rv94 Verriet. Verriet.
Schmerz! Wie wunderschön der Contrast dieses Grund könnten edler seyn". Gestochen nach ihmCharakters mit zwey andern Gefangenen, deren kennt man vörderst seinen Tod des Hipolytus,einer zu schwören und mit gen Himmel gehobenem von Darcis und I. Godefroy gemeinschaftlichBlicke die ganze Natur über die erlittene Nieder- bearbeitet, ein prächtiges 2^ 8" breits und V rc>"läge anzuklagen, der andere die Einbusse seiner hohes Blatt, welches 96 Livr. kostete, und wo-Fahne mehr als den Verkarst seiner Freiheit zu be- von es im schon erwähnten Zürcher-JournalLauern, ein dritter in stummen Schmerz versunken, für Litteratur und Runst S. 72. (wohl etwasnicht bloß sein eigenes, sondern auch das Schick- ungütlich) heißt: „Die beyden Kupferstecher schei-sal seiner ganzen Parthey, aufs Bitterste zu fühlen nen bey diesem Blatte alle möglichen Manierenscheint. . . . Dort tragen Französische Jäger angewandt zuhaben, theils um dem Effekte nach«einen verwundeten Feind, und bieten ihm alle zuhelfen, theils wohl auch, um desto geschwinderHülfe dar, die in ihrem Vermögen steht — und fertig zu werden. Es scheint aber, als wennjener junge Csnscribierte, mit welcher mit Stolz dieses Aufbieten so verschiedener Kunstmitkel dervermischten Freude hält er nicht zwey Fahnen, die punktieren, Crayon- und Linienmanier eben nichtKriegszeichen seines Muths, in seinen Armen! der Harmonie zum Vortheile gereichte. Sonst istDas heißt, wie ein Dichter komponieren, ohne die Behandlung kräftig und geistreich, und diesesdarum aufzuhören, Geschichtschreiber zu seyn. Blatt zu einer brillanten Zimmer-dekoration vor«Die Gruppe indessen, wobey sich das Aug am züglich geschickt". Auch die „ungebührlich" ge-längsten verweilt ist diejenige, wo man den ersten nannte Größe dieses Blatts wird daselbst gerü-Consul, von seinen Feldherren umgeben, erblickt, get. Dann von dem schon genannten Darcis für sichEr eilt überall hin, wo seine Gegenwart nöthig besonders nach unserm verner vier punktirteist; alle Bewegungen von Menschen und Pferden Blätter: ies Tlpprets «l'uns Course; los loc-sind voll Leben und Wahrheit, man kennt jede key's montes; 1s Course und I'Hrrivee de 1 aPerson. Die Landschaft ist geräumig und reich, Course; von des Künstlers Gattin, Fanny ver,die Lage genau, der Hauptton frisch und harmor ner i 8 c> 4 -' lVlamelucK, rumulsant sa Isnce sveonisch, doch etwas graulicht. Der Himmel ist §on ssbrs (Pr. 6Fr.) geistreich*) und ganz imstürmisch, es regnet, und dieser Zufall bringt Charackter ihres Mannes, in Kreidemanier; undwieder Andere auch auf dem Bilde hervor. In- von Debücourt ebenfalls mit viel Geist in Schwarz-dessen wäre zu wünschen, daß Lichteffecte und Hell« kunst geschabt: Die Hunde, die ihre Spur verloren,dunkel etwas beßer verstanden seyn, und die Gründe In 1807. sah man, von ihm im Umrisse gezeichrmehr auseinander reichen möchten; Gebrechen, net, und von Gamble sehr gut gestochen, denwelche ohne Zweifel das Hauptbild vermeiden Anfang einer Folge, weiche, unter dem Titel:wird. Sonst ist die Toccirung leicht, fein und geisi- Orsvnres de Ckulse, mit allen Umständen einerreich. Alles ist kräftig gezeichnet, u. s. f. Noch solchen, sowie sie in ermeldtem Jahre bey Pariswird dort von einer Zeichnung des nämlichen gehalten wurde, in sich faßt. Es sollte 6 Hefte ge-Künstlers auf eben diesem Salon (1806) gespro- den, deren jedes vier Blatt begreifen und 9 Fr. kostenchen, welches einen Mamelucken-Marsch dar- werde. Ob dann ein anderes von David: Uuona-steüt. „So schön gezeichnete Pferde" (wird auch xurts, ä 1 a Lstuills de iVIursnZo, upprend I»hier bemerkt) „scheint das Eigenthum unsers Wort du Oeneral Lesuix (20" breit 16" hoch,Künstlers zu seyn. " Dann von der Familie ver- Pr. 12 Livr. a.l.I. 24 Livr.) nach Ihm sey , wirdner: „ Der Vater hatte als Marinenmaler nicht in den Mmr-. Fes III. 266. nicht deutlich ge-Seinesgleichen, der Sohn scheint itzt als Schlachs meldet. Wir glauben eher Nein! Hingegen findentenmaler denselben Rang zu erhalten, und hat nun wir anderswo nach ihm: Das Bildniß Bonapar-bereits wieder Söhne, welche die glänzendsten te's von Darcis. Auch werden von ihm irgendwoAnlagen verkünden". In 1807. sah mau von dem Carrikaturen: lss lucroz^bles, les lAervsillerr-Unsrigcn in der prächtigen Galerie des Pallastes ses u. s. f. angeführt. Conk. IVorrv. Fes ^F»ts I.der dermaligen Prinzessin Mürat zu Paris Land- 33 . II. 82. III. 256 . IV. 19. i 38 . Z12. Allgem.schaften, mit Figuren von Gerard und Gros staf- Runstz. 8. S. 176. 248. In ganz neuern Tagenfleck. Auf dem Salon 1808. stellte er das schöne (1816.) gab G. Engelmann**) zu Paris, fürBild aus: Wie der Kaiser Napoleon, am Morgen einen Cours complst d'Ltudss du dsfisin, invor der Schlacht bey Austerlitz (a. 6. Eylau), Steindruck, nach ihm: Drey Arabische, zweyvon dem Hügel, wo er die ganze Armee übersehen Englische Pferde und zwey Kosacken. Nochkonnte, seinen Marschällen die Befehle ertheilt, in einer andern Notitz von ihm heißt es: „NachAlles ist zu Pferde, jede Figur in seiner eigenthüm- ihm sollen Pferde- und Schlachtenstücke (meistlichen Thätigkeit. Das Leben der Composition schöne Blätter) gestochen haben: Coqueret 2 se-ist von eben so lebhaftem Colorit unterstützt. Die schabt, Darcis 6, P. L- Debücourt 12 sehr schönPferde sind unvergleichlich, wie immer. Um die- in Kreidemanier, Echwarzkunst und Aquakintaselbe Zeit erhielt er von dem Kaiser den Adler; (darunter Carls Hauptbild: ?repuratiks d'unsund in 1810. von der Jury, bey ihrem Urtheil poule surre six ekevuux de course); Demattüber die Dezennalpreise, die sogeheissene Ehrenvolle tcau 6 Dl. le Fevre-Marchand: Die Garde desErwähnung (Meutlon üouorsble) für seinen schon Kaisers Napoleon, gr. Realfol. schön geschabt.; legedachten Entwurf der Schlacht bey Austerlitz, Vachez 8Bl; Rnotte 2 Bl- in Kreidemanier; N.welche somit auch damals noch nicht ausgeführt Schenker: Buonaparte und Moreau, jeder zuwar. Zu seinem uns bekannten Neuesten gehören Pferde, 2 Bl. punktirt; Darcis das Bildniß deszwey treffliche Carrikaturen auf dem Salon von Schauspielers Äoftnville u. s. f. Dieser Künstler1814. und das in i 8 i 5 . ausgestellte Bildniß des lebte noch 1817. und hatte auf dem Salon diesesH. Herzogs von Berry zu Pferd; der Prinz (heißt Jahrs mehrere Zeichnungen mit militärischen Ge-rs) voll Grazie und Würde, das Pferd voll Le- genständen ausgestellt,ben; mit dem Zusätze: „Die Figuren im zweyten
Aus Veranlassung dieses Blattes fällt ein, zumal in diesem Fache kenntnkßreicher deutscher Kunstfreundüber vernet ein, freylich die gewöhnlichen Lobpreisungen sehr beschränkendes Urtheil, wie folgt: »MitAusnahme jenes einzigen Blattes hab'ich auch nicht eine einzige Darstellung von ihm gesehen, wo nichtdie fast um einen Drittheil des Untersusses zu hochbeinigten Pferde eine oft lächerliche Carrikatnr eine-Arabischen oder Persischen Blutpferdes, das obendrein in einer Art von Wuth sich befindet, darstellen.Alles ist a la Mameluck; und eben so haben alle Cavalleristen in den Schlachtenstücken seiner Schüler(hört, hört!) solche Arabische Pferde; alle sind in einer prätensionsvollen Stellung, wie außer sich, underinnern an die chinesischen Schlachten (von Aliamet nach Attiäret gestochen, wo die dortigen tatarischenPferde mit den Beinen hinten ausstreichen, wie die Springer, um ihre Flüchtigkeit zu zeigen.
»S) Der ssxh Oi,ecieur äs Is kociec« <!e Älulkoure, ckonr I« de^or e5i s ksri« nennt.