Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Vernet.

gewohnten Geiste gearbeitet äußerst selten, und,lesen wir anderwerts, anonym seyen: Land-schaft mit einer Dorfecke; Schäfer -und Schä-ferin, die aus dem Dudelsack spielt; Ansichteines Stadtmarktes, und einen von Fischernbesetzten Kanal. Der Meister dann, welche nachihm über sno Blatter gestochen haben, sind: I.Aliamet, Auder, I. Aveline, I. I. Avril, I. I.Balechou, I. Ph. le Bas, in F. Basans Ver-lage, I. Beauvarlet, P. Benazech, M. R. Ver-laut», Binet, I. Bowler und Sohn, W. Byrne,L. I. Cathelin, L. le Charventier, P. Chenu, inI. F. Chereau's Verlage, C. N. Cochin der Sohn,A. Ph. Coulet, C. E. Cousinct (l'Empereur'sGattin), M- D. R. Daudet, A. F. David,I. Daullö, Dequevauvister, N Düfoux, DupinSohn,Dupuis, P. I. Duret, Ferandini oder Fer-randini, I. F. Flipark, J.I. Flipart, St. Flour,Foucker, G. S. de Flumet, S. Fokke, N. duFour, B. de Ghendt, Giavarrank, F. Godefroy,Z). le Gouaz, C- Guttenberg, Helmann, S. Hill,N- Houston, Janinet, N de Launa», Laurent, R. Lau-rin, Lerpinicre, M. de Longueil, F. deLorraine, Th.Major, Maleuvre, A. de Marcenay, Th. Mar-imet, P. A. Martini von Parma, L. I. Mas-quelier, Z. B. Michel, Miger, le Mire, I. M.Moyreau der jüngere, B. A- Nicolet, I. -Ouvrier,I. F> Ozanne, M. F. Ozanne, M. I. Ozanne(Gouaz Gattin), Paris, St. Paul, F. Pedro, Pille-ment, I. B.Poilly (a, K.Poly), I. Pye, Rousselet^,Sanders, R. Eayer, A. Schlicht, I. Smith,Schroeder, P. F. Tardieu, M. A. Terbaud,I. B. Tilliard, I. I. le Veau, F.Vivares, T. Vi-vares, Wachsmoukh, D. Wallaert, Weißbrodt,Weirotter, A.Zmgg;alsoübergoMeister. Seingan-zcs Werk soll sich nach Gault de St. Germain (S.2^5.) auf r/o Bl. erstrecken. Die beßte Litteraturderselben findet sich in den winkler- und Brandes-schen Gantkatalogen *). Aus denselben ist, nebenso viel Anderm zu bemerken, was sich in Franzö-sischen und Englischen Privatkabinetten von ver-nettischen Bildern noch vor kurzen Jahren vor-gefunden hat, und vielleicht noch wirklich vorfin-den mag. Dieses hier zu wiederholen, würde unszu weit führen. Hiernächst, daß unser Künstlerwirklich weit mehrere wirkliche Ansichten nach derNatur (wenigstens als Bühne seiner Darstellungen)als hingegen sogeheißne bloß idealische gefertigthabe; daß endlich Land- und Seegegenden inWelschland ihn noch weit starker als die Franzö-sischen scheinen angezogen zu haben. Mit alledemaber werben jene seine vaterländischen Seehavenauf immer die schönsten Denkmäler seiner Kunstbleiben **), und uns, wo nicht den all - doch denvielseitigsten Begriff seiner großen Talente gewah-ren. Freylich dürfen dabey anderseits seine Stürmeund Ungewitter zu Land und See, in deren furcht-barer Nachbildung^ er ein so großer Meister war,nicht vergessen werden. Bey Brandes werdenvon wirklich dorr auch 170. angeführten Blätternan die 80. schön, einige sehr schön, und auch beydem nüchternern Wi'nkler von i-jo über 40 theilsschön, theils sehr schön genannt. Diese letztemsind (neben den schon angeführten Badenden) dieRuhe und der Sturm (dieser besonders geschätzt)wovon sich die Urbilder in Avignon ***) befinden,alle drey von Balechou (vielleicht nur zu glänzend),und ein anderes stilles Meer, in Aquatinta vonSchlicht, und ein ähnliches Ungewitter von Fli-part; noch ein anderes Ungewitter mit Schiff-bruch von Ebendemselben nennt Brandes. Ob

Vernet. zoor

indessen jenen Schaustücken von Balechou nichtandere, minder schimmernd aber gründlicher ge-fertigte, von Avril, le Bas, Vivares u. a. vor-zuziehen wären, ist noch die größte Frage. Nochbemerken wir, als eine große Seltenheit, einBildniß des Marquis von Pombal, ganzer Sta-tur, in einem Sessel, am — Ufer des Meeres,voll großer und kleiner Schiffe, und mit einerMenge noch anderer Beywerke; dies sonderbareStück von L. Vanloo und dem Unsrigen (man wirdleicht denken, rvas von jedem) gemalt, und, nacheiner Zeichnung von A. I. Padrao und I. S.Carpinet, von Beauvarlet (1772.) im größtenFolioformate gestochen. Endlich zeigen wir nochdie neuesten, in dem Prachtwerke des MuseumNapoleon nach vernet gestochene Blatter an.Es sind:

Heft IV. Der Wasserfall. Vallaert stel. ?Ulsmentüls so.

IX. Ponte rotto zu Rom. 8voebac steh

ilanclst so.

.XIII. Untergehende Sonne, kouciier -j-) stehIst. so.

XVIII. Cngelsbrücke bey Rom. veskontalnesstet. Ich 8c.

XXVII. Mondschein. Uoucder steh et 80.

XXXIII. Seehaven. T'aurel steh?ar >8 et De-Hnovauviller pere 80.

XXXVll-Der Leuchkethurm. koucder st'el. ist.80.

XLIX. Der Schiffbruch, lallte! stei. veyus-vauvilleo per« 8c.

HVIII. Das Ungewitter. Vallaert stehDsque-

vsuvlller 80 .

I.XX. Marine bey untergehender Sonne. hr>dleuvlils äel. 8cliroe6sr 8c.

HXXIII. Der Strahlstreich, koucker äsl. 8ckroe-äer 8e.

Eben so befinden sich, wahrscheinlich nach den-selben Bildern, im Lour3 i!l8torlgus et ölemeu-tiilrs von Filhol:

Heft X. Wasserfall.

XXV. Sonnenuntergang im Meere im Nebel.

killlvl 80.

XXVII. Waldstrom, der vom Felsen braust.

Oe8Slllx 80 .

Noch zwey Bilder, die sich im Kabinet Lam-berg zu Wien befanden: la Overno und In L»8-oalls haben (1791.), das erste F. Wrenk, daszweyte N. Rhein, in Schwarzkunst gebracht, jedesLs" br. und 17" hoch (Pr. 5 . fl. Kaisergeld jedes)welche aber im: jonrnal kür bilstsnöe Xün8te(8. iZl—Zs.) übel abgefertigt werden; so wiebort überhaupt das Fertigen von Landschaften indieser Manier eine (wohl beßtverdience) derbeRüge erhält.

verner (Julius), wahrscheinlich ein zweyterSohn von Carl verner, erscheint zum erstenmalauf dem Pariser-Salon 1817. mit einem Frauen-zimmer-Miniatur-Bildnlß in ganzer Statur.

— — ( ). So heißt auch, irgendwo, ein

um 1780. junger Kupferstecher zu Paris, von-demman Vignetten kenne.

s) Früher ein etwelches Verzeichniß in der Kinistzeitiing 1771- S. --- den Catalog von patgnon-

Dijonvat welcher 8 -> Nr», nach den Meistern aufgestellt hat. Dieser Catalog (unsers Wlstens einzig)nennt auch eine Marine (-0" br. 7" hoch) von Joseph selbst geetzt.

L») Eine ausführliche Beschreibung von I8> bis »302. oder z. erschienenen Blatter nach denselben s. inMeus. N. Mise- Xiv. 67.-85.

SUN) Die Stille im Kabinet Renaud, der Sturm rm Kabinet Poulharies (3. k. zu Marseille).

-f) b. koucker (?).