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Vargas.
Dargas ( ). Ingenieur - Cosmograph
des Königs von Spanien, zeichnete das allego-rische Titelkiipfer des Buches Üslan^s äsl cc,-niercio .äs Lspanns» was aus der Königl. Dru-ckerey in Madrid i 8 oZ. kl. fol. erschien. Dasselbeist von D. Vazqucz gut gestochen.
Darillas (Madame). So heißt bey FiorilloIII. 5 sb. (i 8 n 5 .) ganz ohne Weiteres, eineKünstlerin neuerer Zeit zu Paris, welche indessen,in keinem der beyden Almanachs von 180Z. undii. als dort lebend erscheint.
Darin (Carl Niclaus auch Niclaus Carl),der jüngere, Zeichner und Stecher mit derNadel und dem Grabstichel sowohl als in Cra-yonmanier, geb. zu Chalons in der Champagna1 / 45 . (a. 6.1744.), den Rost (1804.) noch unterdie Lebenden zahlt, obschon der /Vmsnsck äesLeaux-Arrs 1803. desselben unter den damalszu Paris wohnenden Künstlern nicht mehr gedenkt.Derselbe war ein Schüler von Choffard. Vonihm kennt man besonders, nach der Zeichnungvon le Fevre und Clermvnt, auf 4. großen Blät-tern, die Cäremonien bey Aufrichtung von Pi-galle's Ritterstatüe Ludwig XV. zu Rheims; dannverschiedene andere Ansichten dieser Stadt sowohlals von Paris, nach le Gendre, dem Chevalierde l'Epinasse u. s. f. Ferner einige Bildnisse; wiez. B. des Coadjutors vom Erzbisthum Rheims,A. A- de Lalleyrand-Perigord, nach Wilbaut.Auch Geschichtliches; wie Pan und Svrinx, ausder Gallerie Orlcans, nach P. de Vos; dannfür die Gallerie de Florence (Heft XXVII.)Joseph und Potiphars Weib (nack Wem?),dies von M. L. Halbou vollendet. Von Costu-me's 6 Dl. Bettler beyderley Geschlechts, nachdem Chevalier de la Touche, in Röthelmaniec.Endlich soll er auch für die Vo^ages pittores-gues (je In 6 rsce und äs I'Itslis gearbeitethaben. Hinwieder hat ei» Ungenannter, nachseiner Zeichnung, daS Bildniß des Erzbischofesvon Paris, E. L. le Clerc de Juigns de Neu-schelles gestochen. Rost VIII. 3 o 3 . ALc. S.auch unten den Art. von Joseph Darin.
* Darin (Johann), der berühmte Medailleur.Sein selbst gemaltes Bildniß, brav gezeichnet,aber schwach colorirt, sah Ramdohr (s. dessenStudien a. e. Reise nach Dänemark, 8 °. Han,nover 792. I- S> 178.) zu Kopenhagen im Pal-laste des Grafen Moltke. Daß er, wie einigebehaupten, als Medailleur auch in Schwedengearbeitet habe, scheint unbegründet zu seyn.Dagegen fertigte er, neben Anderm, eine Schau-münze für den König Christian IV. von Däne-mark, die dessen Bildniß, umgeben von denenseiner Vorfahren, darstellt. Ein Eremplar diesesaußerordentlich seltenen Stücks, welches an Gold54. Dukaten halt, befand sich in dem LüderschenKabinette. Darin erhielt für den Stempel 800.Thaler. Dann findet man seinen Namen auchauf Herzogl. Braunschweigischen Schaumünzen.TILsc. Nach einer von Ludwig XIV. hat P.Landry ein großes geetztes Brustbild, und C.Bloemacrt einen Prometheus gestochen. Wohlhat I. le Breton (S. Meusel's Arch. I-4 - 18Z.) Recht, wenn er in seinem Rapporte andas National-Institut zu Paris 1804. von Joh.Darin urtheilt: „Derselbe schuf unter LudwigXIII. unsere seitdem in ihrem Ruhme so sehr ge-sunkene Münzarbeiten bewundernswerth. Nachihm artete diese Kunstgattung aus; nach Lud-wig XIV. glänzt sie nicht mehr". Neben andernseiner Schaumünzen nennen wir hier diejenige aufdenEydgenössischen Bundesschwur zu Paris r 66 Z.mit dem Bildnisse Ludwig XlV. in seiner wun-derschönen Jugendblüthe auf dem Averse, unddem Ackus des Bundesschwurs auf dem Reverse,welcher, wie es heißt, eine Veränderung, litt,als sich bey der ersten Ausprägung zeigte, daß,durch Versehen, der König auf der linken Seite,
V a r l e t.
die Schweizerischen Gesandten aber auf der rech-ten stuhnden. Zwey andere schöne Schaupfen-ninge von ihm auf die Kardinäle Richelieu undMazarin s. bey Lochner III. 8 g. und IV. 201.und andere Citationen über unsern Künstler undseine Arbeiten, in der Schrift: Sammlungmerkw. Medailleurs ( 4 °- Nürnb. 778.) S. 14.S. auch den gleich ff. Artikel.
* Darin od. Marin (John) stand als Stem-pelschneider in England in großem Ruf. Fastaber vermuthen wfr, daß er mit obigem Jo-hann Eine Person sey, und glauben, selbst eineSpur davon in vorstehndem Art. zu finden.Fiorillo V. 3 gg.
— — (Joseph), Zeichner und Kupferstecher,geb. 1741. zu Chalons in Champagne, ein älte-rer Bruder des obigen Carl M'claus, und, gleichdemselben Mitglied der Akademien von Caen,Dijon und Chalon, starb zu Paris währendder Revolution. Von ihm kennt man mehrereleicht und geistreich geetzte Blätter, so wie andrein Crayon-Manier. In letztrer z. B. ein HeftStudien zu Köpfen, nach großen Meistern, undakademische Figuren nach Boucher. Geetzt einDuzend Männer- und Weiberköpfe, nach laTouche, welche Malps namentlich anführt;dann Carrikaturen und Bettler, nach seiner eige-nen Zeichnung, einige bloß mit ). V. ke bezeich-net. Leicht dürste Einiges, was oben dem CarlM'claus zugeschrieben wird, dem Unsrigen an-gehören. Louf. Susan Lä. sec.
— — (Ludwig), wird irgendwo ein jünge-rer Bruder von Carl M'claus, und. ebenfallsals Kupferstecher genannt, dürfte aber leicht mitobigem Joseph verwechselt, oder gar ein No-ncns seyn.
— — (Niclaus Carl), s. oben Carl M'claue.
— — oder Marin (Peter). Wir halteneher Marin für die richtige Benennung. Inden beyden Theilen von I. Malbrancq's äs Mo-rimls st Norirnuiu (?) rebus, 4°- TornsciXsrvioruln 63 g —47. findet man, mit:
etc. fignirt Landkarten und Figuren; letztreungefehr in dem Style des Cornel. Galle gesto-chen; doch härter, und nicht so gut gezeichnet.
* — — (Quintiu). Zu seinen schönsten Arbei-ten zählt Fiorillo III, 102. einen St. Carl Bor-romans in der Kirche St Jacob de la Boucherie.Seinen vornehmsten Ruhm setzt man übrigensimmerhin darin, daß er dem großen NiclausPoußin den ersten Unterricht ertheilt habe.
— — ( ), ein Architekt. S. «Quiror
in künftigen Nachträgen.
— — ( ). So heißt auch im Almanachäu Cornmsrcs äs Paris i6li. ein damals dortlebender — Kutschenmaler.
— — ( ). Von einem der obigenDarin's(ohne zu bemerken, ob von Carl hZiclaus oderJoseph) nennt dann der Katalog von paignon-Dijonval Gattungsblätter u. a. nach Schenau,M. A. Challe, N.Lavreince, u. H. B. le Prince.Und ebenfalls von einem Darin fuhrt eine unsrerQuellen eine Darstellung der Stadt Mecca, 3^9" lang, und 1/^ hoch an.
Darino (Girolini). So nennt der Tborzed-dul einen 180z. zu Dresden (vermuthlich mitWachsfiguren) einpassirtenPoußirer aus Venedig.Dresdner-Anzeiger. Jahrg. 1809. S.ig8g.
Darle (de). Nach einem Künstler dieses Na-mens hat ein Kraus das Bildniß von Maria Er-nestine, Freyfrau von Crumlovy gestochen. E.
Darlet (de), ein geschickter Eisenschmied zuLille, verfertigte das Gitterwerk, womit das Chor