Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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ZV4o Villers.

villers ( ), ein Maler, der 1795. vom

Nationalkonvent zu Paris, mit einer Pension vonihoo. Livres begabt wurde.

— — ( ), ein Kupferstecher, siehe oben

viellllers.

villeeard ( ) ward zufolge des

vscli roM in 1762. unter den ^rckltsotss Lx-pert-6our§eols zweyter Colonne, nämlich denLxpsrts Lntrepreneurs, in Frankreichaufgenom-mcn und lebte noch 1779.

— — ( ). So heißt im Almanach

6es ksaux-^rtL 1808. und noch im ^lmanscliäu Oommercs äs karis 1811. hier s. v. vrltardohne Weiteres, ein dort lebender Baumeister.

Villette ( ). Und so, in eben diesen Al-

manachen, ein Pariser-Bildhauer, welcher in-dessen in 1811. bloß unter der 8culxteurs xracti-eieus rubrizirt wird.

-(la). In einer 1786. zu Amsterdam

gehaltenen Kunst-Versteigerung, befand sich voneinem solchen Künstler das große Bildniß einesFürsten, sehr künstlich in Muschel geschnitten undmit einer ovalen Einfassung von Ebenholz verziert.

viUiers (l'Epinaß de). So nennt man ei-nen Französischen Ingenieur Geographe, nachwelchen man einen Plan der Schlacht von St.Cest besitze.

— — — (Fauvel de), ein Architekt. S.in künftigen Zusätzen tQuiror.

— — — (Hurst), ein neuerer englischerKünstler, gab um 1808. in Heften: stuäimentsos Lattle, welche gerühmt wurden. ^c.

— — — (de), ein uns sonst ganz unbe-kannter Französischer Künstler, oder auch bloßDilettante um 1786. von welchem das KabinetPaignon-Dl'jonval noch 1810. zwey AkademischeFiguren in Kreidemanier, dann ebenfalls von ihmgestochen: I'Hmour ckssseur nach Viriclex, undeine sitzende Venus mit zwey Tauben an einemBand (dieß ohne weitem Namen als den seinigen)besaß.

— — —, siehe oben auch vieMrers.

* vlllkttg ( ), ein Maler, von dem die

Gallerie zu Cassel einen Triumph der Galatheebesitzt. Ob dieser vMng vielleicht der villingerdes Lex. wäre?

vl'kloa. Ein falscher Name des unten folgen-den Kupferstechers Ulloa.

* villoldo (Alvar Parez de). So heißtbey FioriUo lV. 5 g ein alter Spanischer Malerund vorzüglicher Schüler des zu Ende des XV.Jahrh, blühenden Juan de Borgonna zu Toledo;ohne Zweifel der nämliche, welcher im Lex. imArt. m. Rodrigo erscheint. Doch kann letztrerauch der nachfolgende

* — — — (Juan de), ein Neffe und Schü-ler von Alvar l)erez seyn. Geb. zu Toledo, er-warb er sich zu Anfange des XVI. Jahrhundertsden Ruf eines geschickten Künstlers. In 1608.malte er, gemeinschaftlich mit Franz Ambaresund Juan de Borgonna das Altarblatt in derCapelle Muzarabe (ob dasselbe, wovon das Lex.s. v. Rodrigo spricht?). Viele andere Arbeitensieht man von ihm zu Toledo sowohl als zu Ma-drid. Fiorillo IV. 80—81.

vilquin, vielleicht villequin ( ).

So heißt im Hlmsuack äss Leaux-^rts 1808.ein damals zu Paris lebender Kupferstichhändler.

* vi lfteren (van). Irgendwo heißt er Z.Zeichner und Kupferstecher, der sowohl sein eignes

Letzteres richtiger.

V i n c e.

Bildniß nach sich selbst in Kupfer gebracht habe,als das eines Gottesgelehrten Adr. van Lauwen-berg nach I. A. Ritzart, das des Amsterdamer-Predigers D. G. Everth Alstein u. s. f.

* vilt (van der), siehe im Lex. und untenWilr.

* vilr; (Johann). In holländischen Gant-katalogen, finden sich bisweilen Handzeichnungen(Landschaften) von einem Holländer Jan (d. i.Johann) Wils rubrizirt; ohne Zweifel kein And-rer , als der von Baldlnucci citirte viltz.

* vimercati (Carl) Latuada nennt ihn

»Donelll, von Andern auch Vimercarr genannt."Er starb 171Ü. ungefehr 55 Jahr alt. Zu Mai-land sieht man nur Weniges von ihm; zu Codognsdas, was er in seiner beßten Manier gemalt;dann aber auch Geringeres. Lä. rekr:.

I V. 242.

vin (Paul de). Uns ist er allein durch seinBildniß bekannt. Indessen soll auch ein Unge-nannter nach ihm ein Bildniß (vielleicht aber ebendas genannte) gestochen haben.

* vl'nanrs (Johann), siehe Dxnams imLex. und unten.

Vinatzer (Christian), aus Gardena (a. h. Gro-ben) im Tyrol gebürtig, KK. Medailleur zu Wien,fertigte sehr schöne Arbeiten, und starb 1782. s. K.1762. Eine seiner letzten und beßten ist das sehr ähn-liche Bildniß des H. Fürsten von Kaunitz. Gestochennach ihm haben: Adam (1781.) dasjenige desFreyherr» Gedeon von Laudon, und des GrafenHaddick; Alberti des Chirurgus Brambilla;Mansfeld das des Grafen D. S. von Wurmser.bsticolai Reisen I V. 519. Andre nennen nochvon Mansfeld: Des Kaisers Joseph II. und derGrafen von Kaunitz und von Kollowrat; von Q.Mark des Erzherzog Maximilians und des GrafenPellegrini. Bey Rost heißt der Unsrige einige-male, durch Druckfehler, vmancsr u. vmanzer.

— — — (Johann), vielleicht (meint einerunserer Freunde) ein Sohn (?) des nachfolgendenJoseph. Derselbe erscheint in dem Hof- undSraars-Schematismus von Dien 1786. alsMünz- und Medaillen-Graveur-Scholar. Ebenso noch in demjenigen von 1798. hier aber mit demBeysatze: abwesend.

— — — (Joseph). So heißt bey Men-sel III. ganz ohne Weiteres, ein um 1809. nochlebender KK. Münzgraveur und Mitglied der KK.Akademie der Bildenden Künste zu Wien, geb.zu Gröden (a. d. wir glauben irrig, Gardena) inTyrol. Derselbe, wie wir aus andern Nachrich-ten wissen, war Bruder oder Sohn des obigenChristians.

vince oder Vinci (Gaudenzius), ein Ma-ler von Navarra gebürtig. Von ihm nennt LanziIV. 202. ein mit seinem Namen und der Jahrszahli 5 n. bezeichnetes Bild zu Arona, welches er zwarnicht selbst gesehen, und auch dessen Gegenstandnicht bemerkt, das aber, nach vielfältigem Zeug-niß ein Wunder der Kunst, und ganz im Geisteseines nachfolgenden großen Geschlechts-Ver-wandten (ob auch Blutsverwandten — wer sagtuns das?) seyn soll. Ticozzo hält ihn für Lio-nardo's Schüler.

* — — oder Vincis (Leonhardde). Langestanden wir bey uns an, wen wir bey unsernNachrichten von dem Leben und den Werken diesesgroßen Kunstlichtes zu unserm vordersten Führerwählen sollten, vasari hielten wir, mit aller feinerbiedern Geschwätzigkeit, dafür zu kurz, und dieNeihung der von ihm angeführten Thalsachen fürfo willkürlich, daß daraus nicht selten eine unange-nehme Verwirrung entsteht, die sich nur mit un-