Verona.
Verona (Maximns de), Kapuziner-Ordens/ein wenig bekannter Maler / Schüler von M. A.Bassetti, st. 80. I. alt zu Venedig 1679. Viergroße schöne Bilder von ihm sollen sich im Domezu Montagnana, und andere in verschiedenenKirchen seines Ordens befinden. L-Mr Ls. tsrs.III. 242. Not. a.
— — (Michel da), wird unter den Künstlern
die in dem zweyten Viertheil des XV- Jahrh, andem Dome zu Orvieto beschäftigt waren/ ohneweiteres genannt, s. Dr-omo ch'Or-MLta
x. 299.
— — (Nkclaus da)/ein Maler, von welchemman in der Benediktiner-Kirche Allerheiligen zuMantua ein Marienbild mit den H. H. Ioh. Bap-tist und Benedikt, nebst andern nach dem Lebenverfertigten Bildern an die Mauer gemalt findet;mit der Unterschrift: Xicolaus üs Verona xinx.146t.
— — (Fra. Simplicius de), ein Schüler vonBrusasorci, arbeitete für verschiedene Klöster undKirchen seines Ordens im Venezianischen, dannauch zu Rom, und starb in hohem Alter 1654.
Lll. terr:. III. 242. Not. a.
* — — (Stephan da), s. Zevio.
— — (Vincenz di Stephans da), vielleichtdes vorgenannten Stephans Sohn, s. Eben-daselbst.
* — — (da). Diesen Namen trugen auchBonifacius Bembi, Hieronymus Lampagna,und andere.
* — — s. auch im Lex. und gleich folgend,die Art. veronese.
* veronensl's, s. Ioh. Jacob Caraglio,im Lex. und oben.
veronese (Baptist), ein Maler und Bau-meister dieses Namens, wird von Lomazzo an-geführt.
— — (Bonetti) u.pocchettiveronese; zweyMaler, deren eigenhändig gemalte Bildnisse inder Sammlung des Grafen Firmian auf demSchlosse Leopoldskron bey Salzburg, zufolge desdavon gedruckten Cataloges, um 1780. gefundenwurden.
* — — (Darms), ist kein Anderer, als Da-rms varotari.
— — (Dominicus). In Meus. Archiv I.(1.) 167. liest man: »Am 8. Jan. r8oZ. starbzu Rom der berühmte" (uns bisher ganz unbe-kannte) „Bildhauer dieses Namens." S. auchden gleich folgenden Art.
— Von einem uns sonst ebenfallsganz unbekannten Künstler gleichen Namens, ausVerona (ob etwa der gleich vorgenannte Bild-hauer?) nennt der VOi'nklersche Gantkatalog ei-nen Adonis, welcher die Venus am Fuße eines Fel-sen liebkost; zur Rechten ein Amor, der seinePfeile auf die Liebenden abschießt: Ein sehr schö-nes, mit dem Grabstichel gefertigtes und: Domr-«icW V. k. bezeichnetes Blatt.
* — — (Gregorius), arbeitete zu Lon-
don um i/äo. Von ihm kennt man auch dieBildnisse aller Könige von England. M-r.
— — (Paul), ein Kunststicker von Verona,den auch vasari benennt, blühete um 1227. LanZrÜ6. tor-i. IV. 221.
»-) S. , Vrrile rur la xelamre x. ?,ig.
Verrio. Zooz
ver 0 n e se (Pocchetti), s. oben Bonettivero-nese.
* verorer verderbter Name für weirotterim Lex. und unten.
verranzano (Peter da), ein edler Floren-tiner, lernte bey Jakob da Empoli. Er malteKüchenstücke. Baldinucci spricht von ihm in sei-nes Lehrmeisters Lebensbeschreibung.
verpax (Fromageot de) erfand, vermuthlichum der Mitte des XVIII. Jahrhunderts, dieFedermosaik; wo man nämlich durch eine derNatur gemäße künstliche Zusammensetzung undGruppirung von Federn, auf der Flache einesPapiers u. s f. die Gestalt eines Vogels darzustel-len sucht. S. Busch Handbuch der Erfin-dungen.
Verrier-Mailkard (Madame). So heißtim ^lnlauacli ües Lsaux-^rts i 8 c> 3 . ohne Wei-teres, eine damals zu Paris lebende Bildnißma-lerin, welche hingegen im TUm-ruacK äs Lc>m-nisrcs äs ?ari8 von 1811. dort nicht mehr er-scheint.
* verrio (Anton). Sein Art. im Lex. wirddurch Folgendes, was uns Fiorillo V. 4^9—42.von ihm zu berichten weiß, beynahe unnütz.»Derselbe'' (heißt es dort) »zeigte bereits in sei-ner Kindheit so viel Talent für Malerey, daßman ihn der Leitung eines unbekannte» Meistersübergab. Nachdem er reißende Fortschritte ge-macht, die großen Venezianischen Coloristen stu-dirt, und sich vorzüglich einen leichten Pinsel er-worben hatte, verfertigte er nach seiner Rückkehrfür das Collegium der Jesuiten seines Geburts-orts eine große theatralische Dekoration über denOrt, wo das Allerheiligste zur Verehrung ausge-stellt wird. Hierauf gieng er nach Neapel undschmückte daselbst eine Decke in der Apotheke desCollegiums der Jesuiten (Lissrr veackio) miteiner Malere», unter welche er seinen Namen,Geburtsort und die Jahrszahl iköi. setzte. DerInhalt dieser Malekey ist Christus, der die Kran-ken heilt, eine große, reiche Composttion, die sichauch durch ein blühendes Colorit und starkes Re-lief empfiehlt. Dominier erzählt, verrio habeder Begierde, fremde Länder zu sehen, nicht wi-derstehen können, und sey nach Frankreich gegan-gen, wo er als Hugenotte sein Leben einbüßte.Dieß ist aber falsch , denn. man würde ihm sonstnicht zu Toulouse den Auftrag gegeben haben,den Hochaltar der Carmeliter mit feinem Pinselzu verschönern *). Um welche Zeit er nach Eng-land kam, wissen wir nicht; genug, Carl II.,der einige seiner Bilder bey dem Lord Burling-ton gesehen hatte, rief ihn zu ßch, und übertrugihm anfänglich die Aufsicht über die Lapeten-manufaktur zu Mortlack, späterhin aber die Ar-beiten im Pallaste zu Windsor. Das erste Gemälde,das verrio für den König ausführte, war einTriumph Sr. Majestät zur See, gegenwärtig indem öffentlichen Speisesaal in dem Schlosse zuWindsor. Hierauf malte er die meisten Decken-stücke, und die Schildereyen an der einen Seitevon St. George's hall und in der Capelle. Ineinem Bilde an der Decke hak er den Grafen An-koni von Shaftsbury unter der Gestalt des Auf-ruhrs dargestellt, wie er Libelle zerstreut; in einemandern rächte er sich an seiner zänkischen Haus-hälterin Mrs. Marriot, indem er sie zur Furiemachte. Dieß hatte freylich noch hingehen kön-nen; daß er sich selbst aber, Sir Gottfried Knel-ler und den Aufseher der Gebäude, Bapt.May,in Allongenperücken zwischen die Zuschauer stellte,die Christum umringen, der die Kranken heilt, war
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