Valentin.
die, deren es hier bedurfte. Auch die GalerieOrleans besaß einst von ihm: Die Frau, welchedie Guitarre spielt; eine Musikgesellschaft, unddie vier Menschenalter (auf Einem Bilde). Wersagt uns, wo sie hingekommen sind? Sr. pe-rersburg endlich *) hat eine Verläugnung Petri(ob etwa die aus Corstni?); England wahr-scheinlich mehrere in seinen Kunstspelunken. Ge-stochen nach Valentin hat, neben schon Genann-tem: Den Moses aus der Wiener - (einst Brüß-ler-) Galerie P. Lisebetius für Teniers (No.L/s».);die Verlaugnung Petri, in Rußland, hat I. Wal-ker schön geschabt; den nämlichen Gegenstand,ein Ungenannter, in Basan's Verlag, nach einerZeichnung von Oesterreich gestochen; noch einesolche Verlaugnung wieder ein Anonymus (A. < 7 .
exe.); die oben erwähnten EvangelistenE. Rousselet, C. Audran und N. Bazin; Christusunter den Lehrern I. Boulanger, schön; einenLebustiunus Lkrisrisnus I. Coelemans; zweyspielende Militairs Donat Jardinier, schön; denGlückswechsel (zankende Spieler) L. I. Chatelin,und en Comrepartie Ganieres (a. k. Garnieri);Soldatengesellschaft, wo einer, von seiner Tochterbegleitet, sich wahrsagen läßt (Romss p) ohnedes Stechers Namen, wohl aber ebenfalls vonGanieres; fünf beym Spiel zankende Soldatenvon W. Baills schön geschabt, seltenes Blatt **);eben den Gegenstand von C. D. Jardinier; wie-der Spieler von I. I. Haid geschabt; einen Sol-daten, der mit einem Alten spielt, nnd ihn durchein Mädchen betrügt, welche den erster» dieKarten im Spiegel sehen laßt, von G. Scoro-doomoff, roth abgedruckt (wahrscheinlich ein Bildin Rußland), und wo der Maler, aus IrrthumBabcoen heißt. STmL/er-. Noch fügt
ein Verzeichniß meines sei. Vaters hinzu: Anklageder Susann« von I. Boulanger ***);'die fünfSinnen, von Hubert und le Vasseur gemeinschaft-lich ; die vier Menschenalter aus der Galerie Orsleans von Romanet, nach Borel's Zeichnung; laKönne Lventnre von Pelletier; endlich von Q.Bool, N. Soutef, und F. van Steen, für denGegenstand Unbekanntes 7).
Valentin ( ). So soll der Name eines
neuern Malers seyn, nach welchem Cathelin zweyBlätter gestochen habe: le Revers äs In lortunsin gr. Ouer-Fol. und kont et Lascaäö xittores-^ne en 8axe in 4°.
— — ( ). Nach der Zeichnung eines sol-
chen hat auch Hoppe 1801. zu Leipzig ein schlech-tes Blatt in 8°. zu irgend einem Buche radirt.Es stellt einen Mann in griechischer Kleidung ineinem Walde dar, vor ihm ein knieendes Mäd-chen und hinten ein Jüngling.
— — ( ). Wieder nach Einem dieses
Namens hat Romstedt das Dildniß des Theolo-gen Val. Friderici gestochen.
— — ( ) der Sohn. So heißt im ^l-
nianuslr äs Eommercs äs karis 1811. ein da-mals dort lebender Bildhauer und Formgießer.
----- Bloß unter diesem Namen erscheintauch bisweilen der berühmte Englische Schwarz-kunststecher, Valentin Green.
Valentins. 19-79
(Jakob) von Serravalle in derMark Treviso, ein alter Künstler, wie wir glau-ben des XV. Jahrhunderts, der in etwas dempaduano Squarcione ähnelt. Von ihm siehtman in seinem Geburtsort und zu Cenada ver-schiedene Bilder; an ersterm zumal, in der Schuledella Concezione, verschiedene Heilige. LanzrLä. ter2. III. 28.
Valentini (Ernest), Fürstl. Lippischer Hof-maler und Zeichnungslehrer am Gymnasium zuDetmold, geb. zu Westerburg-i/hg. „Dieser Künst-ler, den das Mißgeschick in seiner Jugend ausder Sphäre riß, wozu ihn die Natur einzig be-stimmt zu haben schien, widmete sich, aus Man-gel an Vermögen und Gelegenheit sein Genie aus,zubilden, von seinem. i 5 . bis 26. Jahr dem Buch-handel, worin er zu Lemgo in der MeyerschenHandlung sechs Lehrjahre bestand, und nächstdemin Münster, Frankfurt am Main und Genf con-ditionirte. Schon als Knabe entkeimte in ihmeine heftige Neigung zu den bildenden Künsten,vorzüglich zur Malerey, welches er dadurch zeigte,daß er nicht nur alle kleinen Kupfer und Vignet-ten aus Büchern, die er habhaft werden konnte,ohne alle Grundsätze nachzeichnete, sondern auchaus freyer Hand Silhouetten in sprechender Aehn-lichkeit zeichnete und ausschnitt. Diese Neigungkonnte aber nicht anders als unbefriedigt bleibenan einem Ort, wo man die Malerey nur demNamen nach, nicht ihren ästhetischen Werth kannte,folglich auch Mittel und Wege zur weiter» Fort-bildung mangelten. In Frankfurt am Main, woer 1780. bey Eßlinger in Condition trat undsich drittehalb Jahre aufhielt, hatte er Gelegen,heit, ein Gemäldekabinet zu sehen, welches meh-rere Werke vorzüglicher Meister enthielt. Hierentflammte sein Genie und loderte mächtig empor.Die Natur behauptete nun das Recht des Wir-kens und vertrat in seinen Feyerstunden, die erfleißig zum Zeichnen nach Kupferstichen benutzte,die Stelle des Lehrmeisters. Sein Geschäft ge-stattete ihm aber zu wenig Zeit, um, ohne Anlei,tung, bedeutende Fortschritte machen zu können.Sein Streben war nur planlos und ohne System.Demumgeachtet wagte er es, das Bildniß desdamals in Frankfurt a. M. lebenden bekanntenSchriftstellers, Barons von Pfeifer , wozu' Eßlinger vom Buchhändler Pauli in Berlin beauf-tragt war, um es als Titelkupfer für einen Band derKrünitzischen Encyklopädie stechen zu lassen, mitLicht und Schatten zu zeichnen. Dies erste Por-trait nach der Natur, so sprechend ähnlich und ohnealle Grundsätze in so richtigen Verhältnissengezeichnet, erwarb ihm den Beyfall jedesKünstlers und Kenners, die ihm auch einstimmiganriechen, dem Buchhandel zu entsagen und sicheinzig der Malerey zu widmen. Indeß ohne Un-terstützung einen solchen Schritt zu wagen, und ei-nen zu verlassen, der ihm sicheres Brod gab,schien ihm vor der Hand noch unausführbar. Erging bald darauf im I. 1782. nach Genf in Con-dition zum Buchhändler Bardin. Die Gelegen-heit, die er hier hatte, mehrere Kunstwerke zu se-hen, auch mit einigen geschickten Künstlern be-kannt zu werden und die Nähe Italiens, wohiner sich von jeher gesehnt hatte, entflammte endlich
«) Vielleicht eben auch die jetzige Besitzerin der Bilder aus Orleans.
Entweder ist es dieses Blatt, oder die obgenannten zankenden Spieler, von welchem einer unserer Freundeals von BaM gestochen, und (1769.) bey Bopdell verlegt, spricht, und solches das ausdruckvollste nachValentin nennt. Dasselbe sey geschabt, dann aber stark überetzt; Ganieres habe solches, kleiner, für denPariser-Verlag von A. Quesnel bearbeitet.
Was »ns wieder zweifelhaft läßt, ob die schon obengenannte keusche Susann« wirklich Kunstbeute, oder altFranzösisches Besitzthum sey.
-f) Hier einmal (freylich etwas spät. doch besser als nie) die Bemerkung: Daß, bey solchen Malern, nachwelchen fast Zahlloses gestochen worden, wir es uns zur Hauptregel gemacht haben. »orderst die Blatternach Bildern, deren ältere oder neuere Besitzer bekannt sind, dann, neben denselben, bloß noch das Bes-sere, Seltene u. s. f. anzuführen.
j-t) Verfasser des ökonomischen Lehrbegriffs und anderer Schriften dieses Fachs.