Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Viladoniat.

gre, und fünf und zwanzig andere, die im Kreuz-gang der Franziskaner zerstreue find, und die größteBewunderung fordern. Sie beweisen, was einGenie mit großen Naturgaben vermag, selbstwenn es sein Vaterland nicht verläßt. Er zeich-nete seine Figuren nicht nach akademischer Ma-nier, aber treu und wahr nach der Natur, bedientesich eines warmen und heitern Colorits, und vermiedden Ueberfluß unnützer Personen in seinen Arbeitn».Diese Eigenschaften bemerkt man vorzüglich indrey Altarblättern in dem Kreuzgange der Fran-ziskaner, von denen das eine die Taufe des Hei-ligen, das andere die Ensagung der weltlichenGüter, indem er nach der Flucht aus dem väter-lichen Hausein Gegenwart des Bischofs von Assistsein Gewand wegwirft, und das dritte sein Endedarstellt. In allen diesen Bildern ist ferner diePhysiognomie des Heiligen völlig dieselbe, nurmit etwas alternden Zügen in den letzten; unddieß Beybehalten der Gefichtszüge ist sehr zu em-pfehlen, wenn man mehrere Scenen, worin die-selben erscheinen, malen will. Mengs schätzt die-selben, so wie seine Bildnisse und Landschaften sehrhoch. Fiorillo IV. 396-097.

vilad 0 mar (Don Joseph), des obigen Sohnund Schüler, hat.sich in seiner Vaterstadt Bar-cellona durch verschiedene Bilder an öffentlichenOrten bekannt gemacht. Näheres ist uns nichtsvon ihm bewußt, als daß er 1786. verstorben sey.Fiorillo l. c. 097.

vilc 0 r ( ), ein Poussirer und Steinschnei-

der von Lüttich, der sich während der Revolutionnach Erfurt wandte, wo er sich um 1800. inDiensten des damaligen Coadjutors von Dalbergbefand. Seine Arbeiten (heißt es irgendwo) sindgut gezeichnet, fein bestimmt, und schön vollen-det. Neben Anderm verfertigte er mehrere Cameenvon Steatit (Speckstein, spanische Kreide) welchenachher im Feuer gehärtet, gefärbt und geschnit-ten werden, wo sie alsdann hart wie Kiesel,glänzend wie Agath seyn, und manche an Farbedem Onix gleichen sollen. Ueber die Weise wiesolches bewerkstelligt wird s. Carl von Dalbergüber die Brauchbarkeit des Steakits zu Kunst-werken der Steinschneider. 12°. Erfurt 800. Ei-nige der gedachten Stücke hatten 2 — 5 " imDurchmesser. Man rechnet, daß ein Steinschnei-der mit diesem Körper in einem Tage so viel zuStande bringt, als mit härterm Stein sonst ineiner Woche. Sowohl in voigrs Magazinfür lskarurkunde D. II. St. ». Weimar 1800.S. 108., als auch a. O. findet man das dabeyzu beachtende Verfahren näher beschrieben. Dergeschickte Conditor Mex hatte fleißig bey diesenVersuchen mitgewirkt. In i 8 o 3 . befand sich vil-coe nicht mehr in Erfurt.

vt'keeey ( ), französischer Kupferstecher,

(wie wir denken eben nicht vom ersten Range),wahrscheinlich mit dem unten folgenden noch 1811.lebenden villerey Eine Person. Unter dem Na-men vilerey findet sich um 1802. von ihm ein-Blättchen in Ligny's Histolrs 6e Is vle 6s ss. 6. XI.6ab. nämlich Christi CinrittzuJerusalem, nach N.Poussin; dann (i 8 o 3 .) im X VI. Hefte Christus imOelgarten, nach Stell«, und im XIX. Hefte: Chri-stus erscheint den drey Marien, nach la Hire.

vilkena ( ). Von einem uns sonst ganz

unbekannten Künstler dieses Namens besaß dasKabinet Paignon-Drsonval zu Paris noch 1810.eine Federzeichnung in Aquarell colorirt: Landschaftmit einem Grabmal, im großen Styl.

Villa (GraffDurando di). Ihn nennt der Lalsn-äario per la Uesl Oorce 1789.'sorino 16°.) als eindamaliges Ehrenmitglied d. Kunstakademie zu Turin.

Villa cis (Don Niclaus) aus einer der vor-

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nehmsten Familie in Murcia; bewies schon inseiner zarten Kindheit viel Liebe zur Malerey,empfing aber die ersten Grundsätze von einemmittelmäßigen Künstler. Sein Vater, dem dasTalent seines Sohnes gefiel, schickte ihn hieraufin die Schule des Veläzquez, wo er einen bessernGrund legte, und sich zu seiner Reise nach Romvorbereitete. Nachdem er sich hier zu einem ach-tungswürdigen Meister ausgebildet hatte, kehrteer in sein Vaterland zurück, wo er mit allgemei-nem Beyfall malte. Da er im Besitz eines an-sehnlichen Vermögens war, und von seinen Freun-den sehr geschätzt wurde, so lehnte er einen Rufan den Hof, den ihm Veläzquez verschaffte, undselbst die Stelle eines Königlichen Malers ab,und zog die häusliche Ruhe dem glänzenden Ge-räusch der Residenz vor. Palomino versichert,daß man noch zu seinen Zeiten einen artistischenBriefwechsel zwischen villacis und Veläzquez inMurcia aufbewahrt habe, der, neuern Nachrich-ten zu Folge, nach Mailand gekommen ist. vil-lacis malte wenig für öffentliche Gebäude. Je-doch fing er (wie schon das Lex. erzählt) an, dieHauptkapelle des Klosters de la Trinidad mit Bil-dern zu schmücken, und würde auch die Kircheverziert haben, hätte nicht der Tod ihn daran be-hindert. Was daselbst vollendet ist, verdient inder That Bewunderung, hat aber durch die Feuch-tigkeit etwas gelitten. Andere Werke von ihmbewahrt das Kloster des H. Dominicus. In allenseinen Arbeiten zeigte er sich zugleich als einengründlichen Kenner der Baukunst und Perspektive.Fiorillo IV. 262— 53 .

villadieg 0 (Franz de). So heißt bey Fio-rillo IV. 87. ein alter Spanischer Künstler, der,gemeinschaftlich mit Diego de Arrows (1520.)die Chorbücher der Cathedrale zu Toledo mit Mi-niaturen versah.

* villaert, s. im Lex. und unten wl'llaerts.

* villafanne od. villafanno (Johannde Arfey), welcher im Lex. unter dem Namen deArfe erscheint. S. das Mehrere von ihm in künftigenZusätzen, und auch von ihm n.a. Künstlern a. d. Ge-schlechte der de Arfe beyFiorillo I V. i 5 i -54.

— — (Pablo de). So heißt bey FiorilloIV. 273. ohne Näheres ein Spanischer Künstler,der in der ersten Hälfte des X VII. Jahrh, durch Mi-niaturen und Federzeichnungen sich berühmt machte.

villafero ( ), ein etwa um 1760. gebo-

rener italiänischer Theatermaler, der um 1787.nach Fulda verschrieben wurde. Hier fing er erst-lich an, sich mit der Oelmalerey abzugeben undLandschaften zu malen. Nachdem er einige Jahrein Fulda zugebracht hatte, so hoben in Deutsch-land an, die Auswanderungen nach der KrimmMode zu werden; auch er gieng dorthin, und sollnoch 1810. in Rußland am Leben gewesen seyn.

villafcanca (Peter de), ein SpanischerZeichner und Hofkupferstecher um i 655 . und lebtenoch 1687. Mit alledem war er ein mittelmäßi-ger Künstler, welcher viel für Buchhändler arbei-tete. Von ihm kennen wir das dürftige Likelku-pfer zu: Re^lu estubleeimisntos äs la orüen^ eavuliers 6el Alor. ^po8t. 8sut Iu§c> per O.ss. 6s Ver^era zr ^lsds. lVIallrill i 655 . fol.Dann Maria in einer Glorie, mit der Jnnschrift:Nsria veri prcevia lumluis eto. schlecht in kl.fol. gestochen. Anderwerts citirt man noch eineEmpfäugniß Mariä fol.; die Bildnisse des Bi-schofs von Ossuna Joh. de Palafox und Men-doca; König Philipps IV. von Spanien, dießnach eigner Zeichnung 1687. gestochen; der Kö-nigin von Spanien, Elisabeth von Parma; dasTitelkupfer zu dem Buche des Calderon und Parca:Lxeellsneias 6el Apostel 8311t )sAo. iVIaürid1608. fol. u. s. W. *).

9 So eben bemerken wir, daß Florillo iv. (269—70^ von ihm v. Pedro de Villafranco Malagonein weit besseres Urtheil fallt, ihn Geschichtsmaler »nd „geschickten" Kupferstecher nennt, welcher viel sürPhilipp iv. gearbeitet habe,

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