Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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zokZ Vince.

der Figuren auch im Hauptbilbe nicht wenig dien-lich ist.

17. (6. i 565 .). Copie im Refektorium der Hie-ronymiten im Kvnigl. Kloster St. Lorenzo desEskurials. Einige Schriftsteller machen mehr,andere minder daraus. Ein Augenzeuge (der Fran-zösische Maler te Brun) nannte solches in 180g.dem H. Bossi als in vielen Rücksichten vonWerthe, und sehr wohl erhalten. Ein Jahr spa-ter indessen versicherte ihn der Englische Land-schaftsmaler G. waUi's, dasselbe sey sehr nach-gedunkelt,' und die Farben fangen an sich vornLuch abzulösen, ein Schicksal, daß noch so vie-len andern Gemälden im Escurial, wegen derdort herrschenden Hitze im Sommer und Feuch-tigkeit im Winter, bevorstehe; doch hielt auchletzterer es für ein gutes und niemals ritoccirtesBild *).

18. (6. 1870.) Im Refektorium des eingezo-genen Klosters St. Vincenz zu Mailand. InFresco. Lebensgroße Figuren; nicht unwahrschein-lich von Dierro Gnocchi (einem Schüler desAur. Luino), welcher auch sonst einen guten Theilgedachter Kirche bemalt. Mittelmäßig für Zeich-nung und Colorit.

19. (L. i 58 i.) in der Pfarrkirche zu Sesto Ca-

lende, auf der Wand linker Hand in der KapelleEt. Peter, eine schlechte Copie in Fresco (10. Br.7 Onz. lang, 4 Bracc. 8 Onz. hoch). Höchstelend in Zeichnung, Colorit und jedem andernKunsterforderniß; mit dem beygefügten Namen desKünstlers.'Johanne 8 öaptiata cle Lu-

reia Vailis I>u§an! pin^ebat i 58 i. Weit se-henswerther soll manch Anderes in gedachterKirche seyn.

so. (1600—10.) Kleine Copie von Rubens,die sich gegenwärtig zu Madrid, bey dem Herzoged'tzijas befindet. Nach dem Urtheil eines Augenzeu-gen ganz nicht in da vinc'es, sondern in desCovisten Geschmacke; nicht unwahrscheinlich (wohlgewiß) das Bild, nach welchem Soutmann dasAbendmal gestochen hat.

21. (1612—16.) In der Ambrosianischen Bil-dersammlung, von Andreas Bianchi, vespinogenannt, aus Auftrag dess Kardinal FriedrichDorromao gemalt. Sie wäre wohl unter allen.Copieen, nach Bossi's Urtheil die beßte, wennsie nicht so nachgedunkelt wäre, daß die Farbendaran nicht mehr zu erkennen sind. Denn ur-sprünglich war solche wohl sicher nach dem Ur-bilds, in demjenigen Zustande gemalt, worin sichletzteres damals befunden hat. Der Kopf des Chri-stus ist der schlechteste, wahrscheinlich weil solcherschon von da vince nicht völlig ausgeführt wurde.Von dieser Copie heißt es bey Fiorillo I. 298.sie sey auf Leinwand gemalt, enthalte aber nurdie obere Hälfte des Bildes, und man kenne denMeister nicht.

22. (1626.) In dem Refektorium des aufge-hobenen Klosters St. Michele della Chiusa, mit-telmäßige Copie in Fresco von einem Künstleraus der Schule des Camillo Procaccini oder derGebrüder Roveri, die Figuren in Lebensgröße.In jeder Rücksicht willkührlich, und mit dem Hin-zuthun einiger Figuren, welche Speisen auftra-gen. Der Hintergrund bildet die Fortsetzung derDecke des Saales ab.

23 . (16Z1.) Hierher gehört die oben N°. 8.erwähnte neue Copie, welche, einigen Vermu-thungen nach, an die Stelle der ältern von Hie-ronim. Monsignore in St. Benedetto in Poli-rone bey Mantua aufgestellt worden seyn, undsich noch gegenwärtig in Modena eingepackt be-finden soll.

V i n c e.

24. (L- i 6 Zo.) Durch den H. Vicekönig erhieltBossi die colorirte Zeichnung nach jener Copiedes da vi/«e'fchen Abendmals, die sich, wie wirschon oben vernommen, von rssicl. poussin'sHand, in der Gallerie zu München befinden soll,und wovon.sich freylich bloß nach dieser Zeich-nung nicht richtig urtheilen läßt. Im Hinter-gründe befinden sich viele Säulen, und überhauptim Ganzen verschiedene Veränderungen an denFiguren sowohl als in den Beywerken. Das Germald soll ungefähr iBr. hoch, und wenig über2 Br. breit seyn.

26. (6. 1660.) Einst im Convenk des KleinenHospitals (zu Mailand), jetzt, wie es heißt, inVenedig. Bossi sah solche schon vor Jahren,und erinnert sich dieser Copie in Oel auf Luchgemalt, in Figuren natürlicher Größe, nur nochin so weit, daß er die Zeichnung schwach, unddas Colorit matt fand. Einige schreiben solcheeinem piola aus Genua zu.

26. (L. i 6 / 5 .) Im Refectorio des Waisenhau-ses von St. Pietro in Gcssate, noch 1810. vonAugustin und Hyacinth Ganragostino, Söh-nen und vermuthlich Schülern von Jac. AntonSantagöstino, in Oel auf ein Tuch gemalt, dasungefähr -z kleiner als die Wand seyn mag, aufwelcher sich das Urbild befindet. Die Figurenin gleicher Größe, wie in diesem letzter», undalso zusammengerückt; das Ganze nachgedunkelt,und überhaupt schwach, wie alle Arbeiten diesesKünstlers; die Köpfe indessen nicht karrikaturirt,wie in so vielen andern der angezogenen C0M1,und izumal in denen von Marco Oggiono. DerKopf von Judas besonders hat viel Ausdruck ohneUebertreibung.

27. Noch verschiedene kleinere und größereCvpien von i 55 v. bis auf unsere Lage.

3.) Eine unter den Gemälden in der Gallietta zuComo, das dem Franz Monsignore irrigzugeschrieben wird, da das Bild, aus derManier zu urtheilen, 5 o I. jünger seyn muß.Es ist 2 A Dr. lang, und etwas über 1 Br.hoch. Ueberhaupt ist es mittelmäßig, gleichtetwa einer Copie nach Oggiono's seinen,nur daß die Köpfe etwas minder karrikatu-rirt sind.

b») Eine andere ungefähr von gleicher Größe be-sitzt der H. Eekretair Masera zu Mailand.Sie ist vielleicht etwas neuer und besser alsobige, zwar von schwacher, aber doch nichtgezwungener Zeichnung.

c.) Eine kleine Tapete bey dem Probst zu St. Am-brosia in Mailand. Kurz gepackte, wenigüber /r Palm. haltende Figuren, welche andie Schule von Bern. Lanino erinnern; nichtganz verächtlich; einige gute Köpfe.

6,) Wieder eine ungefähr 26 Onc. br. und 10 One.hohe Copie bey dem Maler Commerio, wohlgleichzeitig mit den drey vorigen, und wahr-scheinlich nach dem al Fresco von Oggionozu Castellazzo gemalt; die Farben sehr ver-schwunden und nachgedunkelt. Der Fußbo-den des Zimmers ist von vielfarbigem Mar-mor; die Köpfe haben Heiligenscheine,

e.) Die große Zeichnung bey den HH. Casati,welche von Einigen irrig da vince selbst zu-geschrieben wird, ungefähr 14 Onc. hoch,und 3 ^ Br. breit. Ihr vornehmster Werthbesteht in dem Alterthum; übrigens scheintsie entweder aas dem bloßen Gedächtnisse

A) 3 n Atmenes Oescriplion <lel UesI Hlonarrcro 6> S2II horeitro (lel Drcoriül eic. I?ol. Nsäiiij 76;. p. >2",wird es einem (ungenannten) wackern Schiller von da Vince zugeschrieben. 8rorillo I. -> 9 l.