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Schmidt zu Riel. Von ihm oder nach ihm in Hell-dunkel gestochen nennt ein Verzeichniß meines sel.Vaters ein Platt: klston Er /^irÄPnv.rkiv. bezeichnet.
Vlier ( van). So hieß auch ein anderer(wahrscheinlich Holländischer) Künstler, von wel-chem man in dem Königl. Kunstkabinette zu Ber-lin ein aus Papier geschnitztes — Kriegsschiff zeigt.Nicolai S. 58 g.
— — s. auch unten vlyet.
* Ulr'ti (Peter d'). In 1742. erscheint er alsgewesener Professor der Akademie zu Paris. Nachihm gestochen kennt man noch von I. Audraneine Verkündigung, und Ebendieselbe im Kleinen,von einem Unbekannten; von Beauvarlet die keu-sche Susanns; von C. N. Cochin die Kranken,die zu Christo gebracht werden, und St. Clau-dius Bischof, der ein gestorbenes Kind erweckt;von Cochin dem Sohne: Dertumnus und Po-mona, und: Ludwig XIV. der den Plan des In-validen-Hotels genehmigt; von N. Tardieu: St.Hicronymus in der Wüste, und St. Carl in derAndacht; Titelkupfer zu dem Trauerspiel Cyrus,u. s. f. M§c.
Ulinger oder Uhlinger (Johann Caspar),ein Maler und Kupferetzer von Zürich in derSchweiz, st. 1768. als der letzte seines Geschlechts.Leu's Zusätze. Irgendwo wird er (kaum richtig)Königl. Sächsischer Hofmaler genannt. NebenAndern, kennt man von ihm, für Hertel's Verlagzu Augsburg, zwey Folgen von Landschaften,welche meist vaterländische Gegenden darstellen;die eine von 13 Bl. in Quarto, die andere von4 Bl. in kl. Querfol. die letztere wenigstens vonmittelmäßigem Kunstwerthe.
* Ulivelli (Cosmus), bey Fiorillo irrigUliveri geschrieben. Nach Lanzi I. 244. geb.1626. und gest. 1704. „Ein guter Maler" (sagt er)„von Geschichtlichem, und in einem Styl, daßminder Erfahrne seine Arbeiten bisweilen mit de-nen seines Meisters, B. Francesschini, verwech-seln. Verständigere hingegen sehen bald, daßsolche in den Formen minder zierlich, im Coloritminder stark und minder ausgearbeitet, dafürhingegen manierirter und gezwungener find. Vonseiner beßten Zeit sollen die Lünetten im Klosterdel Carmine zu Florenz seyn." In, 658 . arbei-tete er mit andern Künstlern in der'Galleri'e desGroßhcrzoglichen Pallastes zu Florenz. Blätternach ihm befinden sich in dem Werke: ^siomZlorloge äetzll uomlni illustr! L'iorsn ini nsllevolts äslla 8. (lall. äl b'irense (6r. ?ol.) nachder Zeichnung von I. Menabuoni Aer-recLeläre 6l. Auch C- Mogalli hat nach ihm einenSt. Peregrinus gestochen.
Ulloa (A. S.), ein Spanischer Kupferstecherum 1740. Wir kennen von ihm eine H. Jung-frau mit dem Kinde; in der Rechten hält sie einenAnker und einen Zweig mit drey Rosen. Die-ses Blatt ist mittelmäßig, in kl. 8°. gestochen.
* Ullrich s. Ulrich unten und im Lexikon.
Ulm (Hans von), ohne Zweifel gebürtig von
Ulm, Baumeister, kam in der ersten Hälfte desX V. Jahrhunderts, von Zeit zu Zeit nach Nörd-lingen, wie z. B. - 434 - und 35 . zum Nachsehendessen, was dort gebauen wurde. Fiorillo Ge-schichte d. zeichn. Lunste in Deutschland I.SZ7. S. auch den folgenden Art.
— — (Christian), wurde 1614. als Rein-gräflich-Dhaunischer Münzmeister bedienstet. S.Hirsch teutsches Münzarchiv VII. 46L.
Ulrich.
Ulm und Landau (Johann von). Sonennt Erufius in seiner Schwäbischen ChronikD. II. S. i 3 i. einen vortrefflichen SchwäbischenBaumeister, der auch einen Sohn gleichen Na*mens und gleicher Kunst hinterlassen habe. Der-selbe errichtete die Pfarrkirche und den Thurm zuWaiblingen, der mit Quadern so nett und künst-lich zusammengesetzt ist, daß das Ganze nur ausEinem Stein zu bestehen scheint. Fiorillo (Deutsch-land) I. Zl2. Daß einer dieser Baumeister, Va-ter oder Sohn, mit dem gleich vorstehnden Hansvon Ulm Eine Person sey, ist wohl keinem Zwei-fel unterworfen.
Ulm (Ludwig zu), ein Formschneider. S.oben den Maler . . . Pfandzelt.
* Ulmbens. Irgendwo verschriebener Na-me, ohne Zweifel von Holdem.
Ulm er (C.) Von einem solchen sehr mittel-mäßig geetzt und colorirt kennen wir eine Ansichtdes Bieler-Sees^nach Aaberli in Querfol. S.auch den gleich folgenden Art.
— — (I. C ), ein Kupferstecher dieses Na-mens (ob etwa mit dem Obigen Einer und der-selbe?), der sich wahrscheinlich zu Anfang desXIX. Jahrhunderts zu Paris aufhielt, liefertefür das Xlll. Heft von Vicar's und Masquerliers Nableaux etc?, äs la Osllerie äs florsncsdas Diidniß des Malers Carlo Dolce, nach die-sem selbst gestochen.
* Ulpes s. volpi im Lex. und unten.
Ulplus (M.) des Kaisers Freygelassener, C.Setlius Onesinus und Junius Lhalatio, des C-Mäcenas Freygelassener, werden, beym Gruter,als Flutarii oder Münzgiesser, angegeben; letz-terer wird auch Sigillarius oder Boussjrer ge-nannt, was sie nach Art der Römischen Münz-Verfassung wohl alle verstehen mußten. Ulpiuskommt auch als zweyter Münzwardein, und PollioMaximus als erster in einer andern Aufschriftvor. Moehsen Medaillens. I. 64- u. 70.
Ulprechk( ). Einige von einem solchen1809. nach der Natur gezeichnete LiefländischeGegenden, von P. Deich radirt, finden sich indem Taschenbuchs Livonia für 1812. Riga UndDorpat bey F. Meinshausen. S. auch den nach-folgenden Art. Ulprich.
U Iprich ( ). Vielleicht mit dem vorstehn-
den Ulprcchr Einer und derselbe. In einer Si-zung des Museums zu Frankfurt a. Main 1310.sah man von dem Unsrigen eine Landschaft mitartigem Farbenspiel und praktischem Pinsel ge-malt , dem man aber mehr Charakter und Natur-wahrheit hätte wünschen mögen. Lüb. Mor-gend!. 1810. I. 076.
Ulrich, Abt zu St. Gallen von 990—96. undin der Folge Patriarch von Aquileja. „DieVerdienste dieses Mannes um sein Stift" (heißtes bey ^iorillo Gesch. der zeichn. Rünftein Deutschland I. 57 — 58 .) „seine Liebe zu denWissenschaften und Künsten, so wie die Geschick-lichkeit, mit welcher er selbst die Malerey trieb,werden durch die einstimmigen Zeugnisse derSchriftsteller seines Jahrhunderts bestätigt. Erließ in einer Kapelle eine Vorstellung des GrabesChristi mit Farben und Gold ausführen, ziertedie Wand derselben eigenhändig mit der Himmel-farth der H. Jungfrau und der Grablegung desH. Johannes, und vollendete die Kunstsachen,welche der zu früh gestorbene Jmmo hinterlassenhatte *). Unglücklicherweise wurde er in seiner
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