ZogS Vieler.
violet (P.) Ein Künstler zu London, vondem man auf der dastgen Ausstellung der Königl.Akademie 1701. mehrere Miniatur-Bildnisse, unddarunter das des Prinzen von Wales sah. Zu-folge eines Gantkatalogs hat ein L. Guisan denLoren; Cypriani in der Rolle des Don AlfonsoGcoglio kl. Fol. nach ihm puuktirt. Wohl ist erauch derselbe violet, nach dessen Zeichnung-Bouillard das Vildniß von F. Bartolozzi gesto-chen hat.
— — (Thomas). So heisst bey FiorilloV. /,»7. ohne Weiteres, eln Stcmpelschneider,der in der Mitte des XVI. Jahrhunderts für dasEnglische Parlament gearbeitet habe.
* — — ( ). Ein solcher soll eine An-
weisung zur Miniaturmalerei) geschrieben haben,die aus dem Französischen, mit Zusätzen übersetztvon I. H. M- (eynier), Hof bey Grau 179Z.248 S. 8°. Pr. 16 Gr. erschienen wäre. Vielleichtist solches der obige l). visier, oder der... .violier im Lex.
violje, s. oben viol u. s. f. und den gleichfolgenden violier.
violier ( ). Von einem Künstler dieses
Namens (wohl fast sicher derselbe, welcher kurzoben, unter dem Namen viol erscheint) lesen wirin einer Biographie des Kupferstechers C. M.Ernst (Meusel's Mus. VII. 74—75. das ein-zige — Schändliche: „Als Ernst (1782.), derdamals auf der Akademie zu Mannheim studirte,hörte, daß der Großfürst von Rußland in dem-selben Sommer nach Mömpelgard kommen würde,so entschloß er sich, mit einer eben gefertigten co-lorirten akademischen Zeichnung hinzureisen, um,weil er schon an jenem Hof bekannt wäre, eini-gen Vortheil zu erwerben; allein, er betrog sich:Er bekam zwar ein genereuses Präsent; weil eraber z» offenherzig war gegen des GroßfürstenMaler, Namens violier, und diesem sagte, ersey gesonnen, auch einmal nach Rußland zu rei-sen , er wolle aber zuvor die ganze fürstliche Fa-milie malen und in Kupfer siechen, so wurde vio-lier eifersüchtig und suchte Ernsten auf die nie-derträchtigste Art bey der Herrschaft zu degradi-ren und zu verfolgen. Dieser Verdruss, vereinigtmit der Folge der ausscrordentlichen Anstrengungund Ermüdung von der Reise, verursachten Ern-sten eine Krankheit, an der er drey Monate langzu Mömpelgard sehr darniederlag. So bald erwieder gesund war, verfertigte er noch die zuvorbestellte Silhouette der Frau Herzogin von Wnr-temberg in einem Oval auf Wolken gesetzt mitanspielenden Attributen, setzte seine Vertheidigunggegen violier schriftlich auf, und fand gnädigstGehör. Ihre Königl- Hoheit verehrten ihm dar-auf als ein Zeichen Ihrer wiedergefundenen Gnadedrey Louisdor für die Silhouette, mit dem An-deuten sich nicht mehr über violiers üble Be-handlung zu grämen.'' Späterhin haben wir vondiesem saubern Gesellen nichts weiter vernommen.
Violinist», s. oben Pompeyo.
Viper» (Anton). So hieß ein, in B. Dr-sl'm's vegcrisione ci'^eoll berühmt genannter,Baumeister von Ascoli, dem die große Baute derdortigen Kirche St. Franzesco um 1262. zuge-schrieben Wird. 1. e. p. loch et 290.
Viperr ( ) ein Engländer, malte mit vie-
ler Kunst ausgeführte Frachtstücke. Lkn.
v i r i en < Marquis de), Enkel des Marquisvon Soucher; ein französischer Kunstliebhaber desvorigen Jahrhunderts wenn wir nicht irren, dersich selbst praktisch mit der Kunst beschäftigt ha-ben soll. Mrc,
Bischer.
virlops (F. R. Roland de), der schon obens. v. Roland erscheine. Derselbe arbeitete um1755. zu Berlin, Metz, Paris, u. s. f. SeinOictionnsire ä'^rcbltscture etc. et äs tousles arts et mctiers qul en äspsnäenr, hat »
Bande in 4°> (l'arls). Ha Horte V. 161.
* virtue, s. oben und im Lex, vertue.
* visacci ( ) von Urbino, hieß Anton.
Andere nennen ihn auch ssimarori, und mit demBeynamen visacci. Ihaiizi Lä. rerri. nennt vonihm Triumphbogen u. a. Bilder, welche bey An-laß der Vermählung des Herzogs Friedcrich vonUrbino mit Julia von Medicis, daselbst von ihm,dem jünger» Viviam, Mezzi und Urbani gemein-schaftlich aufgestellt worden. „Seine Starke"(heißt es bey I. c. II. 154. man weiß aber nichtganz recht, ob hier von ihm *), oder Urbani dieRede ist) „bestand, wie es scheint, vornämlichin der Zeichnung mit der Feder, und im Helldun-kel, wie solches z. B- aus seinen grandiosen Pro-pheten erhelle, welche aus dem Dome (zu Urbino?)späterhin in den (dortigen?) Päpstlichen Pallastgebracht worden. Im eigentlichen Malen war ereben nichts Besonders. Zu Urbino hinterließ ernur Weniges, darunter das Bild des H. Monicain St. Agostino. Dann sieht man an mehrernOrten, besonders in dem Dome zu Cagli, vonseinen Copieen nach Barocci. Er lebte und ar-beitete lange zu Pesaro, wo er an I. C- Begnieinen wackern Schüler zog."
viscardi (Joh. Anton), war nach dem In-halte alter Rechnungen um 169s. als Hofbaumei-ster bey dem Thealiner-Gebäude zu München miteinem Gehalte von jährlich 5oo st. angestellt, underbaute in der Folge auch die schöne Klosterkirchezu Fürstenfeldbruck. Liporvsky II. 271.
viscardus (Hieronymus), ein Goldschmiedund Kupferstecher zu Verona. In des Den. Ce-ruto u. And. Chiocco: hjussenm ssranc. Oslceo-lari Hm. Vsronensis, welches Buch 1622. kl.Fol. zu Verona erschien, findet sich, nach derZeichnung von I. B. Bertonus, das schlechteLitelkupfer von des viscardus Hand. Es giebteine Llnsicht dieses mit einer Menge Naturmerk-würdigkeiten vollgepfroften Museums. Er etztSanch die (eingedruckten) Kupfer des Textes.
* visch (Matthäus). So nennt DescampsI. Vorrede S XV. einen Holländischen Maler,Direktor der Akademie zu Brügges, welcher demerstem, bey Verfertigung seines biographischenWerkes, nützliche Dienste geleistet habe, undwahrscheinlich der nämliche ist, welcher bereitsim Lex. ohne Laufnamen, als Geschichtsmaler,ebenfalls nach Descamps (Voz:a§e) erscheint.
^ Vischer oder Visscher (Clas, auchClaus Jansen), s. unken und im Lex. McolausJohann.
— — (Cornelius de), von Gouda.Descamps Biographie von ihm (I. i5i.) istkurz, aber sprechend: „Derselbe" (sagt er) „warein guter Bildnißmaler. Seine Lebensbeschreibungwäre sehr lang, wenn ich mich nicht darauf be-schränkt hätte, einzig das zu erzählen, was dieKunst angeht. Dieser Mann hatte nichts Ange-nehmes, als sein Talent, und — ertrank bey derUeberfahrt von Hamburg nach Amsterdam." —Von ihm besitzt in Deutschland, unsers Wissens,einzig die Gallerie zu Wien das Bildniß einesalten Graubarts, ein gerolltes Notenpapier inder Rechten, mit des Künstlers Monogramm(das sich auch bey Brullior N°. 002. befin-det) und oben zur Linken: Letatm suae 62.
1574. -krs probat vlrum, was des Künsi-
'--) Doch wahrscheinlicher.