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Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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2050
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2050 Vecellio.

indessen begnügen uns von diesen zahlreichen —Schattenbildern, zumal nach einem solchen Kunst-lichte, dessen vorzüglichster Werth denn doch indem wunderbaren Zauber seiner Farbe bestand,nur das Schönste oder Seltenste anzuführen, undfolgen dabey, theils für Ordnung, theils für Ur-theil, wo die eigene Kenntniß uns abgeht, demerstern der genannten Versteigerungs - Kataloge,dessen Verfasser,' der sei. M. Huber, in seinerAnpreisung des so reichen winklerschen Bläkter-schatzes denn doch immer so löblich nüchtern ge-blieben, und darin (so wie an Genauheit, und allUebrigem, was unterrichtende Critik betrifft) denBrandes'schen, und so viele andere, unendlichübertreffen hat. Vor allem aber ein Wort vondem Wenigen, was der Unsrige selber, nach ei-gener Erfindung soll gestochen oder in Holz ge-schnitten haben. Huber nimmt deren nur zweyfür ganz unstreitig an: Eine Cleopatra mit derNatter, und der sinnigen Unterschrift: oosl slconobbe l'^mor oostsrite 8 i Lleopntrs; diesBlatt geetzt, auch übrigens mit der Chiffer einesverschlungenen (undeutlichen) IV und 8 . Danndrey Flötenspieler (Kniestück), sehr fein mit demGrabstichel: Mia« inv. bezeichnet, Rost hicnächst(also im Grund wieder Huber selber) Th. III.S. 6 . nennt obige Blätter nicht, und dafür ganzandere und mehrere: Den Tod, als bewaffnetenRitter, beyde mit Imc. kertelli Venet. exc.bezeichnet, und eine Landschaft, wo ein Hirt ander Spitze seiner Hcerde an einem Fluß geht,und auf der Flöte blast (diese dreye geetzt); dannauf Holz: Eine H. Familie mit St. Calharinaund zwey Engeln, mit der Inschrift Drt. ^ece//.Inventar Uneavit, und Samson von den Phili-stern gefangen, ganz ohne Zeichen, ein schönesBlatt. Diesen fügt Srruth, als ebenfalls inHolz geschnitten, hinzu: Den Triumph des Glau-bens (Prozession von Patriarchen, Propheten,Evangelisten, Aposteln und Heiligen, die dem Hei-lande folgen), als sehr langen Fries, in 8 —ioBlättern und mit rhoh datirt, und den Untergangdes Pharaonischen Heers, aus 6 Blättern zusam-mengesetzt, welch letzteres »sehr roh gearbeitet"genannt wird*). Malpe will, neben denenwelche Rost anführt, noch is kleine Blätter (Ar-beiten des Herkules) kennen, die mit 1 . bezeich-net seyen.

Die uns bekannten Künstler dann, welche nachihm gearbeitet haben, sind folgende:

A. Andreani. I. B. Angelo (äel lUoro.)M. l'Asne. A- de Saint-Aubin. C. Audran.

E. Audran. K. Audran. L- van Aven. — B. Ba-ron. 2. D. Barriere, bs. 6 . I. G. Barksch. 3 .

F. Basan. 3 . D. Berger. L. Bertelli. L-Bertelli(kormis). L. Bloemaert. 3 . I. le Blond. A.Blooteling. 2. Q. Boel. 2. N. Boldrinus. M.Bolzetta. D. Bonavero. H. van der Borcht.Cl. du Böse. Bouillard. P. Brea. I. T. deBry. I. Buonasone. 4. L. Bus. — I. Calcar.Camoccio exo. A. Campi. I. Caraglio. 2.A. Carraccio. M. Cartari. I. B. Cavalleriis.de Caylus. de Charpentier. F. Chauveau. Chaes-mann. N. Cochin. N. R. Cochin 7. I. Coel-mann. L. Corbutt. I. B. Coriolan. C. Cork. n.D. Cunego. R. Custoö. — Dagoty. C. vanDalen.4. N. Dankers. P. Daret. I. E. Delignon.D. Denon. L. Desplaces. A. I. Duclos. Cl.

Vecellio.

Duflos. A. van Dyck. — Edeliuk. I. English.

— I- Faber. G. S. und I. G- Facius. V.le Febre. 12. E. Feßard. I. Folkema. I.

B. Fontana- 3 . B. Franco. — R. Gaillard.

C. Galle. Ph. Galle sxc. Galerie Gerini. Gau-tier-Ragoty. 3 . P. Ghiti. F. Grandi. D. dellaGreccha. F. Gregori. I. F. Grimaldi. I. Groensrvelt. P. van Gunst. 9. — V.H. C. van Haecht. I.van Heyden. H. Hogenburg. W. Hollar, 4. H-Hondius. I. R. Horkinus. H. Howart. vanHoyer. Huart exc. V. Hubert. — I. B. Jak-son. 4. P- Jode. 8 . P. Jode, jünger. P. Jodeexc. A de Jode. G. de Jode exc. Jos Ju-ster. — Th. van Kessel. 5 . L?Kilian. W. Killan.

— A. Laster, exo. Landry exc. I. Lauri. P.Lisibethen. 8. A. Loemans. P. Lombard. F. A.Lorenzini. C. Lossi. Louisa exe. 4. M. Lucchese.

— P. Madekens. I. Maenn'l. 2. A. Mantuano.P. Marictte exe. I. B. Masse. A- Masson.Ä. Matham. 4. Meyssens so. Meyssens exe.

1. M. Mitelli. 2. C. Mogalli. 4 > P. Monaco.P. Mondekeus. I. Morin. Morin. de Mort-lake. I. Moyreau. — F. de Nano. M. Natalis.N. Nelli exe. P. Nolpe exe. St. Non — M.Oesterreich. — A. Pauli. P. A. Pazzi. H. Pedri«niani. St. du Perac. E. Perret. R. Persyn. 2.L. Perugino. An. E. Petit. Petit. I. D. Picschianti. I. Piccino. I. Picjnus. L. Piroli. I.A. Podest«. 3 . F. Poilly. S. Pomarede. P.Pontius. M. Pool. I. Popels. V. D. Preiß-ler. von Prenner. 2. Prestel. I. Punt. —Ragot. S. F. Navenet. S. de Regibus. C.Ridolfi. R. Rodius. Romanet. H. Rossi. I.

D. Rossi. (korm.) M. Rota. 4 - G. Rousselet.

2. I. D. de Rubeis (form.) P. P. Rubens exe.2. M. N. Nustan (8ebeo28kills). — Aeg. Sude-ler i2. R. Sadeler. Sadeler exe. G. Saiter.I. Sandra«. I. Sanuto. L. Scaramuccia.I. Schenk. Schlotterbeck. St. Scolari. I.Smith 10. I. Smith exe. N. Snyers. V-Somer. P. Soutmann. 2. Soye. F. vanSteen. 3 . B. Stephani. R. Strange. 3 . I.Suyderhoef. — N. Lardieu. I. Thomaso.I. I. Lhourneiser. B. Torbido. I. Tro-pen. 6 . — W. Daillant. S. du Val. I.I. Valegio s. G. Valk exe. Phil. della Valle.

G. Ballet. Ballet exe. L- van Uden. 3 . T. Vescelli ips. A. Veneziano. L. Verkruys. 3 . M.Ä. Veronese (6el lVloro.) M. Viani. C. Vicelli(form.) I. N. Vicentino (Uof8i§liani). E. V«cus. C. Visscher. 2. I. C. Visscher exe. R. vande Voerst. L. Vorstermann. 10. — Jos. Wagner.G. Walch. C. Waumans. 2. A. van Westerhvut.Wie«. H. Winstanley. G. A. Wolfgang. 12.F. van de Wyngaerde. F. van de Wyngaerdeexe. — D. Zenoni. A. Zucchi bey Louisa. 5 .L. Zucchi. — Anonymi. 5 . Holzschnitte. 8.

Also in Summe an die 220 Meister. Von denje-nigen (mehrern) welchen keine Zahlen beygefügt sind,ist (uns wenigstens) nur Ein Blatt bekannt.

Und nun von dem Zahllosen ihrer Blatter (mitVorbeygehung dessen, was bereits oben, bey Auf-zählung der Urbilder bemerkt worden), nur Fol-gendes, noch genug Weitschichtiges. VonTizianseigenem Bildnisse, nach ihm selbst, sind dreye vor-nehmlich zu beachten: Eines von A. Carracci,eines in 1661 von dem Maler Thomaso zu Wien(wahrscheinlich nach dem Urbilde in der K. K. Gal-

*) Wohl sehr apvkryphisch. S. bald unten, wo weit bestimmter von zwey Blättern, gleichen Inhalts, dieRede ist. Auch Heinecke l- zzg- nennt (wieder einzig, und zwar nach vasari, aber schwankend) alsHolzschnitte von Tizian: Eine Geburt, einen Hieronpmus und einen St. Anton, nebst mehren, Land-schaften. Noch sagt einer unserer Freunde (wir wissen nicht aus welcher Quelle) man schreibe Tizian,neben andern, folgende Holzschnitte zu: St. Franz empfängt die Stigma« (Quer-Nealfvl.), mit Inisa kec.bezeichnet; St. Georg zu Pferde, der seine Lanze in dem Rachen des Lindwurms zerbricht kec.(Realfol.) schön; St. Sebastian, St. Catharina und noch ein Heiliger (Quer-Nealfol.). Dann, als unterseiner Aufsicht gefertigt: Milon, die Hände in den Baumstamm geklemmt, wird von einer Löwin zerrissen(Großquerfol.). Daß übrigens Tizian, gegen die gewöhnliche Meinung, keinen Antheil an den anatomi-schen Figuren des Vesalius gehabt cook. oben den Art. Joh. Stephan.