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sie in hohen Ehren hielt; die männliche Figur nettentheaters dar. Christus, mit den Jüngernist voll Würde. Uebrigens ist dasselbe nicht so zu Emaus heißen dort pöbelhafte Naturen undgut erhalten, wie ein anderes Aehnliches, das von den ärgsten Schmierern ritoccirt. Von zweysich in München befinden soll *)- Neben diesen lebensgroßen Brustbildern (einem Salvator Mundi, 5 . Bildnissen von genannten Personen, besitzt mit der Weltkugel und einem Apostel St. Jakobdie Galerie zu Wien noch vier männliche und dem ältern) wird im ersten Verzeichnisse geurtheilt,zwey weibliche anonyme, von mehr und minderm sie seyen, zumal der erstere von gemeinem Aus-Werthe. — Unter den historischen Bildern hier- drucke, aber wegen dem ausgesucht schönen Ko-nachst soll ein großes Ccce Homo (11/ 3 " br. 7^ lorite dennoch hier Haupkbilder. Im zweyten7" hoch), mit: 7ÄE5 Lgneg. Os-s. s. 1543. Verzeichnisse wird dem Salvator Ausdruck erha-bezeichnet, eines der kostbarsten Werke des Unsri- bener Sanftmuth, und dann ja eben herzlichergen seyn; zwar von pöbelhaftem Ausdruck an der Farbenton zugetheilt. Eine kleine Landschaft,Hauptfigur; statt Charakterschilderungen Bildnisse: mit Jakobs Traum von der Himmelsleiter staffirt,Tizians Freund Pordenone (a. b. Aretin) als wird nur in jener zweyten Nokizz, und dann vonPiiatus, dann Carl V., und Sultan Solyman, dem Mechelschen Katalog, und zwar von dem^u Pferde, und der Künstler selbst, als Zuschauer; erstem in Deutschland als Seltenheit, aber leiderüberall grober Verstoß gegen das Costum, aber nachgedunkelt genannt. Eine St. Catharina mitdafür verständige Anordnung, große Wahrheit, ihren gewohnten Attributen heißt artig erfundenFärbung und Helldunkel von höchster Kraft; das und gut colorirt. Eines der kostbarsten Tiziani-Ganze indessen an vielen Stellen durch Ritocci- sehen Bilder zu Wien, und worin Ausdruck undrung verdorben. Ein anderes kleineres Ecce Homo Colorit zu wetteifern scheinen, nennt das ersteerhalt l. c. das Urtheil, es sey zwar schön colo- jener Verzeichnisse einen jungen Märtyrer, derrirt, aber kein Verbrecher aus dem Stockhause mit brünstiger Andacht gen Himmel sieht, vondürste von häßlicherm Aussehen, als hier der welchem Lichtstrahlen auf ihn fallen. Seine RechteChristus seyn **). Unter sieben H. Familien, auf der Brust; die linke hält zwey Pfeile und ei-oder auch einzelnen Madonnen mit dem Kinde, nen Schwamm. In dem zweyten Verzeichnissefindet das erste von den genannten kritischen Vers wird bemerkt: Das Traktament des Pinsels Ver-zeichnissen keine von tadelloser Schönheit, die diene vorzügliche Aufmerksamkeit. Don einemmeisten nur in einzelnen Theilen lobenswerth, eine allegorischen Bilde: Der Lugend (einer Mutter),(wo St. Rssalie dem Kinde ein Körbchen mit die der Unschuld (ihrem Kinde) den Weg zumBlumen überreicht) bloße Copie, deren Urbild Himmel weist, von welchem Lichtstrahlen auf siesich in Rom (?) befinde; eine andere, (wo der fallen, die das Kind schrecken, zu dessen Seitekleine St. Johann dem Kind Erdbeeren bringt) ein Schutzengel, wird in dem Verzeichnisse lüder-niedlich (?) erfunden, gut gefärbt, aber ohne des lich gesprochen. „Ob die Figur der Tugend wirk-sondern Ausdruck. Das zweyte Verzeichniß Hins lich eine Mutter oder das Weibchen eines Engelsgegen nennt dieses Bild vortrefflich; und von sey, weil es keine Flügel und breite Hüften habe,einem andern (wo das Kind auf dem Tische stes bleibt unentschieden." Das Bild habe— übrigenshend von der Mutter gehalten wird) heißt es religiösen Ausdruck, und ganz vortreffliche De-port: Wenn die Idee an dem Kopfe der letztem leuchtung, sey aber, so wie viel Anderes, verdorsnicht edel genug sey, so zeige hier Tizian an dem ben. Von dem TiZianischen Bildern aus derUebrigen, zumal an dem (zugleich schön gezeichs Mythologie uud Profangeschichte j» unserer Sa-mten) Kind, was sein Pinsel vermöge. Drey lerie dürfte wohl die Danae, von dem goldenenandere seyen fast ganz durch Ritoccirung verdors Regen heimgesucht, das vorzüglichste kennben; endlich eine mit St. Hieronymus, St. Stes „Sie liegt" (heißt es in dem ersten Verzeichnisse)phan und St. Georg hätte ein Paar bedeutende „entblößt auf einem weisse» Ruhbette da, ganzKöpfe, und sey mit viel Anstand componirt, beleuchtet, außer einem Schlagschatten, der sich,aber gar nicht von Tizians gewohnter schöner vom Vorhänge geworfen, über die Halste des GesFärbung ***). — Die Ehebrecherin im Evangclio sichts ausbreitet. Ein altes Mütterchen fängtbann heißt im zweyten Verzeichnisse ein Herr- den seltenen Regen (pränumerendo) mit goldenenliches, nur nicht vollendetes Bild; im erstem Hins Schüsseln auf. Unten liest man: Pirisnus Lg.gegen von gemeiner Natur, und selbst das Kolos Cws. t'ocit, ohne Datum. Dieß Bild würderit nicht von des Künstlers Beßrem ^). Eine vielleicht der Florentmischen Venus die WagscbaleGrablegung soll, nach dem erster» Verzeichnisse halten, oder sie noch übertreffen, wäre sie so gutvon vielem, obwohl gemeinen Ausdrucke, fast am erhalten, wie jene. Indessen hat es dennoch nichtbeßten erhalten (d- h. am mindesten verdorben) so viel gelitten, daß es nicht noch eine Galerieund von Tizians keckerm Pinsel seyn >j-P). Von zieren kann, und ist dabey von Tizians stärksterzwey kleinern Bildern, Anbetung der drey Könige Färbung. Auch das zweyte Verzeichniß nennt esund-einer Auferstehung heißt es ebendaselbst: Letz- ein Hauptgemälde des Unsrigen. Den», wennteres, wär' es gut erhalten, würde sich noch se- gleich die Idee nichts Vorzügliches hat, so wirdhen lassen, ersteres hingegen sey zum Erstaunen man doch, auch von Tizians Hand, keinen schösschlecht, und stelle Puppen des elendesten Mario- nern weiblichen Körper finden. Ohne das Kolos
In den Katalogen von München und Schleishetm finden wir dasselbe nicht angezeigt. Dann aberhat Wien noch ein zweytes solches GesellschaftsbilS von dem Unsrigen, ebenfalls „Liebe und Treu" ru-brizirt, dieses jedoch mit idealen Bildnissen.
6"-) Das große Ecce Homo, Halbfigur, (mit dem Rohrstab in der Hand), hat W. Hollar gestochen; seingrößtes Blatt, aber darum auch vielleicht sein schlechtestes. Dann hat es 2. Männ'l schon geschabt.Das kleinere (glauben wir) hat Premier nach seiner gewohnten Weise gefertigt. S. über Mannl's undPremier'« unvollständige Werke nach der Wiener-Gallerie Heinrcke lä-i« erc. k>. S-—53- Die Munnl'sschen sollen äußerst selten seyn, da die Platten (weil der Absatz fehlte) vernichtet worden.
Eine dieser H. Familien (welche?) hat Prennett gestochen; diejenige, wo das Kind aufddm Tische steht,Mäim'l gut geschabt- läse 1 . c.
-f) Wahrscheinlich dieses von mehrecn Bildern gleiche» Gegenstands hat I. Tropen für die Brüsseler-Galeriegestochen.
regarä (?) NSNNt.
-i"k) Eine Grablegung (ob diese) hat P. Pontius gestochen, und hingegen (wohl sicher die mistige) I. Männ'lgut geschabt. Dieß ist ohne Zweifel dasjenige Blatt, welches Hetnecke (>- c. 5--) v-°rge äs xme, e»
jl-i-k) Eine Venus, der ein Amor den Spiegel vorhält, finden wir in keinem Verzeichnisse der Wiener-Galerieangezeigt; und doch hat Männ'l es, als solches, in Schwarzkunst geschabt.
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