, wie Basan L6. sec. faselt), und hieß,nach seinem angeblichen Vater, einem Bortenma-chergesellen, Tüscher oder Tischer. Tüschecschrieb sich auch unser Marcus auf Teutsch,dagegen er sich im Lateinischen : Dusckern8 undim Griechischen Tpscher nannte. Denn manmuß wissen , daß ihm 10. Sprachen gleich be-kannt und geläufig waren. Seine Mutter wurdeärgerlichen Lebens wegen 171h. eingezogen, unddieses ihr Kind in das Findelhaus gebracht, wo-rinn er jedoch nicht lange blieb, sondern balddem I. D. Preißlcr übergeben und bey diesemacht Jahre in der Lehre gehalten wurde. Manmerkt es als eine Sonderbarkeit an, daß er wah-rend dieser Zeit so wenig sprach, daß man alleseine Reden auf ein — Quartblatt hätte schreibenkönnen, In 1728. wurde er von seiner Vater-stadt Mit einem Reiscgelde von 200 Flor. nachItalien geschickt, mußte aber dagegen einen Re-vers ausstellen, daß er entweder der Stadt Nürn-berg nachgehcnds mit seiner Kunst dienen, oderihr die auf ihn gewandten Kosten wieder ersetzenwolle. Dort nun legte er sich, neben dem daßer die bildenden Künste in ihren meisten Zweigenzu umfassen strebte, vorzüglich auf Sprachen,Geschichte und Alterthümer; wozu ihn wohl decberühmte Gemmensammlec Herr von Stosch inFlorenz angereitzt haben mochte, bey dem er sicheine lange Zeit aufhielt, nachdem er durch I. I.Preißlcr (der sich damals» ebenfalls in Floren;befand, und an welchen Tuscher empfohlen war)dessen Bekanntschaft erlangt hatte. Dann be-suchte er auch Frankreich, Holland und London.AIs der Herr von Norden (der auf Befehl desKönigs von Dännemark eine Entdeckungsreise inEgYPtcn gemacht hatte) auf der Heimkehr zu Lon-don starb, so übergab er ihm seine Papiere, undTuscher, der sonst eben im Begriffe stand eineAkademie daselbst zu errichten, gmg mit erwähn-ten Schriften nach Kopenhagen, wo er auch diesnachher gedruckte Werk in Ordnung brachte.Der König von Dänemark ernannte ihn. hier- zuseinem Hofmahler und Baumeister und zum Pro-fessor der Mahlerakademie, die ihm mehrere schöneEinrichtungen zu danken hat. Er st. zu Kvpen-bagen. —Einen großen Band Federzeichnungen vonihm besaß sein oben erwähnter Gönner'Stosch.In 17S7. zeichnete er zu Livvrno (i-iburni) daS