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lich. Daß er, wie schon Descanips bemerkt,seine italienischen Gegenden nicht nach der Naturgeschildert habe, beweist, neben Andern, ein Bildim Französischen Museum, wo eine Anfichtvon Tivoli diesen Ort, als auf der Ebene, aneinem Flusse gelegen, darstellt. „Dasselbe" (heißtes bey Eandon ?L^8a§ss st l'abl. <je 6snre I.38 .) „ist von pikantem Effekte; Licht und Schal,ten find ziemlich verständig behandelt; aber dasColorit scheint ganz praktisch zu seyn, und hatnicht jene angenehme Mannigfaltigkeit der Töne,welche bloß das Studium der Natur verleihenkann " Von ihm besaß (1810. noch) das Kabi-net Paignon-Dijonval zu Paris 7 landschaft-liche Handzeichnungen in Bistre ausgetuscht, wo-von besonders eine (10" br. 7" hoch) sehr schöngenannt wird; und andere, um die nämliche Zeitebendaselbst, dasjenige von I.A-Sflvestre. Auchin dem Königl. Französ. Zeichnungskabinette be-findet sich von ihm eine Gouache, welche dasRathhaus von Amsterdam, und den Platz vordemselben, mit einer großen Menge Figuren dar-stellt. Gestochen nach ihm kennen wir einzig ei-ne kleine Marine mit der Unterschrift: kort kraus,geetzk von Weißbrodt, und vollendet von Dau-det *). Noch lesen wir in Notizzen eines unsererFreunde: „In BarrfAe's Beschreibung der Har-servinkelschen Gemähldesammlung zu Wieden-brück 1784 8°. S. 1-i- ist eines seiner Gemäldebeschrieben. Dasselbe enthielt das von den Bo-then eroberte und geplünderte Rom, welche Stadtnebst umliegender Gegend, antike Monumenterc. sehr wohl dargestellt waren. Auch fanden sicheine unzählbare Menge Menschen, Pferde, Ka-meele und Maulthiere darauf, welche die Beuteund Schatze aus Rom auf der Tiber zu Schiffebrachten. Dieses Gemälde (18" hoch, br.)war außerordentlich fleißig und wie in Miniatur1626. (was ein kräftiger Druckfehler seyn muß)gemalt. Anderwärts führt man von seinen Hand-zeichnungen an, die von 1688. datirt waren."Auch die Gallerie Sagan besitzt ein Bild vonihm: Architektur mit Figuren stafflet. Zeit. f. d.elegante Welt 1812. S. 844.
* Ulich, s. oben und im Lex. Üblich.
* vlieger (Simon). Maler und Kupfer-stecher. Kost Vl. 2öi, setzt seine Geburt aufsGerathewohl in 1612. zu Amsterdam an; Anderein 1602 Er malte Landschaft, besonders aberSeestücke und Schiffe, mit vielem Fleiß undWahrheit. Seine Bilder sind selten. In Deutsch-land besitzen von ihm, unsers Wissens, die ein-zigen Königl. Bayerschen Gallerien zu München,Schlei« - und Lüstheim vier kleine Bilder aufHolz; darunter ein Seesturm. Ferner der Hof-und Landgerichts-Assessor Schmidt zu Biel einegroße Land - und Wassergegend mit Schiffen,Wagen, Pferden und Menschen, und Christusschlafend im Schiffe, mit seinen auf der tobendenSee verzagenden Jüngern, wovon, zumal daserste, in dem Catalog dieser Sammlung als ein„herrliches" Bild rubrizirt wird. Dann dasFranzösische Museum die Ansicht einer hollän-dischen Stadt an einem mit Schiffen bedecktenKanale. „Die Töne in diesem" (18" hohen und3 // br.) „Bilde" (heißt es bey Landon
st 1 'sbl. äs 6eure II. I8) „sind sehr wohl ab-gestuft, von schönem Effekt, und das Detail mitSorgfalt toccirt; aber das Colorit ist gelblicht,so daß das Ganze eher einer ausgetuschten Zeich-
Visconli.
nung gleicht, was ein öfteres Gebrechen diesesKünstlers gewesen seyn soll"**). Dennoch sindseine bessern Werke in Frankreich zwar wenig be-kannt, aber desto geschätzter in Holland und Eng-land, wo sie oft so theuer als die Backhuysenund Wilhelm van den Beide bezahlt werden. Einekleine Nachbildung von dem erwähnten Bilde imMuseum findet sich l. c. — Die beßte Litteraturder von vlieger selbst geetzten 20 Blätter giebtBarrsch I. 21 — 34 und rubricirt dieselben, wiefolgt:
i. Der Bach. 2. Das Dorf mit den zweyGlockenthärmen. 3 . Der durchsichtige Wald.4 - Die Erdzunge. 5 . Die Fruchtfuhre ***). 6. DasHolz beym Canak. 7. Der grüne Berg. 8. DasWirthhaus. 9. Das Dorf. io. Die Fischer,it. Der stehende Windhund und die zwey laufen-den Hunde. 12, Die zwey Windhunde. i 5 . Dasweidende Pferd. 14. Das Schlittpferd. i 5 . DieSchaafe. 16. Die fetten Schweine. 17. DieGänse- 18. Die Indianischen Hühner. 19.Die Ziegen. 20. Der angekettete Hund. —Dann beurtheilt er diese Blätter so: „Vonungleichem Werthe; doch zeugen alle von deckKünstlers schönem Talente. N°. 1. und s.scheinen Jugendversuche zu seyn. N°. 5 . und 4.sind in des (spätern) Waterloo's Geschmack, ebenso leicht in dem Blatterwerk, und dieselben Grab»siichelshiebe an Stamm und Aesien. N°. 5 . 6.und 7.'heißt er die schönsten. — Von den Thie-ren die Vögel 17. u. 18. besser als die vierfüßi-gen, von welchen N°. n. u. 12. die geringstenseyen. Die drey großen Landschaften N°. 8., 9.u. 10. endlich vereinigen alle verschiedenen Ma-nieren von vlieger, und geben sehr gut seineneigenthümlichen Geschmack zu erkennen. Kostdann (Vl. sZi) meint: Seine Nadel sey zumTheil in dem rauhen Geschmacke von Rembrandt,zum Theil in dem geistreichen Style des vonUden. Die größten von den oben benannten ha-ben etwas über 10" in der Breite, und über 6"in die Höhe. Gewöhnlich bezeichnet sind sie: §.lie Datirt hingegen (was uns über seineBlüthezeit am beßten belehren würde) ist, unsersWissens, keines. Gestochen nach ihm kennt manein Blatt mit dem im Schiffe schlafenden Christusfiaffirt, von C. P. Canot, und Ebendasselbe vonI. Ossenbeck (letzteres selten); eine Ansicht vonSchevelingen in getuschtem Zeichnungsgeschmacke,von S. Jreland; Lustbarkeiten auf der Amstel inGegenwart der Königin Maria von Medicis, vonS. Savry, und endlich (sonderbar), zwey Bild-nisse: das schon oben, unter G.devl. angeführtedes Admirals de Witt; und ein anderes des Ad-mirals Tromp, letzteres von C. van Queboorngestochen. st Noch nennt eine
unserer Handschriften r Eine Kirmeß mit Markt-schreyern; ob von oder nach ihm wird nicht ge-sagt, wir denken aber eher das Letztere. Eine ge-tuschte Handzeichnung von ihm: Landschaft mitden Ruinen eines Sybillentempels staffirt (11"breit 7" hoch) besaß noch i8iZ. das KabinetsZaignon-Dijonval zu Paris, und zwey andereähnliche (darunter eine in Waterloo's Geschmack)um eben diese Zeit, Ebendaselbst, das Kabinet vonHerrn I. A- de Silvestre).
vlieger ( ). Einen andern, uns sonst
ganz unbekannten Künstler dieses Geschlechts nen-nen die: tkamburAisskeu Xüngtlernsckr. 8 . 46 -47- Derselbe, vermuthlich ebenfalls im XVlI.
Lrvia und Augustus die höchste unumschränkte Gewalt in Rom zu erwarten hätten. Die Henne ward ver-pflegt, und der Lorbeerzweig gepflanzt. Erstere war so fruchtbar, daß das Dorf nachher Hühnerdorf genanntwurde, und von dem Lorbeer, welcher zum Baum heran wuchs, wurden Zweige gebrochen, die Sieger r»krönen.
n) Andere wollen mehrere von eben diesen Meistern kennen.
2") Nech anderswo wird sein Ton: „Häufig zu gelblicht, röthlicht ober gräulicht" genannt.
Nach diesem findet stch auch eine Copie, von einem Ungenannten geetzt.