Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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ZOIH Ugolino.

und eine metallene Pforte an der St. Johannis-Kirche zu Pisa. Diese letztre findet sich gestochenin Marrim's Dbestro Lasilicss kis. L. IX.lab. XII."

Ugolino (Andreas). Ein anderer Künstlerdieses Namens findet sich, als Oberhaupt derMaler bey dem Dombaue der Kirche zu Orvieto,

(, 345 . und lZ 5 i.), von welchem, s. v. s),'sanoin künftigen Supplementen die Rede seyn wird.

— — (Matteo di Maestro), ein Architekt

von Siena, der, in der Mitte des XIV. Jahr-hunderts, bei dem Baue des Doms zu Orvietoin Diensten stand, A'tor-ra ei. är

to 38 o.

* — — (Ninus). Von seinen Arbeiten siehtman auch zu Arezzo und Orvieto. An den metal-lenen Pforten bei St. Johann in Florenz hat ermitgeholfen. .Im: Alrnsnacli a. Rom i8n. (imdortigen Kalender s. 18. Jun.) wird seine Blüthe-zeit schon in , 55 o. gesetzt und seine zarte Behandlungund sanfter Ausdruck, im Gegensatze der bisheri-gen Trockenheit, gerühmt.

— —, aus Lastello in Toscana, dessenBlüthezeit in 1290. gesetzt wird. Von ihm sollensich viele plastische Arbeiten ebenfalls im Dome zuOrvieto befinden. Almanach s. Rom i8n. imdortigen Künstlerkalender s. ig. Mai.

— — aus Florenz, dessen Blüthezeit in 1820.gesetzt wird. Von ihm sollen sich musivische Ar-beiten im Dome zu Orvieto, so wie in mehrernKirchen in Toscana und im Kirchenstaate befinden.Almanach a Rom i8n. im dortigen Künstlerka-lender s. 8. Sept.

— —, aus Drvieto, Maler. Viele Arbeitenvon ihm sollen sich im dortigen Dome befinden.Im: Almanach a. Rom 1811. (im dortigen Ka-lender s. ,8. Oct.) wird seine Blüthezeit in 1320.gesetzt, so daß er vielleicht von dem obigen And-reas Ugolino, ebenfalls aus Orvieto, zu unter-scheiden ist.

* — — von Siena. Von ihm nennt nochder Almanach a. Rom ,8,1. (im Kunstkalenders. 2g. Oct.) die Gemälde des Hauptaltars inSanta Cröce zu Siena, auf Goldgrund, und einanderes Bild des Hauptaltars in S. Maria dellaNovella ebendaselbst. Dann wird ihm (wir fürch-ten, im neuern Zeitgeiste) „seine große Praktik imStyl der griechischen Meister", zum Ruhm ange-rechnet. Vergl. darüber das Lex.

— — von Siena. So erscheint auch deroben an seiner Stelle angeführte Ugolino Vers.

«— — (Thomas). Der: Almanach a. Rom18m. (im dortigen Kunstkalender 8. 19. Jun.) setztseine Blüthezeit in , 35 o. und nennt ihn, nebendem im Lex. angeführten Basrelief, als Piastikervieler Crucifixe.

Ugriomorv( ). So heißt ein Geschichts-maler, und Prof. seiner Kunst an der K. Akademieder Künste zu St. Petersburg im Rufs. Hofla-lender von 1804.

* Ugterfeld, s. oben und im Lex. Uchrer-veldr.

Uhden (Wilhelm), der bekannte Archäolog«,Königl. Preußischer Geheimer Kriegs- und Do-mainenrath, ward in , 8 c> 5 . von der Akademie derBildenden Künste und mechanischen Wissenschaf-ten zu Berlin, wegen seinen ausgezeichneten litte-rarischen Kunstkenntnissen, zu ihrem ordentlichenEhrenmitglieds und Assessor ernannt. MenselArch. I. (2) ,88. In der Bthliorh. d. redendenund bildenden Bimste (B. II. St. 2. S 2H6.Not.*) wird er gebeten: „Sein, aus vieljährigerAnsicht der Originale verbessertes Exemplar der

Uhlemann.

Monumenti von Winkelmann (in irgend einerschicklichen Form) mitzutheilen"; und wird erdort, nicht ohne Grund, „als einer der gelehrte-sten und gewissenhaftesten Kenner des bildendenAlterthums in Deutschland" gepriesen.

* Uhl ( ) ein wenig bekannter Stempel-

schneider, welcher im Lex. bloß im Art. seinesgeschickten Schülers, Joh. Georg vcstner's,als dessen Lehrer erscheint. Er war des letzten,mütterlicher Anverwandter, und arbeitete zuSchweinfurth um ,690.

Üble (Christian Lebrecht), gebohren zu Dres-den um 1780, der Sohn eines Postschreibers.Von 1793. an bis ungefähr ,798., lernte er dasKupferstechen unter Stölzel, arbeitete darauf ei-nige Zeit für Buchhändler und verließ dann dieKunst. In ,814. lebte er noch als Finanzkanzellistin seiner Vaterstadt. Von ihm kennen wir dieTitelkupfer zu des F. W. von Bernewitz Leben desHannidal. 2 Theile. Pirna 1802. 8. Das einezeigt das Brustbild Hannibals, das andre dieScene, wie er den Römern Feindschaft schwört.Beide sind ziemlich wohl gerathen, vorzüglich dasBildniß.

— — (Johann Heinrich). Ein solcher war >Bauverwalter über die Gebäude des Salzwerkcs

zu Salzhausen bei Nidda im Darmstädtischen I800.

— — ( ). Ein Taubstummer, in dem

Taubstummen-Institut zu Leipzig. Derselbe be-suchte zugleich die Kunstakademie dieser Stadt.Auf der Dresdner-Ausstellung 1802. und 1806.sah man, wie es scheint unbedeutende, Zeichnun-gen von ihm.

Uhlemann (CarlFriedrich), geb. zu Bornabei Leipzig (woselbst, d. h. in Borna, sein Vater,Carl Gottfried in 1786., Amtsmäurermeisterwar). Der Unsere studierte die Architektur auf derDresdner-Kunstakademie unter Hölzer von , 8 c> 3 .bis ,8ob. und wurde dann Amtsmäurermeister zuChemnitz in Sachsen. Auf der Dresdner?Aus-stellung 1804. sah man von ihm eine Zeichnung zueinem fürstlichen Schloße; und auf der von , 8 » 5 .Ansicht und Grundriß eines Landhauses nach go-thischer Bauart.

— — — (Carl Gottfried), s. den Art. sei-nes vorstehenden Sohns Carl Friedrich.

— — — (Carl Gotthelf), Bruder vonCarl Friedrich, geb. zu Borna ,780., erhielt dieersten Begriffe der Kunst auf der Zeichnungs-schule in Meißen. In 1797. bestimmte auch ersich zur Architektur und wurde ein Schüler vonHölzern; ging dann 1800. in seine Vaterstadt zu-rück , trat in des verstorbenen Vaters Dienst alsKönigl. Amtsmäurermeister, und begleitete dabeiauch zugleich die Stelle eines Rentschreibers.

— — — (Christian Friedrich Trautgott)Kupferstecher, der Sohn eines Koches, geb. zuDresden ,766., studierte auf der dortigen Akade-mie , und gen >ß in seiner Kunst den Unterricht desProfeßor Schulz. Von ihm kennt man z. B.fünf Blätter zu der Forsterischen Ueberfttzung vouCook's erster Reise; dann ein historisches Blatt(?) für den Fürsten Beloselsky; ferners: Sylvio,und sein größtes Blatt, Clorinde nach Guercino,für die Königl. Sächsische Gallerie (?); dann einigeBildnisse, wie z. B. Donaparte's und Pichegrü's(I 797 -); endlich Allerlei für die Buchhändler,wie z. B. ein von Eberhard gezeichnetes Blattzu eines Griechen (?) Physiologie der Brüste. Halle1801. M eu sel III. Haymann. Er lebte nochzu Dresden ,814. in dürftigen Umständen, undhatte sich, nach dem Urtheil eines unserer Freunde,eben nie in seiner Kunst ausgezeichnet. JenesBild von Buonaparte, welches es für Selbstver-lag (Pr. 8 Gr.) gefertigt hatte, wurde gleich nach