Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Voegler.

schien. Moehsen Beitrage z. Geschichteder Wissenschaften.

voegler (Hcctor), wurde 1620. Mdnzwar-dein des Grafen von Hanau - Münzenberg.Hirsch teutsches Münzarchiv VIl. 4 / 8 .

voegrlini ( Christian Conrad), geboren ;u.Dresden 1726. lernte zuerst bey dem Obristlieu,tenant von Forchheim die Ingenieur-Kunst, be-stimmte sich aber nachwerts für die bürgerlicheund höhere Baukunst, und studiere diese, theore-tisch bey dem Oberlandbaumeister Knöffel, prak-tisch aber bey dem Nalhsmaurermcister Hoyer inMeisten; alsdann gieng er nach Berlin, wo ereine Zeitlang practicirte, bis er (i/ 5 o.) als Hof-Condukteur in seine Vaterstadt zurückberufen ward.Im siebenjährigen Kriege wurde er beordert, un-ter der KK. Armee als Ingenieur zu dienen,trat aber dann, nach erfolgten, Frieden, wiederin seine vorige Stelle zurück, und leistete in der-selben, unter der Leitung des OberlandbaumeisterExners mannigfaltige nützliche Dienste. Unter dievon ihm aufgeführten Bauten gehprt ein Palaisin Eraditz. Er st. 1794. Beller.

voehrenbacher (Aloys). So hieß einHofgoldschmied des Fürsten von Fürstenderg zuDonaueschingen 1799.

* voeiriot, voeriöt auch woeiriotund Woeyriot (Peter), bisweilen auch irrigJohann genannt, geboren zu Bar-le-Duc um1526. und wohnhaft zu Lyon, wo er die Gold-schmiedekunst und das Kupferstechen und Form-schneiden trieb. Seine Blatter sind meist voneigner Erfindung. Sein ?insx ist , 556 . gedruckt,und an der Spitze findet fich sein Bildniß. Seinsehr zusammengesetztes Monogramm, welchesmehr auf woeiriot deutet (wie er sich wirklichauf einigen seiner Blätter nennt) findet sich beyRost VIl. 56 . Dort wird von ihm ein mit sehrfeinen Strichen in Holz geschnittenes, und von157Z. dakirtes Bildniß eines Jakob Bornoniusin einem verzierten Rahmen vorgestellt, welchenMerkur und Minerva halten, unten mit Versenin drey Sprachen; Französisch mit dem wahrenWorte:

Hui venlt pour son gais combattre a tousalarmes,

Lolbt avoir äs Nercure st äs Pallas lesarmes.

Eine Menge anderer Bildnisse, wie z. B. Ra-phaels (,559-), Nostradamus, Calvins, des Dich-ters L. de Mazures, u. s. f. (darunter das jüngstevon , 586 .) führt ein Verzeichniß meines sel. Va-ters an. Dann dieses sowohl, als Rost I. 0.von Geschichtlichem: Die Schlacht des Constan-tin gegen Maxentius, nach Raphael; AsdrubaisGemahlin, die sich mit zwey Kindern im Armins Feuer stürzt, und: kerillo, messe» äsntroalloro (die Alken liebten solche grause Darstellun-gen), beyde nach B. Peruzzi. Ferner: Das OpferAbrahams, und Moses aus dem Wasser gezogen(diese ohne weiter» Namen als den (einigen).Endlich zwey Landschaften mit vielen Figuren.Allerley, obige Notizzen von Rost Berichtigendesdann führt Malpe s. v. /^oeriot an, der unsallerdings für einen (damals Deutschen) Lotha-ringer der authentischere Name zu seyn scheint.Hier wird seine Geburt in , 5 io. und seine Nie-derlassung zu Lyon in die Mitte des Jahrhun-derts gesetzt. Von da an soll er vornehmlich fürdortige und Pariser-Buchhändler unermüdet gear-beitet haben. Sein Monogramm für die Holz-schnitte war das schon im Lex. angeführte Lotha-ringische Kreuz, für die historischen Blätter hin-gegen das oben bemerkte. Bey Maips findensich beyde. Dort werden noch von ihm genannt:

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Eine Folge antiker Köpfe; Verzierungen zu A.le Pois Abhandlung von alten Münzen und ge-schnittenen Steinen (Paris 1679.) sehr zart, wiemit der Etznadel, gestochen. Dann, zart in Holzgeschnitten, die Blatter zu einem in , 5 Z 6 . bey

R. Stephan erschienenen Werke von Lazar Bai-fius, worin besonders die Figur eines RömischenSenators sehr schön seyn soll- Noch schöneraber die Blatter zu einer von Stephan inr 54 c>.veranstalteten Bibel, worin Malps vorzüglich dieBlätter von. Innern des Tempels, der Bunds-lade, des ehernen Meers, und die Figur des Ho-henpriesters prächtig nennt. Dann 12 Bildnisseder Vicedomini von Mailand für ein Werk vonPaul Jovius, wieder bey Stephan (Paris 1549.)gedruckt. Die roo Embleme endlich, deren schondas Lex. gedenkt, erscheinen hier als mit r 54 i.datirt, und mit gothischen Namen in bloßen Um-rissen eingefaßt Der einzige Lasan nennt voe-rior's Arbeiten bloß „leidentlich'' für seine Zeit,und giebt das Datum des klnax lconicus durchDruckfehler um ein Jahrhundert zu spat (i 656 .)an; und Gandelllni nennt von ihm 5 i Bi-son kleinen antiken Figuren.

* v 0 e i r l 0 t, v 0 e r i 0 t od. v 0 i r i 0 t ( ), hießWilhelm; derselbe Büdmßmaler, welcher im Lex.s. v. voiriau oder voiriot erscheint, geborenzu Paris, in die Akademie als Agreirter aufge-nommen 1767. und als Akademiker 1769., Mit-glied des Instituts zu Bologna, der Akademiezu Florenz, und der Wissenschaften und schönenKünste zu Rouen. Wohl viel Geschrey für wenigWolle; indessen soll er auf den Salons von 1769bis 91. Mehreres ausgestellt haben. Nach ihmgestochen kennt man einige Bildnisse; wie z. B.des Abbe Barth. Mercier von G- Denoist, desBuchdruckers I. B. Coignard von I. Daulls(1768.) des Schauspielers I. Caillot von S. C.Miger, und Fontenelle's von einem Ungenannten.

S. auch unten voiriau oder voirior, mit wel-chem er wohl sicher Einer und derselbe ist.

Voelck (Carl), und Ferdinand sein jünge-rer Bruder; geboren zu Würzburg, Söhne desMalers Job. Georg Barrh. Wvlck (oder välkwie ihn Meusel schreibt). Sie erlernten desVaters Kunst (studirren solche um 1800. auf einekurze Zeit zu Dresden) und lebten 1807-, Carl zuKaschau in Ungarn, Ferdinand zu Rattbor inSchlesien. Beyde malen mit Beyfall Bildnissein Oel, Pastell und Miniatur; der jüngere auchHistorien, Conversationen u. Altarblätter. Sie-bold fränkische Chronik 1807. S. 742 .

— — (Ferdinand), s. seinen obigen BruderCarl voelcL.

— — (Joh. Georg Bartholomäus) Bildm'ß-Geschichts- und Landschaftsmaler (Viel in EinerPerson) geboren zu Ochsenfurth am Main 1747.Derselbe lernte von seinem Vater, einem Maler,die ersten Anfangsgründe in der Zeichnungs - undMalerkunst. Hierauf reiste er nach Augsburg,wo er sich, unter der Anleitung des damaligenDirektors der Akademie bildender Künste, des be-rühmten Freskomalers Günther, zu vervollkomm-nen strebte. Besonders ließ er sich angelegenseyn, in der Akademie Figuren nach dem Lebenzu zeichnen. Nach der Rückkunft in's Vaterlandvollendete er seine Bildung unter dem altern Fe-sel. Anfangs trieb er besonders die Kunst, Por-träte in Oel zu malen; mitunter kopirke er auchKöpfe nach Nembrandt, van Dyk, Rubens u. a.m.; späterhin fand er auch an der Historien - undLandschaftenmalerey Geschmack. Seine Bilderempfehlen sich durch gute Zeichnung und schönesKolorit. Im Porträtmalen hat er sich vorzüglichden Fleiß und die Manier des berühmten Hambur-gischen Malers, Balt. Denner zum Muster gewählt.So lautet es in B- V. Siebold's Fränkisch.Chronik 1807. S. 741—44. und wir gebesss,

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