Ioi2 Vetter.
Spies Brandenburgischen Münzbelustigungen II.Theil, Anspach 1768. 4°. radirt hat. Er starb zuErlangen 1808., 71 Jahr alt.
verrer (Martin) siehe oben EuchariusVetter.
— — ( ) So hieß, nach Bencivenni
I. 302. ein geschickter Bildschnitzler, der im Groß-herzoglichen Pallaste zu Florenz arbeitete.
— —, s. auch Fetter in künftigen Zusätzen.
* verti (Daniel). Von diesem Künstler be-sitzt in Deutschland, unsers Wissens, die einzigeGallerie zu pommersfelden: Die drei Männerim Feuerofen (V ro" hoch, 4^ 5 " breit.)
* veughei und veugle (Nicklaus),irrige Benennung des auch bald unten folgendenvleughels des Lex.
Vevo bellt, siehe oben verobelli.
vexes (Joseph). So heißt bei FtortlloIV. 412. ein Spanischer Abenlheurer, aber dabeyein Mann von außerordentlichen Talenten, der inder ersten Hälfte des XV 11 I. Jahrh, sich auch mitder Malerei beschäftigte, und es sehr weit darinbrachte. In seinen letzten Jahren lebte er zuRioja, wo man viele Bilder von ihm aufbewahrt,welche von reinem Geschmacke, richtiger Zeichnungund dreister Führung des Pinsels zeugen.
vey (Carl), Baukondukteur bey dem Herzog-lichen Bauamre zu Meiningen 1802. Siehe To-burg-Melninglsch.es fahr!, gemeinnütz.Taschenbuch für 1802. S. 206.
vepne (dela), Ingenieur der Pariser-Ge-neralität 1775. Dem Tllmurigcü Ro^al von 177g.zufolge hielt er sich damals in St. Fiorentin auf.
* veyrier (Christoph). Nach den Entwür-fen seines Meisters, Puget, wurde von ihm na-mentlich das Cartel am Rathhause zu Marseilleausgeführt. Im Configne-Bureau Ebendaselbstsieht man von seiner Hand ein — Kind, Halbreliefin Marmor; in einer Kapelle des Oratoriums zuAix die Figur eines Christus; bey den Karmeliternzwey Basreliefs; im Pavillon de la Molle einenMars; bei) H. d'Eiguilles einen Faun, und beyH. le Brun einen Lysimachus; also ja wohlAllerlei. Von diesen beiden letztem, glauben wir,daß Dandre'-Lardon urtheilt: »Daß großeMeister solche nicht unter sich sinden würden ".
verrönne ( ). So heißt ein uns sonst
ganz unbekannter Künstler, nach dessen ZeichnungBouillard eine Madonna nach Raphael für dasWerk: Osllerls 6u ?a 1 a'l 8 ko^al gestochen hat.
* veyrorrer, siehe N)eirotter.
2 veyrh, siehe Deich im Lex. und oben.
veyrur (Wilhelm). Eine alte Schrift von1266. nennt ihn als den damaligen HoftapezierKaiser Max. II. und, als seinen Gehülfen, einenHans Asam.
* vezzo (Virginia di), welche im Lex. un-ter dem Namen ihres Ehemanns, Simon Dou-
bl ffenb ach.
er's, erscheint. Nach ihr hat Cl. Melan eineJudith mit dem Haupte des Holofernes geetzt.
Ufer (Johannn Tobias), ein Steinmetzge-selle , der 1716. zu Dresden arbeitete.
— — (Sebastian), ein Steinmetzmcister zuWittenberg ; wir wissen nur so viel von ihm, daßsein nachgelassener Sohn 1567. gestorben sey.
U ffe I (I. van). Ein solcher soll nach Titiaugestochen haben.
Uffelmann (I. G ). Ein solcher erscheintin dem Hamburger-Adreßbuch auf 1806. (in demauf 180/,. noch nicht) ais ein dortiger Maler.
* Uffenbach (Johann Friedrich Armand,gewöhnlich nur Joh. Friedrich von). Von Jugendauf wiedmele er sich den Studien und schönenWissenschaften. Seine Kunstschatze sammelte ecauf seinen Reisen, die er theils in 1710. und 1711.mit seinem bekannten Bruder Zacharias Tonradin Niedersachsen, Holland und England, theilsfür sich selbst in Frankreich und Italien unternahm.Alles Merkwürdige dieser Wanderungen hatte ecin großen Foliobändcn verzeichnet, und denselbendahin einschlagende Kupferstiche beigefügt, beideren Vorzeigung er zu sagen pflegte: Daß ihndieselben (d. h. die Kosten seiner Reise) an die27,000 fl. gekostet hätten. Neben dem besaß erauch Gemälde, Zeichnungen, Alterthümer, ma-thematische und mechanische Instrumente, Musikarlien u. s. f. Von jenen Instrumenten , so wie einsMenge Zeichnungen, hat er, nach RayslersZeugniß, selbst verfertigt. Das Beßte und Vor-züglichste dieser Schätze hatte er „ aus einer ArtUebereilung" (wie es bey Hüsgen heißt) »derUniversität Göttingen legirt, was seither (1769.)von dem Ocean des dasigen Bücherschatzes seyverschlungen worden*)". Das Uebrige hatte des(in 1769. 82 Jahr alt) verstorbenen Wittib 1770.und weiter derselben Erben 1775. versteigern lassen,wo denn namentlich noch 232 Handzeichnungen,von einem H. Goll von Amsterdam um 445 fl. er-standen wurden. Von seiner Hand waren auchdie Zeichnungen zu den Kupfern, mit welchen dieReisen seines Bruders (5 Th. 8 °. Ulm 1754.)geziert waren, eben so wie andere zu einer 1726.zu Frankfurt erschienenen poetischen (in einemJahrgange von Kirchencantaten bestehenden) soge-nannten »Nachfolge Christi''. rJeickelius Nns-coZiApkia, herausgegeben von Ranold. 4°-Leipzig und Breslau 1727. S 149. Neben demwar er auch im Kunstdrehen (welches er bey demberühmten Maul in Straßburg erlernt hatte),Schildkrotpreßen (?), Etzen in Perlenmutter undGlasschneiden ungemein erfahren. Alle dieseKunstbeschäftigungen setzte er bis in sein hohesAlter fort, und bezeigte »als ein verständigerMann" allen denjenigen besondere Gewogenheit,die sich mit solchen Kunstfertigkeiten abgaben.Hüsgen N. A. S- 35 o- 56 . Noch bemerkt einerunserer Kunstfreunde: „Von seiner Zeichnung undErfindung kennen wir ein von P. Fehr gestochenesallegorisches Blatt, zu einem Buche von ihm:Gesammelte hJebenarbeit in gebundenemReden, Hamburg 1733. 8J; dann ein Blatt ingr. 4°. wo um ein leergelassenes (wenigstens auf
«) „Worunter sich auch" (lesen wir Ebendaselbst wunderkraus) „die zwei oder drei Folianten befinden, so erbei seinem Aufenthalt in Rom vom damaligen Pabst zum Geschenck erhielt. Von Ussenback» wußte, daß, der H. Vater Author davon war, und lobte ihm das Werk bei einer gehabten Audienz: Worauf es ihmdieser den andern Lag auf einer Trag-Bahre, unter einem kostbare» Teppich mit dem Pabstlichen Wappen,von zwei in Galla gekleideten Hvfbedienten getragen, zuschickte. Ich habe diese Erzählung mit dem Zusatzaus seinem eigenen Mund, daß er diesen sonderbaren Aufzug mit Verwunderung auf der Straße gesehenohne dessen Bedeutung errathen zu können, wäre aber sogleich die Stiege hinuntergelaufen, wie er ^merkte, daß man der Thür seiner Wohnung damit hineingegangen seye, und ganz entzückt von der Grvß-muth des Pabstes worden, als man nach ihm gefragt, und mit so vielen Beweisen von Achtung, seineWünsche erfüllt gesehen hätte.' In einer Länge von etlich und zwanzig Jahren, ist mir aber der Namedes Pabstes und der Titel des Buchs entfallen: Herr Hofrath. Heyns könnte nunmehr» am beßten dieseLücke ausfüllen." Hüsgen N. A. S. 35z. l 8 or. m.